- M -
Linsenkompass, der in der U.S. Army verwendet wurde. Diese
Bezeichnung trifft für zwei verschiedene
Ausführungen
zu. Das ursprungliche, schwere, hier beschriebene Modell wurde in nur
wenigen Einheiten verwendet. Es ist in seinem
Aufbau quasi identisch mit dem
DOLLOND-Kompass,
der in einem Katalog von F. BARKER aus dem Jahr 1926 bereits
beschrieben
wird (patentiert 1916).
Das Nachfolgemodell war der Typ M-1950 (s.
Linsenkompass).
Für die
Schulung
der Soldaten verwendete die US-Army eine Broschüre mit einer
Attrappe eines M-1938 Kompasses (spätere Version).


(Kleine Bilder zum
Vergrößern anklicken) |
 |
Datenblatt
- Durchmesser (Deckel): 54 mm
- Höhe: 35 mm
- Gewicht (leer): 180 g
- Teilung: 6400 Strich, rechtsdrehend
- Außenlackierung: grau, Reste eines
militärgrünen Anstrichs
- Hersteller: Einige Exemplare sind signiert von AINSWORTH

Die
Gebrauchsanweisung kann in der Boutique bestellt werden.
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MAGNAPOLE ist der Name eines von
SHORT
& MASON Ltd (allein) definierten
und vertriebenen Marschkompasses
sowie eines in Zusammenarbeit mit
TAYLOR
produzierten Taschenkompasses.
Steckbrief: Hersteller unbekannt. Die Abkürzungen
MAG. (magnetic?) und TRNG. (training?) ergeben keinen eindeutigen Sinn.
Armeekompass (vermutlich) der indischen Streitkräfte. Das
Originalmodell wurde 1942 entwickelt, als Indien noch Teil des
britischen
Empire war. Es wurde zunächst
1944 als Mk II weiterentwickelt und zu einem unbekannten,
späteren Zeitpunkt modernisiert. Wir präsentieren
alle drei Versionen.
Steckbrief: Tschechoslowakisches Unternehmen, das in den 30er-40er
Jahren einen
Kompass vom Typ
Bézard
produzierte. Vergl. mit dem baugleichen
Kompass mit dem Herstellerlogo von
ŠP,
der
möglicherweise von MEOPTA übernommen wurde.
Anscheinend besteht der einzige Unterschied in der Ausführung
des
Marschrichtungspfeils, der beim MEOPTA-Modell erhaben ist
(tiefgezogen) und beim Vorgängermodell aus zwei Abziehbildern
(je
eines innen und außen) bestand. MEOPTAs
geheimes
Herstellercode während
der kommunistischen Ära war
xbk
(Exponat in der Kategorie Geologen und
Artilleriekompasse).
Das Logo des Herstellers
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Der tiefgezogene
Marschrichtungspfeil auf dem Deckel
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Datenblatt
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend
- Anlegekante: 50 mm
- Gewicht: 70 g
- Der Spiegel kann mittels eines ausgestanzten Federblatts in einem
Winkel
von 45 Grad arretiert werden..
|
Steckbrief: ehemaliges schweizerisches Unternehmen
(für mehr Informationen
HIER
klicken).
Nicht zu verwechseln mit dem MERIDIAN-Kompassmodell des
früheren deutschen Herstellers WILKIE bzw. von K&R
(siehe Geologenkompasse).
Steckbrief : Britisches Kompassmodell (s.
Mark 1, 2 etc.).
Wurde auch insbesondere von der französischen Armee in den
70er-80er J. verwendet (siehe
F.
BARKER & Son).
MODÈLE
1922
Der
Modèle
1922 genannte Kompasstyp wurde im
französischen Heer und in der Gendarmerie als Nachfolger des
boussole directrice
genannten
Taschenkompasses kurz nach dem 1.
Welkrieg eingeführt und bis zu dessen Ausmusterung
(Mitte der 50er J.?) eingesetzt. Es gab auch ab 1954 eine
kurzlebige Version mit Flüssigkeitsdämpfung (s.
LEMAIRE).
Seine typische
U-Form erinnert zwar an den
berühmten
BÉZARD-Kompass,
durch den er nach dem 2. Weltkrieg ersetzt wurde, aber er bot nicht
dessen Funktionalitäten.
Bild rechts (zum Vergrößern, bitte
anklicken): Auszug aus dem Ausbildungshandbuch für
Infanterie-Unteroffiziere
Manuel
du gradé d'infanterie. die beiden
Ausführungen des
Modèle
1922 mit und ohne Gehäuse.
Der Modèle 1922-Kompass stand Pate bei der
Entwicklung in Polen des unter der Bezeichnung K.M.32 (bzw.
M.K.32, s.o.) bekannten
KULVIEC-Kompass, der zuerst von
GERLACH
und danach von
JEZNACKI
produziert wurde (siehe unter diesen Namen).
Er wurde ebenfalls in Belgien verwendet (Hersteller: DLM) Heer und
Gendarmerie (?) von ... bis ...?
Es hat auch einen anderen ebenfalls
Modèle 1922
genannten Kompass von
der Fa.
DOIGNON
gegeben, der aber ganz anders konzipiert war.
Der
Modèle 1922 Kompass, so wie er in einer
Schulungsdokumentation des
Institut Géographique National (IGN, 1943) beschrieben
wurde. Über dem drehbaren Zifferblatt ist der gleiche schwarze
feststehende Marschrichtungspfeil wie in den Kompasstypen des 1.
Weltkriegs (siehe Taschenkompasse, MORIN und LUFFT).

