- S -
Steckbrief: Fernando SCHLACHT (wohnhaft via Farneli, 10 in Mailand,
Italien) ließ sich 1938 und 1940 zwei Erfindungen
patentieren, auf deren Basis dieser Kompass gebaut wurde. Ihm zugrunde
liegt auch ein von
WINTERER
patentierter und in Italien
geläufiger Kompasstyp (s. Geologen- und Artillerie-Kompasse)


Zum
Vergrößern, Bilder anklicken
Fotos Lisa Chappa
|
Zahlen
1-0: Im
Patent werden diese Symbole wie folgt beschrieben: segni per le segnalasioni agli
aerei, d.h. für Zeichen an die Piloten von
Flugzeugen, beispielsweise mit Steinen am Boden.
Einige Symbole sind mit römischen Ziffern identisch (4 = IV, 5
= V).
Markierungen: Brevettato
(patentiert auf Italienisch) und die Nummern 365749 & 383624.
(Kopien der
Patente auf Wunsch erhältlich)
|

Unterseite: Morse-Alphabet (spezielle Version mit Zeichen für
akzentuierte Vokale sowie für ´N und CH).
Datenblatt
- Abmessungen: 106 x 50 mm
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend, Himmelsrichtungen auf Englisch
- Kimme: doppelt, kippt in Längsrichtung
- Nadel-Feststellung: durch hebel beim Schließen
- Roter Punkt an der Seite: Querschieber mit unbekannter Funktion
|
Steckbrief: ehemaliges französisches Unternehmen
(für mehr Information
HIER
klicken).
Es fertigte mit anderen Firmen den
Modèle
1922 genannten Kompasstyp.
Siehe auch Geologen- und Artillerie-Kompasse.
 |

Kennzeichnung von Magnetisch Nord mit radiumhaltiger Farbe (s. a. das
Modèle 1922 von CRC). |

Datenblatt
- Abmessungen und Gewicht: s. Modèle 1922
- Teilung: 400 gon, rechtsdrehend
- Serien-Nr.: 1644 |
Steckbrief: früheres britisches Unternehmen (mehr
Informationen
HIER).
S & M vertrieb zusammen mit der US-Firma Taylor (Name des
Jointventures TYCOS) Verner-Typ-Kompasse

(Foto
G. Perry) |
Marschkompass
Typ Verner's
Mk VII mit manuellem Feststellen der Rose. Vgl. mit dem French Ltd
Kompass Typ Verner Mk
VIII,
dessen Deckel mit einem Hebel ausgerüstet ist, der das
Feststellmechanismus beim Schließen automatisch aktiviert.
(Ein Faksimile der
Original-Gebrauchsanweisung kann bestellt werden - Bild: HIER klicken). |
Datenblatt
- Durchmesser: 54 mm
- Höhe: 21 mm
- Gewicht: 150 g
- Material (Kompassrose): Aluminium
- Datum: 1915
|
Das bekannteste Modell war vermutlich THE
MAGNAPOLE,
wovon es
anscheinend mehrere Versionen gegeben hat: mit feststehendem und mit
drehbarem Glas, mit großem Ring für den Daumen sowie
mit
Prisma (als Marschkompass). Das Patent
(Nr. 22.598) wurde 1914 von Francis
Edward Collinson,
Manufacturer und Short & Mason Ltd, beide von Aneroid
Works, Mac-
Donald Road, Walthamstow, London N.E. angemeldet. Vgl. mit dem
REFLECTOR-Modell.
Der Modellname MAGNAPOLE wurde ebenfalls für einen
Taschenkompass im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem
nordamerikanischen Hersteller
TAYLOR
verwendet.
Steckbrief: Schwedisches Unternehmen (mehr
Informationen
HIER).
SILVA hat 1990 SISTECO übernommen (s. weiter u.) und baut
weiterhin das Modell IV.
Siehe auch Armband- und Ansteckkompasse.
Schweden verwendete für die militärkompasse bis vor
Kurzem eine Teilung mit 6300 Strich (
streck auf
Schwedisch).
Rechts: die Produktpalette im Buch Map & Compass
(1955)
Steckbrief:
James
A. SINCLAIR (& Co. Ltd) (Foto
Graces Guide)
war ein britischer Hersteller von Fotoausrüstung (u. a. die
Kamera
Tropical Una). Er ist außerdem für sein Handbuch der
Fotographie und viele Landschaftsbilder bekannt geworden. Kompasse mit
der Herstellerbezeichnung SINCLAIR HAYMARKET LONDON wurden jedoch von
Kompassfabrikanten hergestellt. Er starb 1940.
Das nachstehend beschriebene Instrument wurde vermutlich speziell
für SINCLAIR durch F.
Barker & Son gefertigt, da es in keinem Barker-Katalog
erscheint. Es handelt sich um ein Übergangsmodell zwischen dem
Verner-Muster und dem kleineren erfolgreichen
Mark III-Modell. Es zeichnet sich aus durch eine zweifache Verglasung
des Deckels aus, wovon die obere Scheibe eine Marschrichtungslinie aus
Radiumhaltiger Farbe aufweist und um +/- 90° verdreht werden
kann
einerseits, sowie durch eine Kompassrose mit durchsichtigem Rand
gemäß Barker-Patent Nr. 29677 aus
dem J. 1910 (s.
a. Steward). Seine ungewöhnliche Größe und
das
resultierende hohe Gewicht waren vermutlich der Grund für den
wirschaftlichen Misserfolg.
S. a. Taschenkompasse.

