MARSCHKOMPASSE (Forts.)

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- S -

SCHLACHT

Steckbrief: Fernando SCHLACHT (wohnhaft via Farneli, 10 in Mailand, Italien) ließ sich 1938 und 1940 zwei Erfindungen patentieren, auf deren Basis dieser Kompass gebaut wurde. Ihm zugrunde liegt auch ein von WINTERER patentierter und in Italien geläufiger Kompasstyp (s. Geologen- und Artillerie-Kompasse).






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Fotos Lisa Chappa
Zahlen 1-0: Im Patent werden diese Symbole wie folgt beschrieben: segni per le segnalasioni agli aerei, d.h. für Zeichen an die Piloten von Flugzeugen, beispielsweise mit Steinen am Boden. Einige Symbole sind mit römischen Ziffern identisch (4 = IV, 5 = V).

Markierungen: Brevettato (patentiert auf Italienisch) und die Nummern 365749 & 383624.

(Kopien der Patente auf Wunsch erhältlich)



Unterseite: Morse-Alphabet (spezielle Version mit Zeichen für akzentuierte Vokale sowie für ´N und CH).

Datenblatt
- Abmessungen: 106 x 50 mm
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend, Himmelsrichtungen auf Englisch
- Kimme: doppelt, kippt in Längsrichtung
- Nadel-Feststellung: durch hebel beim Schließen
- Roter Punkt an der Seite: Querschieber mit unbekannter Funktion

SECRETAN

Steckbrief: ehemaliges französisches Unternehmen (für mehr Information HIER klicken).
Es fertigte mit anderen Firmen den Modèle 1922 genannten Kompasstyp.
Siehe auch Geologen- und Artillerie-Kompasse.



Kennzeichnung von Magnetisch Nord mit radiumhaltiger Farbe (s. a. das Modèle 1922 von CRC).


Datenblatt
- Abmessungen und Gewicht: s. Modèle 1922
- Teilung: 400 gon, rechtsdrehend
- Serien-Nr.: 1644
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SHORT & MASON

Steckbrief: früheres britisches Unternehmen (mehr Informationen HIER).
S & M vertrieb zusammen mit der US-Firma Taylor (Name des Jointventures TYCOS) Verner-Typ-Kompasse


(Foto G. Perry)
Marschkompass Typ Verner's Mk VII mit manuellem Feststellen der Rose.  Vgl. mit dem French Ltd Kompass Typ Verner Mk VIII, dessen Deckel mit einem Hebel ausgerüstet ist, der das Feststellmechanismus beim Schließen automatisch aktiviert.
(Ein Faksimile der Original-Gebrauchsanweisung kann bestellt werden - Bild: HIER klicken).
Datenblatt
- Durchmesser: 54 mm
- Höhe: 21 mm
- Gewicht: 150 g
- Material (Kompassrose): Aluminium
- Datum: 1915


Das bekannteste Modell war vermutlich THE MAGNAPOLE, wovon es anscheinend mehrere Versionen gegeben hat: mit feststehendem und mit drehbarem Glas, mit großem Ring für den Daumen sowie mit Prisma (als Marschkompass). Das Patent (Nr. 22.598) wurde 1914 von Francis Edward Collinson, Manufacturer und Short & Mason Ltd, beide von Aneroid Works, Mac- Donald Road, Walthamstow, London N.E. angemeldet. Vgl. mit dem REFLECTOR-Modell.
Der Modellname MAGNAPOLE wurde ebenfalls für einen Taschenkompass im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem nordamerikanischen Hersteller TAYLOR verwendet.



Bezügl. der umlaufenden schwarzen Zackenlinie siehe Major LEGHs Kompass.
THE MAGNAPOLE



Urversion vor der Patenterteilung:
Patent applied for
.
Kreisförmige Gravur auf der Unterseite:
SHORT & MASON Ltd
MAKERS
LONDON.
Datenblatt
- Durchmesser: 50 mm
- Höhe: 20 mm
- Gewicht: 140 g
- Tragetasche: Leder
- Teilung (auf der Rose und am Marschrichtungs-Zifferblatt im Deckel) : 360 Grad, rechtsdrehend.
Der Modellname auf dem Deckel:



Die Abb. gemäß dem Patent:
(Zum Vergrößern, Bild anklicken):



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SILVA

Steckbrief: Schwedisches Unternehmen (mehr Informationen HIER). SILVA hat 1990 SISTECO übernommen (s. weiter u.) und baut weiterhin das Modell IV. Siehe auch Armband- und Ansteckkompasse. 
SILVA hat außerdem zwei Filme produziert, der eine über den Umgang mit Karte und kompass, der andere über die neue Sportart Orientierungslauf.

Typ 6 -  400
Datenblatt
Einfacher Kompass für den Orientierungslauf. Hersteller: A.B. BRÖDERNA KJELLSTRÖM (Gebrüder Kjellström A.G.)
- Abmessungen
. Anlegekanten: 90 mm und 35 mm
. Kompassdurchm.: 50 mm
- Reste schwarzer Farbe
- Teilung (Rücks.): 400 gon



   
Das Nachfolgemodell mit durchsichtiger Grundplatte hieß Typ 3 - 400:

Modell II-S (1933)

(vgl. mit den LYTH und NIFE-Vorläufern)



Die einzige bekannte Gebrauchsanweisung ist eine vierseitige maschinen-geschriebene französische Fassung mit eingeklebten Bildern.
Datenblatt
- Abm.: 70 x 68 x 20 mm
- Gewicht: 215 g
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend
- Serien-Nr.: 2094
- Himmelsrichtungen auf Dänisch bzw. Norwegisch (V-O)

Dieses Modell wurde bis in die 1960er J. angeboten (s. nachst. Katalog):

"Armékompass" Modell 1939*
(Nach dem 2. WK  Typ 15 Ranger genannt)


Datenblatt
- Abm.: 100 x 64 x 20 mm
- Gewicht: 130 g
- Teilung: 6300 Strich, rechtsdrehend plus 400 gon-Skala an der Unterseite
- Serien-Nr.: 20089 
Unterseite und Detailansicht der 6300er Teilung:

  

- Gravur an der Unterseite der Kompassdose: 8/53 (Fertigungsmonat und -jahr?)
- Himmelsrichtungen in schwedischer Sprache (N-Ö-S-V): s. "VERSCHIEDENES / Himmelsrichtungen"
- Parallele Linien in 5 mm-Abstand auf der N-S-Achse: 0-10 (nur die Ziffern 3, 5, 7 und 9): 50mm Gesamtbreite
* Anm.: Der Begriff Armékompass ist die Bezeichnung in schwedischer Sprache

Schweden verwendete für die militärkompasse bis vor Kurzem eine Teilung mit 6300 Strich (streck auf Schwedisch).

Die Vermessungseinheiten der schwedischen Artillerie verwenden Theodoliten mit gon-Teilung, während die vorgeschobenen Artilleriebeobachter und die Gefechtsbatterien die schwedische streck-Teilung (6300 Strich) verwenden.
(Quelle: Herr Håkan Sahlin, Major a.D.)


Modell EXPEDITION Type 4-54
in der Version der britischen Streitkräfte

Datenblatt
- Selbstleuchtende Markierungen (Marschrichtung und Nadelnordspitze) aus Tritiumhaltiger Farbe (³H)
- Abmessungen: 124 x 60 x 10 mm
- Teilung: 6400 Strich, rechtsdrehend
- NATO-Versorgungs-Nr. (NSN): W 10/6605-99-529-3731)
- Drei Planzeiger, davon einer für die britischen Militärkarten (1:63360), 1 Zoll = 1 Meile.
 