Datenblatt
- Material: Aluminum
- Abmessungen: 750 x 60 x 17 mm
- Gewicht: 100 g
- Außenmarkierungen:
. Am Deckelgelenk: Mle 1922 + Herstellername + Serien-Nr.
. Am Deckel: MG (Ministère de la Guerre,
Kriegsministerium)
- Anlegekante: 60 mm ohne Ziffern
Hersteller: Demaria-Lapierre, Lemaire, CRC, DLM,
SECRETAN, Sté des Lunetiers (S-L) usw. |
Ursprüngliche
Militärversion
( DEMARIA-LAPIERRE)
- Teilung: 6400 Strich
- Marschrichtungspfeil
mit radiumhaltiger Farbe im Deckel

 |
Offizielle
Version
von LEMAIRE
(Teilung: 400 Gon - s.a. die Versionen mit
Flüssigkeitsdämpfung bzw. mit hängendem
Spiegel,
die dieser Hersteller 1954 patentieren ließ)

Foto unten: ein früher Bézard-Kompass zum Vergleich
(Armee-Modell 1910)
 |
Modell 751
(1933/1940).
Version
mit Spiegel im Deckel und Tabelle aus vernickeltem
Messing.
- Gehäuse: Bakelit.
- Durchsichtige Bodenplatte: Rhodoid
Dieses Muster wurde 1933 von Charles Collignon
angemeldet und ges. geschützt (s. Prototyp rechts).
Hersteller: Houlliot

Die
Kompasskapsel ohne Gehäuse wurde auch als
Taschenkompass gebaut und exportiert (s. LUFFT Nr.
1950).
|
Modell 850
(1950er/60er J.)
Version
mit Aluminium-Tabelle.
-Gehäuse: Kralastic (gegen statische
Aufladung behandelter Kunststoff)
Herst.: Collignon-Houlliot

Existierte ebenfalls als
Armeemodell mit Strichteilung. |
Die
Teilung
war 400 Gon, 360° oder 6400 Strich je nach Wunsch des
Kunden, aber
dafür gab es eine
Umrechnungstabelle. Diese war beim Transport in einem Schlitz zwischen
der Kompassdose und dem durchsichtigen Gehäuseboden
untergebracht (siehe unten, Skalen D, G und M).

Modell 750
(Prototyp, 1933) :

