MARSCHKOMPASSE (Forts.)

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- M -

M-1938

Linsenkompass, der in der U.S. Army verwendet wurde. Diese Bezeichnung trifft für zwei verschiedene Ausführungen zu. Das ursprungliche (schwere) hier beschriebene Modell wurde in nur wenigen Einheiten verwndet. Es ist in seinem Aufbau quasi identisch mit dem DOLLOND-Kompass, der in einem Katalog von F. BARKER aus dem Jahr 1926 bereits beschrieben wird (Patent 1916).
Das Nachfolgemodell war der Typ M-1950 (Hersteller: s. Linsenkompass).
Für die Schulung der Soldaten verwendete die US-Army eine Broschüre mit einer Attrappe eines M-1938 Kompasses (spätere Version).





(Kleine Bilder zum Vergrößern anklicken)
Datenblatt
- Durchmesser (Deckel): 54 mm
- Höhe: 35 mm
- Gewicht (leer): 180 g
- Teilung: 6400 Strich, rechtsdrehend
- Außenlackierung: grau, Reste eines militärgrünen Anstrichs
- Hersteller: ?




MAGNAPOLE

MAGNAPOLE ist der Name eines von SHORT & MASON Ltd (allein) definierten und vertriebenen Marschkompasses sowie eines in Zusammenarbeit mit TAYLOR produzierten Taschenkompasses.
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MAG. TRNG.

Steckbrief: Hersteller unbekannt. Die Abkürzungen MAG. (magnetic?) und TRNG. (training?) ergeben keinen eindeutigen Sinn.
Armeekompass (vermutlich) der indischen Streitkräfte. Das Originalmodell wurde 1942 entwickelt, als Indien noch Teil des britischen Empire war. Es wurde zunächst 1944 als Mk II weiterentwickelt und zu einem unbekannten, späteren Zeitpunkt modernisiert. Wir präsentieren alle drei Versionen.

Der Marschrichtungsring war durch eine Drahtfeder gesichert. Er  konnte mittels zweier auf der OST-WEST-Achse (90 - 270 Grad) befindlichen Laschen eingestellt werden.



Ansicht der Kompassrose durch das Seitenfenster: an jedem Ende der vertikalen Visierhilfslinie ist ein Dreieck aus radiumhaltigem Lack angebracht.

 

Die gegenüberliegende Seite des Gehäuses weist eine weiße Linie in der Verlängerung der Visierkerbe auf.




Es gab Markierungen aus radiumhaltigem Lack an der innenseite des Marschrichtungsrings (bei 360 Grad) und auf der schwarzen Visierhilfslinie auf der Plexiglas- Scheibe zwischen den beiden Visierkerben des Gehäuses.
Originalmodell - 1942, S/Nr. 6529

Datenblatt

- Durchmesser: 60 mm
- Höhe: 25 mm
- Gewicht: 100 g
- Die Rose war im Ruhezustand durch eine Feder nach oben gedrückt. Gelöst wurde sie mittels eines an der Gehäuseunterseite befindlichen Druckstiftes.
- Teilung: 360 Grad (Kompassrose und Marschrichtungsring)
- Anpeilen: über zwei Einkerbungen im Gehäuse
- Nordmarkierung der Kompassrose: Raute aus radiumhaltigem Lack
- Markierung an der Unterseite: Dreizack der British Army ("crow foot"), ein grosses 'I' (für Indien?) sowie die Abk. "R.P.A." (?)
- Material: Messing, schwarz lackiert

Detailansicht der Kompassrose:


Beim Mk II-Modell war der Marschrichtungsring durch einen festsitzenden Ring mit Presspassung gesichert. Die beiden Laschen waren durch zwei Erhebungen ersetzt worden.


Die Original Kompassrose gab es auch mit vier Löchern. Dadurch war die Stellung der Rose durch den Kontrast mit dem hellen und selbstleuchtenden Innenanstrich (s. weiter u.) besser zu erkennen.


