Die allgemeine Entwicklung des Kompasses wird im Kapitel
Verschiedenes/Geschichte kurz erläutert. Für
ausführlichere
Erläuterungen über die spezielle Entwicklung
des Schiffskompasses verweisen wir auf das
hervorragende Buch
"Der KOMPASS" von Alan
Gurney. Allgemeine informationen über Schiffskompasse findet
man HIER (ABC-Segelkurs, ab Kap. 9).
Die Entwicklung des Kompasses für Schiffe mit metallischem
Rumpf in England im 19. Jh. wird in
Steady as she goes
(A. E. Fanning, 1986) ausführlich beschrieben (Geschichte der
Kompassabteilung der britischen Admiralität).
- A -
Seitdem es Schiffe mit Metallrumpf gibt, d.h. seit
etwa der Mitte
des 19.
Jh., wird eine spezielle Tabelle zur Korrektur der durch die
Metallmassen
verursachten Ablenkung erforderlich.
Antiques Beispiel: Gemäß der
ergänzten Kompassrose (Abb. r.) sollte der Steuermann
nach SW am Kompass steuern um
einen
magnetischen Kurs nach WSW einzuhalten (Quelle: Alan Gurner,
Der Kompass).
Zum
Vergrößern, Bild anklicken
Steckbrief: Frühere Abteilung der britischen Kriegsmarine
(Royal Navy). Die
Admiralty hatte eine eigene Kompassabteilung. Ihre Geschichte ist im
Werk
Steady as she goes(A.
E. Fanning, 1986) in allen Details zusammengefasst. Sie war im
März 1842 gegründet worden. Der leiter dieser
Abteilung ist
der Superintendent of Compasses. Berühmte Leiter waren u.a.
Creak,
Chetwynd, Creagh-Osborne usw. Diese Abtlg. war
außerdem
zuständig für die Flugzeugkompasse z.Z. des 1.
Weltkrieges. Das Direktorium (Board of Admiralty) wurde 1964
aufgelöst und seine Aufgaben dem Ministry of Defence
übertragen.
Steckbrief: Ehemaliges US-Unternehmen
(mehr Informationen
HIER).
S.a. Taschen- und
Armband
& Ansteckkompass

(Zum
Vergrößern,
Bild oben anklicken)
Fotos J. Houcke
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Modell
Nr. 92

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Course Monitor (1958) - Datenblatt
- Abmessungen (Höhe x Durchmesser Sockel): 13 x
11
cm
- Gewicht: ca. 500 g
- Serien-Nr. der beiden Teile: P-4549 bzw. P-4551
- Teilung: keine Teilstriche und Himmelsrichtungen,
sondern nur sechs Buchstaben im Abstand von je 60°:
ABCXYZ. Der Buchstabe Y zeigt nach dem magnetischen Norden.
Der Zeiger kann um +/-30° verstellt werden. Am Sockel sind
die Nord-Süd- und die Ost-West-Achse
durch Abkürzungen (NS bzw. EW) angegeben.
Der normale Kompass hieß NAUTILUS (Nr. 90).
Gebrauchsanweiung und Werbung auf Wunsch lieferbar.
Anmerkung:
Dieser
Kompass sollte ergänzend zum normalen Schiffskompass verwendet
werden. Sobald das Schiff auf Kurs war, konnte der Zeiger auf den
nächsten Buchstaben gestellt werden. Das war die sich einfach
zu
merkende Kursvorgabe. War wohl kein Supererfolg...
|
Steckbrief: Deutsches Unternehmen (more information
HIER).
Siehe auch Armband- sowie Marschkompasse

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
|

Fotos Holger "beutelbuch*de"
|
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PEILDIOPTER, PEILAUFSATZ
Datenblatt
- Abmessungen (L x H): ca. 20 x 20
- Durchmesser Peilscheibe: 15 cm
- Gewicht: ?
- Hersteller: Askania VEB (DDR) zw. 1948-1954
|
- B -
Steckbrief: Carl Bamberg war ein deutsches Familienunternehmen
mit Sitz
in Friedenau bei Berlin (für mehr Informationen
HIER)
klicken.
Siehe auch Taschen- sowie Luftfahrtkompasse.

