

Foto
links: Magneteisenserz
(zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
Es
bildet
würfelförmige Kristalle mit der chemischen Formel
Fe3O4. Das
ist
der Stein, mit dem alles anfing. Analog zur Bibel kann man auch hier
behaupten: „
am Anfang war...
der Magnetit.“ Dank
seiner Eigenschaft, Metallstäbe magnetisieren zu
können,
konnte die Welt jenseits des Horizonts erforscht und entdeckt werden.
Dadurch konnten
die
Seeleute ihren Weg zurückfinden konnten, wenn die
Sterne und die Sonne von Wolken verdeckt waren. Jahrhundertelang
mussten die Kompassnadeln mithilfe großer eingefasster
Kristalle
remagnetisiert werden
(Foto
rechts. Magnetkristall in Silber eingefasst, 19. Jh., Musée
de la Marine, Paris).
Die Magnetnadel zeigt aber nicht nach Norden: sie richtet sich nach
den magnetischen
Kräftelinien zwischen dem Nord- und dem Südpol der
Erde
aus.
Wir benutzen hier den Begriff ERFINDUNG absichtlich nicht, da es
sich hierbei um eine Entwicklung in mehreren
Schritten
gehandelt hat. Wir schließen uns A. Schück
an, der in
seinem
Standardwerk
Der Kompass
(s. u. Bibliographie) einen schwedischen Autoren zitierte und
vermutlich auch die
englische Fassung dessen Werkes ins Deutsche übersetzte und
ergänzte:
(
Zitatanfang):
Von einer Erfindung des Kompasses kann genau genommen keine Rede sein,
sondern von der Erkenntnis und Benutzung einer Kraft, die zur
Herstellung von Vorgängern des Kompasses führte. A.
E. Nordenskiöld kennzeichnet dies auf das Treffendste in
Periplus
(ins Englische übersetzt von Francis A. Bather,
Stockholm, 1897) VI. Portolano's S. 47 u. ff. :
"Es sind vier Stufen zu unterscheiden:
1. Die Entdeckung eines Gesteins mit polar-magnetischer Eigenschaft,
d.h. mit der Kraft Eisen anzuziehen. Von diesem Gestein gibt
es nur eine Art in größeren Mengen auf der
Oberfläche der Erde: Magnetstein oder Magnetit.
2. Die Entdeckung, daß Stahl oder gehärtetes Eisen
polar-magnetisch gemacht werden kann, indem man es mit Magnetstein
bestreicht.
3. Die Entdeckung, daß der Magnet oder das magnetisierte
Eisen - sobald es derart gestützt oder aufgehängt
ist, um sich frei bewegen zu können -, die Eigenschaft
besitzt, eine bestimmte Richtung anzugeben, indem es stets einen
bestimmten Winkel mit der Nord-Südlinie bildet.
4. Die Erkenntnis, die magnetisierte Eisennadel als Richtungsmittel
anzuwenden."
(
Zitatende)
Das
Phänomen des Magnetismus war bereits sowohl in der
abendländischen als auch in der
fernöstlichen Antike
bekannt.
- Plinius d. Ä. (23-70 nach J.C.) zitiert Nikandros aus
Kolophon, welcher berichtet, dass ein
Magnes
genannter Hirte auf
dem Berg Ida feststellte, dass die Nägel seiner Schuhe
und die eiserne Spitze seines
Hirtenstabs von den Felsen angezogen wurden (...
magnes appellatus est ab
inventore, ut auctor est Nicander in Ida repertus invenisse autem fertur clavis
crepidarum, baculi cuspide haerentibus, cum armenta pasceret).
Lukrez (98-55 vor J.C.) schrieb auch, dass dieses
Gestein neben der Stadt Magnesia
abgebaut wurde. Die Frage ist, ob die Stadt nach dem Gestein oder das
Gestein nach der Stadt benannt wurde...
- Es wird auch vom Mittelmeer
bis zum indischen Ozean in verschiedenen
Sagen
von einer Insel berichtet, an der die Schiffe nur mit großem
Abstand vorbeisegeln durften, da ansonsten die Metallnägel aus
den Planken herausgerissen würden.