Foto M. Collignon
|

Steckbrief - MOM (
Magyar
Optikai Művek,
Ungarische Optische Werke) war eine ungarische Firma.
(1876 von
Süss
Nándor (1848-1921) in
der Universität von Kolozsvár, 8
Mozsár-Str. gegründet und zuerst
Süss
Precíziós Mechanikai
Intézet
- Süss Institut für Präzisionsmechanik
genannt). Die Fa.
zog um 1900 nach 9 Alkotás-Str. Der Firmenname
wurde 1939
in MOM geändert. MOMs Aktivität endete 1995. Ihr Logo
setzte
sich zusammen aus den drei Buchstaben MOM in einer kreisrunden
Kartusche. Während der kommunistischen Ära
hieß sie "Werk Nr. 41". Nur die Zahl 41 war an der Unterseite
anstelle des Logos geprägt.
Diese Kompasse sind quasi identisch mit dem Vorbild
BÉZARD
aber etwas
größer geraten.
Dieses Phänomen findet sich
auch beim französischen Modèle 1922 und den
polnischen Kompassen K.M. 32.
Wir zeigen hier zwei Versionen: die ältere aus
vorkommunistischer Zeit (s. Einzelheiten in den
Datenblättern), hatte eine Kapsel und einen Deckel aus
Messing. Die jüngere ist wesentlich leichter: Kapsel und
Deckel sind aus Aluminium. Die Form und das Material des Tragrings sind
ebenfalls verschieden. In beiden war die Magnetnadel
flüssigkeitsgedämpft. Das Instrument wurde ebenso wie
der
Bezard UBK zusammen mit einem 10 cm Lineal verwendet. Manche Versionen
hatten einen ovalen, andere einen kreisrunden Spiegel, der an der
Außenseite zwecks Sichtschutz auch grün gestrichen
war
(Foto: bitte
HIER klicken).
Der jüngere Kompasstyp soll auch von den nordvietnamesischen
Truppen in den Unabhängigkeitskriegen (gegen Frankreich zuerst
und die USA zuletzt) verwendet worden sein. Wenn dies stimmen sollte,
war es wohl ein Geschenk des sozialistischen Bruderstaates trotz der
unterschiedlichen Sprache der Himmelsrichtungen (siehe VERSCHIEDENES)
und des Wortes IRÁNY für DIRECTION/RICHTUNG.
Anscheinend
hat MOM lediglich die große Militärversion
gefertigt.
Die mit LUFFTs "Kleinem Modell I (ohne Spiegel) " identische
Version
wurde von
GAMMA
gefertigt.
MOM baute auch eine Kopie des Modells Mark III von F. Barker
(s. www.CollectingMilitaryCompasses.tk).
Ursprüngliches
Modell mit der Bézard-typischen
Magnetnadel (1930 gebaut)

Herstellername und Logo von Süss Nándor R. T.
Budapest:

Fotos oben: A.
Havasi
Zum Vergrößern, Bilder anklicken |
Teilkreis mit 6400 Strich
linksdrehend

Nord (É) steht bei 3200 Strich wie bei älteren
Bézard- Modellen
(Version 1939) |
Das alte Wappen Ungarns
(Kossuth-Typ) auf der Ledertragetasche
(Zum
Vergrößern,
Bild anklicken)

Logo der Fa. MOM:

|
Datenblatt MOM-Modell 1939
- Abmessungen: 80 x 70 x 20 mm
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend, Null bei Süden
- Durchmesser: 55 mm
- Gewicht: 285 g
- Anlegekante (Lineal): 50 mm
- Beschriftung des Glases:
39 M. TÁJOLÓ (Kompass)
- Beschriftung des Deckels: IRÁNY (Direction/Richtung)
- Werkstoffe:
. Gehäuse: Bakelit, grünlich
. Deckel: Messing
. Tragring: Nickel (rund)
- Beschriftung auf der Gehäuse-Unterseite:
. MOM
. Serien-Nr.: 8372 |
Deckel - IRÁNY
bedeutet
DIRECTION auf Ungarisch
|
Teilkreis mit der
typischen Teilung des Warschauer Paktes: 6000 Strich
rechtsdrehend
(2. Version: 1949er Definition)
 |
Vergleich der Tragringe
(links: das ältere Modell,
rechts: das jüngere Modell

|
Datenblatt
Abmessungen: dto.
- Teilung: 6000 Strich, rechtsdrehend, Nord gegen Null
- Gewicht: 150 g
- Material:
. Gehäuse: Bakelit, braun-rot
. Deckel: Aluminium
. Tragring: Aluminium (teilw. oval)
- Beschriftung an der Gehäuse-Rückseite:
. 41 (Bezeichnung des Hersteller-Werkes)
. Serien-Nr.: 954557
- Im Gegensatz zum Bézard-Kompass : kein
Papierpfeil im Deckel mehr. |
Steckbrief: Die Fa. S. Mordan
& Co hat hauptsächlich Kompasse nach dem
Verner-Muster
während des 1. Weltkrieges produziert.
Das hier gezeigte Instrument ist ein
Spiegel-Kompass, der
Merkmale anderer für das US Corps of Engineers durch
Cruchon & Emons bzw. PLAN gefertigten Kompasse
bezitzt.
Zu VERNER Mk VII und VIII: siehe
French
Limited (F-L) und
Ed.
KOEHN.

