MARSCHKOMPASSE (Forts.)

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- C -

CAMMENGA

Steckbrief: US-Unternehmen Sitz in Holland, Michigan, gegründet 1992 (siehe die Website dieses Unternehmens)

Allgemeine Beschreibung
Linsen-Marsch- und -Peilkompass, der US-Streitkräfte. Diese Kompasskonstruktion wurde bisher von verschiedenen US-Herstellern gebaut und hat sich bereits erfolgreich im Korea- und Vietnamkrieg bewährt. Seine Entwicklung geht auf einen von den US-Streitkräften schon im zweiten Weltkrieg eingesetzten Peilkompass zurück. Das US-Verteidigungsministerium hat die Marschkompassfertigung ab 1992 an Cammenga übertragen.
Andere Hersteller sind
 BRUNSON, Stocker and Yale (SandY), Superior Magneto.

- Kompassgehäuse: aus Aluminium, zweiteilig, Kompassgehäuse mit Gehäusedeckel
- Kompassdose: aus Kupfer (wegen Wirbelstromdämpfung); Peilscheibe schwingt deshalb besonders schnell ein; Peilscheibe wird automatisch arretiert, sobald die Peillupe abgesenkt wird.
- Teilkreisdurchmesser: 40 mm
- Kompassteilung: 6400 Strich und 360°
- Teilungsintervall: 20 Strich bzw. 5°
- Ablese-/Peilgenauigkeit: ca. 10 Strich bzw. 2°
Ablesegenauigkeit (z.B. bei der Kartenarbeit) liegt bei 10 Strich bzw. 2°
- Beleuchtungseinrichtung: Tritium-Leuchtmarkierungen (Halbwertszeit 10 Jahre) oder fluoreszierende Leuchtmarken
- Visier- und Ableseeinrichtung: Peillupe mit Peilschlitz, über die der Teilkreis an der Ablesestelle und das Ziel über einen im Gehäusedeckel befindlichen Peilfaden gleichzeitig abgelesen und angepeilt werden können
- Lineal: 120 mm lange Anlegekante mit Zweimillimeterteilung (1:50.000)
- Deklinationskorrektur: nicht vorhanden und deshalb nur rechnerisch möglich
- Inklinationskorrektur: nicht erforderlich




Datum ? (Stempel im Deckel): 97-08-39
Modell M-1950*

Datenblatt

- NSN: 21-26460-02E
- Abmessungen: 75 x 57 x 28 mm
- Gewicht: 150 g

* Vgl. mit Vorgängermodell M-1938
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C.E.V.

Steckbrief: C.E.V. Italia (vollständiger Name, Anschrift und Gründungs- bzw. Löschungsdatum ?) war ein Unternehmen, das Bauteile für die Motorräderindustrie produzierte wie z.B. Fahrtmesser und ähnliche Anzeigegeräte, Lichtschalter usw. Es belieferte im Wesentlichen Ducati, Vespa, Moto-Guzzi und noch viele andere.  Es baute  auch Werkzeuge und Instrumente wie Incubatore.
Es sind zwei Instrumente mit sehr ähnlichen Aspekt und Ausführung bekannt. Das vermutlich ältere von beiden wies keine Deklinationsskala auf und der Marschrichtungspfeil war auf der gesamten Länge mit Leuchtfarbe versehen. Die Himmelsrichtungen sind in italienischer Sprache (s. Verschiedenes / Himmelsrichtungen) auf parallelen horizontalen Linien von oben nach unten gedruckt. Eine Vergrößerungslinse ist auf dem Deckglas aufgeklebt.
Die einzige sichtbare Kennzeichnung ist die Abkürzung C.E.V auf dem Deckel-Öffnungs-Druckknopf im Tragring des neueren Instrumentes eingraviert.
(S. a. den anderen italienischen Marschkompass von Schlacht).


Fotos oben kadmarkets (kl. Bild) bzw. K. Takacs (gr. Bild)


Zum Vergrößern, Bilder anklicken




Die Tragetasche und die Abk. C.E.V.
Datenblatt
- Durchm.: 60 mm; Traggring: ca. 40 mm Länge
- Gewicht: 135 g
- Teilung: 6400 Strich rechtsdrehend, alle 100 Strich, numeriert alle 200, in einem Bereich von 200 Strich sowie zusätzlich alle 20 Strich beiderseits der vier Haupthimmelsrichtungen (s. vergrößertes Bild links)
- Zifferm Buchstaben und Striche aus Radiumfarbe
- Verriegelung der Magnetnadel (Link zum Bild): seitl. Alu-Schieber
Die Fassung des Glases ist mit dem Marschrichtungspfeil am Gehäuseboden verbunden. Die Linse ermöglicht eine sehr genaue Einstellung des Pfeils.
- Tragetasche aus Lederimitation (Pappe?)
- Fertigungsperiode: 30er-50er J. oder früher
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CHETWYND

Steckbrief : Kapitän Louis Wentworth Pakington Chetwynd (15. Dez. 1866 - 18 April 1914, mehr Details unter Marinekompasse) entwickelte mehrere Kompasssysteme.
S.a. Armband- und Marinekompasse



(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)




Name des Erfinders unter der Nord-Marke:
Captain CHETWYND's 

Auf der gegenüberliegenden Seite, teilw. durch eine Schraube verdeckt:
Patent-Nr. 25965/06
(Patent-Ansicht: HIER)

Ansicht der Unterseite mit der Einfüllöffnungsschraube
(mit der Armbandversion vergleichen)

Datenblatt
- Durchmesser: 70 mm
- Höhe: 30 mm
- Gewicht: 250 gr
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CHINA

Steckbrief - Chinesisches Unternehmen: Shanghai Yonghong Instrument
(Dem Internet-Kompassmuseum liegen leider keine präzisen Daten über dieses Unternehmen. Ihre Hilfe ist gefragt.
Die Fa. Shanghai Yonghong Instrument möchte sich bitte mit dem Kompassmuseum in Verbindung setzen.)