(Fotos Chris Stedman)
Modell F 06/89 - Mk II 1944
Datenblatt

- Durchmesser: 60 mm
- Höhe: 25 mm
- Gewicht: 105 gr
- Teilung: 360 Grad (Kompassrose und Teilkreis)
- Markierungen: Dreizack der British Army ("Krähenfuß") über dem Buchstaben 'I' (für India?), Abk. "M.I.O." (?)
- Datum am Gehäuseboden: 1944
- Material: Messing, Spuren schwarzer Farbe

Modernisierte Version
Die neue Kompassrose ist flach, das dadurch überflüssig gewordene Seitenfenster wurde mit einer verschraubten Blindplatte verschlossen.





Modell ME 502 - Mk II

In diese neuere Version wurde ein nicht verstellbarer Teilkreis über dem alten gelegt, so dass ein Peil- oder ein Marschwinkel nicht mehr eingestellt werden konnte.

Datenblatt
- Abm. und Gew.: s. o.
- Das Datum (1944) hat bei diesen Kompassversionen keine Bedeutung mehr.
- Teilung: 360° und 6400 Strich auf der Kompassrose, 360° auf dem Teilkreis
Blick in das Innere:
- weiße selbstleuchtende radiumhaltige Farbe
- die Nadel wird mittels eines seitlichen Druckknopfes (über einen angelenkten Hebel und eine Blattfeder) angehoben. Der Druckknopf ist an der Seite des Kompassgehäuses (Bilder links) zu sehen.

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MERIDIAN

Steckbrief: ehemaliges schweizerisches Unternehmen (für mehr Informationen HIER klicken).
Nicht zu verwechseln mit dem MERIDIAN-Kompassmodell des früheren deutschen Herstellers WILKIE bzw. von K&R (siehe Geologenkompasse)




(Fotos Jaypee - Privatsammlung)
Modell MK-2002
Datenblatt
- Abmessungen (geöffnet): 85 x 75 x 45 mm
- Gewicht: .. g
- Teilung: 400 Gon (existierte auch mit 360°-Teilung)

Anm.: Dieser Prismenkompass ist quasi identisch mit dem PASTO-Modell 206 S (s. weiter unten) aber er hat ein Metallgehäuse und keinen Marschrichtungspfeil. Wir wissen nicht, welches zuerst gebaut wurde. Imitation der berühmten britischen Mark III-Kompasse.
Die Abk. MK steht hier vermutlich für Marschkompass.




(Fotos Jaypee - Privatsammlung)
Modell-Bezeichnung: ?

Datenblatt
- Abmessungen: .. x .. x .. mm
- Gewicht: .. g
- Teilung: 400 Gon
- Metallspiegel
- Mit Ledertasche wie der Geologenkompass MK-2001
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Mk 1 (Mark 1)

Steckbrief : Britisches Kompassmodell (s. Mark 1, 2 etc.). Wurde auch insbesondere von der französischen Armee in den 70er-80er J. verwendet (siehe F. BARKER & Son).

MODÈLE 1922

Der Modèle 1922 genannte Kompasstyp wurde im französischen Heer und in der Gendarmerie als Nachfolger des boussole directrice genannten Taschenkompasses kurz nach dem 1. Welkrieg eingeführt und bis zu dessen Ausmusterung (Mitte der 50er J.?) eingesetzt. Es gab auch ab 1954 eine kurzlebige Version mit Flüssigkeitsdämpfung (s. LEMAIRE weiter oben).
Seine typische U-Form erinnert zwar an den berühmten BÉZARD-Kompass, durch den er nach dem 2. Weltkrieg ersetzt wurde, aber er bot nicht dessen Funktionalitäten.
Bild rechts (zum Vergrößern, bitte anklicken): Auszug aus dem Ausbildungshandbuch für Infanterie-Unteroffiziere Manuel du gradé d'infanterie. die beiden Ausführungen des Modèle 1922 mit und ohne Gehäuse.
Der Modèle 1922-Kompass stand Pate bei der Entwicklung in Polen des unter der Bezeichnung K.M.32 (bzw. M.K.32, s.o.) bekannten KULVIEC-Kompass, der zuerst von GERLACH und danach von JEZNACKI produziert wurde (siehe unter diesen Namen).
Er wurde ebenfalls in Belgien verwendet (Hersteller: DLM) Heer und Gendarmerie (?) von ... bis ...?
Es hat auch einen anderen ebenfalls Modèle 1922 genannten Kompass von der Fa. DOIGNON gegeben, der aber ganz anders konzipiert war.