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
|

(Foto
N. Godridge)
|
Datenblatt
- Abm. (Durchm.): 75 mm
- Gewicht: 450 g
- Kompassrose: durchsichtiger Rand (Barker-Patent)
- Teilung: 360°
- Markierungen an der Rückseite: s. Bild links.
Vgl. mit den anderen Produkten von BARKER. |
SINGER
Erfinder eines berühmten Windrosentyps (mehr
über ihn
HIER).
Steckbrief: Britischer Kompasshersteller (www.sirs.co.uk).
Das von SIRS gefertigte Modell G150 (s. Stanley weiter unten)
trägt ein Typenschild wie das rechts abgebildete Muster.
Steckbrief: SISTECO Ltd war ein finnisches Unternehmen. Es
wurde 1990 von SILVA
übernommen.
SISTECO baute u.a. diesen militärischen Marschkompass
(ähnlich dem Typ
M-71 von
Barker,
vgl. mit
Glauser)
und den SILVA weiterhin unter der Bezeichhnung Mark IV produziert. S.a.
den Marine-Peilkompass
SIGHT
MASTER.

|

Die M-71 ähnliche Scheibe
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
|
Datenblatt
- Abmessungen (Durchm. x Höhe): 60 x 34 mm
- Gewicht: 200 g
- Scheibe: Perlmutt
- Teilung: 60oo Strich (sowj. System)
- Beleuchtung: Tritium (unter dem Prisma und in Visierrichtung unter
dem Teilungsring)
- Gehäuse: Kunststoff (Polykarbonat)
- Unterschrift des Hersteller unter dem Prisma (Foto rechts)
- Tragetasche: Kunstleder,
militärisch grün-grau
(Foto:
Link anklicken)
|
Steckbrief: Elmer Ambrose Sperry (12. Okt. 1860
– 16. Juni 1930, s.
Wikipedia)
war ein U.S. Erfinder und Unternehmer. Er wird als Miterfinder des
Kreiselkompasses betrachtet. Er
fertigte Marschkompass-Versionen von
Creagh-Osborne.
ŠP
Steckbrief: (Abkürzung noch ungeklärt) Ehem.
tschechoslowakisches Unternehmen, das in den 30er-40er Jahren einen
Kompass vom Typ
Bézard produzierte. Vergl. mit dem baugleichen
Kompass mit dem Firmenlogo von MEOPTA, das
möglicherweise ŠP übernahm.
Anscheinend besteht der einzige Unterschied in der Ausführung
des
Marschrichtungspfeils, der beim MEOPTA-Modell erhaben ist
(tiefgezogen).
Herstellerlogo:
die Buchstaben ŠP
 |
Der Pfeil ist
außen nur ein Abziehbild