Wir zeigen in der Tabelle  zwei Weiterentwicklungen des COKIL-Modells der Firma BREITHAUPT, wie er in China nach dem 2. Weltkrieg gefertigt wurde, sowie ein Bild des ursprünglichen in Lizenz gebauten Models (bitte HIER klicken - Foto von einem Besucher übermittelt).

Chinesischer Kompass mit BREITHAUPT-Markierung
Deutschland unterstützte das nationalistische China in den 1920er und 30er J. in dessen Kampf um die Hoheit des Festlands und gegen die japanischen Invasionen. Die deutsche Militärmission lieferte militärisches Training und Material sowie Fertgungsfachwissen. Die Motivation Deutschlands war eher kommerziell denn ideologisch begründet. Als die Nationalisten den Bürgerkrieg gegen die Kommunisten 1949 verloren und sich auf Taiwan zurückzogen, ließen sie die Fabriken stehen, was der Volksrepublik ermöglichte, die Kompassfertigung fortzusetzen.

Beschreibung: Unter dem Hersteller-Namen (BREITHAUPT) stehen zwei Zeichen, die "SOLDATEN" bedeuten. Darunter stehen noch sechs weirere Zeichen. Wortwörtlich übersetzt bedeuten sie: “26. Jahr - 10. Monat”, was “Oktober 1926” entspricht. Allerdings bestand das traditionelle Numerierungsverfahren darin, die Jahre nach dem Namen des jeweiligen Kaisers und 
dem ersten Jahr seiner Herrschaft zu zählen. Als China 1912 eine Republik wurde, wurde das System beibehalten und das neue Regime begann erneut mit Jahr 1. In Taiwan, das dieses System weiterhin verwendet, heißt das Jahr 2010 "99". Es ist daher wahrscheinlich, dass das Datum auf diesem Kompass in Wirklichkeit für Oktober 1937 steht. Dies wäre kurz bevor die deutsche Militärmission in China im Mai 1938 endete (Quelle: Robert Thacker).

Tabelle:
- Typ 5-1 war der Standardkompass der Armee der Volksrepublik China.
- Typ 6-2 soll auch bei den nordvietnamesischen Truppen eingesetzt worden sein.

TYP 51


Der Text auf dem Zifferblatt lautet:
- unter dem roten Stern: Typ 51*
Dies könnte auch "Erster Mai" bedeuten, ein wichtiges Datum in allen sozialistischen Staaten und in der Arbeiterwelt sowieso...
- im Klinometerbereich:
. der Firmenname: Shanghai Yonghong Instrument
. darunter ein (verdecktes) rotes Zeichen: GRAD-Teilung
(Übersetzungen: Jen-Wen Chang)
TYP 62


Der Text auf dem Zifferblatt lautet:
- Typ 62* (sowie darunter in einem Kreis das Zeichen für Wolke, Teil des Namens der Provinz Yunnan - Logo des Herstellers?)

* Chinesische Ziffern:




(Bilder anklicken zum vergrößern)
Datenblatt
- Abmessungen: 65 x 62 x 25 mm
- Gewicht: 125 g
- Kompassdurchmesser: 50 mm
- Lineal (aufgeklappt): 100 mm
- Kompassrose mit doppelter Skala (Grad und 6000 Strich)
- Rückseite : Kartenleser




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COMPASS Instrument & Optical Co. Inc.

Steckbrief: Die Firma Compass Instrument & Optical Company, mit Sitz  268 Fourth Ave. New York 10, (auch  104 E. 25th St. New York 10) wurde im Jahre (?) gegründet und ca. 1968 gelöscht. Sie vertrieb viele Produkte wie Präzisionsmeß- und optische Instrumente (Waagen, Mikroskope) sowie Rechengeräte (Rechenschieber) usw. Es gab einen separaten Katalog für jede Produktkategorie 
Wir präsentieren auch eine BOYD-Sonnenuhr auf deren Schachtel ein Aufkleber mit dem blau-weißen Logo von COMPASS klebt.
Foto rechts: 1967-1968er Kompasskatalog - Bild anklicken: Seite vier



(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)


Datenblatt
(identisch mit dem Original M-1938 lensatic Modell von Gurley, s. Katalog oben)
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CRC

Steckbrief: französisches Unternehmen, das unter anderen Firmen den Kompasstyp Modèle 1922 fertigte (s.a. Geologen- und Artilleriekompasse).



(zum Vergrößern, Bild anklicken)
Datenblatt
- Abmessungen und Gewicht: s. Modèle 1922
- Teilung: 400 gon, rechtsdrehend
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CREAGH-OSBORNE

Steckbrief: Der britische Kapitän Frank Osborne Creagh-Osborne (1867/1943) war "Superintendent of Compasses" bei der Admiralität und Erfinder (s. sein Portrait HIER). Seine verschiedenen Entwicklungen wurden von namhaften Unternehmen gefertigt: H. Hughes & Son Ltd, Dent & Co & Johnson Ltd, Sperry etc.
S. auch Armband und Luftfahrtkompasse.

MARK VII MOD. D1 und MARK MOD.E. - Hersteller: SPERRY GYROSCOPE CO. BROOKLYN N.Y.






(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)



Gebrauchsanweisung und Flüssigkeitszusammensetzung
 verfügbar



MARK VII MOD. D1.

Datenblatt
- Flüssigkeitsdämpfung
- Visiervorrichtung mit faltbarem Korn- und Kimme-Visiersystem
- Einstellbare Linse
- Gehäuse: Messing
- Abmessungen: 83 x 60 x 32 mm
- Gewicht: 200 g
- Teilkreis: Teilung 360 Grad, linksdrehend
- Einstellbare Marschrichtungsmarken

Mit dem Modell BLACKER GUIDE COMPASS von Hughes vergleichen






MARK VII MOD. E.