Bild oben rechts:
das Logo der US Girl Scouts


Modell Type 5 SILVA Jr. der US Pfadfinderinnen (Girl Scouts, GS9)

S.a. Pfadfinder sowie (unter Taschenkomp./ Kompass Unterricht.) ein Lernspiel für Anfänger

Datenblatt
- Abm.: 76 x 50 x 14 mm
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend,
Das Buch von SILVA-Gründer Björn Kjellström Be an Expert with Map and Compass (1955) enthielt auch einen Übungskompass* und eine Karte des Nationalparks von Adirondack (N.Y.) mit dem Pfadfinder-Camp am Ufer von Lake George.
* s.a. LENSATIC sowie Karte und Kompass

   

Bild links anklicken: Foto von Übungskompass und Karte - Rechts: Werbeblatt für das Buch


Das 1. von SILVA U.S.A. (gegr. 1948) gebaute Modell war Type 2 Voyager* (1950er Katalog). Es war 'Reg. Pat. Off.' (Registered U.S. Patent Office) markiert. 1975 wurde das U.S. Patent Office in U.S. Patent and Trademark Office umbenannt.

* Der gleiche Kompass wird Typ 7 in der schwedischen Version bezeichnet.


1958er Katalog von
SILVA Inc. Laporte, IND (USA)
 
In diesem Katalog erscheint auch das berühmte Modell von RECTA hier Type 25 Prospector genannt.
 
Anm.: Im Buch von 1955 hieß das Modell Type 15 noch Ranger und das Explorer genannte Modell war quasi identisch mit Type 2.
Ein sechseckiger Kompass mit der Bezeichnung Type 21 Pioneer wurde in (?) kreiert, aber er bot keinen technischen Vorteil. Im Gegenteil, seine undurchsichtige Aluminium- Grundplatte ist ein Nachteil.  
Werbung und Anleitung
(Für Einzeilheiten, Bilder anklicken)
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SINCLAIR

Steckbrief:  James A. SINCLAIR (& Co. Ltd) (Foto Graces Guide) war ein britischer Hersteller von Fotoausrüstung (u. a. die Kamera Tropical Una). Er ist außerdem für sein Handbuch der Fotographie und viele Landschaftsbilder bekannt geworden. Kompasse mit der Herstellerbezeichnung SINCLAIR HAYMARKET LONDON wurden jedoch von Kompassfabrikanten hergestellt. Er starb 1940.

Das nachstehend beschriebene Instrument wurde vermutlich speziell für SINCLAIR durch F. Barker & Son gefertigt, da es in keinem Barker-Katalog erscheint. Es handelt sich um ein Übergangsmodell zwischen dem Verner-Muster und dem kleineren erfolgreichen Mark III-Modell. Es zeichnet sich aus durch eine zweifache Verglasung des Deckels aus, wovon die obere Scheibe eine Marschrichtungslinie aus Radiumhaltiger Farbe aufweist und um +/- 90° verdreht werden kann einerseits, sowie durch eine Kompassrose mit durchsichtigem Rand gemäß Barker-Patent Nr. 29677 aus dem J. 1910 (s. a. Steward). Seine ungewöhnliche Größe und das resultierende hohe Gewicht waren vermutlich der Grund für den wirschaftlichen Misserfolg.
S. a. Taschenkompasse.




(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)


(Foto N. Godridge)
Datenblatt
- Abm. (Durchm.): 75 mm
- Gewicht: 450 g
- Kompassrose: durchsichtiger Rand (Barker-Patent)
- Teilung: 360°
- Markierungen an der Rückseite: s. Bild links.

Vgl. mit den anderen Produkten von BARKER.

SINGER

Erfinder eines berühmten Windrosentyps (mehr über ihn HIER).
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SIRS Navigation Ltd

Steckbrief: Britischer Kompasshersteller (www.sirs.co.uk).
Das von SIRS gefertigte Modell G150 (s. Stanley weiter unten) trägt ein Typenschild wie das rechts abgebildete Muster.

SISTECO

Steckbrief: SISTECO Ltd war ein finnisches Unternehmen, das ein früheren Leiter von SUUNTO gegründet hatte. Es wurde 1990 von SILVA übernommen. SISTECO baute u.a. diesen militärischen Marschkompass (ähnlich dem Typ M-71 von Barker, vgl. mit Glauser) und den SILVA weiterhin unter der Bezeichhnung Mark IV produziert. S.a. den Marine-Peilkompass SIGHT MASTER.



Die M-71 ähnliche Scheibe

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
 Datenblatt
- Abmessungen (Durchm. x Höhe): 60 x 34 mm
- Gewicht: 200 g
- Scheibe: Perlmutt
- Teilung: 60oo Strich (sowj. System)
- Beleuchtung: Tritium (unter dem Prisma und in Visierrichtung unter dem Teilungsring)
- Gehäuse: Kunststoff (Polykarbonat)
- Unterschrift des Hersteller unter dem Prisma (Foto rechts)
Tragetasche: Kunstleder, militärisch grün-grau
(Foto: Link anklicken)

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ŠP

Steckbrief: (Abkürzung / Firmenname noch ungeklärt) Ehem. tschechoslowakisches Unternehmen, das in den 30er-40er Jahren Kompasse vom Typ Bézard produzierte. Vergl. mit dem baugleichen Kompass mit dem Firmenlogo der Fa. MEOPTA, die möglicherweise ŠP übernahm.
Anscheinend besteht der einzige Unterschied (außer dem Logo am Boden) in der Ausführung des Marschrichtungspfeils, der beim MEOPTA-Modell außen erhaben ist (tiefgezogen).

Bézard-typische Magnetnadel mit leuchtendem Punkt bei Süd und Kreis am Glas.


Detailansichten: Bilder anklicken
Das Armee-Modell weist auf beiden Seiten des Deckels zusätzlich zum eingravierten Marschrichtungs-Pfeil das Wort SMĚR (Direktion/Richtung) auf. Außerdem außen eingraviert: eine Serien-Nr (?) 286 und die Armee-Einheit 10 / 32 jeweils zur Hälfte seitl. des Wappens (springender Löwe in einer Raute) der tschechoslowakischen Streitkräfte geschrieben.

Datenblatt
-Teilung: 64oo Strich rechtsdrehend.
- Anschlag für richtige Deckelposition wenn geöffnet: Zylinderkopfschraube.
- Anlegekante: 50 mm
- Gewicht: 70 g
- Der Spiegel kann mittels eines ausgestanzten Federblatts in einem Winkel von 45 Grad arretiert werden.

Detailansicht des Zifferblatts: Bild r. anklicken
Datenblatt
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend
- Anlegekante: 50 mm
- Gewicht: 70 g
- Der Pfeil besteht aus einem Abziehbild, jedoch außen diskreter als innen (wegen Sichtschutz?)
- Der Spiegel kann mittels eines ausgestanzten Federblatts in einem Winkel von 45 Grad arretiert werden.
- Herstellerlogo: die Buchstaben Šp übereinander gelegt.
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SPERRY

Steckbrief:  Elmer Ambrose Sperry (12. Okt. 1860 – 16. Juni 1930, s. Wikipedia) war ein U.S. Erfinder und Unternehmer. Er wird als Miterfinder des Kreiselkompasses betrachtet. Er fertigte Marschkompass-Versionen von Creagh-Osborne.

Spiegelkompass

Der Spiegelkompass wurde von ... in ... (?) erfunden. Spiegelkompasse weisen gewöhnlich wie die Prismenkompasse eine doppelte Teilung auf der Kompassrose auf: die eine kann mit bloßem Auge von oben gelesen werden, während die andere in Spiegelschrift gedruckt ist und in dem im Deckel eingebrachten Spiegel gelesen wird.

Beispiele von Spiegelkompassen in unserem Museum:
- Geologen- und Artilleriekompasse: Breithaupt, Brunton, FPM, Rossignol, Winterer...
- Marschkompasse: Bézard, Busch, Cruchon & Emons, Doignon, Plan, RECTA, SILVA, "S" (C. Stockert) ...