Detailansicht des Zifferblatts:
Bild oben r. anklicken |
Datenblatt
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend
- Anlegekante: 50 mm
- Gewicht: 70 g
- Der Spiegel kann mittels eines ausgestanzten Federblatts in einem
Winkel
von 45 Grad arretiert werden. |
Der Spiegelkompass wurde von ... in ... (?) erfunden. Spiegelkompasse
weisen gewöhnlich wie die
Prismenkompasse
eine doppelte Teilung auf der Kompassrose auf: die eine kann mit
bloßem Auge von oben gelesen werden, während die
andere in Spiegelschrift gedruckt ist und in dem im Deckel
eingebrachten Spiegel gelesen wird.
Beispiele von Spiegelkompassen in unserem Museum:
- Geologen- und Artilleriekompasse:
Breithaupt,
Brunton,
FPM,
Rossignol,
Winterer...
- Marschkompasse:
Bézard,
Busch,
Cruchon
& Emons,
Doignon,
Plan,
RECTA,
SILVA,
"S"
(C. Stockert) ...
Steckbrief: Früheres
britisches Unternehmen (mehr darüber
HIER)
Modell G150
Die Produktion dieses Kompasstyps wurde ab 1999 von SIRS
NAVIGATION Ltd. (s. o.) übernommen. Die Produktion ist
eingestellt.
Dieser Kompasstyp ist sehr berühmt: er wurde von den
britischen Truppen während des Falklandkrieges (1982) und des
ersten
Golfkriegs (
Desert
Storm, 1990-91)
eingesetzt.
Portrait:
Es sind leider keine Daten über
dieses Unternehmen verfügbar - Insbesondere
Handbücher und sonstige Dokumentation sind willkommen. Das
Internet-Kompassmuseum freut sich über jede
nachprüfbare
Information.
Das einzige bekannte Modell ist dieser Kompass, der erstaunlicherweise
aus einem kleinen Aluminium-Taschenkompass und einem
größeren Bakelit-Gehäuse besteht.
 |
 |
Datenblatt
- Kompass-Durchmesser: 35 mm
- Gehäuseabmessungen: 80 x 80 x 21 mm
- Gewicht: 95 g
- Lineal: 70 mm
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend im Kompass und am
Marschrichtungsring
- Der Kompass ist mittels zweier Laschen an der durchsichtigen
Grundplatte befestigt. |
Steckbrief: J. H. Steward war ein englischer Hersteller (mehr
Informationen
HIER).
Einige der hier abgebildeten Kompasse wurden vielleicht von
Fr. Barker
& Son konzipiert und/oder gefertigt (s. a. Armband-, Geologen-,
Marsch-
und Taschenkompasse).
Abbildungen:
- 1. Reihe: Früher Verner Mark III - Vorgänger
des prismatischen Modells
(Mk IV : s.
Newton).
- 2. Reihe:
Für
den Nachteinsatz modernisierte Version des
Verner Mk VII systems mit
einer speziellen Kompassrose. Das zentrale Bild ist ein
Muster, das Barker unter dem Namen
Royal Geographical
Society eintragen lassen wollte. Dies wurde jedoch zweimal
abgelehnt
und Barker verwendete in seinen Katalogen von 1906 bis 1926
die Abkürzung R.G.S. für die Reg. Nr. 416645 ohne
weitere Erläuterung* (andere Beispiele unter
BARKER).
Der Rand der Kompassrose ist aus
transparentem Material (Glimmer) gemacht (s. a.
MORDAN). Unter der Linse
des Prismas
befindet sich im Gehäuse eine runde Fassung
für radiumhaltige Farbe. Dadurch konnte der
Winkelwert auch
in der Dunkelheit gelesen
werden. Am Gehäusedeckel ist zusätzlich zum
üblichen Glas mit der vertikalen eingeritzten Visierlinie eine
zweite, um
90° drehbare Glasscheibe eingebaut mit einem
Marschrichtungsstrich
aus radiumhaltiger Farbe (Barker-Patent Nr. 29.677 v. 21. Dez.
1910).
* Quelle
www.trademarklondon.com (alles über Barker auf CD-Rom
erhältlich - 500 S.)
- 3. Reihe: (Div. Muster) Singer und Service Pattern, Standard Mark III
Kompass (2. Weltkrieg)
Muster: vgl. mit YEATES
|
Verner Compass Mk
III

Fotos Bob Thacker
(Zum Vergrößern Bilder anklicken)
|
Datenblatt
- Abmessungen: ....mm
- Herstellungsdatum: 1897

|
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
|

|
Datenblatt
- Abmessungen
. Durchmesser: 53 mm
. Höhe: 23 mm
- Gewicht: 150 g
- Serien-Nr. 11
- Markierung an der Rückseite: A.H.S.
- Kompassscheibe: Aluminum und Glimmer
- Ledertasche mit Gürtelschlaufe:
|
Modell Cbynite
mit SINGER-Typ Kompassrose und Radium-Marken (1910)

(Foto. N.
Godridge)
S. a. Taylors Modell Ceebynite
Datenblatt
- Mark III: s. T.G. Co.Ltd
- Service Pattern: s. YEATES
- Singer's pattern |

Modell Service
Pattern
(Fotos oben und rechts N.
Godridge)
Zum
Vergrößern, Bild anklicken
|

Modell MARK III mit
Tasche
Schenkung von Arbert ZUUR
(www.heaterso.com) |
Steckbrief: U.S. Unternehmen, Hersteller u.v.a. des Linsenkompass-Typs
M-1950.
Steckbrief: Deutsches Unternehmen (mehr Informationen
HIER
und auf der firmeneigenen Website).
Die Kompassrose war wie damals üblich (siehe BUSCH
JUNGENDIENST-KOMPASS) ursprünglich weiß wit
schwarzen Teilstrichen und Himmelsrichtungen. Später kehrte
die Firma die Darstellung um: weiße Marken auf schwarzem
Grund.
Es gab vor dem 2. Weltkrieg 4 verschiedene Modelle : Marsch- bzw.
Touristen-, Jugendkompass, Pfadfinder und Kommit.
Der TOURISTEN-KOMPASS unterscheidet sich vom
MARSCH-KOMPASS dadurch,
dass der Deckel genauso geformt ist wie das Kompassgehäuse
(mit schräger Kante) und an der linken Seite eine
Verlängerung der Anlegekante besitzt (Gesamtlänge 10
cm).
An der rechten Seite des Kompassgehäuses befindet sich bei
beiden Modellen ein farblich nicht hervorgehobenes aber erhabenes 60mm
langes Lineal.

Modell "Pfadfinder"
 |

Rückseite des Pfadfinder-Kompasses. Er unterschied sich vom
"Jungendienst-Kompass" der Firma BUSCH dadurch, dass er einen
(DBGM-geschützten) Daumenhaltering besaß, der beim
hochklappen, den Deckel entriegelte (Patent-Nr. 476998 / 1954).