Datenblatt
- Flüssigkeitsdämpfung
- Visiervorrichtung mit faltbarem Korn- und Kimme-Visiersystem
- Einstellbare Linse
- Gehäuse: Messing
- Abmessungen: 85 x 60 x 32 mm
- Gewicht: 230 g

Gebrauchsanweisung und Flüssigkeitszusammensetzung verfügbar

Das in der nächsten Tabelle gezeigte System is möglicherweise das allererste Modell eines Linsenkompasses. Es wurde jedoch vermutlich verworfen, bevor das beantragte Patent erteilt wurde, weil F. Barker & Son ein Patent für diese technische Lösung bereits angemeldet hatte (s.  DOLLOND weiter unten).
Das im angelenkten Deckel eingefasste Vergrößerungsglas ist am oberen Rand ausgeschnitten, damit der Benutzer durch diese Aussparung und über die Spitze des aufgerichteten keilförmigen Visierkorns ein fernes Objekt anpeilen und gleichzeitig den Winkelwert an der Kompassscheibe ablesen kann. Das Gehäuse ist kleiner und leichter als dasjenige der üblichen, später gebauten Prismenkompasse und des Systems vom Captn. Chetwynd (s. weiter oben).



(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)


Beschreibung
(P. Dériaz, "The Prismatic Compass, 1917)


Liquid compass with magnifying lens
INFANTRY PATTERN



Datenblatt
- Visiereinrichtung: aufklappbarer, keilförmiger Korn und Kimme (am Deckelrand ausgebildet) 
- Abm. (Durchm. x Dicke): 60 x 30 mm
- Gewicht: 180 g
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend
- Hersteller: Hughes & Son, um 1914-15
- Ziffern und Buchstaben der Scheibe: Radiumhaltige Farbe (Strahlung in unmittelbarer Nähe gemessen: 8,5 µSv/hr)

Gebrauchsanweisung (8 S., Fotokopie, erhältlich)

PRISMENKOMPASS : Patentiert zusammen mit und herstellt von HUGHES & SON - (s.a. Armbandkompasse)




Version mit rotierendem Azimut-Ring

(Deatilansicht des Zifferblattes,
Bild anklicken)


(Zum Vergrößern, Bild anklicken)
Datenblatt
- Flüssigkeitsdämpfung
- Visiervorrichtung mit faltbarem Korn- und Kimme-Visiersystem
- Gehäuse: Messing, schwarz lackiert
- Abmessungen (Durchm. x Höhe): 68 x 27 mm
- Gewicht: 250 g
Abb. aus dem Basis-Patent Nr. 1148/1915
(12 S., Kopien erhältich).


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CRUCHONS & EMONS

Steckbrief: Der Herstellername Cruchon & Emons erscheint auf zwei verschiedenen Kompasstypen. Wir vermuten (jedoch ohne Beweis - Danke für Ihre Hilfe), dass es sich um einen schweizerischen Uhrmacher handelte, der sie für die Pioniereinheiten der USA (US Engineers Corps) während des 1. Weltkriegs produzierte.
- Das eine Modell war ein Spiegelkompass und wurde auch von PLAN Ltd (Link zu Fotos und Beschreibung) hergestellt. Eine vereinfachte Version davon existiert: s. Abercrombie & FitchEr war mit dem Städtenamen BERNE oder PARIS gekennzeichnet (s. Bild rechts). Nach dem Krieg wurde das Modell für Wanderer angeboten (s. Foto links. Bild anklicken zur Darstellung der gesamten Werbung). Eine Spezialversion davon wurde für Argentiniens Heer (Ejercito Argentino) produziert mit dem Wappen des Landes auf dem Lid.

- Das andere Modell war ein Prismenkompass nach dem Verner-Muster und mit LONDON gekennzeichnet.
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- D -

DELCROIX

Steckbrief: Paul Guillaume DELCROIX war ein französischer Offizier (mehr Details HIER).

Er entwickelte mindestens zwei verschiedene Komapsssysteme. Das erste, als er noch Capitaine (Hauptmann) war, hieß Règle topographique - Boussole Rapporteur (s. Geologen- und Artilleriekompasse).
Das zweite war ein kleiner Marschkompass. (Markierung: Comdt D+ d.h. Commandant Delcroix). Er wurde infolgedessen um die Jahrhundertwende entwickelt, als er Major war. Er bestand aus einem viereckigen Aluminiumgehäuse, auf dem eine Visiereinrichtung (Platte mit dreieckigem Ausschnitt und Zielfaden) aufgesteckt wurde. Er besaß außerdem eine Schnur mit Halterung, um ihn in einem bestimmten Abstand vom Auge zu halten. In einem SECRETAN-Katalog (1920er J., keine Abb.) wurde ein Delcroix-Kompass angeboten, aber möglicherweise handelt es sich um ein drittes Instrument.



(Fotos von einem Privatsammler übermittelt)
Datenblatt
- Gehäuse: Aluminium
- Abmessungen: ... x ... x ... mm
- Gewicht: ... g

DEMARIA-LAPIERRE (Modèle 1922)

Steckbrief: französisches Unternehmen (Kameras - Mehr darüber HIER). Es produzierte die militärische Version des Modèle 1922 genannten Kompasses.  S.a. Taschenkompasse
Quellen: Lucien Gratté sowie die Website c dans la boîte.

DLM (Modèle 1922)

Steckbrief: französisches Unternehmen, Nachfolger fon Demaria-Lapierre. Die drei Buchstaben DLM stehen für DEMARIA-LAPIERRE & MOLLIER.



(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Datenblatt
- Abmessungen und Gewicht: s. Modèle 1922
- Teilung: 6400 Strich, rechtsdrehend

Dieser Kompass war im Einsatz bei den belgischen Streitkräften nach dem 2. WK (die Abk. MG für Ministère de la Guerrre ist verschwunden). Er wurde am Gürtel in einer  Ledertasche getragen.
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DOIGNON

Steckbrief: Früheres französisches Unternehmen, das auch Schiffskompasse fertigte (s. a. das verbesserte DALOZ-Patent für Luftfahrt Kompasse). Ein Werk befand sich im pariser Stadtviertel Malakoff, das den hier beschriebenen Kompass produzierte (z.Z. liegen keine weiteren Informationen vor).