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STANLEY

Steckbrief: Früheres britisches Unternehmen (mehr darüber HIER).
 Abb. rechts: Werbeprospekt (Auszug)
Modell G150
Die Produktion dieses in den frühen 1970er J. entwickelten Kompasstyps wurde nach 15 J. Pause ab 1999 von SIRS NAVIGATION Ltd. (s. o.) übernommen. Die Produktion ist inzwischen wieder eingestellt. 
Dieser Kompasstyp ist sehr berühmt: er wurde von den britischen Truppen während des Falklandkrieges (1982) und des ersten Golfkriegs (Desert Storm, 1990-91) eingesetzt.

Vorserienmodell G150



Fotos G. Ralph
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)



Außen am Gehäuse: Himmelsrichtungen wie beim F. Barker & Son Modell Mk III
(s. T.G. Co. Ltd London)
Datenblatt
- Abmessungen: 88 x 58 x 35 mm (s. a.
- Gewicht: < 250 g
- Kompassrose: Perlmutt
- Teilung: 6400 Strich
- Beleuchtung: Radium?
- Prägung an der Rückseite: Herstellername
- Fertigung Mitte 1970er J. ?







Serienmodell G150

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)


Datenblatt
- Abmessungen: 88 x 58 x 35 mm (s. a.
- Gewicht: < 250 g
- Kompassrose: Perlmutt
- Teilung: 6400 Strich
- Prägung an der Rückseite:
Serien-Nr., Hersteller und Nato-Vers.-Nr.
(mehr Details HIER)

Dieses Instrument wurde möglicherweise auch under dem Namen DOMINION verkauft.

Vgl. mit den BARKER-Modellen
 

Foto www.trademarkondon.com 
(Zum Vergrößern, Bild anklicken)
Modell  L1A1

Dieser Kompasstyp wurde nur einen Monat lang in den 1980er J. gefertigt. Es ist etwas kleiner und leichter als das Modell G150. Er war mit Undichtigkeits- problemen behaftet, die mit einem Rechtstreit mit Barker zusammenhängen (lesen Sie die ganze Geschichte HIER).

Datenblatt
- Abmessungen:
. Max. Länge (nur Gehäuse): 88 mm
. Max. Breite: 62 mm
. Max. Höhe: 38 mm
- Gewicht: ca. 200 g
- Material: Messinggehäuse, Aluminiumring, Perlmuttzifferblatt, Zifferblattdrehspitze aus Kunststoff.
- Teilung: 6400 Strich
- NSN:  6605-99-531-2510

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STEIN, Carl von

Steckbrief: Ehemaliges deutsches Unternehmen mit Sitz in der ehemaligen Böcklinstr. 2 (heute Lommelstr.) in München-Solln. Der Firmenname "Carl von Stein, Moment-Apparate" erscheint auf der Gebrauchsanweisung. Die Firma war 1937/38 (?) durch Carls Ehefrau Erika von Stein-Liebenstein zu Barchfeld gegründet worden. In den Adresslisten (Telefonbüchern) Münchens für das Jahr 1942 steht "Stein, Carl von, (HR), Meßgeräte u. elektr.techn. Apparate". Die Abkürzung HR (Handelsregister) weist darauf hin, dass das Unternehmen eingetragen war. Während des ersten Luftangriffs auf München am 19.9.1942 fiel eine Lufttmine punktgenau auf das Haus Nr. 1, die dem Industrieunternehmer Rodenstock (Optik) gehörte. Die Fa. von STEIN verschwindet aus den Telefonbüchern ab dem folgenden Jahr, was vermuten lässt, dass das gegenüberstehende Haus  Nr. 2 (und seine Bewohner?) ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Das einzige bekannte Modell ist dieser TYP 39 genannte Kompass (vermutl. weil 1939 entwickelt), der erstaunlicherweise aus einem kleinen Aluminium-Taschenkompass und einem größeren Bakelit-Gehäuse besteht.sa


Datenblatt
- Kompass-Durchmesser: 35 mm
- Gehäuseabmessungen: 80 x 80 x 21 mm
- Gewicht: 95 g
- Anlegekante mit Lineal: 70 mm
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend im Kompass und am Marschrichtungsring
- Der Kompass ist mittels zweier Laschen an der durchsichtigen Grundplatte befestigt.
- Gebrauchsanweisung (Fotokopien können bestellt werden).
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STEWARD

Steckbrief: J. H. Steward war ein englischer Hersteller (mehr Informationen HIER). Einige der hier abgebildeten Kompasse wurden vielleicht von Fr. Barker & Son konzipiert und/oder gefertigt (s. a. Armband-, Geologen-, Marsch- und Taschenkompasse).
Abbildungen:
- 1. Reihe: Früher Verner Mark III - Vorgänger des prismatischen Modells (Mk IV: s. Newton).
- 2. Reihe: Für den Nachteinsatz modernisierte Version des Verner Mk VII systems mit einer speziellen Kompassrose. Das zentrale Bild ist ein Muster, das Barker unter dem Namen Royal Geographical Society eintragen lassen wollte. Dies wurde jedoch zweimal abgelehnt und Barker verwendete in seinen Katalogen von 1906 bis 1926 die Abkürzung R.G.S. für die Reg. Nr. 416645 ohne weitere Erläuterung* (andere Beispiele unter BARKER).
Der Rand der Kompassrose ist aus transparentem Material (Glimmer) gemacht (s. a. MORDAN). Unter der Linse des Prismas befindet sich im Gehäuse eine runde Fassung für radiumhaltige Farbe. Dadurch konnte der Winkelwert auch in der Dunkelheit gelesen werden. Am Gehäusedeckel ist zusätzlich zum üblichen Glas mit der vertikalen eingeritzten Visierlinie eine zweite, um 90° drehbare Glasscheibe eingebaut mit einem Marschrichtungsstrich aus radiumhaltiger Farbe (Barker-Patent Nr. 29.677 v. 21. Dez. 1910).  
* Quelle www.trademarklondon.com (alles über Barker auf CD-Rom erhältlich -  500 S.)
- 3. Reihe: (Div. Muster) Singer und Service Pattern, Standard Mark III Kompass (2. Weltkrieg)




Muster: vgl. mit YEATES
Verner Compass Mk III



Fotos Bob Thacker
(Zum Vergrößern Bilder anklicken)

Datenblatt
- Abmessungen: ....mm
- Herstellungsdatum: 1897




(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)


Datenblatt
- Abmessungen
. Durchmesser: 53 mm
. Höhe: 23 mm
- Gewicht: 150 g
- Serien-Nr. 11
- Markierung an der Rückseite: A.H.S.
- Kompassscheibe: Aluminum und Glimmer
- Ledertasche mit Gürtelschlaufe:


Modell Cbynite mit SINGER-Typ Kompassrose und Radium-Marken (1910)

(Foto. N. Godridge)
S. a. Taylors Modell Ceebynite

Datenblatt
- Mark III: s. T.G. Co.Ltd
- Service Pattern: s. YEATES
- Singer's pattern

Modell Service Pattern
(Fotos oben und rechts N. Godridge)

Zum Vergrößern, Bild anklicken

Modell MARK III mit Tasche

Schenkung von Arbert ZUUR
(www.heaterso.com)

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STOCKER & YALE (SandY)

Steckbrief: U.S. Unternehmen, Hersteller u.v.a. des Linsenkompass-Typs M-1950.

"S" - C. STOCKERT & Sohn

Steckbrief: Deutsches Unternehmen (mehr Informationen HIER und auf der firmeneigenen Website).
S. a. Taschenkompasse.
Die Kompassrose war wie damals üblich (1930er-40er J., siehe BUSCH JUNGENDIENST-KOMPASS) ursprünglich weiß wit schwarzen Teilstrichen und Himmelsrichtungen. Später kehrte die Firma die Darstellung um: weiße Marken auf schwarzem Grund.
Es gab vor dem 2. Weltkrieg 4 verschiedene Modelle : Marsch- bzw. Touristen-, Jugendkompass, Pfadfinder und Kommit.
In den 1960er J. bestand eine enge Zusammenarbeit mit den beiden anderen Kompassherstellern aus der unmittelbaren Nachbarschaft (Fürth und Nürnberg) und die Kataloge von C. Stockert, PASTO und Wilkie waren vergleichbar in bezug auf Aufmachung und Inhalt.