(siehe Bedienungsanweisung). |

Das Logo der Fa. C. Stockert und Sohn ist der in einem
länglichen Sechseck eingeschriebene Buchstabe S
Datenblatt
- Gehäuse: Bakelit
- Deckel: Messing
- Ring: Nickel
- Abmessungen: 60 x 55 x 18 mm
- Gewicht: 72 g |
Es
sind zwei Versionen des Marschkompass (Mko) bekannt: die
ältere mit hellem Grund (s. nächste Reihe) und die
spätere mit schwarzem Grund und Anfassring aus Kunststoff:
Der Marschkompass war der offizielle Kompass der
Jugendorganisationen wie die Hitler-Jugend.
Bild eines Pimpfes
beim Anpeilen mit einem Marschkompass: HIER
klicken.
Unten: das Modell "Touristen*-Kompass"
(spätere Version mit schwarzem Zifferblatt und verzinktem
Deckblech)

* Siehe damalige Definition des Wortes in
VERSCHIEDENES
/ Terminologie
|
Der
Marsch-Kompass von vorne gesehen

Abb. der 1. Version (s.u.) im Prospekt
 |

Der Ausklapphebel zum Festhalten.
Patent aus dem Jahr 1938
(Bild anklicken zum Aufruf der
pdf-Datei)

Datenblatt
- Patent 659518 (1938)
- Abmessungen: 60 x 55 x 20 mm
- Gehäuse: Bakelit
- Deckblech: Aluminium bzw. Zink
- Gewicht: 60 g (Marschkompass)
bzw. 78 g (Touristenkompass) |
Die erste
Version
des
"Marsch- Kompasses" mit rotbemaltem Südteil der Magnetnadel
und Lünette aus Messing
(s. Abb. oben Mitte : Metallanfaßring).
Der Spiegel hatte noch keinen vertikalen Durchbruch (vgl.
BUSCH) und das Gehäuse keinen Ausklapphebel.

|
Detailansicht
des Teilungsrings und der Nadel
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
|
Die
Magn.-Nord-Marke
(Missweisung) bestand aus einem separaten, seitlich befestigten Stift
bei der Urversion aber aus einer scharfen Spitze, die Teil des
Teilungsrings war, bei der späteren. Version.
|
Deckeloberseite
des "Marsch-Kompass"

|
Deckeloberseite
des "Touristen-Kompass"
 |
Bedienungsanweisung
der Kompasse Pfadfinder-, Marsch- und Touristen-Kompass

|
Modell
"Marsch-Kompass Jugend"
Frühe Ausführung mit links drehender Teilung
 
Den Jugend-Kompass gab es in vier Varianten: mit oder ohne
Spiegel, mit/ohne Marken aus
radiumhaltiger Leuchtfarbe (unten r.).
 |

Späte Ausführung mit rechtsdrehender Teilung.
Einfaches Modell ohne Spiegel. Die Magnetnadel wurde mit einem kleinen
Hebel per Hand festgestellt, während dies bei der
Spiegelversion durch das Schließen des Spiegels erfolgte.

|

Der Text der Schachtel vom Jugend- Kompass lautete bis zum Ende des 2.
Weltkrieges zunächst "Das
Marschieren..." (Bild anklicken: die
frühere Schachtel)
Datenblatt
- Abmessungen: 50 x 50 x 13 mm
- Gehäuse: Bakelit
- Deckblech: Aluminium
- Gewicht: 24 g
|
Der erste
KOMMIT-Kompass 
Diese Deckelform ist auch an einem PASTO-Kompass zu sehen |
 |
Datenblatt
Trockenkompass mit Haltehebel
- Abmessungen: 80 x 58 x 18 mm
- Gehäuse: Bakelit
- Deckel: Metall, außen und um den Spiegel herum schwarz
lackiert
- Gewicht: 65 g
- Anlegekanten: 60 mm und 2 Zoll
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend, schwarze Ziffern und 6400 Strich
linksdrehend, rote Ziffern, Himmelsrichtungen in rot. |
Modell KOMMIT
in moderner Ausführung
Dieser Kompass trägt keinen Herstellernamen. Die Bezeichnung Kommit
deutet auf Stockert aber die Fluid-Kapsel und die Form der Magnetnadel
deuten auf eine Zusammenarbeit mit WILKIE. |
 |
Datenblatt
Flüssigkeitsgedämpfte Ausführung des KOMMIT
und des Pfadfinder-Modells mit automatischer Spiegelentriegelung
mittels Tragring. Ausklappbarer Haltehebel
- Abmessungen: 80 x 58 x 18 mm
- Gehäuse: Bakelit
- Spiegel: Metall
- Gewicht: 65 g
- Anlegekanten: 60 mm und 2 Zoll
- Teilung: 6400 Strich rechtsdrehend |
Das moderne Modell Marschkompass
in
grauer Kunststoffausführung existierte auch mit
Flüssigkeitsdämpfung
wie das obige KOMMIT-Modell
(zur Darstellung,
Link anklicken - Foto von einem Besucher übermittelt )
|
Dieser Kompass
trägt gleichzeitig an der Rückseite
die Angaben D.R.P. und D.B.G.M. (siehe VERSCHIEDENES/Abk.), was auf
ein Fertigungsdatum in den
späten 50er oder frühen 60er Jahren hinweist.
|
Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 60 x 22 mm
- Gehäuse: Kunststoff
- Spiegel: Metall, Rückseite emailliert
- Gewicht: 77 g
- Anlegekanten: 50 mm und 2 Zoll
- Teilung: 6400 Strich rechtsdrehend
|
TYPИCT-2
(TOURIST-2 )
Eine russische zivile Version (360°) wurde ebenfalls in der
UdSSR
vermutlich als Lizenzbau in den 1950er J. unter der
Bezeichnung TOURIST-2 produziert. Der Herstelle ist
unbekannt. Sein Logo stellt eine Raute dar, in der der Buchstabe
П
(P) innerhalb des Buchstaben
Э
(Ä)
eingeschrieben ist. Der Preis (3 Rubel) war in der
Bakelitmasse des Gehäuses an der Rückseite angegeben.
Eine
Version davon wurde anlässlich der Olympischen Spiele in
Moskau
1980 mit dem Logo der Spiele gefertigt.
|
|
|