Beschreibung:
Bei diesem Instrument konnte nicht nur die Missweisung, sondern auch die Winkeldifferenz zwischen geographisch Nord und dem auf den französischen Militärkarten vermerkten Projektionsnorden (Nord Lambert = NL - s. Tab.) eingestellt werden. Dies erfolgte mithilfe zweier an der Unterseite befindlicher Stifte. Damit konnten die zentrale Windrose (geographisch Nord) und der Leuchtpfeil (magnetisch Nord) in Bezug auf die Nullmarke des Teilkreises (Lambert Nord) eingestellt werden. Die Basisplatte mit geriffeltem Rand ist drehbar gelagert. An der rechten Seite kann ein 100 mm Lineal in eine um 45 Grad geneigte Schwalbenschwanz- Halterung eingesteckt werden. Zur Aufbewahrung des Lineals ist im lilafarbenen Futter der Ledertasche eine zusätzliche Aufnahmetasche eingenäht. Herstellername (DOIGNON) und Werk des Unternehmens (MALAKOFF, Südviertel von Paris) sind auf dem Lineal eingraviert.

Dieser Kompass wurde in dem Kolonialtruppen eingesetzt. Markierungen an der Unterseite der Ledertasche :
- Stempel der Einheit: "3e Battaillon du 15e R.T.A." (3. Battaillon, 15. Régiment de Tirailleurs Algériens - Regiment von algerischen Schützen). Das Wappen des Regiments ist nicht zu erkennnen. Ein Foto des Wappens des 1. R.T.A. ist im Eintrag zum R.T.A. im französischen Teil von Wikipedia abgebildet.
- handschriftlich mit Bleistift, links vom Stempel: "n° 4 / 10e Cie" (Nr. 4, 10. Kompanie).

ANMERKUNG: Ein als "provisorisch" bezeichnetes Bedienungshandbuch für diesen Kompasstyp bezeichnet ihn als Modèle 1922. Das Instrument aber, das bis nach dem 2. Weltkrieg so bezeichnet wurde, ist vollkommen anders konzipiert. Wir gehen davon aus (aber es muss noch nachgewiesen werden), dass die Fa. DEMARIA-LAPIERRE (s. o.) gegen DOIGNON zu diesem Zeitpunkt ein Wettbewerb für die Ausstattung der Armeen gewonnen hat. Ihr Konzept war viel einfacher: das Bild der Kompassrose und des Marschrichtungspfeils war mit demjenigen der bisher verwendeten MORIN-Taschenkompasse identisch und der Schutzdeckel mit 60 mm Lineal machte sowohl Ledertasche als auch Aufstecklineal überflüssig. Insofern war es sicherlich viel günstiger in der Produktion.





Lineal mit Halterung

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Unterseite: die beiden Stifte zur Korrektur der Missweisung und Einstellung der Winkeldifferenz zwischen geographisch NORD und Projektions-NORD.


Bedienungshandbuch
Modèle 1922
Ausgabe v. 14.02.1923




(Kopien: siehe BOUTIQUE)
Datenblatt
Material: Messing, schwarz lackiert
- Teilung: 400 Gon, rechtsdrehend
- Durchmesser (Kompassrose): 60 mm
- Höhe: 20 mm
- Gewicht: 225 g
- Spiegel: Glass, im Deckel eingeklebt

Anm.: Im Bedienungshandbuch wird eine Version mit einer schwarzen Visierlinie (mit einem Abschnitt in Leuchtfarbe) auf dem Glas und mit automatischer Feststellung der Magnetnadel beim Zuklappen des Spiegels beschrieben.



Lambert Projektion: Der Bezug zu den geografischen Koordinaten ist in der Ecke oben rechts angegeben.
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DOLLOND

Steckbrief: Britisches Unternehmen, jetzt D&A - Dollond & Aitchison (mehr darüber HIER).
Dieser Kompasstyp wurde zuerst in einem Patentantrag (Nr. 1818) 1915 beschrieben. Es wurde 1917 patentiert (Nr. 103.019) und von F. Barker & Son hergestellt bzw. von mehreren bekannten Instrumentenherstellern/Verkäufern (u.a. auch N. & Z.)  unterschrieben (s. Katalog, Bild u. r.).






(Zum vergrößern, Bilder anklicken)


Der Name  DOLLOND LONDON ist durch die Linse sichbar (link zum Foto).
Lensatic-Kompass (mit Linse) 
Vorläufer des Modells M-1938
Datenblatt
- Durchmesser: 50 mm
- Höhe: 27 mm
- Gewicht: 180 g
- Kompasscheibe: Elfenbein (orange Färbung wg. Radiumfarbe - noch stark radioaktiv)

Beschreibung im Katalog (1926) von F. BARKER

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DOMATIC

Steckbrief: Vermutlich von WILKIE für eine große Ladenkette hergestellte Billigprodukte. Möglicherweise für den österreichischen Markt.
Diese Kompasse  weisen eine Magnetnadel mit Stabilisatoren und das NATO-Stern-förmige Muster auf dem Deckel, typische Merkmale der WILKIE-Produkte.. 
Siehe auch DUROPLAST und TfA
(Zum Vergrößern, Bilder anlicken)









Datenblatt
- Abmessungen:
. Schwarzes Gehäuse: 65 x 62 x 18mm
. Transparent Platte: 11 x 65 x 20 mm
- Nadel: Flüssigkeitsgedämpft
- Markierung: DOMATIC,
- Bedienungsanweisung in 4 Sprachen: 
Engl., Dt., Fr. & Niederländ.
- Teilung: 360 Grad und 6400 Strich.
- Späte 60er / frühe 70er J.
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DUROPLAST

Steckbrief: Duroplast war das Material aus dem die Autos der Marke Trabant in der früheren DDR gebaut wurden
 (zZt. liegen keine weiteren Informationen vor).