Der Modèle 1922 Kompass, so wie er in einer Schulungsdokumentation des
Institut Géographique National (IGN, 1943) beschrieben wurde. Über dem drehbaren Zifferblatt ist der gleiche schwarze feststehende Marschrichtungspfeil wie in den Kompasstypen des 1. Weltkriegs (siehe Taschenkompasse, MORIN und LUFFT).


Datenblatt
- Material: Aluminum
- Abmessungen: 750 x 60 x 17 mm
- Gewicht: 100 g
- Außenmarkierungen:
. Am Deckelgelenk: Mle 1922 + Herstellername + Serien-Nr.
. Am Deckel: MG (Ministère de la Guerre, Kriegsministerium)
- Anlegekante: 60 mm ohne Ziffern
Hersteller: Demaria-Lapierre, Lemaire, CRC, DLM, SECRETAN usw.
Ursprüngliche Militärversion
(DEMARIA-LAPIERRE)
- Teilung: 6400 Strich
- Marschrichtungspfeil mit radiumhaltiger Farbe im Deckel


Offizielle Version (LEMAIRE)
Teilung: 400 Gon



Foto unten: ein früher Bézard-Kompass zum Vergleich (Armee-Modell 1910)
Collignon-Houlliot ließ dieses Muster bereits in den 1930er J. schützen. Diese zivilen Versionen hatten zuerst ein Gehäuse aus Bakelit. Die Teilung war einheitlich eine 400 Gon-Teilung, aber dafür gab es eine Umrechnungstabelle. Diese war beim Transport in einem Schlitz zwischen der Kompassdose und dem durchsichtigen Gehäuseboden untergebracht (siehe unten, Skalen D, G und M). Das Design der Kompassrose wurde auch bei einem Taschenkompass der Fa. LUFFT (Nr. 1950) verwendet.

Version mit Spiegel im Deckel (Modell 851) und Edelstahl-Tabelle. Gehäuse aus Bakelit, (ca. 1930) Hersteller: Collignon-Houlliot

Pfadfinder-Version mit Aluminium-Tabelle. Gehäuse: Kralastic (gegen statische Aufladung behandelter Kunststoff)
 Modell 850 - ab 1950)

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MOM (IRANY)

Steckbrief - MOM (Magyar Optikai Művek, Ungarische Optische Werke) war eine ungarische Firma.
(1876 von Nándor Süss (1848-1921) in der Universität von Koloszvár, 8 Mozsár-Str. gegründet und zuerst Süss Precíziós Mechanikai Intézet - Süss Institut für Präzisionsmechanik genannt). Die Fa. zog um 1900 nach 9 Alkotás-Str. Der Firmenname wurde 1939 in MOM geändert. MOMs Aktivität endete 1995. Ihr Logo setzte sich zusammen aus den drei Buchstaben MOM in einer kreisrunden Kartusche. Während der kommunistischen Ära hieß sie "Werk Nr. 41". Nur die Zahl 41 war an der Unterseite anstelle des Logos geprägt.
Diese Kompasse sind quasi identisch mit dem Vorbild BÉZARD aber etwas größer geraten. Dieses Phänomen findet sich auch beim französischen Modèle 1922 und den polnischen Kompassen K.M. 32. Wir zeigen hier zwei Versionen: die ältere aus vorkommunistischer Zeit (s. Einzelheiten in den Datenblättern), hatte eine Kapsel und einen Deckel aus Messing. Die jüngere ist wesentlich leichter: Kapsel und Deckel sind aus Aluminium. Die Form und das Material des Tragrings sind ebenfalls verschieden. In beiden war die Magnetnadel flüssigkeitsgedämpft. Das Instrument wurde ebenso wie der Bezard UBK zusammen mit einem 10 cm Lineal verwendet. Manche Versionen hatten einen ovalen, andere einen kreisrunden Spiegel, der an der Außenseite zwecks Sichtschutz auch grün gestrichen war (Foto: bitte HIER klicken). Der jüngere Kompasstyp soll auch von den Nordvietnamesischen Truppen in den Unabhängigkeitskriegen (gegen Frankreich zuerst und die USA zuletzt) verwendet worden sein. Wenn dies stimmen sollte, war es wohl ein Geschenk des sozialistischen Bruderstaates trotz der unterschiedlichen Sprache der Himmelsrichtungen (siehe VERSCHIEDENES) und des Wortes IRÁNY für DIRECTION.

