- S -
Steckbrief: Italienisches Unternehmen (Optikinstrumente,
Brillengläser). Vertrieb anderer Instrumente wie dieser
Geologenkompass (1930er J.?).
Steckbrief: Charles Augustus Schmalcalder war ein nach
Großbritannien emigrierter deutscher Optiker und
Instrumentenmacher (mehr darüber
HIER).
Steckbrief: Ehem. deutsche Feinmechanik-Werkstatt mit Sitz in Berlin,
Wilhelmstr. 48 -
Mathematische und geodätische Instrumente,
Theodolite,
Tachymeter, Nivellierinstrumente, Reißzeuge,
Messinstrumente.
(Zitiert nach dem
Adressbuch
der lebenden
Physiker, Mathematiker und Astronomen von Fr. Strobel,
Leipzig, 1905).
Bild re.: Ein zylindrischer
Winkelkopf,
auch Kreuzkopf genannt (Foto Hendrik Nitschke
-
zum Vergr., Bild
ankl.)
|
|
Kompass mit Faltdiopter
(der rückwärtige Teil des Visiers fehlt leider an
diesem Exemplar)
(Bilder zum Vergrößern anklicken)
Fotos
La-Belle-Collection |
Datenblatt
- Abmessungen:
- Teilung: 360 Grad
Der Firmenname auf dem Diopterausleger:
|
Der Firmenname auf dem Deckel:
|
(Zum Vergrößern, Bild anklicken)
Die Kapsel besteht aus zwei Glasscheiben: die obere ist drehbar
gelagert und mit einer roten Linie versehen. Sie kann mithilfe einer
Schraube festgestellt werden. Die untere ist mit der Teilung
versehen (zweifach 0180°). Die Enden der Magnetnadel
sind nach oben gebogen.
|
Datenblatt
- Abmessungen: 94 x 70 x 20 mm
- Teilung: 2 x 180°
- Gewicht: 230 g
- Verriegelung der Nadel: automatisch beim Zusammenklappen der Deckel |
Steckbrief : früheres französisches Unternehmen
(für mehr Informationen
HIER
klicken).
Siehe auch Marschkompasse und Marinekompasse.
Die skizzen mit Beschreibung und Preisen sind zweien Katalogen aus dem
frühen 20. Jh. entnommen.
(Siehe auch
Winkelkopf)

 |

Zifferblatt auf Französisch.
|
Achtkantiger Winkelkopf mit
Kompass.
Datenblatt
- Abmessungen: 65 x 65 x 162 mm
- Gewicht: ca. 700 g
- Visieren: In den Schlitzen sind Pferdehaare eingespannt.
Mehr Informationen findet man auf der Website des
GÉOMUSÉE (siehe unter LINKS, in Englisch und
Französisch)
 |
Dieses
Instrument reagiert extrem empfindlich auf das Magnetfeld und ist daher
sehr genau. Es wurde an Landvermesser-
Messtischen
(auch "planchette" genannt) befestigt.
Definition aus dem Meyers Konversationslexikon:
.... Siehe Eintrag
KASTENBUSSOLE

(Foto LEVECHER - (Zum
Vergrößern, Bild anklicken) |
Datenblatt
- Abmessungen: 215 x 110 x 28 mm
- Gewicht: 465 g
- Material: Mahagony
- Teilung: +/- 30°
- Feststellen der Nadel: beim Einsetzen des Deckels
- Alter: 19. Jh. |

|

(Zum
Vergrößern, Bild anklicken) |
Datenblatt
- Abmessungen:
154 x 40 x 15 mm
- Gewicht: 110 g
- Feststellen der Nadel: mittels Hebel an einem Ende des
Gehäuses.
- Instrument aus den 30er J.
- Material: Bakelit |
Kardanisch
aufgehängter
Grubenkompass
(Link zu Beschreibung und Bildern der kompletten
Ausrüstung)
Auf manchen Modellen war es möglich, die Missweisung zu
berücksichtigen. Mithilfe eines Drehknopfes an der Unterseite
konnte der Teilkreis so verdreht werden, dass eine bei Nord im
Gehäuse steckende Nadelspitze auf Magnetnord eingestellt
werden
konnte. Die Magnetnadel konnte festgestellt werden. Durch eine
Vierteldrehung eines weiteren Drehknopfs an der Unterseite konnte sie
gegen die Glasscheibe angehoben werden. Desweiteren konnte ein
Schutzblech über der Glasscheibe verschraubt werden.