(Zum Vergrößern, Bild anklicken)
 
Dieser Kompass besitzt wie die älteren Stockert-Modelle einen ausklappbaren Haltehebel, aber die Magnetnadel mit Stabilisatoren und die NATO-Stern-förmigen Muster auf der Pappschachtel sind typische Merkmale der WILKIE-Produkte. Unsere Vermutung: Stockert hat die Gehäuse aus dem  (billigeren) Ost-Produkt DUROPLAST fertigen lassen.
Datenblatt
- Abmessungen: 67 x 56 x 18 mm
- Gewicht: 85 g
- Nadel: flüssigkeitsgedämpft
- Markierungen: keine, der Name DUROPLAST erscheint nur in der Gebrauchsanweisung.
- Teilung: 360° und 6400 Strich. Der Teilkreis war auch mit schwarzen Zahlen auf weißem Grund erhältlich.
- Spiegel und Schutzdeckel aus einem Blechblatt.
- Gebrauchsanweisung: dreisprachig (Dt., Fr., Engl.)
- Späte 60er / frühe 70er J.
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- E -

ENBEECO

Steckbrief: Ehem. britisches Unternehmen. Enbeeco (Link zum Bild einer Werbung) ist ein Anagramm, gebildet aus dem kompletten Firmennamen Newbold & Bulford Co. Ltd. S. a. Taschenkompasse.



(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)


Einzige Information auf der Rückseite: der Herstellername
Datenblatt
- Durchm.: 58 mm
- Höhe: 33 mm
- Gewicht: 200 g
- Teilung: 360° rechtsdrehend
- Produktion: 1960er J.?
- Material: Aluminium
__________________

Fotos rechts: Spezialversion genannt DICI mit 6000 Strich Teilung für IRAQ's Armee unter Saddam Hussein. 
Man merke den arabischen Buchstaben Dschim auf dem Schutzblech des Prismas, das Emblem  der Streitkräfte von Saddam Hussein.

 
Kompassrose: DICI
(Fotos Jaypee - Privatsammlg.)
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Escape compass (Fluchthilfekompass)

Die Fluchthilfekompasse finden Sie in einer spezifischen Kategorie (bitte den Link anklicken).

ESCHENBACH

Steckbrief: Deutsches Unternehmen aus Nürnberg (für mehr Information HIER klicken). Die meisten der in den Katalogen gezeigten Kompasse sind schlichte Instrumente. Im Katalog für das Jahr 1986 (8 Seiten, Kopie auf Wunsch erhältlich) werden neben Klein- (Taschen-) und Präzisionskompassen auch verschiedene Marsch- und sogenannte Spezialkompasse wie Auto-, Schiffs- und Armbandkompasse (für das Wandern, das Skilaufen und den Tauchsport) angeboten (s. WILKIE, DUROPLAST, DOMATIC sowie auch Taschen-. Geologen- und Armbandkompasse). Zwei Modelle jedoch sind ziemlich außergewöhnlich und werden daher hier näher beschrieben.




Die interne elektronische Schaltung der Leuchtdiode
(Zum vergrößern, Bild anklicken) 
Modell "Electronic" (1987)

Datenblatt
- Nach unten klappbarer Spiegel
- Eine Leuchtdiode (LED) zeigt nach Marschrichtungseinstellung den richtigen Kurs bei gedrückter Seitentaste (rotes Rechteck an der linken Seite).
- Produktionszeitraum:1987
- Abmessungen: 90 x 55 x 26 mm
- Gewicht:135 g
- Anlegekanten: 70 mm und 3 Zoll
Ältere militäriche Version des MERIDIAN PRO Modells* im Einsatz in der Armee der Niederlande. Die aktuelle Version ist mit einer Dosenlibelle bestückt.


Fotos Frank Liebau

* s. Geologenkompasse, K&R und WILKIE
Der Aufkleber ("ACHTUNG Gefahr Radioaktiv") weist auf Beleuchtungselemente auf Tritiumbasis (H3) hin.



(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
 
Modell MK 9657

Datenblatt

- Abmesungen: 95 x 62 x 29 mm
- Gewicht: 223 g
- Teilungen:
. Marschrichtungsteilkreis: 6400 Strich, rechtsdrehend.
. Skalen auf der Magnetscheibe: 6400 und 360

Der derzeitige Kompass trägt die NATO-Stock-Number 6605-17-047-7448

Vgl. mit K&Rs Vorschlag für ein Nachfolgemodell
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- F -

FALKE / FAUCON

Steckbrief: Leider liegen dem Museum keine gesicherten Infos über den Hersteller (LUFFT?) vor - Ihre Hilfe ist willkommen.
Dem Bézard-Kompass nachempfundenes System (W-O-Querband) in einem vereinfachten Gehäuse.



(Zum Vergrößern,
Bilder anklicken)


Der Kompass in Oberst Schmitts Buch Karte und Gelände (Ausg. 1951):


Datenblatt
- Abmessungen: 100 x 60 x 12 mm
- Gewicht: 75 g (mit Tasche)
- Tragetasche: Lederimitation
Dem Museum liegen zwei solche Kompasse vor: je eines mit französischer und deutscher Beschriftung. Fertigungszeit: Mitte 20. Jh.

Unten: Der FALKE-Kompass in einem WICHMANN-Katalog aus den 30er Jahren und eine Gebrauchsanweisung der französisch-sprachigen Exportversion Faucon. Merke das Logo der Fa. LUFFT, die auch den Bézard-Kompass baute, und vermutlich den Vertrieb ins Ausland übernahm.

 

Faksimile der franz. Gebrauchsanweisung kann bestellt werden.
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F-L (French Limited)

Steckbrief:
Leider liegen noch keine Informationen zu dieser Fa. vor. Schreiben Sie bitte dem Museums-Kurator, wenn Sie zu diesem Thema beitragen können.
French Limited hat diesen Verner'pattern Mk VIII Kompasse gebaut (vergleichen Sie mit dem Verner Mk VII Typ Kompass von Ed. Koehn).
(Ein Faksimile der Original-Gebrauchsanweisung kann bestellt werden - Bild: HIER klicken).