(Zum
Vergrößern, Bild anklicken) |
 |
 |
Datenblatt
- Durchmesser: 54 mm
- Höhe: 21 mm
- Gewicht: 150 gr
- Zifferblattmaterial: Glimmer, transparent
- Innerer Anstrich: Radium
- Datum: 1915 |
Steckbrief: ehemaliges französisches
Unternehmen (Verkäufer - für mehr Informationen
HIER
klicken).
Siehe auch Geologenkompasse sowie Taschenkompasse.
MORIN vertrieb in den
60er Jahren
eine (von Collignon
gefertigten) zivile Weiterentwicklung des Modèle
1922 (s.
weiter oben). MORIN schaffte es, seinen Namen in der
größten
französischen Enzyklopädie drucken zu lassen...
(Bild u.: Grand
Larousse Encyclopédique, Ausg. 1968)
 |
Der auch boussole
directrice genannte Kompass (s. Bild rechts, Katalog 1930er
J. (Bild rechts) wurde
in diesem Museum
wegen seiner Form in der Kategorie Taschenkompasse
beschrieben, obwohl er von
der Funktion her schon als Marschkompass einzustufen ist.
Außerdem weist er Ähnlichkeiten mit anderen
Erzeugnissen auf (vgl. LUFFT, BUSCH usw.). |

MORIN-Katalog, ca. 1930 |
- N -
Steckbrief: Ehem. britisches Unternehmen (für mehr
Details
HIER
klicken). Siehe auch Taschenkompasse.
Allem Anschein nach handelt es sich hier um
den ältesten bekannten
Prismen-Marschkompass
gemäß dem
Verner's pattern.
Es trägt die Bezeichnung
Mark
IV und die rotierende Karte aus Perlmutt weist eine einzige
Reihe von Zahlen auf.
Zum
Vergrößern, Bilder anklicken.
(Fotos Steven Wiggins)
|

 |
Datenblatt
- Material: Messing, Permutt
- Teilung: 360 deg.
- Abmessungen (Durchm. x Höhe): 53 x 16mm
- Gewicht: 130 g
- Markierungen: Herstellername am Rande des Deckels, Ser.-Nr.
160
auf dem Prismenschutzblech sowie die Ziffern IV und 46 an
der Unterseite neben dem dreizackigen Symbol der British Army.
|
Albert NIEDERMANN war ein schweizerischer Erfinder. Er
ließ sich mehrere Systeme patentieren, wovon zwei von
BÜCHI in Serie gefertigt wurden (siehe oben und in der
Kategorie Geologenkompasse). Manche seiner Erfindungen scheinen niemals
produziert worden zu sein.
Zum
Vergrößern, Bilder Anklicken
Patent Nr.
234145 (1944)
 |
Patent Nr.
376280 (1959)
 |
 |
Steckbrief: NIFE war ein schwedisches Unternehmen, das
Nickel-Eisen-Batterien in England baute. Der Name setzt sich aus den
entsprechenden chemischen Zeichen Ni-Fe zusammen. Ein Mitglied der Fa.
SILVA hat uns mitgeteilt, dass dieser Kompasstyp von der Fa.
A/B
Lyth auf der Basis eines
Konzepts von Gunnar Tillander gefertigt wurde. Wir wissen
nicht,
welche Beziehung zwischen diesen beiden Firmen bestand.
Später wurde er
auch von
SILVA
nachgebaut. Er war eines der ersten
mit Flüssigkeitsdämpfung (abgesehen vom Typ Mk III
der Fa. F. BARKER & Son).
Schweden verwendete bis vor Kurzem eine Teilung mit 6300
Strich (
streck auf
Schwedisch).