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |
|


|
Datenblatt
- Abmessungen (kardanische Aufhängung):
240 x 170 mm
- Durchmesser 150 mm
- Gewicht: 1200 g
- Teilung: 360 Grad
- Genauigkeit: 0,5 Grad
Fotos links:
Oben: die Nadelpitze für die Berücksichtigung der
Missweisung
Unten: Die beiden Drehknöpfe. Vorn: Anpassung der
Missweisung; hinten: Magnetnadelfeststellung
|
Sitometer des französischen 75 mm Geschützes (Modell
1897)
Mit diesem Instrument werden Seiten- und Höhenwinkel gemessen,
um
Geschütze auf ein Ziel zu richten. Das System wurde 1910
erfunden
(oder nur verbessert?) von Gilbert GARNIER, (1874-1964, s. WIKIPEDIA,
französisch) als er bei den Ateliers et Arsenaux de Puteaux
(APX)
stationiert war. Der eingebaute Minikompass zeigt nur eine grobe
Richtung an.


Das längliche Fenster rechts an der Oberseite dient zum
Beleuchten der Höhenwinkelskala mit Libelle. |
Azimutskala
(mittleres Fenster an der schmalen Seite)
Das Instrument war mit vier verschiedenen Azimutskalen
erhältlich: Strich (0-500 oder 0-800), Gon (0-500) oder eine
553 Strich umfassende Spezialskala zur Messung der Geschossablage
(Zum
Vergrößern, Bild anklicken)
|
Höhenwinkelskala
(kleines quadratisches Fenster links an der schmalen Seite)
Die rechte Skala reicht von +250 bis -250.

(Zum
Vergrößern, Bild anklicken)
Das Sitometer muss senkrecht (mit dem Schnurhalter unten) gehalten
werden.
Die Blase der Libelle zeigt die Horizontalachse an. |
Skizze
vom
Innenaufbau (Längsschnitt)
(Zum Vergrößern Bild anklicken)
|
Datenblatt
- Abmessungen: 63 x 41 x 8 mm
- Gewicht: 40 g
- Tabelle (Rückseite):
. Linke Spalte: Reichweite des 75 mm Geschützes (1-6 km)
. Mittl. Spalte: Elevationswinkel
. Rechte Spalte: Parallaxe |
Bedienungsanweisung: s. Note Technique J.39469 35 vom
16.
Juli 1929 des Ministère de la Guerre (Französisches
Kriegsministerium - Kopien auf Wunsch erhältlich) sowie
Kurzfassung in MORIN-Katalog
Zeichnungen: MORIN-Katalog (ca. 1930) und Note Technique du M.G. (1929)
|
Bei der französischen und der schweizerischen Artillerie zur
Messung von Azimut- und von Höhenwinkeln früher
verwendetes
Instrument. Dieser Begriff wird im Deutschen vornehmlich in der
schweizerischen Armee verwendet. Er wurde aus dem
Französischen
sitomètre
abgeleitet. Der Höhenwinkel wird im Französischen
angle
de site genannt. Der Azimutwinkel heißt hingegen
angle
de gisement.
Französischer
Sitometer

Detaillierte Beschreibung: s. SECRETAN
Dieses Instrument wurde auch u.a. von MORIN
und LEMAIRE gebaut. |
Französisches
System, das im MORIN Katalog 1930 unter der Bezeichnung clisimètre
erschien.
|
Schweizerischer
Sitometer