(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)


Mark VIII: Durch das Schließen des Deckels wird die Kompassrose automatisch verriegelt.
Datenblatt
- Durchmesser: 54 mm
- Höhe: 21 mm
- Gewicht: 150 g
- Material (Kompassrose): Aluminium
- Datum: 1918
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FPM Holding - Freiberger Präzisionsmechanik

Steckbrief (Entwurf): deutsches Unternehmen Sitz in Freiberg, Sachsen (für mehr Information HIER klicken).
Besuchen Sie die Website von FPM.
Siehe auch Geologen- sowie Armbandkompasse.

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)


Modell-Nr. / -Bezeichnung unbekannt (1950er J.). War im Einsatz bei der KVP (Kasernierte Volkspolizei), der Vorgängerorganisation der NVA.


Das Logo der Firma FPM zeigt ein gewölbtes Bergwerkschacht- Eingangstor sowie zwei Sterne im Himmel über drei Berggipfeln.
Die Originalversion hatte ein Bakelitgehäuse und einen Aluminiumdeckel. Die späteren Produkte waren komplett aus Bakelit und die Teilung verlief rechtsläufig.

Datenblatt
- Durchmesser (Deckel): 64 mm
- Höhe: 16 mm
- Lineal: 60 mm
- Teilung: 6000 Strich, linksläufig
Beschreibung im Buch Arbeit mit Karte und Kompass (Möbius / Tanner, 1967)





Datenblatt:
- Abmessungen: 75 x 48 x 16 mm
- Gewicht: 56 g
- Teilung: 360° linksdrehend, O-W vertauscht.
- Neigungsmesser: 2x 90°
- Magnetnadel: mittels Schraube arretierbar
- Dosenlibelle
- Anlegekante: 40 mm
- Material: Aluminium
- Farbe: Militär-Olivgrün (DDR)
- Logo: Nur "FREIBERG"


Modell F52

(soll Teil der Ausrüstung der NVA-Fallschirmjäger gewesen sein)


Besonderes Merkmal:
Das Design des Marschrichtungsbalkens in der Mitte des Deckglases ist mit demjenigen eines BREITHAUPT-Kompasses aus der Zeit des 2. Weltkiegs (s. oben) identisch ,jedoch mit einem wesentlichen Unterschied: in den westl. Streitkräften (NATO) ist dieses Querband (s. Bézard) auf die Ost-West-Achse, im "Ostblock" jedoch auf Nord-Süd orientiert!
DECKEL-VERGLEICH
F58 (links) - F52 (rechts)



Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 58 x 23 mm
- Gewicht: 95 g
- Deckel: Kunststoff, schwarz, herzförmig

Modell F58

NVA-Lehrbuch für militär. Topographie (1971).



Rückwärtseinschneiden:





Datenblatt
Wie F52
- Deckel: Metall, olivgrün, rund


Modell F65


Merkmale: Die Teilungsstriche sind fein. Der Boden ist farblos. Die Leuchtfarbstriche an der Kompassdose sind mit Klarlack überlackiert.


Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 58 x 20
- Gewicht: 68 g


Modell F73
Am Boden: die Abk. DDR




Datenblatt
(Abm. & Gew. dto. F65)
Merkmale: Die Teilungsstriche sind breit. Die Flüssigkeit ist gelblich. Beschriftung am Boden: DDR sowie Missweisungsteilstriche (W-20-0-20-E).
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Modell Universalkompass - System Bézard

Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 64 x 25 mm
- Gewicht: 150 g
- Teilung: 6000 Strich
- Missweisunganpassung : mittels Münze an der Unterseite
- Baujahr: ca. 1965
- Pendelneigungsmesser: im Ruhezustand arretiert (Entriegelungsknopf am Deckelrand)
- Mit Ledertasche und Bedienungsanleitung


Hülle und Bedienungsanleitung

Unterschiede zw. den Modellen
Sport 3  
Anlegekante 50 mm; Skala: 1:25.000, 4 km
und Sport 4
Anlegekante: 120 mm; Skala: 1:15.000, 800 m
Modelle SPORT 3 und SPORT 4
für den Orientierungslauf

Datenblatt
- Abmessungen: 125 x 60 mm
- Teilung: 360 Grad
- Schrittzähler
- Vergrösserungslinse
- Baujahr: 1968.


Hülle und Bedienungsanleitung
Modell SAT für die Ausrichtung von Satellitenschüsseln

Datenblatt
- Abmessungen: 125 x 60 mm
- Teilung: 360 Grad
- Klinometer mit Kugel
- Flüssigkeitsgedämpft
- Missweisungskorrektur
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FUESS

Steckbrief: R. FUESS, Fabrik für wissenschaftliche und technische Präzisions-Messinstrumente war ein deutsches Unternehmen (mehr Informationen HIER).
FUESS baute während des III. Reichs u.a. den Standard-Marschkompass der Wehrmacht. Der geheime Firmencode war "cro".
Siehe auch Geologen- und Artilleriekompasse.


Katalog der Fa. R. FUESS
(Zum Vergrößern, Bild anklicken)



Firmenname auf dem Deckel eines Marschkompasses.
Die 1. Ziffer wurde überprägt:
- 3 und 4 übereinander

Datenblatt
- s. Breithaupt, Busch, Kohl etc.
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- G -

GAMMA

Steckbrief: GAMMA R.T., jetzt GAMMA Műszaki R.T. (Reszveny Tarsasag, Gamma Technical Corp.) war ein ungarischer Hersteller aus Budapest (gegr. 1920, Messinstrumente). Er baute vermutlich in den 1930er J. eine ungarische Version des kleinen Modells vom Bézard-Kompass (ohne Spiegel).
S. a. ungarische Modelle von MOM , meistens nur mit der Zahl "41" (Code des Werks) gekennzeichnet. 