Die Rückseite mit Logo (vergr. r.)
und Preis (unten) |
Steckbrief - Ehemaliges US-Unternehmen, Long Island (L.I.) City, New
York - (Mehr Informationen
HIER
- in Vorbereitung)
Linsenkompass
Modell M-1938
(siehe auch Armbandkompasse).
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
|
|
Datenblatt
- Abmessungen: 72 x 55 x 20 mm
- Gewicht: 80 g
- Teilung: 360°
- Vgl. mit der Version von GURLEY
 |
- T -
Steckbrief: Ehemaliges jugoslawisches Unternehmen
(für mehr Information
HIER
klicken).
Die Volksarmee Jugoslawiens verwendete zuerst Kompasse, die den
deutschen Gefangenen abgenommen worden waren. Teleoptik entwickelte
später eigene Modelle. Die Bezeichnung dieser beiden Kompasse
bezieht sich auf das Jahr ihrer Indienststellung, jeweils 1949
für das Modell M.49 bzw. 1953 für das Modell M-53.
Uns liegen die Handbücher (in serbokroatischer Sprache) vor:
- M.49: militärische Fassung
- M-53: militärische und zivile Fassung.
Kopien können bestellt werden (siehe BOUTIQUE).
Modell M.49

Die Skalen beiderseits des Visierschlitzes im Deckel (Mesni ugao)
dienen der Entfernungsmessung: Bei der rechten Skala mußte
der
Beobachter einen Abstand von 50 cm zwischen Auge und Kompass einhalten.
Bei der linken Skala beträgt der Abstand zwischen Auge und
Kompass
25 cm.
(Zum
Vergrößern, Bild anklicken) |

 |
Datenblatt
- Durchmesser: 60 mm
- Höhe: 20 mm
- Gewicht: 100 g
- Teilung: 6400 Strich
Kompassrose (s. Verschiedenes/ Himmelsrichtungen, Serbokroatisch)
 |
Modell PO-52

|

Rechenformeln an der Rückseite |
Datenblatt
- Durchm.: wie oben
- Teilung: 6400 Mils
- Zifferblatt: wie oben, mit zusätzl. einem Pfeil aus
Leuchtfarbe auf dem Deckglas der Lünette
- Kein Spiegel
|
Modell M-53

 |

(Skizze aus dem Handbuch der
jugoslawischen Armee)
Ermittlung der höhenlage eines Ziels über der
Horizontalen
Dem Bézard-Modell nicht
unähnlicher Kompass jedoch mit einer ganz besonderen Funktion:
mit ihm können Entfernungen bzw. Abstände gemessen
werden. Dazu dienen die am Deckel neben den Visierschlitzen
angebrachten Strich-Skalierungen (S+ 0-150 bzw. S- 0-150, d.h. 0 bis
1500 Strich. Hierzu muss ein Abstand von 25 cm zwischen Auge und
Kompass eingehalten werden. Zu diesem Zweck ist in der Tragkordel ein
Knoten angebracht. Der abgelesene Skalenwert ergibt die Entfernung nach
der Artillerie-Formel „ein Strich = 1 m in 1 km
Entfernung“. Beispiel: geschätzte oder bekannte
Breite bzw. Höhe eines Objekts in Metern geteilt durch die
Strichzahl = Entfernung in Kilometern. |
Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 63 x 16 mm
- Gewicht: 130 g
Das Kompassgehäuse besitzt
an zwei Seiten je ein 70 mm Millimeter langes Lineal jedoch ohne
Ziffern. An der Unterseite befindet sich ein weiteres Lineal (60 mm).
Die Lünette weist eine 6400 Strich Teilung auf, aber der
gemessene Winkel kann auch an der Unterseite auf der 360 Grad-Skala
abgelesen werden.