Vgl. mit LYTHs und SILVAs Modellen
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |
Die rote Nordmarke liegt genau
auf der Zahl 63. Die Himmels- richtungen
sind in schwedischer Sprache (West-Ost: V-Ö) |
Datenblatt
- Gehäuse aus Bakelit und Edelstahl mit Lederband
- Zeiger: Flüssigkeitsgedämpft
- Teilung: 6300 Strich, rechtsdrehend
An der Unterseite sind kleine Bohrungen über Kreuz angeordnet
(Zweck ist unklar).
- Abmessungen: 70 x 68 x 20 mm
- Gewicht: 210 g
- Der Name NIFE sowie das Wort Patent sind im Deckel erhaben
geprägt (eine Visierlinie aus Leuchtfarbe, kein Spiegel) |
- O -
Steckbrief: ehemaliger deutscher, schweizer oder
österreichischer Hersteller (z.Zt. liegen noch keine
Daten vor).
Dem
Bézard-Kompass
der Fa.
LUFFT stark nachempfundenes Instrument
(vgl. mit dem kleinen Armee-Modell
I, ohne Spiegel).
Alle Merkmale des berühmten Vorbilds sind vorhanden. Der
einzige
sofort sichtbare Unterschied im Design ist der Pfeil auf dem Deckel,
der
sich unter dem Wort RICHTUNG befindet (beim LUFFT-Design
liegend die beiden übereinander).

|

Im Gegensatz zu LUFFTs Bézard-Kompass waren das
Wort Richtung und der Pfeil getrennt.
|
Datenblatt
- Gehäusematerial: Alumimium
- Teilung: 6400 Strich, linksläufig
- Abmessungen: 70 x 58 x 13 mm
- Gewicht: 55 g
Abgebildet ist das Modell Nr. 5020. Das Modell 5021 besaß
einen Spiegel ähnlich dem Bézardschen kleinen
Armeekompass von LUFFT.
Die Missweisungsmarke besteht aus einem Metallzünglein, das im
Einfassrahmen des Glases eingebaut ist.
Anpasung an die magnetische Deklination: Das Glas konnte in der Fassung
verdreht
werden, um an ein anderes Einsatzgebiet angepasst zu werden.
Zum
Vergrößern, Bilder anklicken
|
 |
 |
Das
Feststellungssystem der Magnetnadel ist einzigartig: Eine zwischen den
Anlenkungsnieten des Deckels eingebaute, nicht einsehbare Nockenwelle
drückt den Hebel der Magnetnadefeststellung beim
Schließen.
Fotos links: Ansichten
der Schachtel und der Gebrauchsanweisung
(Kopien
auf Wunsch erhältlich)
|
ORION
ORION ist der Modellname eines Kompasses (siehe KRÖPLIN).
- P -

Steckbrief: Ehemaliges deutsches
Unternehmen (für
mehr Information
HIER
klicken).
PASTO produzierte zuerst KÜHRTs einziges Modell aber etwas
kleiner und mit vielen kleinen Detailänderungen. PASTO baute
auch den typischen Wehrmacht-Landserkompasse in verschiedenen
Ausführungen nach. Die Liste der Modelle ist
unvollständig. Nr. 2 - 4 sind nicht bekannt. Es handelte sich
dabei vermutlich um
Varianten von Modell 1 (mit Spiegel, mit weißem Teilungsring
usw.). Ein Katalog nennt acht verschiedene.
Zuletzt kam der Prismatik-Kompass 206 S.
Foto rechts: Das
Firmenlogo
S.a. Taschenkompasse
Steckbrief: PLAN war ein schweizerischer Hersteller. Der Name leitet
sich aus der Anschrift der Firma von David Perret et fils (PLAN-Uhren),
die sich im Stadtviertel Le Plan in Neuchâtel
befand. David
starb 1908, aber sein Sohn setzte den Betrieb fort.
Bereits vor dem 1. Weltkrieg baute PLAN
(vermutlich
für die Schweizer Armee) den nachstehend abgebildeten Kompass.
Dieser zeichnet sich aus durch die doppelte 3200-Strich-Teilung, (d.h.
zus. 6400), die auch am alten
BÜCHI-Sitometer
beobachtet werden kann
.
Modell
ca. 1910 ?