Detaillierte Beschreibung: s. BÜCHI
|
Steckbrief: früheres französisches Unternehmen
(für mehr Informatione
HIER
klicken).
Zusätzlich zu den Taschenkompassen (siehe diese Kategorie)
enthielt die Produktpalette von S-L auch die meisten topografischen
Instrumente. S-L vertrieb die gleichen Produkte wie beispielsweise
MORIN oder SECRÉTAN. Es ist heute nicht mehr
möglich herauszufinden, welche wirklich von S-L hergestellt
wurden.
Diese signierte Bakelit-Version ist eine Ausnahme. Sie erscheint auch
im damaligen Katalog des Versandgroßhändlers
MANUFRANCE.
S.a. das
BURNIER-System.

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Datenblatt
- Material: Bakelit
- Lineal: 170 mm
- Deckelverriegelung mittels Doppelstift und federbelasteten Kolben
- Teilung: 360 Grad
- Handbuch: weißer Pappkarton, geklebt, mit dem Holzmodell
identisch
|
Steckbrief - Ehemaliger britischer Kompasshersteller
Spencer, Browning & Rust war ein Hersteller von optischen und
mathematischen Instrumenten (Anschriften: 327 Wapping High Street
(1784-97), 66 Wapping (1797-1840) London. Es war eine Partnerschaft
zwischen William Spencer, Samual Browning und Ebenezer Rust, die alle
bei Richard Rust in die Lehre geangen waren.
England, Anfang bis Mitte 19. Jh.

(Bild anklicken zum
Vergrößern) |
 |
Datenblatt
Markierungen auf dem Zifferblatt: Spencer Browning & Rust,
London
- Gehäuse- und Deckelmaterial: Kupfer
- Durchmesser: 124 mm
- Höhe (einschl. Stativbeschlag): 48 mm
- Höhe (Kompassgehäuse): 18 mm
- Gewicht (ohne Deckel): ca. 1,300 kg
- Weight (Deckel): 315 gr
- Teilung: 360 Grad, linksdrehend und Quadranten.
 |
Steckbrief: Ed. Sprenger war ein deutscher Hersteller von
optischen Messgeräten (wie z.B. Theodolite) aus
Berlin.
Während des 2. Weltkriegs war sein Geheimcode
cln.
Es liegen momentan leider keine
weiteren Informationen vor.

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Datenblatt
Dieser Kompass weist große
Ähnlichkeiten mit dem Instrument von STOPPANI (s. weiter
unten) auf, z.B. die versenkbaren Diopterteile.
- Abmessungen: 90 x 80 x 20 mm
- Gewicht: 300 g
- Teilung: 360 Grad, linksdrehend
- Genauigkeit: 1 Grad
- Material: Aluminium
(Foto Houcke -
Privatsammlung) |
Steckbrief: Ehemaliges britisches Unternehmen (1902 - 1998). Mehr
darüber
HIER.
(Siehe auch
Marschkompasse)

Schmalkalder-Kompass
|
Der Deckel wurde
nachgemacht. dies ist nicht das ursprüngliche Logo der Fa.

(Foto
Jaypee - Privatsammlg)
|
Datenblatt
- Abmessungen: ? mm
- Gewicht (ohne Deckel): ? g
- Gehäuse: Messing
|
Steckbrief: (noch liegen uns keine Informationen vor - Ihre
Hilfe ist willkommen)

|

|
Datenblatt
- Abmessungen: 95 x 82 x 18 mm
- Gewicht (ohne Kiste): 580 gr
- Kiste: Leichtholz mit Filzkissen
- Kompassgehäuse: Messing oder Kupfer. Diopter in Schlitzen
versenkbar
- Feststellung der Magnetnadel: mittels Rändelschraube
- Teilung: 400 gon, linksdrehend. Lineal: 70 mm |
- T - U -
- V -
Steckbrief: Johann Christoph Voigtländer (geb. 1732 in Leipzig
- 27. Juni 1797 in Wien) war ein Instrumentenhersteller, der ab 1755 in
Wien u.a. Kompasse baute. Sein jüngster Sohn Johann Friedrich
Voigtländer gründete 1808 eine Werkstätte
für optische Instrumente. Ein Zweigwerk wurde 1849 in
Braunschweig (Deutschland, Niedersachsen) gegründet. 1956
wurde das Unternehmen an die Carl Zeiss Stiftung verkauft, in der auch
Zeiss Ikon aufging. Das Werk wurde am 4. August 1971 geschlossen.
Quelle: WIKIPEDIA
Das Braunschweiger Werk baute am Anfang des 19. Jh. auch Kompasse
für die Artillerie.
Kompass
mit Originalsignatur
I. C. VOIGTLAENDER


