- A -

Steckbrief:
Das
Air Ministry (s. Logo rechts) war
früher
eine Abteilung der britischen Regierung, die mit den Angelegenheiten
der Royal Air Force (RAF) befasst war. In ihrem Auftrag wurden
verschiedene Kompasstypen gebaut. Wir zeigen
nachstehen beispielsweise das Modell 06A, einen sogenannten
"landing compass", der am
ausgestreckten Arm gehalten wird. (moderne Versionen: SESTREL,
SAURA). Weitere Modelle waren P (Pilot) und O (Observer /
Navigator). Die von der RAF verwendeten Kompasse
waren sogenannte aperiodische Kompasse, d.h. dass sie nach
einem Kurvenmanöver auf den wahren Kurs ohne zu
überkompensieren einpendelten. Dies wurde konnte nur dank
spezieller Merkmale erreicht werden, nämlich einen
hohen magnetischen Moment, einer geriungen Trägheit
und eine hohe Dämpfung. Weitere Informationen über
die Navigation mit diesen Kompassen in den Flugzeugen der RAF und die
Technik der aperiodischen Kompasse kann man auf der Website
cairdpublications lesen
(englisch).
- B -
Steckbrief: Carl Bamberg war ein deutsches Familienunternehmen mit Sitz
in Friedenau bei Berlin.
(für mehr Informationen
HIER)
klicken.
Siehe auch Taschenkompasse.
Der
ARMEEKOMPAß III

Fotos Horst
Kahnt -
Zum Vergrößern, Bilder anklicken. |

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Datenblatt
- Durchmesser: 115 mm
- Höhe: 84 mm
- Gewicht: ... g ?
Dieser Kompass wurden in folgenden Flugzeugen eingesetzt: (?)
Es existieren zahlreiche andere Modelle |
Steckbrief: Bendix Aviation Corporation, Baltimore, MD USA
Dem Internet Kompassmuseum liegen keine Informationen über
diese Firma vor. Das Museum würde eine Zusammenarbeit mit der
Fa. BENDIX begrüßen.
Dieses Fluginstrument ist ein
Funkkompass-Anzeigegerät. Es ist kein echter Kompass im
eigentlichen Sinne. Der Zeiger ist mit einem Synchromotor verbunden,
der über den Steckbverbinder PL 118 an einen anderen
Synchromotor angeschlossen ist, der elektrische Impulse von einer
Vorrichtung erhält, die wie ein Kompass auf das Manetfeld der
Erde reagiert (Magnetfeldsonde). Der Drehknopf oben rechts (VAR)
ermöglicht das Kalibrieren des Teilungsrings (360 Grad) in
Abhängigkeit von der örtlichen Missweisung. Die
Missweisung ist in den Flugkarten angegeben. Sie ist an jedem Ort der
Erde verschieden und variiert während des Fluges. Somit kann
der Pilot (bzw. der Navigator) die Anzeige während des Fluges
immer wieder korrigieren.

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |
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Funkkompass
Signal indicator I-82-A
Signal Corps U. S. Army
SERIEN-NR: : 4771
Datenblatt
- Durchmesser: 13 cm
- Tiefe: 9 cm
- Gewicht: 600 g |
- C -
Steckbrief: ...
Dem Internet Kompassmuseum liegen keine Informationen über
diese Firma vor. Das Museum würde eine Zusammenarbeit mit der
Fa. COLLINS begrüßen.
Steckbrief: Frank Osborne Creagh-Osborne (geb. .../ gest. ...) war ein
britischer Kapitän und Erfinder, Superintendent of Compasses
bei der britischen Admiralität. Seine Kompasstypen wurden
produziert u.a. durch H. Hughes & Son Ltd (59, Fenchurch Street
London), Dent & Co & Johnson Ltd, Sperry (siehe auch
Marschkompasse, Luftfahrtkompasse).
Er veröffentlichte 1916 ein Büchlein (52 Seiten, in
französischer Sprache vorliegend, Kopien auf Wunsch
erhältlich) über die Verwendung des Kompasses an Bord
von Flugzeugen. Er behandelte darin nicht nur das im Instrumentenbrett
eingebaute Gerät, sondern auch das vom Beobachter ggf.
benutzte Gerät, nämlich entweder am Oberschenkel oder
am Handgelenk mit einem Lederband umgebunden (s. a. ARMBAND KOMPASSE).