Es
steht heute außer Frage, dass die
Entdeckung der
Eigenschaft dieses Gesteins, seine
Polarität auf ein Stück Metall übertragen zu
können und damit eine Himmelsrichtung zu
zeigen, in China gemacht wurde (genaue Angaben zu den
chinesischen Quellen: s. J. Klaproth, bzw. deutsche
Übersetzung in A. Schück). Es hat im alten China
(angeblich sogar lange vor unserer Zeitrechnung)
ein magnetisches
Instrument gegeben: es handelte sich um eine Art viereckiger Teller
(die Erde
darstellend) mit einem löffelförmigen Zeiger aus
Magnetit. Dieses
Gerät wurde
für die
Wahrsagung und die Geomantie verwendet (Abb.: siehe WIKIPEDIA / Kompass
- s.a.
Religion
/
Chinesische Tradition
und Feng Shui).

Ein anderes in der chinesischen Literatur erwähntes
Gerät wurde meistens mit dem magnetischen Kompass in
Verbindung gebracht. Laut
Wikipedia
(Kompasswagen)
handelt
es sich jedoch um eine rein mechanische Vorrichtung ohne magnetische
Bestandteile.
(Abb. links: südweisende Wagen. Bild
links stammt aus der chines. Enzyklopädie San thsaï thou hoei
(1609) und Bild rechts aus der großen japanischen
Enzyklopädie, Band XXXIII - Zum Vergrößern,
Bild
anklicken).
(Abb. r.:
aus "Die Wunder der Welt, Marco Polo, 1307, Bibl. Nat. Paris)

Etwa um die 1. Jahrtausendwende wurde in der chinesischen
Schiffahrt ein Kompass
verwendet, bei dem ein magnetisiertes
Metallstäbchen auf einem Schwimmer in einer
mit Wasser gefüllten Schüssel schwamm. Diese
Kenntnis
wurde im indischen Ozean an die arabischen Seeleute weitergegeben.
Diese wiederum brachten diese Kunst den christlichen Seeleuten im
Mittelmeer bei. Diese Chronologie ist umstritten, da sie
nicht durch schriftliche
Texte eindeutig
belegt ist. Die
ersten Erwähnungen von Schiffskompassen in persischen oder
arabischen Texten stammen aus dem frühen 14. Jh., d.h. erst
nach
der ältesten französischen Erwähnung durch
Hugue de Bercy / Guyot de Provins (s.u.), aber sie ist
aufgrund der
geographischen
Gegebenheiten und der damaligen Handelskontakte die einzig
logische.
Es
wurde jedoch kürzlich nachgewiesen (nachzulesen
in
Two early Arabic sources on the magnetic
compass),
dass
die Araber den Kompass spätestens
im 13. Jh. für
die Ermittlung der Qibla verwendeten.
Das Gerät bzw. die Magnetnadel wurde daher in den
romanischen Sprachen rund um das Mittelmeer oft
calamita
(Ried, Schilf) genannt, und nicht weil es einem Frosch
ähnelte,
wie viele Autoren behauptet haben. Der Begriff existiert immer noch
im lateinischen Namen der
bufo
calamita
genannten Kröte (d.h.
crapaud
des joncs auf Französisch, wortwörtlich
"Schilfkröte") beweist. Eine andere alte französische
Bezeichnung (
s. Marinette
in Guyots Gedicht) rührt vermutlich daher, dass diese
"Maschine", die treueste Freundin der Seeleute (
marins) war.
Der altdeutsche Begriff Bussole (siehe u.a.
Goerz' Richtbussole
und
Bézards
Orientierungsbussole) stammt möglicherweise auch
nicht aus dem italienischen
bussolo
(Buchsbaumschachtel), sondern aus dem Arabischen
el-mouasaléh (Spitze,
Stachel) ab. Die Lautverschiebung M zu B ist in mehreren arabischen
Dialekten (Klaproth, S. 29) sowie in unseren westlichen Sprachen
(Giacomo - Jakob) belegt. Der Begriff Kompass hingegen wurde
sehr wohl dem
Italienischen (
il
compasso)
entnommen und hat sich in den meisten Sprachen etabliert. Damit wurde
allerdings die modernisierte Form des Schiffskompasses bezeichnet.
Diese rudimentäre
ursprüngliche Technologie wurde im Mittelmeer
weiterentwickelt. Eine bahnbrechende technische Neuerung soll im
frühen 14. Jh.
eingetreten sein (s. Legende von Flavio di Gioia). Die
arabischen
Seeleute jedoch benutzten das
ursprüngliche chinesische System
noch lange, wie die portugiesischen Seefahrer später
berichteten, nachdem sie diesen Teil der Weltozeane erreicht hatten.