Modell 1903
Schnittzeichnung
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
|
Beschreibung
Quelle: Library of the
University of Michigan (via Googlebooks)
Den kompletten Vortrag kann man HIER lesen.
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Datenblatt
- Abmessungen (L x H): ca. x mm
- Durchmesser: mm
- Gewicht: ?
|

Dieser Kompass weist eine einfache M-Nummer gedruckt auf der
Rose auf. Der gleiche Kompass existiert mit der kaiserl. Krone
eingraviert auf der Achse der kardanischen Aufhängung (s. Kriegsmarine unten). Er wurde daher nach dem 1. Weltkrieg in der Handelsmarine wieder verwendet.
|

Fotos Ian Bell
Zum
Vergrößern, Bilder anklicken
|
Datenblatt
- Höhe:
- Durchmesser:
- Gewicht:
- Teilung: 360° für direktes Ablesen sowie in Spiegelschrift zwecks Ablesung mittels Prisma (s. PLATHs Peilaufsatz).
Der Name der Werkes "Berlin-Friedenau". Der Name des Herstellers und sein Logo sind auf der Rose gedruckt (s. Bild links)
|
Steckbrief: ehem. Britisches Unternehmen (für mehr
Informationen
HIER
klicken. s. a. unsere LINKS).
Siehe auch Marsch-,
Taschen-, Geologen- und Armbandkompasse.

Katalog für das Jahr 1930
Fotos TRADEMARKLONDON
(TML). |

Kommentar zum obigen Foto: Dieser Kompass ist möglicherweise
ein Unikum. Er
wurde von Francis Barker mit 15 Jahren während seiner Lehrzeit
hergestellt. Man kann noch seine Unterschrift und sogar seine
Fingerabdrücke im Auswuchtwachs an der Rückseite der
Kompassrose sehen. |

Schiffskompass
1. Hälfte des 19. Jh.
Datenblatt
- Schale und kardanische Aufhängung: Messing
- Drehzapfen: Stahl oder Iridium
- Drehlager: Saphir oder Achat
- Durchmesser (Rose): ca. 75 bis 200 mm |
Steckbrief: ehem. französischer Kompassmacher aus
Marseille.

Foto
Jaypee - Musée de la Marine, Marseille |

Detailansicht der Kompassrose
(Zum
Vergrößern, Bild anklicken)
|
Datenblatt
Fertigungszeitraum: Mitte 18. Jh.
- Teilung der Windrose: s. HIMMELSRICHTUNGEN
|
Steckbrief: .Französisches Unternehmen, jetzt Teil von AMESYS.
s. Bianchetti
Steckbrief: Früheres französisches Unternehmen,
gegründet 1826
in
Marseille.
Laut der in einer Zeitung am Anfang des 20. Jh. erschienen
Anzeige war es auf die Kalibrierung von Kompassen in metallischen
schiffen spezialisiert. Es wurde 1962 teilweise von
BEN (Bianchetti Electronique Nautique) übernommen.

Foto Jaypee |

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Datenblatt
|
- C -
Steckbrief: Britischer Hersteller (mehr Informationen
HIER)

|
Casella-Katalog
(1876)
Casellas Katalog, Schiffskompasse.
Foto Michael Curtis
(Zum
Vergrößern, Bild
anklicken - Achtung: lange
Ladezeit wegen Übergröße)
|
Steckbrief : Kapitän Louis Wentworth
Pakington Chetwynd (15. Dez. 1866 - 18 April
1914, wohnhaft in Coombe Neville, Kingston-on-Thames, Surrey)
war Superintendent of Compasses bei der britischen
Admiralität am Anfang des 20. Jh. Er
führte zu Ende die Entwicklung eines Kompasssystemes und
löste dabei das Problem der Verstellung der Rose infolge der
Bewegung der Flüssigkeit bei schnellen Kursänderungen
(swirl
error).
1912 wurde er managing director von Dent & Co. and
Johnson
Ltd.
S.a. Armbandkompasse.