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |
Im
Instrumentenbrett eingebauter Kompass
 |
Beobachter-Kompass

... |
- H -
Steckbrief: Dieses Unternehmen ist mit dem
(gegenwärtig
in Hamilton Sunstrand aufgegangenen) US-amerikanischen Unternehmen
HAMILTON STANDARD COMPANY nicht verwandt. Letzteres wurde in den 20er
J. durch den
Luftfahrtpionier Thomas Foster Hamilton (28. Juli 1894 – 12
August 1969) gegründet.
Uns wurde folgende Information übermittelt (s. die
Originalversion im englischsprachigen Teil des Kompassmuseums):
'Der Hamilton HI-400 Vertical Card Compass wurde nicht von Hamilton
Standard hergestellt. Es wurde von "Ham" Hamilton erfunden der am Hobby
Airport in Houston, Texas am Anfang der 1970er Jahre tätig
war. Er betrieb dort eine kleine Reparaturwerkstatt für
Flugzeuginstrumente, die den Namen Hamilton Instruments trug. Ich
kannte "Ham" zu dieser zeit, da ich bei Associated Radio Service
Company (ebenfalls auf Hobby Airport ansäßig) als
Avioniker arbeitete. "Ham" brachte uns seinen Prototyp zur
Begutachtung. Es war einfach genial. Die Modellbezeichnung "HI-400"
steht für Hamilton Instruments-400.
Hamilton verkaufte später seine Erfindung an die Fa. Precision
Airmotive, die sich auch auf Hobby Airport befand. Diese Kompasse
werden weiterhin hergestellt, aber ich weiß nicht von wem.
Ich vermute, dass "Ham" entweder schon sehr alt oder bereits verstorben
ist.'
(Zum Vergrößern, Bild anklicken) |
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Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 60 x 50 mm.
- Gewicht: 270 g
Die Kompensation zur Korrektur
der Anzeige erfolgt über die beiden Schrauben unten an der
Frontseite:
- die linke (grün, die obere auf dem Bild unten)) für
die Ausrichtung der
Nord-Süd-Achse
- die rechte (gelb) für Ost-West.
|
- K -
Steckbrief: KEARFOTT ist ein nordamerikanisches Unternehmen, das
Fluginstrumente fertigt (mehr darüber
HIER).
Der hier gezeigte Kreiselkompass bildet einen Teil des
N-1 genannten Navigationssystems, das circa bereits 1948 entwickelt
wurde.
Dieses System erhöhte wesentlich die Genauigkeit der
Navigation
auf Langstreckenflügen, denn mit ihm konnten die vom Kreisel
gelieferten Positionsdaten um die Krümmung und
die Drehung der Erde korrigiert werden. Dadurch konnte man direkte
Flüge zwischen zwei Punkten auf der Erde entlang
eines
sogenannten Großkreises (sogenannnte
Gitternetznavigation)
durchführen.
Die Drehung der Erde bewirkt eine scheinbare Ablage von 0,5°
pro
Std. mal den Sinuswert der geografischen Breite. Um dies zu
berücksichtigen, werden die vom Kreisel gelieferten
Daten
mithilfe eines an der Frontseite des Instruments befindlichen
Potentiometers korrigiert und zwar um
einen entsprechenden Wert mit umgekehrten Vorzeichen.
Kearfott baute insgesamt ca. zehn tausend Einheiten davon für
die USAF und
die zivile Luftfahrt. Etwa 500 Anlagen sind noch heute (Juli
2009) beispielsweise in C-130
Hercules der USAF
eingebaut bzw. als Ersatzteile auf Lager verfügbar.
(Diese Daten wurden uns
freundlicherweise durch ASTRONAUTICS Corp. of America
übermittelt)
Die äußere Skala zeigt den Kurs, die
innere Skala
die
Position zw. Äquator und Nord- bzw. Südpol. Die Skala
für die
nördl. Hemisphäre ist links, die südl.
rechts.
(Zum
Vergrößern, Bild anklicken)
Kurs: 30°
Position: 76° Nord
Einstellknöpfe:
- Oben:
LATITUDE CORRECTION N-S
- Unten:
SYNCHRONIZER
|