(Bild anklicken: Detailansicht des Zifferblatts) |

Seitenansicht geschlossen
Der Firmenname ist auf dem
Anlenkbeschlag geprägt
(s. Bild r.)
|
Datenblatt
- Durchmesser: 55 mm
- Höhe: 17 mm
- Gewicht: 100 g
- Teilung: 2 x 3200 Strich
 |
PLAN Ltd baute auch
Spiegelkompasse
für das U.S. Corps of Engineers während des 1.
Weltkriegs. Das gleiche Modell wurde auch von
Cruchon & Emons
hergestellt. Das Patent wurde erst am 18.8.1918 von
Longines angemeldet.
Vgl. mit der von
Abercrombie
& Fitch
vertriebenen Version. Bedienungsanweisung und 'Rules to be
observed':
HIER KLICKEN.
Spiegelkompass
1. Weltkrieg
 |

Die pfeilförmige Marschrichtungsmarke bestand nur aus
einem breiten Strich in der Version von C. & E. |

Der Spiegel war ein auf Hochglanz polierter Bereich des Messingdeckels. |
Datenblatt
- Durchmesser: 54 mm
- Höhe: 18 mm
- Gewicht: 150 g
 |
Kartenwinkelmesser und Planzeiger (Erläuterungen
HIER).
Planzeiger - ca. 1935 ?

Zum Vergrößern, Bild anklicken |
Gesamtansicht
mit Tasche und Gebrauchsanweisung

|
Datenblatt
- Seitenlänge: 100 mm
- Kompassdicke: 7 mm
- Teilung: 6400 Strich, auf dem Kompass: nur Himmelsrichtungen
- Faden zur Messung von Winkeln auf der Karte
- Für Karten im Maßstab 1:100.000.
Fotokopien der
Gebrauchsanweisung und der Tasche erhältlich
|
Der Prismen-Kompass wurde von
Henry Kater 1811 erfunden und im Jahre
darauf von C. A.
Schmalcalder
verbessert und patentiert. Einer der bekanntesten Prismenkompasse war
der am Anfang des 20. Jh. von den britischen Streitkräften
eingesetzte
VERNER-Modell.
Ein anderes ebenfalls berühmtes System ist die von Kapt.
Creagh-Osborne
patentierte Lösung mit einem auf der
gegenüberliegenden Seite des Instrumentes eingebauten und sehr
großen Prisma, das das Ablesen der Werte
ermöglichte, wenn man den Kompass in der Hand oder am
Handgelenk in ca. 40 oder 50 cm vom Auge hielt.
Prismenkompasse weisen ebenso wie die
Spiegelkompasse
eine doppelte Beschriftung der Kompassrose auf: die eine kann mit
bloßem Auge gelesen werden, während die andere in
Spiegelschrift gedruckt ist und durch das Prisma (mit viel
höheren Genauigkeit) gelesen wird. Das Prisma ist in der
Höhe verstellbar, um die Anpassung an die jeweilige
Sehschärfe des Benutzers zu ermöglichen. An den
meisten Modellen wird das Prisma nach vorn bzw. nach hinten um 180 Grad
hoch und herunter umgeklappt. Es gibt allerdings auch ein deutsches
Modell aus dem 2. Weltkrieg, an dem das Prisma seitlich um 90 Grad
geklappt wird
(siehe Armbandkompasse, Buchstabe N: unbekannte
deutsche Kompasse).
Die sehr schmale Visierlinie im Deckelfenster gesehen über dem
vergrößerten Abbild der Kompassrose
ermöglicht eine hohe Ablesegenauigkeit.
Wie beim
Peigné-Kompasssystem und den
CRUCHON & EMONS sowie PLAN Kompasstypen kann die
Pendelbewegung der Kompassrose mittels einer kleinen Bremse schneller
zum Stillstand gebracht werden.
Andere Prismenkompasse in diesem Museum:
- Armbandkompasse:
Creagh
Osborne
- Geologenkompasse:
F.
Barker,
Hutchinson,
Th.
Jones,
K&R,
Lawes Rabjohns,
M1918,
Wichmann,
Wilkie ...
- Marschkompasse:
F. Barker,
F-L (French Ltd.),
Ed. Koehn,
PASTO,
Stanley,
T.G. Co. Ltd London...
- Q -
- R -
Steckbrief: Hersteller dieses Instruments war Houlliot (1930er J.), wie
dies an der Gravur zu erkennen ist.
Dieser in einem Holzgehäuse eingebaute Kompass ähnelt
dem Modèle 1922. Er ist mit den Worten "RADIO MIL
RE"
(militaire) gekennzeichnet.
Wir vermuten, dass er zur Ausrichtung eines Richtfunkgeräts
eingesetzt wurde.
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Datenblatt
- Abmessungen: 148 x 50 x 15 mm
- Gewicht: 135 g
- Teilung: 360° |
Steckbrief: RECORD war ein schweizerischer Uhrenhersteller,
der in den 30er Jahren einen sehr ungewöhnlichen
Marschkompasstyp entwickelt hatte. Sehr wenige Exemplare davon sind
erhalten (für mehr Informationen
HIER
klicken).