MOM baute auch eine Kopie des Modells Mark III von F. Barker (s. Ted BRINK's website www.CollectingMilitaryCompasses.tk).

Älterer westlicher Typ (vor 1949 gebaut)

Teilkreis mit 6400 Strich linksdrehend



Nord (É) steht bei 3200 Strich wie bei älteren Bézard-Modellen

(Ende 1920er/
frühe 1930er J.)
Das alte Wappen Ungarns (Kossuth-Typ) auf der Ledertragetasche
(Zum Vergrößern, Bild anklicken)



Logo der Fa. MOM:


Datenblatt
- Abmessungen: 80 x 70 x 20 mm
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend, Nord bei 3200 Strich
- Durchmesser: 55 mm
- Gewicht: 285 g
- Anlegekante (Lineal): 50 mm
- Beschriftung des Glases:
39 M. TÁJOLÓ (Kompass)
- Beschriftung des Deckels: IRÁNY (Direction/Richtung)
- Werkstoffe:
. Gehäuse: Bakelit, grünlich
. Deckel: Messing
. Tragring: Nickel (rund)
- Beschriftung auf der Gehäuse-Unterseite:
. MOM
. Serien-Nr.: 8372
Deckel - IRÁNY bedeutet DIRECTION auf Ungarisch

Teilkreis mit der typischen Teilung 6000 Strich rechtsdrehend der Truppen des Warschauer Paktes
(gefertigt nach 1949)

Vergleich der Tragringe
(links: das ältere Modell,
rechts: das jüngere Modell


Datenblatt
Abmessungen: dto.
- Teilung: 6000 Strich, rechtsdrehend, Nord gegen Null
- Gewicht: 150 g
- Material:
. Gehäuse: Bakelit, braun-rot
. Deckel: Aluminium
. Tragring: Aluminium (teilw. oval)
- Beschriftung an der Gehäuse-Rückseite:
. 41 (Bezeichnung des Hersteller-Werkes)
. Serien-Nr.: 954557
- Im Gegensatz zum Bézard-Kompass : kein  Papierpfeil im Deckel mehr.
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MORDAN

Steckbrief: Die Fa. S. Mordan & Co hat hauptsächlich Kompasse nach dem Verner-Muster während des 1. Weltkrieges produziert.
Das hier gezeigte Instrument ist ein Spiegel-Kompass, der Merkmale anderer für das US Corps of Engineers durch Cruchon & Emons bzw.  PLAN gefertigten Kompasse bezitzt.
Zu  VERNER Mk VII und VIII: siehe French Limited (F-L) und Ed. KOEHN.



(Zum Vergrößern, Bild anklicken)
Datenblatt
- Durchmesser: 54 mm
- Höhe: 21 mm
- Gewicht: 150 gr
- Zifferblattmaterial: Glimmer, transparent
- Innerer Anstrich: Radium
- Datum: 1915
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MORIN

Steckbrief: ehemaliges französisches Unternehmen (Verkäufer - für mehr Informationen HIER klicken).
Siehe auch Geologenkompasse sowie Taschenkompasse.

MORIN vertrieb ab den 30er bis in die 60er Jahre eine zivile Version des Modèle 1922 (s. weiter oben). MORIN schaffte es, seinen Namen in der größten französischen Enzyklopädie drucken zu lassen... (Grand Larousse Encyclopédique, Ausg. 1968)

Der auch boussole directrice genannte Kompass aus 30er J. (Bild rechts) wurde in diesem Museum wegen seiner Form in der Kategorie Taschenkompasse beschrieben, obwohl er von der Funktion her schon als Marschkompass einzustufen ist. Außerdem weist er Ähnlichkeiten mit anderen Erzeugnissen auf (vgl. LUFFT, BUSCH usw.).