Rückseite:
Steckverbinder und Anschlussplan
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(Zum
Vergrößern, Bild anklicken)
Funktionschema des N-1-Systems. Das (große
und schwere) ausgestellte Gerät enthält Kreisel und
Anzeigegerät. |
Datenblatt
- Abmessungen: 120 x 120 x 220 mm
- Gewicht: 4,5 kg
- Baujahr: 1950?
- Typenschild:
(Zum
Vergrößern, Bild anklicken)
|
Beschreibung: Normalerweise ist der kleine Zeiger auf der
Latitude-Skala (Breitengrade) für den Betrieb mit
automatischer Nachführung
durch das Erdmagnetfeld auf "off" gestellt. Wenn der Pilot in der
Betriebsart "free gyro" fliegt, wird der kleine Zeiger auf den
ungefähren momentan erflogenen Breitengrad eingestellt.
Dadurch
wird der Kreisel um die aus der Erddrehung resultierenden
Präzession korrigiert (die Betriebsart 'Free
Gyro' ist die
normale Betriebsart in arktischen und antarktischen Regionen).
Der Latitude-Zeiger wird durch den Navigator eingestellt und gibt keine
Positionsinformation an. Oft haben Navigatoren in der Antarktis die
falsche Erdhemisphäre gewählt (N anstatt S)
und
infolgedessen gravierende Kursabweichungen erfahren.
Der ganz kleine Zeiger (L / R Anzeige) wird von den Signalen aus der
(beispielsweise am Flügelende eingebauten) Magnetfeldsonde
angesteuert. Er bewegt sich ständig in Abhängigkeit
von
diesem Signal.
(Erläuterungen
übermittelt durch Breckinridge S. Smith - Major, USAF
ret.)
- L -
Steckbrief: Die W. LUDOLPH GmbH & Co. KG (Bremerhaven) ist ein
deutsches Unternehmen. Es produziert Schiffs- und Fluzeugkompasse
(für mehr Informationen
HIER)
klicken.
(siehe auch MARINE-Kompasse)
Am Anfang des 20. Jh. begann LUDOLPH zusätzlich mit dem Bau
von Luftfahrtkompassen. 1906 baute sie als erstes deutsches Unternehmen
Kompasse für die Zeppelin-Luftschiffe. LUDOLPH baute Kompasse
für diverse zivile und militärische Flugzeuge bis
1945 (Dornier Do X, Junkers Ju 52, Focke-Wulff
Fw 200). Nach den durch die Kriegshandlungen bedingten
Zerstörungen und der Zwangspause der Nachkriegszeit wurde die
Produktion von Luftfahrtkompassen 1959 wiederaufgenommen.
Ludolphs Dreibuchstaben-Code während des Krieges war ...?
Beispiele: Führerkompass FK 6, FK 10, FK 13 (Führer
bedeutet hier Flugzeugführer, d.h. Pilot).
|

(Fotos www.spitfirespares.com) |
Modell FK 10/32
Datenblatt
- Kompass der Junkers 52

Typenschild |
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- N -
 |
Notkompass (Hersteller unbekannt)
– Stempelaufdruck: APR 82. Die Korrektur der Anzeige erfolgt
mittels zweier Schrauben (hinter der unteren Frontplatte, auf dem Bild
nicht sichtbar): die linke für die Ausrichtung der
Nord-Süd-Achse, die rechte für Ost-West.
Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 60 x 60 mm.
- Gewicht: 240 g |
- S -
Steckbrief: Siemens Halske war ein deutsches Unternehmen, das
1847 unter der Leitung von Werner von Siemens und Johann Georg Halske
als „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens &
Halske“ in Berlin gegründet wurde.
Kurskreisel Lku4, Siemens, Baujahr 1943-1945. Dieses Gerät
wurde in den blindflugtauglichen Junkers Ju 52 und Ju 88 verwendet.
Das Bild in der Mitte zeigt die Führerkanzel der Ju 88. Der
Lku4 befindet sich in der Mitte des Instrumentenbretts, oben.
Auszug aus der Siemens-Gerätevorschrift "D.(Luft)T.5404",
Ausgabe Januar 1943: "Die obere Skala ist die Kursgeberrose; an ihr
wird der gewünschte Kurs (Sollkurs) durch den von einem
Richtungsgeber gesteuerten Kursmotor eingestellt. Die untere Rose ist
die mit dem Kreiselsystem verbundene Kursrose."