Der TOURISTEN-KOMPASS unterscheidet sich vom MARSCH-KOMPASS dadurch, dass der Deckel genauso geformt ist wie das Kompassgehäuse (mit schräger Kante) und an der linken Seite eine Verlängerung der Anlegekante besitzt (Gesamtlänge 10 cm).
An der rechten Seite des Kompassgehäuses befindet sich bei beiden Modellen ein farblich nicht hervorgehobenes aber erhabenes 60 mm langes Lineal.



Modell "Pfadfinder"



Rückseite des Pfadfinder-Kompasses. Er unterschied sich vom "Jungendienst-Kompass" der Firma BUSCH dadurch, dass er einen (DBGM-geschützten) Daumenhaltering besaß, der beim hochklappen, den Deckel entriegelte (Patent-Nr. 476998 / 1954).

(siehe Bedienungsanweisung).

Das Logo der Fa. C. Stockert und Sohn ist der in einem länglichen Sechseck eingeschriebene Buchstabe S

Datenblatt
- Gehäuse: Bakelit
- Deckel: Messing
- Ring: Nickel
- Abmessungen: 60 x 55 x 18 mm
- Gewicht: 72 g
Vom Marschkompass (MKo) sind zwei Versionen bekannt: die ältere mit nur 50 mm Anlegekante und weißem Teilkreis (s. nächste Reihe) und die spätere mit schwarzem Teilkreis und 100 mm Anlegekante:

Der Marschkompass war der offizielle Kompass der Jugendorganisationen wie die Hitler- Jugend.  Bild eines Pimpfes beim Anpeilen mit einem Marschkompass: HIER klicken.

Unten: das Modell "Touristen*-Kompass"
(spätere Version mit schwarzem Zifferblatt und verzinktem Deckblech)


* Siehe damalige Definition des Wortes in
VERSCHIEDENES / Terminologie

Peilen mit dem Marschkompass

 

Abb. der 1. Version (s.u.) im Prospekt


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Der Ausklapphebel zum Festhalten.

Bild unten: Patent aus dem Jahr 1938
(Bild anklicken zum Aufruf der pdf-Datei)




Datenblatt
- Patent 659518 (1938)
- Abmessungen: 60 x 55 x 20 mm
- Gehäuse: Bakelit
- Deckblech: Aluminium bzw. Zink
- Gewicht: 60 g (Marschkompass)
bzw. 78 g (Touristenkompass)
Die erste Version des  "Marsch- Kompasses" mit rotbemaltem Südteil der Magnetnadel und Lünette aus Messing (s. Abb. oben Mitte : Metallanfaßring). Der Spiegel hatte noch keinen vertikalen Durchbruch (vgl. BUSCH) und das Gehäuse keinen Ausklapphebel.
 


Detailansicht des Teilungsrings und der Nadel



(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Die Magn.-Nord-Marke (Missweisung) bestand aus einem separaten, seitlich befestigten Stift bei der Urversion aber aus einer scharfen Spitze, die Teil des Teilungsrings war, bei der späteren. Version.

   
Deckeloberseite des "Marsch-Kompass"


Deckeloberseite des "Touristen-Kompass"

Bedienungsanweisung der Kompasse Pfadfinder-, Marsch- und Touristen-Kompass


Modell "Marsch-Kompass Jugend"
Frühe Ausführung mit links drehender Teilung


Den Jugend-Kompass gab es in vier Varianten: mit oder ohne Spiegel, mit/ohne Marken aus radiumhaltiger Leuchtfarbe (unten r.).

   

Späte Ausführung mit rechtsdrehender Teilung. Einfaches Modell ohne Spiegel. Die Magnetnadel wurde mit einem kleinen Hebel per Hand festgestellt, während dies bei der Spiegelversion durch das Schließen des Spiegels erfolgte.






Der Text der Schachtel vom Jugend- Kompass lautete bis zum Ende des 2. Weltkrieges zunächst "Das Marschieren..." (Bild anklicken: die frühere Schachtel)

Datenblatt
- Abmessungen: 50 x 50 x 13 mm
- Gehäuse: Bakelit
- Deckblech: Aluminium
- Gewicht: 24 g
Der erste KOMMIT-Kompass  
Diese Deckelform ist auch an einem PASTO-Kompass zu sehen



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Datenblatt
Trockenkompass mit Haltehebel

- Abmessungen: 80 x 58 x 18 mm
- Gehäuse: Bakelit
- Deckel: Metall, außen und um den Spiegel herum schwarz lackiert
- Gewicht: 65 g
- Anlegekanten: 60 mm und 2 Zoll
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend, schwarze Ziffern und 6400 Strich linksdrehend, rote Ziffern, Himmelsrichtungen in rot.

Modell KOMMIT in moderner Ausführung

Dieser Kompass trägt zwar keinen Herstellernamen und kein Logo, aber die Bezeichnung Kommit deutet auf C. Stockert & Sohn.


Die Fluid-Kapsel und die Form der Magnetnadel deuten auf eine Zusammenarbeit mit WILKIE (s. a. übernächste Reihe).
Datenblatt
Flüssigkeitsgedämpfte Ausführung des KOMMIT und des Pfadfinder-Modells mit automatischer Spiegelentriegelung mittels Tragring. Ausklappbarer Haltehebel

- Abmessungen: 80 x 58 x 18 mm
- Gehäuse: Bakelit
- Spiegel: Metall
- Gewicht: 65 g
- Anlegekanten: 60 mm und 2 Zoll
- Teilung: 6400 Strich rechtsdrehend

Vermutl. späte 60er J.


Versionen mit trockener und mit Fluidkapsel
Dieser Kompass trägt gleichzeitig an der Rückseite die Angaben D.R.P. und D.B.G.M. (siehe VERSCHIEDENES/ Terminologie/ Abk.), was auf ein Fertigungsdatum in den späten 50er oder frühen 60er Jahren hinweist. Das S-Logo ist auf der flüssigkeitsgedämpften Version nicht vorhanden.
Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 60 x 22 mm
- Gehäuse: Kunststoff
- Spiegel: Metall, Rückseite Zink gehämmert
- Gewicht: 77 g
- Anlegekanten: 50 mm und 2 Zoll
- Teilung: 6400 Strich rechtsdrehend


Es gab ferner eine größere Version (Breite: 65 mm; Anlegekante aufgeklappt: 130 mm). Die vermutlich ältere Version besaß eine trockene Magnetnadelkapsel in einem Bakelitgehäuse (Teilung: 6400 Strich, linksdrehend). Die Außenflächen waren diamantförmig geriffelt und die einzigen externen Markierungen waren ein kleines Logo (S in einer gestreckten Raute über der Anlenkung des Halterings) und die Abk. DRP auf der gegenüberliegenden Seite. Die modernere Version hatte eine vermutl. von WILKIE gelieferte, rote flüssigkeitsgedämpfte Magnetnadel (Teilung: 6400 Strich, rechtsdr.) in einem Leichtmetall-Gehäuse mit grauer "gehämmerter" Lackierung.




(Fotos oben Jaypee - Privatsammlung)

Größenvergleich
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TTTYPИCT-2 (TOURIST-2 )
Eine russische zivile Version (360°) wurde ebenfalls in der UdSSR vermutlich als Lizenzbau in den 1950er J. unter der Bezeichnung TOURIST-2 produziert. Der Herstelle ist unbekannt. Sein Logo stellt eine Raute dar, in der der Buchstabe П (P) innerhalb des Buchstaben Э (Ä) eingeschrieben ist. Der Preis (3 Rubel) war in der Bakelitmasse des Gehäuses an der Rückseite angegeben. Eine Version davon wurde anlässlich der Olympischen Spiele in Moskau 1980 mit dem Logo der Spiele gefertigt. Er wurde in einer Plasteschachtel (Link anklicken: Foto) mit der Abbildung einer Windrose und dem Name der Stadt Moskau auf Russisch (MOCKBA).