MORIN-Katalog, ca. 1930
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- N -

NEWTON & Co.

Steckbrief: Ehem. britisches Unternehmen (für mehr Details HIER klicken). Siehe auch Taschenkompasse.
Allem Anschein nach handelt es sich hier um den ältesten bekannten Prismen-Marschkompass gemäß dem Verner's pattern.
Es trägt die Bezeichnung Mark IV und die rotierende Karte aus Perlmutt weist eine einzige Reihe von Zahlen auf.



Zum Vergrößern, Bilder anklicken.
(Fotos Steven Wiggins)


Datenblatt
- Material: Messing, Permutt
- Teilung: 360 deg.
- Abmessungen (Durchm. x Höhe): 53 x 16mm
- Gewicht: 130 g
- Markierungen: Herstellername am Rande des Deckels, Ser.-Nr. 160 auf dem Prismenschutzblech sowie die Ziffern IV und 46 an der Unterseite neben dem dreizackigen Symbol der British Army.

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NIEDERMANN

Albert NIEDERMANN war ein schweizerischer Erfinder. Er ließ sich mehrere Systeme patentieren, wovon zwei von BÜCHI in Serie gefertigt wurden (siehe oben und in der Kategorie Geologenkompasse). Manche seiner Erfindungen scheinen niemals produziert worden zu sein.

Zum Vergrößern, Bilder Anklicken
Patent Nr. 234145 (1944)
Patent Nr. 376280 (1959)
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NIFE

Steckbrief: NIFE war ein schwedisches Unternehmen, das Nickel-Eisen-Batterien baute. Der Name setzt sich aus den entsprechenden chemischen Zeichen Ni-Fe zusammen (siehe Geschichte auf der website NIFE).
Dieser Kompass-Typ wurde von SILVA nachgebaut. Er war eines der ersten mit Flüssigkeitsdämpfung.

Datenblatt
- Gehäuse aus Bakelit und Edelstahl mit Lederband
- Zeiger: Flüssigkeitsgedämpft
- Teilung: 6400 Strich, rechtsdrehend
An der Unterseite sind kleine Bohrungen kreuzförmig angeordnet
- Abmessungen: 70 x 68 x 20 mm
- Gewicht: 210 g
- Der Name NIFE sowie das Wort Patent sind im Deckel erhaben geprägt (ein Strich als Visierlinie, kein Spiegel).
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- O -

ORION

ORION ist der Modellname eines Kompasses (siehe KRÖPLIN).

- P -

PASTO - Paul STOCKERT

Steckbrief: Ehemaliges deutsches Unternehmen (für mehr Information HIER klicken).
PASTO produzierte zuerst KÜHRTs einziges Modell aber etwas kleiner und mit vielen kleinen Detailänderungen. PASTO baute auch den typischen Wehrmacht-Landserkompasse in verschiedenen Ausführungen nach. Ein Katalog nennt acht verschiedene. Zuletzt kam der Prismatik-Kompass 206 S.

Wanderkompass - Form und Funktion mit KÜHRTs Modell identisch, jedoch noch kleiner
Vermutlich das erste von Pasto gefertigte Modell

Datenblatt
- Abmessungen: 85 x 65 x 18 mm
- Gewicht: 75 g
Modell Nr. 1 - Marschkompass nach der üblichen Kastenform vieler während des 2. Welkriegs verwendeter Kompasse


Einfache Ausführung ohne Spiegel und Deckel. Die Beschriftung (PASTO Germany) sowie das Vorhandensein zweier Lineale (50 mm und 2 Zoll) deuten auf ein Fertigungsdatum nach dem 2. Weltkrieg.

Datenblatt
- Material (laut Prospekt): Pressmasse
- Feststellen der Nadel: Hand-Hebel
- Abmessungen: 70 x 60 x 18 mm
- Gewicht: 40 g
Modell Nr. 5, ähnlich jedoch aus Kunststoff, mit Spiegel und Leuchtmasse sowie Umklappring. Existierte in schwarz und in hellbeiger Farbe. Die gleiche Spiegel-/Deckelform findet sich übrigens auch bei einem späteren Modell von C. Stockert.
Dieser kompass trug die Nr. 11 bzw. 12 in der Fluidkapsel-Ausführung.