 

(Zum vergrößern Bilder anklicken)


Das Ost-West Querband  lautet: GAMMA-BUDAPEST (vgl. mit Original-Bézard)
Datenblatt
- Abmessungen: 50 x 60 mm
- Gewicht: 70 gr
- Gehäusematerial: Bakelit, schwarz
- Teilung: 6400 Strich. (linksdrehend), Nord bei 3200
- Himmelsrichtungen: auf Ungarisch
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GERLACH

Steckbrief: Ehemaliger deutscher Instrumentenbauer aus Warschau, Polen (für mehr Information HIER klicken).
Dieses Unternehmen gewann 1933 die Ausschreibung für die Lieferung von 4285 Kompassen an die polnischen Streitkräfte.
GERLACH baute den zuerst M.K.32 und später (ca. ab Nr. 3000 ?) K.M.32 genannten Kompass, der in Polen auch unter dem Begriff "Kulwieć"-Kompass bekannt ist. Die Buchstaben K und M sind die Anfangsbuchstaben des Namens seines Erfinders, Oberst Mikołaj Kulwieć.
(zitiert nach der Website der Fundacja Kosciuszki - siehe unter LINKS).
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GKS

Steckbrief: Eine kleinformatige Gebrauchsanweisung (anscheinend die älteste Version) ist von der Fa. GKS-Geräte K.G.  Stuttgart-S, Uhlandstr. 15 unterschrieben.  
Die Abk. GKS auf einer anderen Bedienungsanleitung könnte für Geländekompass stehen. Zum Zeitpunkt der Entwicklung kurz nach dem 2. Weltkrieg war sie jedoch vor allem für Geheime Kommandosache bekannt.  Dies hat vielleicht eine Rolle für den Marketing gespielt.
Dieser Hersteller war der vorwiegend kunststoffverarbeitende Betrieb Bellmann & Co. (Belco), der sich, zumindest zeitweilig, in Ansbach (Mittelfranken) im gleichen Gebäude wie das Großhandelsunternehmen NEUFA Fabrik für Opt.-Technische Geräte GmbH befand, das den Kompass vertrieb. Beide Namen erscheinen auf der Bedienungsanweisung.
NEUFA erhielt 1946 eine Konzession für den Großhandel mit Verpackungsmaterial und Verbrauchsgegenständen aus Bakelit, 1948 für den Großhandel mit Kurzwaren und 1949 für den Großhandel mit Artikeln des täglichen Bedarfs. Die Firma ist 1970 erloschen.
Die Firma Bellmann & Co., Brauhausstraße 17 in Ansbach, erhielt ihre erste Konzession bereits am 1. Mai 1945 zur Fabrikation von Kunstharz-, Metall- und Holzartikeln, die 1946 um Herstellung und Vertrieb kunstgewerblicher Artikel erweitert wurde. Im Ansbacher Adressbuch von 1950/51 nennt die Firma darüber hinaus Kunstharz-, Press- und Spritzwerke, Metall- und Holzwarenfabrikation. Als Erzeugnisse werden genannt: Kämme, Schraubverschlüsse, Kugelschreiber, technische Press- und Spritzartikel und Stanz- und Ziehteile.
Die Firma ist im März 1975 erloschen.
(Quelle: Diese Informationen wurden uns freundlicherweise vom Stadtarchivar der Stadt Anspach mitgeteilt).

 

Detailansicht: Blick auf die Kompassrose durch die Linse - Peilwinkel 200 Strich (ca. 5 Grad) West, gleich Magnetisch Nord in den 50er J.

Die Originalschachtel:



Das Logo: ein Pfeil mit einem Flügel

Rechts: die Hülle des Planzeigers mit Gebrauchsanweisung (4 Seiten)

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)


Datenblatt
- Abmessungen: 84 x 65 x 25 mm
- Gewicht: 90 g
- Teilung: 6400 Strich (linksdrehend) und Ziffern 1-12
- Die Abbildung des Zeigers auf der Kompassrose ist bereits auf Magnetisch Nord (MN) ausgerichtet (Draufsicht)
- Frontlinse fürs Ablesen des Peilwinkels
- Im Deckel: Neigungsmesser (langer Zeiger) und verstellbare Marschrichtungsmarke (kurzer Zeiger, Skala 6400 Strich), beide aus Kunststoff (es gibt auch Modelle mit Metallzeigern).


Gebrauchsanweisung von GKS-Geräte K.G.
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Kopien aller Dokumente können bestellt werden
 

Bedienungsanweisung von BELCO in deutscher Sprache (links) und in englischer Sprache (rechts, mit Farbbildern)
Planzeiger mit dem GKS-Logo (obere linke Ecke) und dem D.R.G.M.-Vermerk, Modell ZL (mit Lupe)


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GLAUSER

Steckbrief: J. M. GLAUSER & Sons war ein britischer Hersteller (mehr darüber HIER).
Die hergestellten Kompasse (s. Katalog rechts) waren Taschenuhrförmige oder Armband-Instrumente der Mk VI-Version, eine Variante des Mk III Marschkompasses sowie ein Mk IX (s.u.) während des 2. WK.
Der Mk.4-Kompass wurde in den 1950er J. entwickelt. Es war die Antwort auf eine Ausschreibung für einen prismatischen Kompass mit flüssigkeitsgedämpfter Windrose, bei dem zudem eventuell auftretende Blasen bis zur nächsten Nachfüllvorgang der Flüssigkeit in einem Doppelboden gefangen werden sollten. Außerden sollte die Drehspitze auf einfachere Weise ausgetauscht werden können (s. Patent-Abb.). 1952 wurde ein bedeutender Auftrag für die Mount Everest Reconnaissance Expedition, die unter der leitung von Eric Shipton stattfand, durch J. H. Steward Ltd. erteilt. Dies war eine letzte nette Geste gegenüber dem Firmengründer, der den leichten Bergtheodolit (Light Mountain Theodolite) für E.R. Watts & Son, London entwickelt hatte, welcher anlässlich der beiden Mount Everest Expeditionen von 1922 und 1924 eingesetzt worden war.
Vgl. mit dem MARK IV von SISTECO.
(Quelle: J.M. Glauser Jr.)

Modell GLAUSER Mk.4
Liquid Prismatic Compass
(Patent Nr. 821719)



(Fotos Jaypee Privatsammlg.)