(Bild von einem Besucher
zur Verfügung gestellt
priv. Samml.) |
Nicht
signierter Kompass, vermutlich jedoch aus
Voigtländer-Fabrikation
 |
Landvermessungskompass,
spätes 19. Jh.
Datenblatt
Kantenlänge: 125 mm
- Höhe: 18 mm
- Gewicht: 700 g
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend
- Material: Messing |
 |
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Artillerie-Kompass,
1. Weltkrieg
Datenblatt
Abmessungen: 102 x 80 mm
- Durchmesser: 60 mm
- Höhe (Diopter aufgerichtet): 75 mm
- Gewicht: 280 g
- Teilung : 6400 Strich, linksdrehend
- Anlegekante: 100 mm
- Material: Messing, geschwärzt
Dieser Kompasstyp wurde von mehreren Herstellern angefertigt. Dem
Kompassmuseum sind auch Ausführungen u.a. von PLATH (Hamburg)
und von HILDEBRAND (Freiberg/Sachsen) bekannt. |
 |
 |
Artillerie-Kompass,
1. Weltkrieg
(ohne Herstellernamen)
Datenblatt
(wie oben)
- Tragetasche: Pappe und Leinen
Gleiches Modell wie oben, auf dem die Abkürzung M.W.B
(Minenwerferbataillon) sowie die Zahlen 6. (l.) und 3. (r.) eingestanzt
sind. |
- W -
Steckbrief: Die Firma Wichmann (Gebrüder Wichmann
m.b.H., Berlin, Büromaterial) hat in den 30er Jahren unter
ihrem Namen auch Kompasse der heutigen Fa. FPM vertrieben (siehe auch
Kreuzkopf).
 |
 |
 |
Schmalkalder-Kompass
Datenblatt
Abmessungen
- Durchmesser: 75 mm
- Höhe (Kompassdose): 16 mm
- Gewicht: 285 g
- Dosenlibelle |
Steckbrief: Schweizerisches Unternehmen (für mehr
Details
HIER
klicken).
Der Kompass Typ NT1 wurde auf einen
Theodolit
gesteckt. Er wurde von
1939 bis 1956 hergestellt. In der
Tragetasche
befand sich eine
Ersatzspitze. Dieses Exemplar wurde durch den
französischen Optiker
GAMBS
vertrieben (
durch
Anklicken der einzelnen Begriffe wird ein Bild der jeweiligen
Objekte aufgerufen)
Kompasstyp
NT 1

|

Die Verriegelungsschraube
befindet sich an der Unterseite |

|

Logo der Verkäufers:
GAMBS LYON
Datenblatt
- Höhe: 800 mm
- Durchmesser: 850 mm
- Gewicht: 280 g
- Teilung: 400 Gon
- Genauigkeit: 1/3 Gon
- Deckglas: Mattscheibe |

WILD-Kompass (Katalog-Bild) |
 |

Ablesung: 37°,3
Gezählt werden die Teilstriche zwischen der ersten Zahl von
links in der unteren Reihe (30) und der ersten Zahl von rechts in der
oberen Reihe (210), d.h. 7 in diesem Beispiel. Der Zehntel der
jeweiligen Einheit (Grad oder Strich) ergibt sich aus der relativen
Position eines Teilstrichs der oberen Reihe gegenüber zweien
der unteren Reihe, d.h. etwa 3/10. |
Prismenkompass
mit Doppelbild (siehe auch Richtkreis)
Datenblatt
- Durchmesser: .. mm
- Höhe: .. mm
- Gewicht: ... g
- Teilung: Grad oder Gon, jeder 2. |
Steckbrief: Früheres deutsches Unternehmen
(für mehr Information
HIER
klicken).
Siehe auch K&R, der diese Modelle weiterhin produziert (mit
Prisma bzw. Linse).
Militär-Version NATO: siehe
ESCHENBACH
(s. a. Kat. MARINE-, ARMBAND-, TASCHEN- und
MARSCHKOMPASSE)
 |