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
|

|
Datenblatt
..
Zeichnungen links: A. Schück, Der Kompass (1911)
|
Steckbrief: Chinesischer Kompass (XIX. Jh.).
Beschreibung gemäß Klaproth (
Lettre à M. le Baron
A.
de Humboldt, 1834, S. 103 ff., online abrufbar
HIER):
"Die 24 Steuerrichtungen (
Tcheou)
setzen sich zusammen aus den zwölf Zeichen des 12er-Zyklus*,
aus
acht des 10er Zyklus** (s.u.) und vier der acht
kua." (Trigramme -
s. Kompasstypen/Religion - Chinesische Tradition).
* (auf
japanischen
Kompassen üblich)
** Anm.: Klaproth hat
sie mit einem Stern versehen (s. Tab. u.). Die beiden
nicht
benutzten Zeichen sind Ki (...?) und Wu (...?).

Foto Jaypee - Musée de la Marine, Paris
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
|
Datenblatt
Abmessungen
- Durchmesser: ca. 150 mm
- Höhe: ca. 100 mm
- Teilungen: 24 Tcheou
(s.a. VERSCHIEDENES/
Himmelsrichtungen-China
und Chinesische
Tradition)
|

Tabelle: die 24 Tcheou.
(J.
Klaproth, Lettre à M. le Baron A. de Humboldt)
|

Die zehn Himmelszeichen
(Anhang
A.III zu ...)
|
Steckbrief: Clement Clarke war ein berühmter britischer
Optiker, der Mikroskope und zahlreiche andere
Diagnosegeräte fertigte. Das UNternehmen wurde 1917
gegründet (Wigmore Street, London). Clarke signierte am Ende
des 1. Weltkriegs auch Taschenkompasse* vom Typ Mark VI, die
allerdings wahrscheinlich von F. Barker & Son oder
einem anderen Kompasshersteller wie z.B.Dennison gefertigt wurden. Das
erfolgreiche Unternehmen wurde 1986 von Boots
Plc und 1989 vom Schweizer Haag-Streit AG
(Bern) übernommen.
* Siehe
www.compasscollector.com

(Zum
Vergrößern, Bild anklicken) |
Datenblatt
Abmessungen: ca. 150 x 150 x 70 mm
Instrumente:
- Visiersystem: zwei senkrechte Laschen mit je einem kleinem Loch, vorn
in den Seitenwänden, ein zweiteiliger Faltteleskop, zwei
Röhrchenlibellen, ein Lineal an der Frontseite. Clinometer.
Anmerkung: Bei diesem Exponat handelt es sich um
einen Peilkompass. Allerdings ist es quasi unmöglich,
dass Clarke
jemals ein solches Gerät gebaut haben könnte, da
dieses
primitive System zum Zeitpunkt der Firmengründung
längst
überholt war (das Design stammt aus dem 19. Jh.). Dieses
Instrument is eine
(plumpe und billige) Reproduktion.
Dies ist an der roten Magnetnadel und am grünen Stein
des Hütchens zu erkennen. Auch der Zeiger des Clinometers
sieht sehr
"unprofessionell" aus.
(Siehe auch unter VERSCHIEDENES / Imitationen).
|
Steckbrief: Captain Ettrick William Creak war Superintendent
of
Compasses bei der Admiralty der Royal Navy. Er entwickelte in den
1880er Jahren einen flüssigkeitsgedämpften Kompass,
der in
vieler
Hinsicht dem trockenen System von William Thomson (Kelvin)
war. Er
konnte sich jedoch nicht durchsetzen beim Versuch ihn
als Standard-Kompass für die Flotte akzeptieren zu
lassen infolge der starken pro-Thomson-Lobby. Dieses Kompasssystem
wurde schließlich von Chetwynd patentiert und in die Navy
eingeführt.
Steckbrief: Francis Crow war ein Uhrmacher und
Silberschmied aus Faversham
(Kent, GB). Er erhielt 1813 ein Patent (Nr. 3644) für
einen flüssigkeitsgedämpften Kompass, in dem die
Kompassrose auf einem linsenförmigen Schwimmer gemalt war.
Seine revolutionäre Erfindung wurde nicht wahr
genommen und erst
ca. 50 J.
später von
Ritchie
verwirklicht.
CROWs
Flüssigkeitskompass
Bild und Beschreibung gemäß Patent
(Zum
Vergrößern, Bild anklicken)
|
Datenblatt
A - Kupferwanne mit Alkohol
B - Schwimmer aus Kupfer. Die Oberseite ist mit der Kompassrose bemalt.
C - Magnetnadel
D - Glasabdeckung
E - Zentrierring aus Kupfer
F - Gewicht: Hält den Schwimmer waagerecht und begrenzt den
Auftrieb bzw. den Druck gegen die Drehspitze auf ca.
36 gr.
(24 grains troy)
G - Steuermarke
H - Anschluss der kardanischen Aufhängung
I - Konische Einkerbung
J - Drehspitze, in einer Scheibe eingefasst, welche an der
Glasabdeckung geklebt ist. |
- D -
Steckbrief: D. C. ? Logo: ein Anker und die Anfangsbuchstaben
Steckbrief: Britisches Unternehmen, das von Edward
John Dent &
Co. im J. 1814 gegründet wurde. Ist heute vor allem wegen der
Uhrenproduktion bekannt
(www.dentlondon.com). S. a. den Flugzeugkompass Pattern 259 nach dem
Konzept von
Capt.
Creagh-Osborne.
Das Muster (Pattern) 24 ist eines der ältesten und
stammt aus
den J. 1890/1900. Es handelt sich um das erste Modell eines Kompasses
mit flüssigkeitsgedämpfter Kompassrose, das von der
Royal
Navy für die Ausstattung der Schiffe angenommen wurde.
Es wurde in die frühen turbinenbetriebenen "torpedo boats"
dieser
Epoche eingebaut. Das Pattern 24 ist insofern bedeutend, weil es das de
facto Monopol brachn das die "trockene" Kelvin-Kompassrose für
viele Jahre besessen hatte.
Das Pattern 182 ist ein Kleinschiffskompass und älter
als Pattern 24,
aber nicht seine Form, die die kleinere von Chetwynd geänderte
Kompassrose enthielt. Datum: auch ca. 1900.
Der 3. Kompass ist auch ein Kleinschiffskompass und
datiert in etwa aus dem J. 1870.
(Alle
Fotos: Nick Godridge - Zum Vergrößern,
Bilder anklicken)
Pattern 24