(Bild anklicken : Militärhandbuch) |
Steckbrief: T.G. Co. Ltd war der abgekürzte Name der
Firma The Gramophone
Company, die 1931mit ihrer Tochter His Master's Voice
(2/3) und mit Columbia Graphophone Co. (1/3) fusionierte um
EMI (Electric & Musical Industries) zu bilden.
Der
Name “The Gramophone Co.” wurde
für verschiedene
Produkte verwendet und während des Krieges nur in
abgekürzter
Form angegeben.
F. Barker
& Son fertigte anscheinend diese Kompasse, da die
laufenden
Nr. immer mit B beginnt.
Der Firmenname T. G. Co. Ltd verschwand unmittelbar nach dem Krieg.
Möglicherweise wurde der Firmenname nur zur Tarnung des wahren
Herstellers verwendet.
Zur Chronologie der verschiedenen
Mark-Bezeichnungen
siehe
Mark
1, 2 etc.
Marschkompass Typ Mk
III
Datenblatt
- Abmessungen: 97 x 58 x 30 mm
- Gewicht: 285 g
- Kompassrose: Perlmutt
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend
|
Man merke die orangefarbenen (damals) selbstleuchtenden
Markierungen aus dem Radium/Zinksulfit-Gemisch.
|
ACHTUNG
- WERTLOSE IMITATE!

Gegenwärtig produzierte funktionell
unbrauchbare Kopie (made in India) des Typs Mk III (s.
Einzelheiten unter Verschiedenes
/ Fälschungen)
|
Modell
MARK 1
(1944)
(Nicht zu verwechseln mit dem Barker-Typ Mark 1-Modell der
französischen Armee)
|
Es hat zwei
verschiedene Modelle gegeben: die erste Serie trug den vollen
Namen "The
Gramaphone Company" (Nr. B6844), während die
Späteren nur die Abkürzung trugen:

(Foto links: Dennis Sweet, der wesentlich zur Klärung dieser
Frage beigetragen hat) |
COMPASS
MAGNETIC
MARCHING
Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 65 x 25 mm
- Gewicht: 150 g
- Teilung: 360 Grad rechtsdrehend
- Serien-Nr.: B17689
- Eine Bedienungsanweisung der Größe des
Spiegels war beigelegt (Kopie
auf Wunsch erhältlich).
Detailansicht der Windrose:
Anm.: Da diese Nummer mit einem 'B' beginnt, bedeutet es, dass dieser
Kompass in Wirklichkeit von F. BARKER & Son hergestellt wurde. |
Steckbrief : Dieses Instrument wurde möglicherweise von LUFFT
(Stuttgart) oder von Stockert (Nürenberg) für den
Motorräder-Hersteller TRIUMPH
anlässlich eines besonderen Ereignisses
gefertigt. Fertigungsdatum: 1924 (rücks. angegeben
über
der Städteliste).
Das Zifferblatt-Design ist demjenigen des berühmten
Bézard-Systems
nachempfunden: West-Ost-"Querband" und scheibenförmiges
Südende der Magnetnadel. Lediglich das Kreuz am Nordende und
die ungewöhnliche Teilung sind einzigartig: Zahl
alle 15 Grad ausg. bei Null und 45, wo die Abkürzung
der Himmelsrichtung steht, wobei Null bei jeder Himmelsrichtung steht!
Das Wort
Marsch-Richtung auf
dem Lineal in der Mitte eines Pfeil ist ebenfalls ein Hinweis auf
Bézard.

Fotos Mark
Robinson
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
Der Marinezirkel wird im Klapplineal verstaut. |
Rücks.: Massstabs-Klapplineal mit Marinezirkel.
Detailansicht
der Städtenamen mit magn. Deklination HIER.
|
Datenblatt
- Maße ü.a.: 74 x 13 x 5
mm; Kompassdurchm.: 56 mm; Marinezirkel: 47 x 10 x
2 mm; Klapplineal-Länge: 74 mm (mit Zirkel) bzw. 70
mm (ohne Zirkel).
- Verriegelung der Magnetnadel beim Zurückklappen der Lineals
- Angelenktes Maßstabs-Klapplineal (Teilung: 50 mm)
mit den Maßstäben 1:50.000 bis 1:400.000 auf der
Rückseite
(linke Spalte, Bild links) und einem repräsentativen
Strich
für eine bestimmte Länge in Km (r. Spalte) sowie
1:25.000 und
1:40:000 an den schmalen Seiten (Bilder unten).

|
- U -
- V -
Steckbrief: Der VEB* Plastverarbeitung war ein (ost)deutsches
Unternehmen aus Tannenberg (Sachsen).
Dieser
Schülerkompasswar
in einer Grundplatte aufgesteckt und konnte abgetrennt und wie ein
Taschenkompass getragen werden. Der Preis war lediglich in
"Mark"
(2,85 M) ausgedrückt. Der VEB Plastverarbeitung war
möglicherweise nach dem Bau der "Mauer" der Nachfolger der
Fa.
PLATIN,
von der wir einen baugleichen Kompass ohne Grundplatte zeigen.
* Volkseigener Betrieb, s.a.
Verschiedenes/Terminologie/Abkürzungen

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |


Schachtel (Vorder- und Seitenansicht)
|
Datenblatt
- Abmessungen: 60 x 48 x 19 mm
- Durchmesser: 40 mm
- Anlegekante: 60 mm

Rückseite der Gebrauchsanweisung |
- W -
Steckbrief: John WARDALE & Co. London -
früheres britisches Unternehmen
(zur Zeit liegen uns keine weiteren Daten vor)