 |
Modell MERIDIAN PRO mit Prisma (1970er J.) mit
doppelter Herstellerangabe: ORIGINAL WILKIE auf dem Querbalken
ähnlich wie beim BÉZARD-Marschkompass) und
WILKIE W. Germany auf der Kompassrose.
Datenblatt
- Abmessungen: 99 x 63 x 30 mm
- Gewicht: 210 g
- Dosenlibelle
- Steigungsmesser mit Prozent und Grad-Skala (Schwarz auf blankem
Metall)
- Umrechnungstabelle für 360 Grad, 6400 Strich, Steigung in
Prozent sowie Breite/Entfernung an der Unterseite (Aufkleber).
- Material von Gehäuse und Deckel: Metall, schwarz
|

Modell MERIDIAN mit Linse (1970er Jahre) |
 |

Foto: Messgenauigkeit
- Abmessungen und Gewicht . ca. wie oben |
Beschreibung: Landvermessungsinstrument zur Bestimmung bzw.
Überprüfung von rechten Winkeln in der einfachen bzw.
von
allen möglichen Winkeln in der elaborierteren
Ausführung. Die
französischen Bezeichnungen sind jeweils
(gemäß dem
MORIN-Katalog)
équerre
d'arpenteur und
goniomètres
à pinnules oder
pantomètres.
Die einfache
Ausführung gab es in achteckiger Form (Beispiel: s.
SECRÉTAN
sowie Katalogbild unten)
und die elaboriertere in zylindrischer Form (welche in Frankreich von
MORIN bevorzugt
war). Es besteht aus einem hohlen Gehäuse mit acht Schlitzen
an
den Seiten. Durch vier Schlitze können vier
Visierfäden
(Pferdehaare) beobachtet werden, die in den gegenüber
liegenden
Schlitzen eingespannt sind. Jede Aussparung is derart ausgeschnitten,
dass der gegenüberliegende Schlitz nur halbe Höhe
einnimmt,
so dass dadurch horizontale Ebenen ermittelt werden können. Es
gab
auch Winkelköpfe mit drehbarem Oberteil und Skala mit Nonius.
Diese hatten nur vier Visierschlitze.
 
Rundkreuzköpfe
(MORIN-Katalog)
|


Zum
Vergrößern, Bilder anklicken
Winkelköpfe, achtkantig und zylindrisch
(WICHMANN-Katalog)
|