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Bedienungsanweisungen im Deckel der Kiste

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Datenblatt
- Kompassdurchm.: mm
- Abm. Transportkiste: mm
Das Symbol der brit. Armee (Pfeilspitze) auf der Transportkiste

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Pattern 182

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Bedienunhhgsanweisungen hinter der Tür

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Datenblatt
- Kompassdurchm.: mm
- Abm. Kompasshaus: mm
|
Schiffskompass

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Rückseite

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Datenblatt
- Kompassdurchm.: mm
- Abm. Kompasshaus: mm |
Steckbrief : Emile Marin DUCHEMIN (wohnhaft 11, rue de la Bienfaisance,
Paris) hat 1874 ein Kompasssystem entwickelt und sich patentieren
lassen, das er BOUSSOLE CIRCULAIRE (kreisförmiger Kompass)
nannte. (Es liegen keine weiteren Daten über ihn vor).
Die Tests auf hoher See wurden in einem Buch beschrieben,
von dem es mehrere Ausgaben gab. Es ist nicht bekannt, ob
dieser
Kompass vorübergehend einen kommerziellen Erfolg war, oder nur
für Testzwecke in einigen Schiffen bei Weltumsegelungen
mitgeführt wurde.
Anm.: Die nachstehenden Fotos zeigen ein stark entfremdetes
Exemplar. Es handelt
sich um eine Magnetnadel, die an einem marmornen
Griff bzw. Ständer befestigt ist.
Es könnte sich um eine behelfsmäßige
Monstranz handeln. Es wurde von einem
Antiquitätenhändler in Paris angeboten.
(Vergrößerte
Ansicht der Zeichnung,
Bild anklicken)
Die Beschreibung auf der Titelseite des Buchs lautet wie folgt:
"Ein äußerer Magnetring (A) ist mit einem inneren
Magnetring (B) mittels eines Stabs (C) aus Aluminium oder einem anderen
amagnetischen Metal verbunden. Die Magnetisierung ist an den
Süd- und Nord-Enden maximal und nimmt in Richtung Ost bzw.
West kontinuierlich ab (Linie n-n)."
Dieses Buch beschreibt die Messversuche auf hoher See.
(Kopie auf Wunsch
erhältich) |