Vermutlich betrachteten sie den Kompass in seiner
ursprünglichen Form als einen bloßen Gadget, der
ihnen
nichts brachte, da sie bereits dank ihrer hervorragenden Kenntnisse in
der
astronomie und der Mathematik sehr präzise mithilfe
der
Sterne navigieren und sich auf einen ewig klaren Himmel quasi verlassen
konnten.
Die Legende vom FLAVIO DI GIOIA:
Seit über 400 J. wird die Erfindung der rotierenden
Kompassrose
einem
gewissen Flavio di Gioia aus Amalfi zugeschrieben (s.
a.
VERSCHIEDENES / Himmelsrichtungen), aber eindeutige Belege
dafür
gibt es nicht. Nur die Stadt Amalfi war für ihre Flotte und
ihre
maritimen Verbindungen zu den östlichen Küsten des
Mitttelmeers berühmt. Der Name des Erfinders steht
in
keinem frühen Dokument. Mehrere Quellen aus dem 14.
und 15. Jh
erwähnen zwar die Erfindung als großen Fortschritt,
aber ein
Name taucht nie auf. Nur von einem gewissen Flavius (Blondus
ist
die Rede, der über die Erfindung des Kompasses in Amalfi
berichtete. Erst gegen Ende des 16. Jh.
schreibt plötzlich der napoletanische
Geschichtschreiber
Scipio Mazzella (in
Descrittione
del regno di Napoli, Napoli 1588, 2.
Ausg. 1601, S. 65) ein gewisser "Flavio di Gioia aus Amalfi"
habe 300 J. vorher "la bussola della calamita con la carte di
navigare" (dose für Magnetnadel mit schwimmender Windrose)
erfunden
(Schück, Bd. II, S. 12/13). Auch W. Gilbert schreibt (
De Magnete,
London 1600) "Im Königreich Neapel sollen zuerst die
Melfitaner
den Kompass in Gebrauch zu nehmen gezeigt haben, wie Flavius Blondus
für die Melfitaner nicht genug zu rühmen
erwähnt, von
einem gewissen gelehrten Bürger Johannnes Goia im J. n. Chr.
1300."
Ebenso formulierte es Guillaume de Nautonnier (in
La
mécométrie de Leyman, Toulouse T. 1,
1603, S. 8) : "Cet instrument
dont on avait oublié l'usage a été
réinventé par un habitant d'Amalfi du
nom
de Gioia comme le rapporte Flavius" (Wie Flavius berichtet,
wurde dieses in Vergessenheit geratene (!?) Instrument durch den
Amalfitaner Gioia wieder erfunden).
(Anm.:
Die folgenden
Absätze sind der Internet-Seite The Medieval Technology Pages von Paul J. Gans teilw.
entnommen bzw.
übersetzt).
"Es gibt in einem Manuskript aus dem Jahr 83 unserer Zeitrechnung einen
Hinweis auf eine löffelförmige Vorrichtung zur
Anzeige der
Südrichtung (
siehe
Bild in WIKIPEDIA / Kompass). In einem anderen Dokument
aus der
selben Epoche wird erwähnt, dass die Jadesammler
von Cheng ein als "
südweisenden
Wagen" bezeichnetes Hilfsmittel verwendeten, um ihrem Weg
in der Wildnis zu finden [Gies, S. 94
- siehe. Quellenangaben weiter unten]
Richtungsweisende Magnetnadeln werden auf jeden Fall in China im 8.
Jahrhundert nachgewiesen. Zwischen ca. 850 und 1050 scheinen sie zu
unabdingbaren Navigationsinstrumenten an Bord von Schiffen geworden
zu sein. [Gies, S. 94]
Ein anderer Autor jedoch zitiert jüngere Quellen,
nämlich 1089-93 und 1116 für deren
Verwendung in der
Geomantie bzw. 1119 und 1122 für den Einsatz als
Marinekompasse. [White, S. 132]
In Westeuropa hingegen tauchen die ersten Beschreibungen von
Kompassen bereits vor Ende des 12 Jh. auf. Die allererste
Beschreibung stammt aus der Feder eines Mönchs und
Dichters,
der viel gereist war, u.a. am
Hofe des Kaisers Friedrichs in Mainz. Sein Name war Hugue de
Bercy. Er war auch unter der Verkleinerungsform von Hugue (Guyot)
bekannt. Diesem Namen war der Name der südöstlich von
Paris
gelegenen Stadt aus der er stammte (Provins) angehängt. Dieser
La
Bible genannte Text aus dem J. 1181 ist in ein
Spottgedicht in 2700 Versen. Er
wirft darin u.a. dem Papst vor, für die
Christen nicht das zu sein, was der Kompass für
die Seeleute ist.