(Foto Ivars
Drulle)
Modell mit Libelle (s.a. Schubert
& Vialon)
|
Datenblatt
- Durchm. (oben): 77 mm
- Durchm. (Basis): 92 mm
- Höhe: 115 mm
- Gewicht: 1,2 kg
- Beschriftung: Gebr. Wichmann Berlin, (der wahre Hersteller war
höchstwahrscheinlich eine Vorgängerfirma
von FPM).
Das gleiche Modell wurde auch von H. BRETSCHNEIDER
(HALLE
a.d. Saale) vertrieben Farbe grau-blau gem. der Beschreibung im
Wichman-Katalog.
|
Steckbrief: Franz WINTERER war ein österreichischer
Offizier (für mehr Information
HIER
klicken).
Er hatte vier Kompasstypen entwickelt. Die hier gezeigten Modelle I und
II waren für militärische Anwendungen bestimmt. Die
kleineren Wanderkompasse werden in der Kategorie Marschkompasse
beschrieben.
Ein ähnlicher Kompasstyp wurde 1937 in Italien
von
Fernando
SCHLACHT
patentiert.
Dieser nach seinem 1929 erteilten Patent Nr. 117354 (siehe Kategorie
Marschkompasse) gebaute Kompass ist ein Export-Modell II (für
Italien).
Die Spiegelrückseite ist wie folgt beschriftet:
- R. ESERCITO ITALIANO (königliches italienisches Heer)
- "L'AUTARCHIA" Prod.Esclus.Comm.V LA BARBERA - ROMA (Modellname
L'AUTARCHIA - Alleinvertrieb durch V. LA BARBERA - ROM)
- BREVETTO (italienische Patent-Nr.) 348575.
BEDIENUNG: Das Anpeilen erfolgt mittels
einer um 90 Grad schwenkbaren Visiereinrichtung mit "Grinsel" (= Korn
auf Österreichisch) und Kimme: entweder über eine
Kerbe am kurzen Ende oder durch den langen Schlitz. Der Korn besteht
aus einem dünnen Messingsteg. Ein Ende davon ist am Spiegel
angenietet und das andere liegt in einer Längsnut des
Gehäuses in der Verlängerung des Deckelschlitzes. Das
Gehäuse hat zwei Bohrungen (eine davon mit Gewinde) zur
Befestigung des Kompasses auf einem Holzpflock oder einem Stativ.
In der Kompassdose liegt eine Scheibe mit der Beschriftung von West
nach Ost: "LETTURA CARTOGRAFICA" (bzw. KARTENSCHRIFT in den deutsch
beschrifteten Kompassen). Dies entspricht dem berühmten
Querbalken der Bézard-Kompasse und dient der Ausrichtung der
Kompassdose auf die Ortsnamen der Karten, damit die
Nord-Süd-Achse mit den Meridianlinien parallel liegt. Der
Boden der Kompassdose ist hierzu durchsichtig. Die Unterseite weist ein
rotes Gitter auf, bestehend aus Vierecken von 5 mm
Kantenlänge.
Im Lederetui ist eine Libelle in einem grün lackierten Rohr
eingebaut. Diese Libelle kann auch auf den Teilkreis gesteckt werden um
eine Neigungsmesserfunktion zu ermöglichen.
Diese ist ansonsten an eine angelenkte Platte befestigt, deren Enden
halbkreisförmige Einschnitte aufweisen. Sie sind jeweils
beschriftet: 1:25.000 - 250 m und 1:100.000 - 1000 m. Die Platte ist
gekennzeichnet mit den Worten: "PER CARTE TOPOGRAFICHE" (für
topografische Karten).


(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)

Deutsch beschriftete Kompassrose
(6400 Strich, Gitter, Null bei Süden)
Foto Ralf von
Wittich |
Die beiden Modelle:

Visiervorgang mit dem kleinen Modell II
Modell mit WEST-OST Querband wie Bézard:

(Foto
Zeller)
|
Datenblatt
- Gehäuse: Aluminium
- Abmessungen: 95 x 52 x 15 mm
- Gewicht: 130 g
- Lineale seitlich am Gehäuse (Teilung in cm)
- An den Seiten des Deckels sind zwei Maßstäbe
angegeben: 1:100.000 und 1:25.000
- Teilung der Kompassrose: 360 Grad, wobei die Zahlen auf zwei
konzentrischen Kreisen verteilt sind. Die Himmelsrichtungen sind in
italienischer Sprache. Das deutsche militärische Modell weist
eine Kompassrose mit 6400 Strich Teilung, wobei die Null im
Süden steht (siehe hierzu eine ähnliche Version im
BÉZARD-Kapitel).
Version mit Pedelneigungsmesser
Patent Nr. 131457
(Bild anklicken
für komplettes Patent als pdf)
|

Skizze aus dem Bedienungshandbuch:
Die Libelle wird auf den Teilkreis gesteckt.
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |

Neigungsmesser-Funktion.
Die Ledertasche kann auch auf einem Stativ geschraubt werden. Alle drei
Teile bilden somit eine Einheit. |