 


 

Die Rückseite mit Logo (vergrößert. r.)
und Preis 3 Rubel (links, unten)
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SUPERIOR MAGNETO Corp.

Steckbrief - Ehemaliges US-Unternehmen, Long Island (L.I.) City, New York - (Mehr Informationen HIER  - in Vorbereitung)
Linsenkompass Modell M-1938 (siehe auch Armbandkompasse).



(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Datenblatt
- Abmessungen: 72 x 55 x 20 mm
- Gewicht: 80 g
- Teilung: 360°
- Vgl. mit der Version von GURLEY

SÜSS NÁNDOR

Siehe MOM
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- T -

TELEOPTIK

Steckbrief: Ehemaliges jugoslawisches Unternehmen (für mehr Information HIER klicken).
Die Volksarmee Jugoslawiens verwendete zuerst Kompasse, die den deutschen Gefangenen abgenommen worden waren. Teleoptik entwickelte später eigene Modelle. Die Bezeichnung dieser beiden Kompasse bezieht sich auf das Jahr ihrer Indienststellung, jeweils 1949 für das Modell M.49 bzw. 1953 für das Modell M-53.

Uns liegen die Handbücher (in serbokroatischer Sprache) vor:
- M.49: militärische Fassung
- M-53: militärische und zivile Fassung.
Kopien können bestellt werden (siehe BOUTIQUE).

Modell M.49



Die Skalen beiderseits des Visierschlitzes im Deckel (Mesni ugao) dienen der Entfernungsmessung: Bei der rechten Skala mußte der Beobachter einen Abstand von 50 cm zwischen Auge und Kompass einhalten. Bei der linken Skala beträgt der Abstand zwischen Auge und Kompass 25 cm.

(Zum Vergrößern, Bild anklicken)


Datenblatt
- Durchmesser: 60 mm
- Höhe: 20 mm
- Gewicht: 100 g
- Teilung: 6400 Strich

Kompassrose (s. Verschiedenes/ Himmelsrichtungen, Serbokroatisch)

Modell PO-52


Rechenformeln an der Rückseite
Datenblatt
- Durchm.: wie oben
- Teilung: 6400 Mils
- Zifferblatt: wie oben, mit zusätzl. einem Pfeil aus Leuchtfarbe auf dem Deckglas der Lünette
- Kein Spiegel
Modell M-53






(Skizze aus dem Handbuch der jugoslawischen Armee)

Ermittlung der höhenlage eines Ziels über der Horizontalen

Dem Bézard-Modell nicht unähnlicher Kompass jedoch mit einer ganz besonderen Funktion: mit ihm können Entfernungen bzw. Abstände gemessen werden. Dazu dienen die am Deckel neben den Visierschlitzen angebrachten Strich-Skalierungen (S+ 0-150 bzw. S- 0-150, d.h. 0 bis 1500 Strich. Hierzu muss ein Abstand von 25 cm zwischen Auge und Kompass eingehalten werden. Zu diesem Zweck ist in der Tragkordel ein Knoten angebracht. Der abgelesene Skalenwert ergibt die Entfernung nach der Artillerie-Formel „ein Strich = 1 m in 1 km Entfernung“. Beispiel: geschätzte oder bekannte Breite bzw. Höhe eines Objekts in Metern geteilt durch die Strichzahl = Entfernung in Kilometern.
Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 63 x 16 mm
- Gewicht: 130 g

Das Kompassgehäuse besitzt an zwei Seiten je ein 70 mm Millimeter langes Lineal jedoch ohne Ziffern. An der Unterseite befindet sich ein weiteres Lineal (60 mm). Die Lünette weist eine 6400 Strich Teilung auf, aber der gemessene Winkel kann auch an der Unterseite auf der 360 Grad-Skala abgelesen werden.



Bild anklicken : Militärhandbuch
Fotokopien können bestellt werden
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T.G. Co. Ltd. London

Steckbrief: T.G. Co. Ltd. war der abgekürzte Name der Firma The Gramophone Company, die 1931 mit ihrer Tochter His Master's Voice (2/3) und mit Columbia Graphophone Co. (1/3) fusionierte um EMI (Electric & Musical Industries) zu bilden. Der Name “The Gramophone Co.” wurde für verschiedene Produkte verwendet und während des Krieges nur in abgekürzter Form angegeben.
F. Barker & Son fertigte anscheinend diese Kompasse, da die laufenden Nr. immer mit dem Buchstaben 'B' beginnt.
Der Firmenname T.G. Co. Ltd. verschwand unmittelbar nach dem Krieg. Möglicherweise wurde der Firmenname nur zur Tarnung des wahren Herstellers (F. Barker & Son) verwendet.

Zur Chronologie der verschiedenen Mark-Bezeichnungen siehe Mark 1, 2 usw.

  Marschkompass Typ Mk III



Datenblatt
- Abmessungen: 97 x 58 x 30 mm
- Gewicht: 285 g
- Kompassrose: Perlmutt
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend


Man merke die orangefarbenen (damals)  selbstleuchtenden Markierungen aus dem Radium/Zinksulfit-Gemisch.
ACHTUNG - WERTLOSE IMITATIONEN !



Gegenwärtig produzierte, funktionell unbrauchbare Kopie des Typs Mk III
(mehr dazu unter Verschiedenes / Fälschungen)

Modell MARK 1 (1944)
(Nicht zu verwechseln mit dem Barker-Typ Mark 1-Modell der auch in französischen Armee verwendet wurde)



Es hat zwei verschiedene Modelle gegeben: die erste Serie trug den vollen Namen "The Gramophone Company" (Nr. B6844), während die Späteren nur die Abkürzung trugen nur die Abk.

     

(Foto links: Dennis Sweet, der wesentlich zur Klärung dieser Frage beigetragen hat)
COMPASS MAGNETIC MARCHING
Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 65 x 25 mm
- Gewicht: 150 g
- Teilung: 360 Grad rechtsdrehend
- Serien-Nr.: B17689
- Eine Bedienungsanweisung der Größe des Spiegels war beigelegt (Kopie auf Wunsch erhältlich).

Detailansicht der Windrose:


Anm.: Da diese Nummer mit einem 'B' beginnt, bedeutet es, dass dieser Kompass in Wirklichkeit von F. BARKER & Son hergestellt wurde.
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TRIUMPH

Steckbrief : Dieses Instrument wurde von Meiser & Mertig für den Motorräder-Hersteller TRIUMPH anlässlich eines besonderen Ereignisses gefertigt. Fertigungsjahr: 1924 (rückseitig über der Städteliste).
Das Zifferblatt-Design ist demjenigen des berühmten Bézard-Systems nachempfunden: West-Ost-"Querband" und scheibenförmiges Südende der Magnetnadel. Lediglich das Kreuz am Nordende und die ungewöhnliche Teilung sind einzigartig: Zahl alle 15 Grad ausgenommen bei Null und 45, wo die Abkürzung der Himmelsrichtung steht, wobei Null bei jeder Himmelsrichtung steht!
Das Wort Marsch-Richtung auf dem Lineal in der Mitte eines Pfeil ist ebenfalls an Bézard angelehnt. Die Lünette ist im Gehäuse mittels Einschiebedraht gesichert. Der Draht wird in eine Öffnung (rechts von der Lineal-Anlenkung in der Ansicht oben rechts auf dem Bild des zerlegten Kompasses) und rastet in einem Schlitz (links von der Lineal-Anlenkung) ein. Dieses System kennen wir ansonsten nur vom OPTOS-Kompass. Der Boden ist mit einer stark reflektierenden, gewaffelten Alufolie ausgelegt. Die Leuchtmarkierungen unter der Magnetnadel (Kreuz und Scheibe) sowie unter der Glasscheibe (Scheibe bei SÜDEN!) bestehen aus Balmain-Leuchtpapier. Verriegelung: Die Magnetnadel wird über einen versteckten Hebel angehoben, der beim Zurückschwenken des Zirkelhalter-Massstabslineals betätigt wird (Foto des Mechanismus HIER). .