Die nächste schriftliche Erwähnung stammt von einem
Engländer (
De
naturis rerum
von Alexander Neckams Werk = Von
der Beschaffenheit der Sachen). Er lebte zeitweise in Paris,
wo er
dieses Werk gegen 1190 verfasste. Zu dieser Zeit war die sogenannte
Guyotsche Paptskritik sehr berühmt. Neckham war allerdings der
Kirchen gegenüber nicht kritisch eingestellt (er ging
auch in
einen Orden).
Neckhams Buch war gegen Ende des
Jahrhunderts
weit verbreitet. 1218
betrachtete der Historiker der Kreuzzüge Jacques de Vitry
(1170-1240) den
Kompass
als unumgänglich für die Navigation auf
See. 1225 wurde er auch in Island
verwendet.
[White, S. 132]
FAZIT
Das Fehlen einer schriftlichen Erwähnung durch Autoren, die
meistens keine Seeleute waren, ist jedoch noch lange kein Beweis
für
die Nichtexistenz eines Instrumentes, zumal sich sein Besitzer bzw.
Benutzer
durch Geheimhaltung einen kommerziellen Vorteil gegenüber der
Konkurrenz sichern konnte, die auf die Sternebeobachtung bei
schönem Wetter
angewiesen war. Man kann also davon ausgehen, dass das Instrument schon
etliche Jahre im
Einsatz war, bevor diese Autoren es notierten.
Die Tatsache, dass Hugue de Bercy/Guyot
de Provins (s. u. Bibliographie) den Vergleich mit dem Kompass
benutzte, um
seine Kritik am Papst zu bekräftigen,
beweist
eindeutig,
dass das Gerät an sich bereits seit längerer Zeit
bekannt
gewesen sein muss, da der Leser ansonsten den Vergleich nicht
verstanden hätte. Bei der damaligen Geschwindigkeit der
Weitergabe
der Informationen, kann ein Zeitraum von 50 bis 80 Jahren mehr als
plausibel angesetzt werden (siehe Arc Frodes Bericht
weiter unten).
Einige Meilensteine in der
Entwicklung des Kompasses in der westlichen Welt
- Im 6. Jh. vor Chr. vermutet Thales von Milet, dass der Magnetstein
eine Seele hat, die verwandte Seelen (Eisen) anzieht.
- Gegen Mitte des XI. Jh. berichtet
der Isländer Arc Frode
(1027-1148), dass die Schiffsführer im Mittelmeer ein
Werkzeug verwenden, dass sie Führungsstein
(lodestone) nennen.
Handelte es sich bereits um eine auf einem Schwimmer in einer
Wasserschale liegende magnetisierte Nadel?
- 1181: Hugue de Bercy/Guyot de Provins beschreibt den
Schiffskompass (online abrufbarer
Originaltext
- Übersetzung: s. A. Schück, Bd. II, S. 26-27).
Auszug:
Er schreibt, dass die französischen
Schiffskapitäne eine Nadel verwenden, die durch die
Berührung mit einem
amanière
(von aimant - anziehend) genannten Stein "angezündet"
wird, welche im Mittelmeer auch
calamite
genannt wird (calame = Schreibgriffel),
"Une
pierre laide et noirette (ein Stein, schwarz, unansehnlich,)
Où le fer volontiers se
joint," (der Eisen anzieht).
- 1269: Pierre Pèlerin de Méricourt
schreibt (Originaltext auf Lateinisch): " [der Kompass]
ist das Instrument, mittels
dessen, du deinen Weg zu den Städten und Inseln
lenken kannst.
"
- 1302/1303: (unbewiesene Legende) Flavio di Gioia aus Pasitano
(nahe Amalfi im damaligen
Königreich Neapel) platziert die Magnetnadel
mittig auf eine Drehspitze und erfindet vielleicht auch die
rotierende Kompassrose.