Visiervorgang bei aufgestecktem Kompass |
- X -
Steckbrief: xbk war während der kommunistischen Herrschaft der
industrielle Code der tschechoslowakischen Firma MEOPTA, die
hauptsächlich Optikinstrumente produzierte.
Die gekreuzten Schwerter sind das Symbol der Tschechoslowakischen
Streitkräfte.
Der gleiche Kompasstyp existiert auch mit dem Namenszug MEOPTA und
einem fünfzackigen Stern (für die sowjetischen
Streitkräfte?).
Die Form dieses Gehäuses findet sich beim
KONUS TRAVEL-Kompass
wieder, insbesondere das Visierfenster im Lid und das Visiersystem
(Korn und Kimme) des Neigungsmessers unter dem Lidgelenk.

|
Beschriftung auf dem Lid:
1/6000 (Teilungssystem)
3991 (Serien-Nr.)

Bild oben links anklicken: MEOPTA-Ausführung
(Foto Dr. P. Spielberg)
|
Datenblatt
- Prisma (nicht einstellbar)
- Gehäuse: Aluminium, militärisch grün
lackiert
- Abmessungen: 78 x 60 x 32 mm
- Gewicht: 215 g
- Anlegekante: 50 mm
- Marschrichtungs-Lünette: 6000 Strich, rechtsdrehend
- Kompassrose: Aluminium, flüsssigkeitsgedämpft,
Pfeil bei Norden, die weiteren Himmelsrichtungen in tschechischer
Sprache (V - J - Z)
- Neigungsmesser: per Druckknopf entriegeltes, Schwerkraft gesteuertes
Rad, Teilung in Strichen des Warschauer Paktes (1500 für 90
Grad), Korn und Kimme in einer Nut unter der Lid-Anlenkung
Umrechnungstebelle (Aufkleber) für 6400 Strich (NATO) / 6000
Strich
(Warschauer Pakt). Eingraviert bei MEOPTA
Bilder anklicken
für Detailansichten (links: Rückseite der
MEOPTA-Ausführung)
 |

Das Seitenfenster:

(zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |
Konversionstabelle
an der Unterseite: Gon/Strich/Grad

Prisma und Visierhilfe mit Korn und Kimme
 |
Datenblatt
- Gehäuse: Aluminium
- Abmessungen: 85 x 60 x 26 mm
- Gewicht: 230 g
- Lineal: 70 mm
- Teilkreis: 6400 Strich, linksdrehend
- Kompassrose: flüssigkeitsgedämpft (ausgel.)
- Neigungsmesser: beschwertes Rad, Teilung: 0-100

Anm.: Das Bild der Kompassrose (eine
dunkle Scheibe auf der ein kurzer Pfeil gemalt ist) findet sich bei
einem WILKIE-Marschkompass der 50er-60er Jahre wieder. |
Dieser Kompass wurde vermutlich im späten 19. Jh.
angefertigt und bis zum 1. Weltkrieg eingesetzt. Er ähnelt in
mancher Hinsicht den von BÜCHI bzw. LEMAIRE gebauten
Sitometern.
Der größte Unterschied liegt in der Form der
Vorrichtung zum Anpeilen von höher bzw. tiefer gelegenen
Zielen und der Anzeige des entsprechenden Winkelwertes.
Dieser Kompass soll außerdem wie die alten Sonnenuhren (aber
wir haben kein Foto davon) eine Tabelle einiger französischer
Städte mit ihrer jeweiligen geografischen Breite enthalten.
Diese Tabelle soll durch ein kleines Okular unterhalb des Tragringes
einsehbar sein.
Dieses Instrument besitzt auf einer Seite:
- ein rechteckiges Fenster, in dem der Azimutwinkelwert abgelesen
werden kann,
- zwei Röhrchen, die den Neigungsmesser bilden.
In einem ist ein Fadenkreuz vermutlich ähnlich dem weiter oben
beschriebenen
chinesischen
Kompass eingebaut. Im anderen ist ein Okular, in dem der von
einem Bauteil (vielleicht einem Rad wie beim deutschen Kompass oben)
angezeigte Höhenwinkelwert abgelesen werden kann. Wir wissen
jedoch nicht in welcher Einheit (Prozent oder Grad).
ANM.: Sowohl die obige
Beschreibung als auch die untigen Bilder wurden uns von einem netten
Besucher übermittelt. Wir wären für jewede
gesicherte Information, die zur Vervollständigung dieses
Artikels beitragen könnte, sehr dankbar. Vielen Dank im Voraus.