 
Fotos Mark Robinson

(
Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Der Marinezirkel wird im Klapplineal verstaut.

Rücks.: Massstabs-Klapplineal mit Marinezirkel.

Detailansicht der Städtenamen mit magn. Deklination HIER.
Datenblatt
- Maße ü.a.: 74 x 13 x 5 mm; Kompassdurchm.: 56 mm; Marinezirkel: 47 x 10 x 2 mm; Klapplineal-Länge: 74 mm mit Zirkel bzw. 70 mm ohne
- Gewicht: 120 gr
- Verriegelung der Magnetnadel beim Zurückklappen der Lineals
- Angelenktes Maßstabs-Klapplineal (Teilung: 50 mm) mit den Maßstäben 1:50.000 bis 1:400.000 auf der Rückseite (linke Spalte, Bild links) und einem repräsentativen Strich für eine bestimmte Länge in Km (r. Spalte) sowie 1:25.000 und 1:40:000 an den schmalen Seiten (Bilder unten).

     
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- U -

- V -

VEB Plastverarbeitung

Steckbrief: Der VEB* Plastverarbeitung war ein (ost)deutsches Unternehmen aus Tannenberg (Sachsen).
Dieser Schülerkompass war in einer Grundplatte aufgesteckt und konnte abgetrennt und wie ein Taschenkompass getragen werden. Der Preis war lediglich in  "Mark" (2,85 M) ausgedrückt. Der VEB Plastverarbeitung war möglicherweise nach dem Bau der "Mauer" der Nachfolger der Fa. PLATIN, von der wir einen baugleichen Kompass ohne Grundplatte zeigen.
* Volkseigener Betrieb, s.a. Verschiedenes/Terminologie/Abkürzungen



(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)


Schachtel (Vorder- und Seitenansicht)
Datenblatt
- Abmessungen: 60 x 48 x 19 mm
- Durchmesser: 40 mm
- Anlegekante: 60 mm



Rückseite der Gebrauchsanweisung
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VERNER

Steckbrief und allgemeine Infos. HIER.


Foto Dave Moss
(Zur Detailansicht, Bild anklicken)

Datenblatt
Abmessungen (standard Verner-Typ):
- Durchm.: 52 mm
- Länge ü.a., geschl.: 77 mm
- Dicke: 21 mm
- Gravur (rücks.): PROV PAT (Provisional Patent / Patent beantragt), Herstellername nicht angegeben.


Dieses Modell ist die allerletzte Erscheinungsform der Verner-Famille. Es stellt einen Versuch dar, das erfolgreiche MkIII-Modell kostengünstig zu imitieren. Wie er weist einen Teilkreis auf, der allerdings fest eingebaut ist und eine runde Aussparung unter dem Prisma besitzt, wo sich der Wert Null-Grad befindet. Der Rand der Kompassscheibe besteht aus durchsichtigem Material (Glimmer, siehe MORDAN). Eine am Boden des Gehäuses befindliche Radium-Leuchtdose ermöglicht das Ablesen der Werte.
Er war zwar leichter, aber die Scheibe kam nicht so schnell zur Ruhe wie beim Flüssigkeitsgedämpften Modell.


VERNER "Vern.bus"

Steckbrief: Kompass gemäß Verners-Muster mit einer ungewöhnlichen Gravur an der Rückseite. Wir sind dankbar für jede Hilfe zur Entzifferung (Land / Hersteller).
Die üblichen Verner-Typ-Kompasse besitzen eine Scheibe aus Perlmutt. Diese ist jedoch schwarz und aus einem unbekannten Material (anodisiertes Alumium?) mit weißen Ziffern und Markierungen.


(Fotos A. Saukants)


Gravur (Rücks.)
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Verner-Typ Kompass Mark VIII
Datenblatt

- Abm. (Durchm. x H.): 54 x 21 mm
- Gravur (Rücks.): Vern.bus (+ Serien-Nr.)
Anm.: Die Website compasscollector.com erwähnt auch Verner-Kompass mit einer schwarzer Scheibe und der gravierten Angabe 'MIO'.

Gebrauchsanweisung: siehe in der Boutique Short & Mason
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- W -

WARDALE

Steckbrief: John WARDALE & Co. London - früheres britisches Unternehmen
(zur Zeit liegen uns keine weiteren Daten vor)





(Zum Vergrößern, Bild anklicken)


Datenblatt
- Abmessungen: 78 x 78 x 26 mm
- Gehäuse: Holz
- Gewicht: 120 g
- Teilung
. Teilkreis: 360 Grad, linksdrehend
. Kompassrose: 360 Grad rechtsdrehend
- Datum: 1918
- Serien-Nr.: 5474
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WATTS

Steckbrief: E. R. WATTS & Son Ltd. 123 Camberwell Road London SE5 war ein Hersteller und Händler von mathematischen und Messinstrumenten. Das Unternehmen war von Edwin Watts 1856 gegründet und 1919 in eine GmbH (limited company) umfirmiert worden. 1946 erwarb WATTS 78% von Adam Hilger sowie den Mikroskopenhersteller James Swift and Son. 1948 erfolgte der Zusammenschluss mit Adam Hilger, das die "public company" Hilger and Watts Ltd wurde (Quelle: www.gracesguide.co.uk )
Das nachstehende Instrument ist ein Verner's pattern Mk IX Kompass.

Mark IX



(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Datenblatt
(Abm. dto. Mk. VIII - s. F-L)
Der Mk IX war mit dem Mk VIII identisch aber ohne Angabe des Namens des Erfinders, da die Patentrechte erloschen waren.
- Datum: 1935s

Foto rechts: Kompass mit dem Firmennamen WATTS & HILGER

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WEHRMACHT

Exponate von Marschkompassen der deutschen Soldaten zwischen 1933 und 1945 werden in folgenden Kapiteln gezeigt: Breithaupt, BUSCH, MK, Zeiss Ikon, etc. S.a. in der Abteilung Geologen- und Artillerie- Kompasse (Breithaupt, Goerz, Zeiss, "X" (unbekannter Hersteller).

Das Foto rechts zeigt drei deutsche Offiziere irgendwo in der Ukraine oder in Russland während des 2. WK. Einer hat um sein Fernglas einen russischen Adrianov-Armbandkompass befestigt. Diese wurden in der Roten Armee verwendet. (Zum Vergrößern, Bild anklicken)
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WEHRSPORT

Wehrsport ist ein Oberbegriff für diverse paramilitärische Übungen. Er umfasst Gelände- und Orientierungsmärsche, Hindernisläufe, Schießübungen, Nahkampftraining, Angriffs- und Verteidigungstaktiken.
In den 1930er und 40er Jahren gab es eine Reihe von 13 WEHRSPORTTAFELN genannten Broschüren mit Anleitungen für den Umgang mit verschiedenen Hilfsmitteln wie Karte, Kompass (Nr. 8 Orientierung, s. BUSCH) sowie Nr. 12 Planzeiger (Kopien in der Boutique erhältlich). Die staatl. Wehrsportorganisation der DDR hieß GST (Gesellschaft für Sport und Technik). Für mehr Infos, siehe Wikipedia.
Foto rechts: Ein Schiedsrichter (Dienstgrad vermutl. Oberscharführer) bei einer Übung mit einem BUSCH-Kompass am Hals
(Zum Vergrößern, Bild anklicken)

WILKIE

Steckbrief: Abkürzung des Namens vom Firmengründer Wilhelm Kienzler. Früheres deutsches Unternehmen (mehr Informationen HIER).
Siehe auch MARINE-, TASCHEN-, ARMBAND- und GEOLOGENKOMPASSE

Foto rechts: eine Schachtel mit dem Firmenlogo in der Form einer NATO-Windrose, der auch auf den Gebrauchsanweisungen erscheint.