(Zum
Vergrößern, Bild anklicken) |

|
Datenblatt
- Abmessungen: 78 x 78 x 26 mm
- Gehäuse: Holz
- Gewicht: 120 g
- Teilung
. Teilkreis: 360 Grad, linksdrehend
. Kompassrose: 360 Grad rechtsdrehend
- Datum: 1918
- Serien-Nr.: 5474 |
Wehrsport ist ein Oberbegriff für diverse
paramilitärische
Übungen. Er umfasst Gelände- und
Orientierungsmärsche,
Hindernisläufe, Schießübungen,
Nahkampftraining,
Angriffs- und Verteidigungstaktiken. Die staatl. Wehrsportorganisation
der DDR hieß GST (Gesellschaft für Sport
und Technik).
Für mehr Infos, siehe Wikipedia.
In den 1930er und 40er Jahren gab der Kompasshersteller BUSCH eine
Broschüre mit verschiedenen Anleitungen für den Umgang mit
Karte und Kompass heraus, die WEHRSPORTTAFELN (s. Planzeiger).
Foto rechts: Ein Schiedsrichter (Dienstgrad vermutl.
Oberscharführer)
bei einer Übung mit einem
Breithaupt-Kompass
am Hals
(Zum
Vergrößern, Bild anklicken)
Steckbrief: Abkürzung des Namens vom
Firmengründer Wilhelm Kienzler. Früheres deutsches
Unternehmen (mehr Informationen
HIER).
Siehe auch MARINE-, TASCHEN-, ARMBAND- und GEOLOGENKOMPASSE

Modell M 105 F schwarz
Datenblatt
- Gehäuse: Kunststoff
- Abmessungen: 78 x 58 x 20 mm
- Gewicht: 50 g |

Schachtel mit dem NATO-Stern-Logo |

Die scheinbar aus einem halben Zeiger bestehende Magnetnadel ist nur
der blanke Teil einer Scheibe. Dieses Design ist ebenfalls an einem
anderen (älteren) Kompass eines unbekannten Herstellers zu
sehen (s. unter Buchstabe X in der Kategorie Geologen- &
Artillerie-Kompasse) |
Marschkompass
Model M 106 FC
(Katalog 1972)
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Frühes Modell mit militärischer Strichteilung (Ende
Fünfziger/Anfang Sechziger Jahre) |

Datenblatt
- Gehäuse: Aluminium
- Abmessungen: 78 x 55 x 20 mm
- Gewicht: 150 g |

Die späteren Modelle hatten einen rechteckigen Deckel mit
einem NATO-Stern förmigen Logo
Datenblatt
- Gehäuse: Schwarzmetall
- Gewicht: 190 g |

Hier sieht man die für WILKIE-Kompasse typischen
Stabilisierungsflügel sowie den Marschrichtungszeiger |

Einige Modelle hatten ein gefärbtes Glas und eine doppelte
Skala
|

Foto Robert
Nicoud (Zum Vergrößern, Bild anklicken)
Datenblatt
- Modell TOURING 11 (existierte mit und ohne Spiegel)
- Abmessungen: 105 x 60 mm ; Kompassdurchm.: 55 mm
- Datum: frühe 70er
- Zifferblatt: identisch mit den Instrumenten in der Kategorie
Geologenkompasse
- 2-sprachige Exportversion (Engl./Spanisch): "direction of travel /
sentido de marcha" |
Datenblatt
- Modell TOURING 16
- Abmessungen: 105 x 60 mm
- Datum: frühe 70er
- Instrument mit einer Magnetnadel im BILAND-Design
mit den Buchstaben N und S.

(Detailansicht
der Nadel: Bild anklicken)
|
Steckbrief: Franz WINTERER war ein österreichischer
Offizier, der vier Kompassmodelle entwickelte (für mehr
Informationen,
HIER
klicken).
Die Modelle I und II waren für einen militärischen
Einsatz bestimmt und werden in der Kategorie Geologen- und
Artilleriekompasse beschrieben.
Kleiner Wanderkompass Modell "SONNBLICK" nach dem Patent Nr. 117354 aus
dem Jahr 1929
 |


(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |
Patent, S. 1 ((Bild
anklicken: pdf-Datei)

(Link anklicken
für die Seite
2, Abb.)
Datenblatt
- Gehäuse: Aluminium
- Abmessungen: 84 x 43 x 15 mm
- Gewicht: 70 g |
Nachkriegs-Modelle
In einem Buch aus dem Jahr 1953 wird ein weiterer sehr eiinfacher
Kompass beschrieben. Er war mit und ohne Plexiglasgrundplatte
erhältlich. Das Buch gibt auch einen
Größenvergleich mit dem Modell II und dem kleinen
Bézard Modell I.