Oben: die Schraube im Boden, die Zugang zur Drehspitze ermöglicht.
Unten: ein Mk.4, der von J.H. Steward verkauft wurde

Datenblatt
- Abmessungen: wie der Mk III
- Gewicht: 312 g
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend
- Fertigungszeit: 1950er J.
(Kompl. Dok. und Kopie vom Patent auf Wunsch erhältl.)

Rückseite eines Mk IX Kompasses
(s. Barker):

Anm.: Der Buchstabe "B" vor der Serien-Nr. verrät den wahren Hersteller (Fr. Barker & Son).
(Foto scientificcollectables.com)
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GURLEY

Steckbrief: US-Unternehmen (mehr Informationen HIER).



(Zum Vergrößern, Bild anklicken)


Späte französische Version mit  Geschwindigkeitsmesser. Die Skala geht bis 10 Std./600 km. Der Pfeil rechts (1H) zeigt die Durchschnittgschw. an)
(Zum Vergrößern, Bild anklicken - Foto Laurens)

Linsenkompass Modell M-1938

Datenblatt

- Abmessungen: 72 x 55 x 20 mm
- Gewicht: 80 g
- Teilung: 360° und 6400 mill.
- Weiterentwicklung des Basismodells (vgl. mit der Version von Superior Magneto)


An diesem Instrument war zusätlich eine Bremsvorrichtung (Druckknopf) für die Magnetscheibe links angebracht.
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- H -

H. B. & S.

Steckbrief: HENRY BROWNE & SON, Ltd wurde (18..?) in Barking, London in Essex gegründet. Die Fa. produzierte Nautikgeräte und Ausrüstungsteile wie Kompasse, Uhren, Neigungsmesser, Sextanten usw. während über 140 J.
Ebenfalls bekannt sind Marschkompasse vom Typ Mark III. Sie tragen entweder die Abk. "H. B. & S." allein oder zusammen mit den Worten "Trade SESTREL Mark". H.B.&S. wird gegenwärtig von SIRS vertreten.

HUGHES & Son

Steckbrief: Britischer Hersteller, gegründet 1903 unter dem Namen Henry Hughes & Sons Ltd. Werk in Forest Gate (siehe Wikipedia "Kelvin Hughes / The Hughes connection").
Hughes produzierte auch verschiedene Armband- und Marschkompasse nach dem Patent von Creagh-Osborne sowie einen Mk. III Marschkompass und Taschenkompasse.
Dieses Instrument heißt "THE BLACKER GUIDE COMPASS". Es wurde vermutlich von Colonel Stewart Blacker (s. Wikipedia) entwickelt, der ein Explorateur und Erfinder einer Panzerabwehrwaffe (PIAT) war. Er war Mitglied der Expedition, die als erste den Mount Everest 1933 überflog. Dieses Modell ähnelt sehr dem System von Creagh-Osborne, das von Sperry gebaut wurde.



Foto R. Thacker
Zum Vergrößern, Bilder anklicken

Ansicht von unten
Die beiden seitl. Stifte dienten wahrscheinlich zur Befestigung an einem Geschütz.
Datenblatt
- Durchmesser: 59 mm
- Länge (vord. Klappvisier zurückgefaltet): 77 mm
- Gewicht: 205 g
- Gravur an der Unterseite: A.F.R.W.  GREN. GDS. (Grenadier Guards)
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- I -

I.O.R. - Intreprinderea Optica Romana

Steckbrief: Rumänischer Hersteller von Optikinstrumenten (für mehr Information HIER klicken). IOR hat einen Bézard-Typ-Kompass hergestellt.

Modell B1-69



 

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Datenblatt
- Abmessungen: 65 x 65 x 17 mm
- Gewicht: 145 g
- Fertigungsjahr: 1995
- Metallspiegel: quadratisch mit abgerundeten Ecken
- Marschrichtungspfeil: tiefgezogen, unlackiert außen, unlackiert innen
Foto rechst: IORs logo und Modelname
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ISRAEL

Steckbrief: Mark III Marschkompass der israelischen Armee (Tsahal).






Fotos Doug Carter
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Unbekannter Typ
Datenblatt

- Fertigungsdatum :
- Abm.: mm
- Gewicht: g
Gravur in hebräischer Sprache nahe des Deckelscharniers (unleserlich)




Fotos Gail & Phil Ralph
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Datenblatt
(Daten : s. F. Barker & Son)
- Fertigungsdatum: ?


Detailansicht der Kompasscheibe: Bild anklicken.

Nachgebaute Version vom Basismodell AEROLIGHT von BARKER.
 

Fotos David Geras
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Datenblatt
- Abm.: Deckel zu: 89 x 39 x 61 mm; Deckel offen (in vert. Pos.): 115 x 103 x 61 mm
- Gewicht: 225 gr
- Beleuchtung: Tritium-Röhrchen, sechs allein für Nord! Israels Industrie verfügte nicht über die Tritium-Technology. Nur Großbritannien fertigt die passende Größe für diese compasses, und GB verweigerte die Lieferung, weil Israel ihre Patentrechte durch Kopieren der Modelle von Stanley (G150) und Barker (M-73) verletzte. Daher mussten als Ersatzlösung mehrere kleine eingesetzt werden.
(Quelle: USTR, 2005 Special 301 Report, Apr. 29, 2005.)
- Hersteller: El-Op (Electro-Optics Industries Ltd.). Für mehr Iinformation, s. "Elbit Systems" in Wikipedia
- Fertigungsdatum: ca. 1976-1980
- Markierungen (rücks.): TSAHAL (Israel Defense Forces, IDF); auf der Schutzlasche des Prismas: ...

Anm.: Dieser Kompass war der letzte, den Israel's Armee TSAHAL bis zur Einführung der GPS-gestützen Instrumente verwendete.
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- J -

JEZNACKI

Steckbrief: Polnisches Unternehmen aus Warschau, das in den 1930er Jahren als Nachfolger von GERLACH (s. weiter oben) den K.M.32-Kompass baute, der in Polen auch unter dem Begriff "Kulwieć"-Kompass bekannt ist. K und M sind die Anfangsbuchstaben des Namens seines Erfinders, Oberst Mikołaj Kulwieć.
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