Bild Links: Nr. 5 beige, rechts Nr. 12 Fluid

Bilder Nr. 12 Fluid und 5s copyright Sancho Urbina
(zum Vergrößern, Bilder anklicken)



Ausführung vom Nr. 5s (S = Schnur) mit der Kompassrose des KÜHRT-Modells
(Grad- und Strichteilung)
Bedienungsanweisung, Deckblatt



Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 60 x 20 mm
- Gewicht: 55 g
Das flüssigkeitsgedämpfte Modell hatte eine rote Magnetnadel:

Prismenkompass Modell 206 S mit Flüssigkeitsdämpfung
Leichter Nachbau der berühmten britischen Systeme (beisp. Barker) und fast Baugleich mit dem schweizer MERIDIAN MK-2002 (s.o.).


Wie damals üblich hatte das Lederetui eine Lasche mit einem Knopfloch zur Befestigung an der Jackentasche.



Datenblatt
- Gehäuse-Durchmesser: 48 mm
- Höhe: 17 mm
- Gewicht: 70 g
- Marschrichtungszeiger mittels Rändelknopf durch die obere Scheibe einstellbar wie bei den älteren Taschenkompassen der Firmen LUFFT und BUSCH.
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PLAN Ltd

Steckbrief - PLAN Ltd war ein schweizerischer Hersteller aus Neuchâtel. Vor dem 1. Weltkrieg baute PLAN (vermutlich für die Schweizer Armee) den nachstehend abgebildeten Kompas. Dieser zeichnet sich aus durch die doppelte 3200-Strich-Teilung, (d.h. zus. 6400), die auch am alten BÜCHI-Sitometer beobachtet werden kann.

Modell ca. 1910 ?


(Bild anklicken: Detailansicht des Zifferblatts)


Seitenansicht geschlossen
Der Firmenname ist auf dem
Anlenkbeschlag geprägt (s. Bild r.)

(Fotos o. und r. : Ralf Wittinghofer)
Datenblatt
- Durchmesser: 55 mm
- Höhe: 17 mm
- Gewicht: 100 g
- Teilung: 2 x 3200 Strich


PLAN baute auch Spiegelkompasse für das U.S. Corps of Engineers während des 1. Weltkriegs produzierte. Das gleiche Modell wurde auch von Cruchon & Emons hergestellt.

Spiegelkompass
1. Weltkrieg



Der Spiegel war ein auf Hochglanz polierter Bereich des Messingdeckels.
Datenblatt
- Durchmesser: 54 mm
- Höhe: 18 mm
- Gewicht: 150 g

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Prismenkompass

Der Prismen-Kompass wurde von Henry Kater 1811 erfunden und im Jahre darauf von C. A. Schmalkalder verbessert und patentiert. Einer der bekanntesten Prismenkompasse war der am Anfang des 20. Jh. von den britischen Streitkräften eingesetzte VERNER-Modell.
Prismenkompasse weisen ebenso wie die Spiegelkompasse eine doppelte Beschriftung der Kompassrose auf: die eine kann mit bloßem Auge gelesen werden, während die andere in Spiegelschrift gedruckt ist und durch das Prisma (mit viel höheren Genauigkeit) gelesen wird. Das Prisma ist in der Höhe verstellbar, um die Anpassung an die jeweilige Sehschärfe des Benutzers zu ermöglichen. An den meisten Modellen wird das Prisma nach vorn bzw. nach hinten um 180 Grad hoch und herunter umgeklappt. Es gibt allerdings auch ein deutsches Modell aus dem 2. Weltkrieg, an dem das Prisma seitlich um 90 Grad geklappt wird (siehe Armbandkompasse, Buchstabe N: unbekannte deutsche Kompasse).
Die sehr schmale Visierlinie im Deckelfenster gesehen über dem vergrößerten Abbild der Kompassrose ermöglicht eine hohe Ablesegenauigkeit.

Wie beim Peigné-Kompasssystem und den CRUCHON & EMONS sowie PLAN Kompass typen kann die Pendelbewegung der Kompassrose mittels einer kleinen Bremse schneller zum Stillstand gebracht werden.