Oben: Gravur beiderseits der Nord-Marke :
Boussole Duchemin Bté S.G.D.G.
Unten: Gravur am südl. Punkt: Dumoulin-Froment
Constructeur)

(Zum
Vergrößern, Bild anklicken) |
Datenblatt
- Durchmesser: ca. 250 mm
- Beschriftung an der Ost-Seite:
. innerer Ring: N° 1616 E.M.D.
. äußerer Ring: Emile Marin Duchemin - N°
1616
Patent-Nr. 101.992 (50
S. zus. mit Ergänzungen - Kopie auf
Anfrage erhältlich)

(Bild anklicken um das Bild einer entsprechenden Abbildung aufzurufen)
Links: Die Magnetnadel.
Anm.: Ein Bild des kompletten Kompasses befindet sich im Buch L'instrument de Marine
von Jean Randier.
|
E - F
Eine Flindersstange
ist eine Stange aus weichem Eisen, die
senkrecht vor dem Kompassgehäuse angebracht wird, um die
Beeinflussung des Kompasses durch die an Bord
befindlichen Metallmassen zu kompensieren.
Der Erfinder des physikalischen Prinzips war der englische
Offizier
Matthew
Flinders (1774-1814), der seine Beobachtungen
und Lösungsvorschläge in einem Bericht an die
britische Admiralität darlegte (
die komplette Geschichte ist in
dem Buch Der Kompass
von
Alan Gurney, 2004/2010, beschrieben).
Bild rechts: eine
Flinfers-Stange vor einem KELVIN-Kompassgehäuse.
G - H
Steckbrief: Ehem. französisches Unternehmen (mehr infos
HIER). Henri
Isidore Houlliot und
VION
waren befreundet und beschlossen, sich gegenseitig keine Konkurrenz zu
machen: VION baute die großen Schiffskompasse und
Houlliot
die kleineren.
Siehe Taschenkompasse sowie
DESOMBRE.
Liste der Produkte im Katalog der
französischen
Unternehmen für Präzisionsinstrumente
(Ausg.
1901-1902)
|
Großformatige "Visitenkarte" (130 x 84 mm)
(Zum
Vergrößern, Bild anklicken)
|
Kabinenkompass
Erschien u.a. im Katalog der Fa. Sté des Lunetiers (S-L),
1932
Datenblatt
- Durchmesser der Rose: Zahlreiche Modelle von 30 bis 120 mm
- Logo: ein feiner Anker (Vgl. mit dem Taschenkompass
"Houlliot")

|
I - J - K

Steckbrief :
Girolamo
Cardano (Padua 1501 - Rom gegen 1570) war ein italienischer
Arzt und Ingenieur (u.a.), dem die Erfindung einer
Anlenkung mit zwei
konzentrischen Ringen zugeschrieben, mithilfe derer ein Instrument
unabhängig von den Stampf- und Rollbewegungen eines
Trägerfahrzeugs (Schiff bzw. Flugzeug) stets waagerecht
bleibt (mehr darüber in Wikipedia). Kleine Kompasse
mit einer solchen Aufhängung wurden
auch für andere
Anwendungen hergestellt. Beispiele:
Taschenkompass
(N & Z),
Schiffskompass
(Steward),
Buchsenkompass
(N & Z),
Grubenkompass
(Secrétan),
Schmuck (Anhänger, s. Foto rechts).
Foto TML - Zum
Vergrößern, Bild anklicken.
Datenblatt:
Durchm. kugelförm. Gehäuse: 19,5 mm; Durchm.
Perlmutt-Kompassrose:
11,5 mm; Gew.: 12 g.