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Bedienungsanweisung in franz. Sprache
(Kopien
erhältlich)
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ARMEE-MARSCH-VISIER-KOMPASS
Datenblatt
- Material: Aluminium-Gehäuse (deutsche Version) bzw.
Edelstahl (Export. Version)
- Abmessungen: 148 x 50 x 15 mm
- Gewicht: 135 g (Alu.) / 250 g (Edelstahl)
- Höhe, Spiegel aufgerichtet: 75 mm-
- Lineal an der rechten Seite: 120 mm
- Ein Leuchtpunkt auf der Lünette ermöglichte das
Feststellen eines Peilwinkels. Himmelsrichtungen auf Deutsch bzw.
Französisch.
Visierlinie in roter Farbe auf einer Glassplatte, die über dem
Kompass liegt. Die beiden Deckelhälften haben innen je einen
Spiegel. Sie rasten jeweils bei 90° und 45° ein.
- Die Bezeichnung "Armee-Marsch... usw." ist auf
dem Gehäuse der Exportversion ist nicht eingraviert. |
Steckbrief: ehemaliges schweizerisches Unternehmen
(für mehr Informationen
HIER
klicken).

Das ursprüngliche DP-Modell
Dieses Exponat ist ein sehr seltenes Exemplar: anhand seiner Serien-Nr.
(01377) kann man es auf das erste Produktionsjahr (1942) datieren.

 |
Anpeilen (Bild
anklicken um den Kompass von vorne zu sehen)

Modell DP5 des österreichischen BUNDESHEERES (nicht mit der
deutschen BUNDESWEHR zu verwechseln)
Rechts unter dem Wappen Österreichs: BH 20

(Zum Vergrößern,
Bild anklicken) |
Datenblatt
- Material: Aluminium
- Abmessungen: 65 x 46 x 19 mm
- Gewicht: 100 g
Serien-Nr./Herstellungsjahre:
Nr. 00001 - 07221 = 1942
Nr. 07222 - 17383 = 1943
Nr. 17384 - 38241 = 1944
Diesem Grundmodell folgte der DP5, der bis 1980 von den
eidgenössischen Streitkräften verwendet wurde. Es
wurde durch das Modell DP6 ersetzt, das bis heute im Einsatz ist.

Abb. aus dem Patent (US-Ausg. 1954) |
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MODELL
DS56
Datenblatt
- Abmessungen: 100 x 65 x 18 mm
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Steckbrief: Einfacher Spiegelkompass. Der an der Lünette
befestigte Spiegel besteht aus einem kleinen angelenkten
Silberplättchen. Er rotiert um 360 Grad. An seiner
Rückseite
sind die Worte "PATENT APPLIED FOR G.F.R." (Patent
für G.F.R.
angemeldet). Das Gehäuse hat viele Ähnlichkeiten mit
einer
weiterentwickelten Version des Magnapole-(Taschen)kompasstyps
von Short & Mason (Abmessungen, Befestigungsschrauben
des
Visierfensters, Tragring, Nadelverriegelung, Gravur der
Worte "THE
REFLECTOR COMPASS" usw.)
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Modellbezeichnung: REFLECTOR
Hersteller/Konzept: G.F.R. (?)
Signatur des Verkäufers an der Unterseite des
Gehäuses:
G. C. BATEMAN Opticians, Reading and Branches
Datenblatt
- Abmessungen (Durchm. x Höhe): 50 x 20 mm
- Teilung der Kompassrose: 360°, Nordpfeil aus radiumhaltiger
Farbe
- Teilung am Gehäuse: 360 Grad und Himmelsrichtungen
(Zum
Vergrößern, bilder anklicken)
|