Mit einem Prismenkompass können einerseits:
- die Landschaft bzw. das Ziel durch ein Visier (hier ein Glasfenster mit Visierlinie im Deckel) sowie andererseits
- die Winkelwerte der Kompassrose durch die dem Auge anpassbaren Optik betrachtet werden.



(Zum Vergrößern, Bild anklicken)

Die Ablesegenauigkeit beträgt hier etwa 1/3 Grad.


Bedienungshandbuch für Prismenkompasse (1917)

(Fotokopien der französischen Originalfassung oder der erweiterten englischen Übersetzung können bestellt werden).

Andere Prismenkompasse in diesem Museum:
- Armbandkompasse: Creagh Osborne
- Geologenkompasse: F. Barker, Hutchinson, Th. Jones, K&R, Lawes Rabjohns, M1918, Wichmann, Wilkie ...
- Marschkompasse: F. Barker, F-L (French Ltd.), Ed. Koehn, PASTO, Stanley, T.G. Co. Ltd London...

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- Q -

- R -

Radio Militaire

Dieser in einem Holzgehäuse eingebaute Kompass ähnelt dem Modèle 1922. Er ist mit den Worten "RADIO MILre" (militaire) gekennzeichnet. Wir vermuten, dass er zur Ausrichtung eines Richtfunkgeräts eingesetzt wurde.


Datenblatt
- Abmessungen: 148 x 50 x 15 mm
- Gewicht: 135 g
- Teilung: 360°

RECORD

Steckbrief: RECORD war ein schweizerischer Uhrenhersteller, der in den 30er Jahren einen sehr ungewöhnlichen Marschkompasstyp entwickelt hatte. Sehr wenige Exemplare davon sind erhalten (für mehr Informationen HIER klicken).






Bedienungsanweisung in franz. Sprache
(Kopien erhältlich)
ARMEE-MARSCH-VISIER-KOMPASS
Datenblatt
- Material: Aluminium-Gehäuse (deutsche Version) bzw. Edelstahl (Export. Version)
- Abmessungen: 148 x 50 x 15 mm
- Gewicht: 135 g (Alu.) / 250 g (Edelstahl)
- Höhe, Spiegel aufgerichtet: 75 mm-
- Lineal an der rechten Seite: 120 mm
- Ein Leuchtpunkt auf der Lünette ermöglichte das Feststellen eines Peilwinkels. Himmelsrichtungen auf Deutsch bzw. Französisch. Visierlinie in roter Farbe auf einer Glassplatte, die über dem Kompass liegt. Die beiden Deckelhälften haben innen je einen Spiegel. Sie rasten jeweils bei 90° und 45° ein.
- Die Bezeichnung "Armee-Marsch... usw." ist auf dem Gehäuse der Exportversion ist nicht eingraviert.
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RECTA

Steckbrief: ehemaliges schweizerisches Unternehmen (für mehr Informationen HIER klicken).



Das ursprüngliche DP-Modell
Dieses Exponat ist ein sehr seltenes Exemplar: anhand seiner Serien-Nr. (01377) kann man es auf das erste Produktionsjahr (1942) datieren.


Anpeilen (Bild anklicken um den Kompass von vorne zu sehen)



Modell DP5 des österreichischen BUNDESHEERES (nicht mit der deutschen BUNDESWEHR zu verwechseln)
Rechts unter dem Wappen Österreichs: BH 20


(Zum Vergrößern, Bild anklicken)
Datenblatt
- Material: Aluminium
- Abmessungen: 65 x 46 x 19 mm
- Gewicht: 100 g

Serien-Nr./Herstellungsjahre:
Nr. 00001 - 07221 = 1942
Nr. 07222 - 17383 = 1943
Nr. 17384 - 38241 = 1944

Diesem Grundmodell folgte der DP5, der bis 1980 von den eidgenössischen Streitkräften verwendet wurde. Es wurde durch das Modell DP6 ersetzt, das bis heute im Einsatz ist.

Abb. aus dem Patent (US-Ausg. 1954)
MODELL DS56

Datenblatt

- Abmessungen: 100 x 65 x 18 mm
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FORTSETZUNG