Steckbrief: Die
Fa. Kelvin Hughes
Ltd entstand 1947 durch die Fusion der Hersteller
wissenschaftlicher Instrumente Henry
Hughes &
Son
Ltd, London, England und
KelvinBottomley
& Baird Ltd,
Glasgow,
Schottland. Das Logo einer der Vorgängerfirmen (White,
Bottomley,
Thomson) zeigte die drei Anfangsbuchstaben auf dem
Yin-Yang-Symbol (s. Bild r. sowie WBT in der Kat. Armbandkompasse)
(Komplette Geschichte:
s.
in Wikipedia - "Kelvin Hughes" und www.kelvinhughes.com).
William
Thomson
Lord Kelvin of Largs war ein Physiker. Er war an
mehreren Firmen
beteiligt, die seine Erfindungen bauten. Er ist insbesondere
für eine Kompassrose berühmt, die auf allen Schiffen
der Royal Navy verwendet wurde, obwohl nachgewiesen war, dass Kompasse
mit flüssigeitsgedämpfter Schwimmrose
zuverlässiger und bei der U.S. Navy
eingeführt worden waren (man lese die ausführliche
Geschichte in
Der
Kompass von A. Gurney).
Texte auf Englisch:
- Thomson wrote a document entitled
Terrestrial Magnetism and the Mariner's
Compass.
-
Instructions
for the adjustment of Lord
KELVIN'S PATENT
COMPASS (36
S., Fotokopie erhältlich)
Die Kompassrose war in der
Mitte
ausgeschnitten und am Drehpunkt über 32 Schnüre (S)
aufgehängt. Die Basisversion besaß acht
Magnetstäbchen
(Bild Mitte, links). Die verbesserte Version besaß 14 (Bild
r.),
um die durch
das Abfeuern der Kanonen und den starken Seegang verursachten
Störungen
auszugleichen. Für mehr Details und Fotos s.
Land & Sea Collection.
Kompasssäule,
Kompassstand
Aus unmagnetischen Materialien (Holz, Messing, Aluminium etc.)
gefertigter,
etwa 1,5 m hoher Stand für Schiffskompasse.
Das erste und berühmteste System war das von W. Thomson (Lord
Kelvin). Beispiele: s. DENT, KELVIN, PLATH.
Kreiselkompass
Ein Kreiselkompass ist ein ...
dispositif à mouvement gyroscopique
servant à conserver à un système
indicateur de direction (rose des vents) une position stable
malgré les mouvements du véhicule porteur
(navire, aéronef, etc.).
Certains gyrocompas peuvent être asservis à un
signal émis par un senseur de champ magnétique
terrestre (vanne de flux).
Ces systèmes ne font pas l'objet du présent
musée qui est uniquement consacré aux
systèmes purement magnétiques.
Dieser Begriff bezeichnet die deutschen Seestreitkäfte
zwischen
1935* und 1945. Nach der Reichsgründung 1871 hießen
sie
Kaiserliche Marine. Die verwendeten Kompasse waren
mit Hilfe eines
Symbols für den Staat (kaiserliche Krone bzw. Adler mit
Hakenkreuz) und des Buchstabens
M
für diese
Waffengattung gekennzeichnet. Die Zahl darunter ist die Artikelnummer
im Ausrüstungskatalog entspr. dem NATO Stock Number
von heute.
* Nach dem Zusammenbruch des Reichs 1918 durfte Deutschland
keine militärische Marine besitzen und unterhalten.
Übersicht der Kennzeichnungen:
| Kaiserliche Marine
1871-1919: |
Krone über
Buchstabe M und Registriernummer |
| Reichsmarine 1919-1935: |
Reichsadler über M, teilweise mit
Registriernummer
[Reichsadler ähnlich heutigem Bundesadler] |
Kriegsmarine
1935-1945:
|
Hoheitsadler über M, teilweise auch
über
"Kriegsmarine",
teilweise mit dreistelliger Buchstaben-Herstellerkennung
und Registriernummer |
| Nationale Volksmarine (DDR)
1956-1990: |
Aufschrift: "Eigentum der NVA" [Nationale Volksarmee] |
| Bundesmarine und Deutsche Marine seit 1956: |
Aufschrift:
"Bundeseigentum", teilweise
auch mit Herstellerangabe und
12-stelliger NATO-Versorgungsnummer. |
Technik: s. BAMBERG oben
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken
Foto Atlantikpirat/guntherprien47)
|
Prägung
auf der Rückseite eines Taschenkompasses, der
möglicherweise zur Ausrüstung eines
Zeppelin-Flugkapitäns im 1. Weltkrieg gehörte (s. Taschenkompass von BAMBERG).
(Foto Andrew N.)
|
1933-1945: Hoheitssymbole des III. Reichs und Logo des
Herstellers
(Fa. PLATH): ein
Seemann beim "Sterneschießen" mit einem Sextant.
Kompassbeschreibung: s. PLATH
(Foto
Leonardo Signirole) |