Die Anlegekante (Seitenlineal, Teilungen von 0-6) ermöglicht
das direkte Messen von Entfernungen auf den alten
französischen Armeekarten im Maßstab 1:80.000 (vgl.
mit dem ROSSIGNOL-Kompass
oben).


|
Die Kompassrose
(Zm Vergrößern,
Bild anklicken)

Sie ist im Ruhezustand festgestellt und wird durch Drücken der
Taste neben dem großen Fenster an der Oberseite
gelöst.
Die Azimutwinkelwerte werden in dem kleinen Fenster durch ein Prisma
angezeigt.
 |
Datenblatt
- Gehäuse: Kupfer (?)
- Abmessungen: 80 x 41 x 17 mm
- Gewicht: (?) g
- Anlegekante: Lineal für Maßstab 1:80.000 (6 km),
Genauigkeit 50 m
Neigungsmesser-Anzeige
Der Text rechts lautet:
TANGENTES DES PENTES
(Hang-Tangenten)

Höhenwinkel werden durch das Aufstellen des Instrumentes in
einer vertikalen Ebene gemessen. Hierzu ist an der
Gehäuseunterseite ein Schlitz vorgesehen, der wahrscheinlich
zu einem entsprechenden Bauteil (an einem Geschütz?) passte. |
Dieser Kompass ist auch insofern einzigartig, als damit
Längen von bis zu einem Meter gemessen werden können.
Dies erfolgt mit Hilfe eines integrierten Mechanismus, der aus zwei
Zahnrädern besteht: ein großes Rad, dessen Kante aus
dem Gehäuse seitlich herausragt, ist in 100 mm geteilt. Jede
volle Drehung bewirkt das Weiterrücken eines kleinen von 0 bis
9 geteilten Rades, das die Dezimeter anzeigt. Diese Werte
können in zwei auf der Rückseite befindlichen
herzförmigen Ausschnitten abgelesen werden.

|
Die Rückseite mit den
beiden Fenstern

(Detailansichten: Bilder anklicken)
|
Datenblatt
- Gehäuse: Nickel
- Abmessungen: 80 x 41 x 17 mm
- Gewicht: 100 g
- Anlegekante: 50 mm
- Neigungsmesser: 2 x 60 Grad
- Teilkreis: 360 Grad, rechtsdrehend
- Die Magnetnadel kann für den Transport festgestellt werden.
Ein zusätzlicher Hebel ermöglicht das Abbremsen der
Pendelbewegungen per Hand.
- Serien- (oder Typen-?) Nummer (Rücks., unten): 1
- Klappdiopter, bestehend aus zwei Teilen: das Eine weist eine kleine
Sichtbohrung auf, das Andere einen quadratischen Ausschnitt mit einer
senkrechten Spitze (Visierkorn).
 |
Y - Z
Steckbrief: Abkürzung des Namens eines Konzerns in der
früheren Sowjet-Union (s.
B-2)
Steckbrief: berühmtes deutsches Unternehmen aus Jena
(siehe seine eigene Website)
C. Zeiss hat während des zweiten Welzkrieges unter anderen
Instrumenten einen Artilleriekompass gebaut, der mit dem von
GOERZ baugleich ist.
Anmerkung: Der Herstellername wurde manchmal auch mit C.Z.
abgekürzt.

(Foto
Jaypee - Privatsammlung) |
Version mit abgekürztem Namen (C.Z.)
(Foto
Ted Brink - collectingmilitarycompasses.tk) |