- 1492: Kolumbus stellt eine Abweichung zwischen dem geographischen
Nordpol (Polarstern) und dem magnetischen Pol (
Deklination oder
Missweisung) fest, als er sich circa 200 Seemeilen westlich
der kanarischen Insel El Hierro befindet.
- XVI. Jh.: Der nürnberger Priest Georg Hartmann untersucht
das Phänomen der Deklination und vermutet als erster
die Existenz der
Inklination.
Die ersten genauen Messungen der Deklination werden 1541 in Paris bzw.
1580 in London durchgeführt.
- 1576: Der englische Hersteller von nautischen Instrumenten Robert
Normann beschreibt das Phänomen der Inklination.
- XVII. Jh.: Der portugiesische Priester Burrus (aus Lissabon)
überträgt die örtlich gemessenen
Abweichungen der Deklination auf eine
Weltkugel und verbindet diese Punkte mit Linien,
die man heute
Isogonen
nennt. Der englische Astronom Halley (1656-1742) perfektioniert
sie 1700 während einer Weltreise, bei
der die genaue Lage der britischen Kolonien ermittelt werden soll.
ABERGLAUBE:
Die geheimnisvolle Wirkung des Magnetismus, die sich in Anziehung oder
Abstoßung zeigt, förderte im Mittelalter auch
manchen Aberglauben. Man verwendete Magnetit zur Prüfung der
Treue einer Frau und legte ihn ohne ihr Wissen unter das gemeinsame
Bett.
Rückte die Geprüfte eng an ihren Ehemann und schlief
an seiner Seite ein, war ihre Treue bewiesen. Im gegenteiligen Fall
wurde die „untreue“ Ehefrau von der geheimnisvollen
Kraft des Steines aus dem Bett geworfen (zitiert nach Joachim
Müller-Bremberger).
BIBLIOGRAPHIE (Kleine
Auswahl)
-
De
magnete, magneticisique corporibus (On the Magnet, 1600)
Abhandlung von Guiliemi Gilberti /
William Gilbert, physiker
am Hof der Königin Elizabeth.
-
The newe
Attractive (1581) von Robert Norman,
der die Inklination studierte.
-
Lettre
à M. le Baron A. von Humboldt (1834) vonJulius
Klaproth, einem deutschem Sinologen, der die alten
chinesischen Quellen
studierte
(vollständiger, online abrufbarer
französischer
Originaltext. Eine englische Übersetzung der ersten
fünf Seiten ist auch online abrufbar:
The
monthly magazine, S. 570).
-
Cathedral, Forge, and
Waterwheel von Frances and Joseph Gies, 2.
Titel: "Technology and Invention in the Middle Ages".
HarperPerennial, 1995, ISBN 0-06-016590-1
-
Medieval Technology and Social
Change von Lynn White, Jr. , Oxford, 1962. ISBN
0-19-500266-0

-
La
Boussole (1895, Lausanne, s.
Bild links). Sehr interessantes, für den Unterricht
konzipiertes Buch, das angeblich von einer gewissen
Mme de C***
verfasst wurde. Es ist insofern eigenartig, weil die Kirche darin als
Institution frontal angegriffen wird. Zweck aller Religionen sei es,
die Verbreitung der Wissenschaft zu unterdrücken, um
die ungebildeten Massen mit Lügen und Tricks im Aberglaube
halten zu können. Es ist ein
hervorragendes Zeugnis des Kampfes der damaligen laizistischen
französischen Regierungen (spätes 19. Jh.)
gegen den Einfluss der Kirche in den Konfessionsschulen.
Ein weiteres Buch ... trägt den selben Titel.

-
Der Kompass, A.
Schück
(Nachdruck
2009-2010 der 3-bändigen Originalausgabe von 1911-15 s. Foto
rechts).
Das Standardwerk über vorwiegend Schiffskompasse. Es
enthält
eine sehr umfangreiche Sammlung an Abbildungen von
Kompassrosen
aus allen Ländern der Welt und Epochen und gibt zahlreiche und
sehr präzise Quellen über die Entwicklung der
Kompasssysteme
an. Leider wurden die Textpassagen sehr schlecht eingescannt und sind
kaum leserlich.