Die in der Höhe verstellbare Visierhilfe (umschlagbare Kimme) ist mit dem Prismenhalter des Pasto 206 S identisch. In der runden Aussparung des Deckels befindet sich unten eine kleine Spitze als Visierkorn (Foto HIER) , aber es ist keine Glas- bzw. Plexiglasscheibe mit Visierlinie vorgesehen.
Dieses Modell ist in einem Stockert-Katalog der frühen 60er J. beschrieben. Es wurde auf der Basis eines früheren PASTO -Prismenmodells (206 S) entwickelt, von dem es zumindest zwei Versionen gab. Es handelte sich möglicherweise um einen (erfolglosen) Entwurf für einen Bundeswehr-Kompass. Der kleine Marschrichtungspfeil vorn links befindet sich auch auf den Bw-Modellen von Askania und Breithaupt (CONAT).
Es handelt sich jedoch weder einen Linsen- noch um einen Prismenkompass wie die gängigen Modelle der US-Army (s. Stocker and Yale, Cammenga etc.) bzw. der British Army (s. Barker, Stanley).

Katalog von C. Stockert :

 
(Bild anklicken für eine zweispr. Beschr. (D/E)
Datenblatt
- Teilung: 360° rechtsdrehend an der Lünette und 6400 Strich rechtsdr. am Boden der Kapsel
- Gehäusematerial: Alumimium; Farbe: Militärgrün; Anlegekanten: 50 mm und 2 Zoll; Deckel: Mattschwarz
- Abmessungen (nur Gehäuse): 60 x 55 x 20 mm
- Gewicht: 160 g
- Spiegel: unten hängend, in 45°-Winkel selbstarretierend (vgl. mit dem RECTA-System). Rücks. Aufkleber: Tabelle, in der für einen bestimmten Winkelwert (Grad), die Breite bzw. die Entfernung eines Gegenstands als Bruch angegeben wird, sowie Maßstäbe (Bild: HIER klicken)
- Magnetnadel flüssigkeitsgedämpft in einer durchsichtigen Kapsel mit den für Wilkie typischen Stabilisatorflügeln

Gebrauchsanweisung von WILKIE mit dem typischen Logo (NATO-Windrose) :

(Bild anklicken für eine Beschr. auf Deutsch)



Modell mit grauem Gehäuse und nur 6400 Strich Teilung. Bezeichnung M 104 V im 1968er Katalog aber mit rechteckigem Deckel und dem typischen WILKIE-Logo (NATO-Windrose) und die Abk. DBGM an der Rückseite. Dreisprachige Gebrauchsanweisung (D / E / F) . Anfang der 1960er J..



Modell M 105 F schwarz

Datenblatt
- Gehäuse: Kunststoff
- Abmessungen: 78 x 58 x 20 mm
- Gewicht: 50 g
- Teilung: 360° und 6400 Strich


Die scheinbar nur aus der Nordhälfte bestehende Magnetnadel ist in Wirklichkeit der blanke Teil einer Scheibe. Dieses Design ist ebenfalls an einem anderen (älteren) Leicht-Artilleriekompass eines unbekannten Herstellers sowie an den Ansteck-Kompassen von Wilkie zu sehen.
Marschkompass Model M 106 FC
(Katalog 1972)

Frühes Modell mit militärischer Strichteilung (Ende Fünfziger/Anfang Sechziger Jahre)

Datenblatt
- Gehäuse: Aluminium
- Abmessungen: 78 x 55 x 20 mm
- Gewicht: 150 g

Am Gehäuseboden der Bundeswehr-Exemplare ist das Wort BUND geprägt (Link zum Bild).

Die späteren Modelle hatten einen rechteckigen Deckel mit einem NATO-Stern förmigen Logo
Datenblatt
- Gehäuse: Schwarzmetall
- Gewicht: 190 g


Hier sieht man die für WILKIE-Kompasse typischen Stabilisierungsflügel sowie den Marschrichtungszeiger



Einige Modelle hatten ein gefärbtes Glas und eine doppelte Skala

Foto Robert Nicoud  (Zum Vergrößern, Bild anklicken)

Datenblatt
- Modell TOURING 11 (existierte mit und ohne Spiegel)
- Abmessungen: 105 x 60 mm ; Kompassdurchm.: 55 mm
- Datum: frühe 70er
- Zifferblatt: identisch mit den Instrumenten in der Kategorie Geologenkompasse
- 2-sprachige Exportversion (Engl./Spanisch): "direction of travel / sentido de marcha"
Datenblatt
- Modell TOURING 16
- Abmessungen: 105 x 60 mm
- Datum: frühe 70er
- Instrument mit einer Magnetnadel im BILAND-Design mit den Buchstaben N und S.


(Detailansicht der Nadel: Bild anklicken)
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WINTERER

Steckbrief: Franz WINTERER war ein österreichischer Offizier, der vier Kompassmodelle entwickelte (für mehr Informationen, HIER klicken).
Die Modelle I und II waren für einen militärischen Einsatz bestimmt und werden in der Kategorie Geologen- und Artilleriekompasse beschrieben.

Dieser kleine Wanderkompass (Modell "SONNBLICK") wurde 1929 patentiert (Nr. 117354). Davon gibt es eine einfache Holzversion ohne externen Angaben.

Holzmodell (vor Erteilung des Patents)

Der Kreis ist in Schritten von je 5° unterteilt. Die Missweisung war berücksichtigt: Ausschnitt für die Nadel-Nordspitze um 9° West versetzt.
______________________________

Serienmodell mit Patentangabe





(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)



Patent-Nr. an der Unterseite
Abb. aus dem Patent




Datenblatt
- Gehäuse: Aluminium
- Abmessungen: 84 x 43 x 15 mm
- Gewicht: 70 g
- Teilung: 360° linksdrehend mit OST-WEST-Balken gemäß dem Bézard-System
Es gab auch eine Version für Wanderer (360°, rechtsdrehend, mit 24-Stunden-Teilung), die ansonsten mit der militärischen Version identisch war (s. Kategorie Geol. und Artillerie).


Nachkriegs-Modelle
In einem Buch aus dem Jahr 1953 wird ein weiterer sehr einfacher Kompass beschrieben. Er war mit und ohne Plexiglasgrundplatte erhältlich. Das Buch gibt auch einen Größenvergleich mit dem Modell II und dem kleinen Bézard Modell I.



Die Zeichnungen sind dem Buch KARTEN und BUSSOLEN-FIBEL im Gelände entnommen.
Größenvergleich: Modell II (s. Geologenkompasse) / Bézard (kleines Modell I) / Winterer's "Plexi-Bussole"


(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Datenblatt
- Grundplatte: Plexiglas
- Abmessungen (ca.):
90 x 70 x 15 mm

Anm.: Die Bilder auf dem Bucheinband zeigen einen Kompass mit den Worten Pat. ang. (angemeldet) auf dem durchsichtigen Kapselboden, aber es ist keine Nummer angegeben.

Winterer meldete noch 1956 ein Patent (Nr. 195662) für einen flüssigkeitsgedämpften Kompass mit Auftriebsdrucklagerung des Richtmagneten an, eine Weiterentwicklung des Plexikompasses.
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- X -

Nicht identifizierte Kompasse (Deutschland, Schweiz oder Österreich)

Steckbrief: Hersteller oder Nutzer unbekannt - Ihre Hilfe ist gefragt.