(Bild anklicken: Großaufnahme von Front- und
Rückseite) |

Einbauort in der Instrumentafel der
Junkers Ju 88
(Zum
Vergrößern, Bild anklicken)
|

Datenblatt (Original, März 1940)
- Abmessungen: 160 x 130 x 120 mm
- Gewicht: 2,6 kg. |
- V -
Steckbrief: Französisches Unternehmen (mehr Informationen
HIER).
Das Museum würde eine Zusammenarbeit mit dieser Firma bzw.
ihrem Nachfolger begrüßen.
In einem Handbuch für Kompasse mit
senkrecht
stehender Rose (rose verticale) aus dem Jahr (?) geht hervor,
dass VION solche Instrument in drei verschiedenen Varianten baute :
- Type V.31 (60 mm Durchm.) für Kamfflugzeuge, bzw.
T.31 für Sportmaschinen,
- Typ Q.S.C.V.29 (85 mm Durchm.) für
Aufklärungsflugzeuge und Bomber sowie für Post- und
Linienflugfeuge mittlerer Größe
- Type G.N.R.V.30 (120 mm Durchm.) für große Linien-
und Transportflugzeuge und schwere Bomber.

Flugzeugkompass - Modellbezeichnungen und Datum unbekannt
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |

|
Datenblatt
- Durchmesser: 105 mm
- Höhe: 60 mm
- Gesamtabm.:155 mm (Durchm.) x 100 mm hoch.
- Gewicht: ca. 1,3 kg
- Markierungen: VION PARIS et AÉRONAUTIQUE MILITAIRE
|

Flugzeugkompass-Patent aus dem Jahr 1928
Bild oben anklicken zum Vergrößern bzw. rechts
pdf-Dateien der einzelnen Abbildungen aufrufen. |
Patent - Abbildungen (pdf Dateien)
Abb. 1
Abb. 2
Abb. 4
Abb. 3 & 6
|
VION-HANDBUCH
für Kompasse mit zylindrisher vertikaler ROSE
 |
Typ T.31

Abb.: Auszug aus der Dienstvorschrift (Quelle www.aeroarchives.org -
zum Vergrößern, Bilder anklicken) |
Typ V.31

|
Datenblatt
Einzelteile
 |
Typ Q.S.C.V. 29

(zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |
Typ G.N.R.V. 30
(G.N.R.V.: Grande Navigation Rose Verticale)

|
Datenblatt
Teilung: 360 Grad, linksdrehend
Abb.: Auszug aus der Dienstvorschrift (www.aeroarchives.org) |
Typ F 37 B

(zum
Vergrößern Bilder anklicken) |
Seitenansicht
 |
Datenblatt
Markierung: Aéronautique militaire
(Fotos MOGLIA -
Privatsammlung) |
Typ QSC 27

|

|
Datenblatt
Ansicht von unten: die Kompensationsmagnete

(Fotos Houcke -
Privatsamml.) |
Typ
PBA 60

Bild anklicken: Ansicht der Vorderseite ohne die
Abdeckplatte |
Seitenansicht

(Fotos
bieber231 - Privatsamml.) |
Datenblatt
Teilung: ... |
Typ H.A. 83
 |
Existierte auch
in einer 82 mm Durchmesser Version.
|
Datenblatt
Die Zahl 83 steht für den Durchmesser in Millimetern
(Foto Jaypee -
Privatsammlung) |