NR. 1 - BESCHREIBUNG

(jetzt BUSCH)

NR. 2 - BESCHREIBUNG


Dieser Kompass ist eines der interessantesten Exponate in dieser Kategorie. Obwohl vom Design her besonders low tech vereint es die wesentlichen Merkmale eines militärischen Marschkompasses. Dank einfacher aber ausgeklügelter technischer Lösungen konnte offensichtlich ein Mangel an industriellen Ressourcen wettgemacht werden. Es wurde ein Mindestmaß an Metall für die Herstellung verwendet und die Skalen sind entweder auf der (oberen) Glasplatte aufgemalt oder als Abziehbilder auf der (unteren) Glasscheibe aufgebracht. Norden wird mittels eines großen N und eines Pfeils angegeben. Die Teilstriche und die weiteren Himmelsrichtungen sind auf einem Papierstreifen gedruckt, wobei letztere unter der entsprechenden Zahl stehen (48/O, 32/S, 16/W).
Das Deckglas sitzt sehr locker: Es wird lediglich mittels zweier, von außen eingesteckter Klammern aus Federdraht gesichert.
Es kann mit zwei Fingern durch Reibung verdreht werden, um einen Winkel einzustellen.

Eine winzige Bohrung im Glas über der Nordmarke (bei der Zahl 64) ist mit Leuchtfarbe gefüllt.
Die Magnetnadel wird durch das Schließen des Deckels angehoben und verriegelt.
Das Anpeilen eines Zieles erfolgt mithilfe einer Visiervorrichtung über Korn und Kimme, wobei der Korn mit Leuchtfarbe versehen ist. Das Ziel wird durch eine runde Aussparung im Deckel beobachtet. Im Deckel ist ein Spiegel aus poliertem Metall angenietet.
Die Missweisung kann mittels einer Vorrichtung korrigiert werden. Diese besteht aus einer Skala an der Unterseite und einer gerändelten Feststellschraube, die in einem Schlitz an der Gehäuseseite gleitet.

Die zweiseitige Gebrauchsanweisung (Kopie auf Wunsch erhältlich) erwähnt keinen Hersteller. Nur die Angabe "N/1114 8. 42" könnte eine Jahreszahl enthalten (Aug. 1942)". Die angegebenen Werte der Mißweisung bestätigen diese Vermutung: für Berlin gilt der Wert 4,5°.
Die Angabe D.R.P. (Deutsches Reichspatent) ohne Patent-Nr. nach dem Titel "Marschkompass mit verstellbarem Korrektionslineal" hat auch zu keinem Hersteller geführt: nach Durchsicht aller im deutschen Sprachraum (A, CH, D) angemeldeten Kompasspatente konnte dieser Typ nicht ermittelt werden.



Datenblatt
- Gehäusematerial: Aluminium
- Durchmesser: 69 mm
- Höhe: 18 mm
- Gewicht: 100 g
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend
- Lackierung: dunkel blaugrau
- Lineal: 50 mm (Abziehbild)
- Korrektur der Missweisung: +/-15 Grad (Abziehbild)
- Gitternetz-Quadrate: 11 x 11 mm

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- Y -

YEATES & SON

Steckbrief: Ehemaliger irischer Kompasshersteller (weitere Informationen: HIER klicken).

In bezug auf seine technischen Merkmale ähnelt dieser Kompasstyp dem VERNER Modell VI (vgl. Website vom Compass collector - s. LINKS), aber er ist vermutlich älter, da es kein Prismenkompass ist, und die Kompassrose aus Aluminium und nicht aus Perlmutt besteht. Die Anlenkung des Tragerings besteht aus einer langen Schraube wie beim älteren Taschenkompass von F. Barker, der zwischen den Katalogbildern der Modelle Search und Scouting gezeigt wird.
Sein Design hieß Service Pattern: die Nord-Richtung (schwarze Raute) konnte in der Dunkelheit von dem schmalen Strich (Süden) vor dem selbstleuchtenden Hintergrund aus radiumhaltiger Farbe leicht unterschieden werden.

Dieses Exponat wurde als ehemaliger Besitz eines britischen Offiziers verkauft, der im 6th Inniskilling Dragoons Regiment gedient haben soll (siehe WIKIPEDIA, Englisch). Es wurde möglicherweise in Süd-Afrika während des Burenkrieges (1899-1902) eingesetzt.





Der Teilkreis am Rande der Magnetscheibe ist nach oben verkantet, was die Lesbarkeit der Zahlen erleichtert. Die restliche Fläche war mit selbstleuchtender radiumhaltiger Farbe getränkt.

Datenblatt
- Durchmesser: 50 mm
- Höhe: 19 mm
- Gewicht: 135 g
- Material: Stahlgehäuse, Messingring
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend
- Im Deckel ist ein langer Visierschlitz mit einem kreisrunden Loch in der Mitte ausgesägt. Beiderseits des Schlitzes ist ein Streifen Leuchtfarbe aufgetragen.
- Kompassrose: Himmelsrichtungen und Teilkreiszahlen Abziehbild auf Aluminiumscheibe
- Manuelles Verriegeln und Abbremsen der Kompassrose über einen seitlichen Hebel rechts bzw. einen Druckknopf links (siehe Verner-Modell Mark VII).
- Lünette: ring mit kreuzförmigem Querbalken und Visiereinrichtung (mit Korn und Kimme).

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- Z -

ZEISS IKON

Steckbrief: Berühmter hersteller von Optik-Material. Dieser Kompass ähnelt dem typischen Wehrmacht-Landserkompass (s. Breithaupt, Busch, MK, etc.), aber es handelt sich offensichtlich um eine frühe unausgereifte Version, die höchstwahrscheinlich nicht an die Truppe augsgegeben wurde (Unterschiede: s. Datenblatt unten).


Fotos A. Brenner
Zum Vergrößern, Bilder anklicken
Datenblatt
- Durchm.: mm
- Länge: mm
Unterschiede zum WH-Standardmodell: kein Faltlineal, Deckel bestehend aus zwei miteinander vernieteten Teilen, Nase für Kimme nicht ausgestanzt (mehr Material- und Lohnkosten, höheres Gewicht), der lange schmale Marschrichtungspfeil ist komplett mit Radiumfarbe bedeckt (mehr Farbe benötigt, höhere Kosten).

Z. I. E. L.

Steckbrief: (Es liegen keine Informationen vor - Diese Marke wurde nur in Italien gesehen)


Datenblatt
(Keine info - vermutl. billige asiatische Produktion)
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ZIKO

Steckbrief: früheres deutsches Unternehmen.
Angabe auf dem 6-seitigen Prospekt mit Bedienungsanleitung (Bild r.) : "Alleinhersteller M. TIDICK, Stuttgart, Postfach 66".
Es liegen keine weiteren Daten vor.
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)



Datenblatt
- Material: Kunststoff
- Abmessungen: 65 x 55 mm
Geschwindigkeiten von Infanterie-, Kavallerie- und Artillerie- Einheiten
- Skalen: 1:100.000, 1:80.000, 1:125.000, 1:75.000

Die ältesten bekannten Versionen (s.u. Schardt-Katalog von 1914) waren versilbert oder sogar vergoldet:




Datenblatt
- Material: Kunststoff
- Abmessungen: 65 x 55 mm
- Geschwindigkeiten von Infanterie-, Kavallerie- und Artillerie-Einheiten
- Umrechnungstabelle für diverse Längen- und Flächeneinheiten (deutsche, geographische und russische Meilen, Wersten, Hektar etc.)

Kompasstypen im Vergleich (1950er J.)


Datenblatt
- Material: Aluminium
- Abmessungen: 95 x 65 mm
Keine Geschwindigkeitsangaben jedoch eine Kompassrose mit verstellbarem (rotem) Zeiger. Teilung: 360 Grad rechtsdrehend und 6400 Strich linksdrehend. Vermerk: "Visierlinie".
- Kompasse (s. Bild links): Es gab zwei Modelle. Ein größerer (Durchmesser 25 mm) mit eingeklebter Rose aus reflektierendem Alupapier. Im Kompass: ein Punkt aus Leuchtfarbe bei ca. 340 Grad (Magn. Nord). Die Nordspitze der Magnetnadel ist ebenfalls mit Leuchtfarbe versehen. Das kleinere Modell (Durchm. 18 mm) besaß nur eine Windrose aus weißem Papier mit nur den Himmelsrichtungen und keine Leuchtfarbe.
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