Die Zeichnungen sind dem Buch KARTEN und BUSSOLEN-FIBEL im
Gelände entnommen. |
Größenvergleich: Modell II (s.
Geologenkompasse) / Bézard (kleines Modell I) / Winterer's
"Plexi-Bussole"

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |

Datenblatt
- Grundplatte: Plexiglas
- Abmessungen (ca.):
90 x 70 x 15 mm
Anm.: Die Bilder auf dem Bucheinband
zeigen einen Kompass mit den Worten Pat. ang.
(angemeldet) auf dem durchsichtigen Kapselboden, aber es ist keine
Nummer angegeben. |

Winterer meldete noch 1956 ein
Patent (Nr. 195662) für einen
flüssigkeitsgedämpften Kompass mit
Auftriebsdrucklagerung des Richtmagneten an, eine
Weiterentwicklung des Plexikompasses. |
- X -
Steckbrief: Hersteller oder Nutzer unbekannt - Ihre Hilfe ist
gefragt .
BESCHREIBUNG
Dieser Kompass ist eines der interessantesten Exponate in dieser
Kategorie. Obwohl vom Design her besonders
low tech
vereint es die wesentlichen Merkmale eines militärischen
Marschkompasses. Dank einfacher aber ausgeklügelter
technischer Lösungen konnte offensichtlich ein Mangel an
industriellen Ressourcen wettgemacht werden. Es wurde ein
Mindestmaß an Metall für die Herstellung verwendet
und die Skalen sind entweder auf der (oberen) Glasplatte aufgemalt oder
als Abziehbilder auf der (unteren) Glasscheibe aufgebracht. Norden wird
mittels eines großen
N und eines Pfeils
angegeben. Die Teilstriche und die weiteren Himmelsrichtungen sind auf
einem Papierstreifen gedruckt, wobei letztere unter der entsprechenden
Zahl stehen (48/O, 32/S, 16/W).
Das Deckglas sitzt sehr locker: Es wird lediglich mittels zweier, von
außen eingesteckter Klammern aus Federdraht gesichert.
Es kann mit zwei Fingern durch Reibung verdreht werden, um einen Winkel
einzustellen.
Eine winzige Bohrung im Glas über der Nordmarke (bei der Zahl
64) ist mit Leuchtfarbe gefüllt.
Die Magnetnadel wird durch das Schließen des Deckels
angehoben und verriegelt.
Das Anpeilen eines Zieles erfolgt mithilfe einer Visiervorrichtung
über Korn und Kimme, wobei der Korn mit Leuchtfarbe versehen
ist. Das Ziel wird durch eine runde Aussparung im Deckel beobachtet. Im
Deckel ist ein Spiegel aus poliertem Metall angenietet.
Die Missweisung kann mittels einer Vorrichtung korrigiert werden. Diese
besteht aus einer Skala an der Unterseite und einer
gerändelten Feststellschraube, die in einem Schlitz an der
Gehäuseseite gleitet.
Die zweiseitige
Gebrauchsanweisung (Kopie auf
Wunsch erhältlich) erwähnt keinen Hersteller. Nur die
Angabe "N/1114 8. 42" könnte eine Jahreszahl enthalten (Aug.
1942)".
Die angegebenen Werte der Mißweisung bestätigen
diese Vermutung: für Berlin gilt der Wert 4,5°.
Die Angabe D.R.P. (Deutsches Reichspatent) ohne Patent-Nr. nach dem
Titel "Marschkompass mit verstellbarem Korrektionslineal" hat auch zu
keinem Hersteller geführt: nach Durchsicht aller im deutschen
Sprachraum (A, CH, D) angemeldeten Kompasspatente konnte dieser Typ
nicht ermittelt werden.
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Datenblatt
- Gehäusematerial: Aluminium
- Durchmesser: 69 mm
- Höhe: 18 mm
- Gewicht: 100 g
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend
- Lackierung: dunkel blaugrau
- Lineal: 50 mm (Abziehbild)
- Korrektur der Missweisung: +/-15 Grad (Abziehbild)
- Gitternetz-Quadrate: 11 x 11 mm
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- Y -
Steckbrief: Ehemaliger irischer Kompasshersteller (weitere
Informationen:
HIER
klicken).
In bezug auf seine technischen Merkmale ähnelt dieser
Kompasstyp dem VERNER Modell VI (vgl. Website vom Compass collector -
s. LINKS), aber er ist vermutlich älter, da es kein
Prismenkompass ist, und die Kompassrose aus Aluminium und nicht aus
Perlmutt besteht. Die Anlenkung des Tragerings besteht aus einer langen
Schraube wie beim älteren Taschenkompass von F. Barker, der
zwischen den Katalogbildern der Modelle
Search und
Scouting
gezeigt wird.
Sein Design hieß Service Pattern: die Nord-Richtung (schwarze
Raute) konnte in der Dunkelheit
von dem schmalen Strich (Süden) vor dem selbstleuchtenden
Hintergrund aus radiumhaltiger Farbe leicht unterschieden werden.
Dieses Exponat wurde als ehemaliger Besitz eines britischen Offiziers
verkauft, der im 6th
Inniskilling Dragoons Regiment
gedient haben soll (siehe WIKIPEDIA, Englisch). Es wurde
möglicherweise in Süd-Afrika während des
Burenkrieges (1899-1902) eingesetzt.

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Der Teilkreis am Rande der Magnetscheibe ist nach oben verkantet, was
die Lesbarkeit der Zahlen erleichtert. Die restliche Fläche
war mit selbstleuchtender radiumhaltiger Farbe getränkt.
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Datenblatt
- Durchmesser: 50 mm
- Höhe: 19 mm
- Gewicht: 135 g
- Material: Stahlgehäuse, Messingring
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend
- Im Deckel ist ein langer Visierschlitz mit einem kreisrunden Loch in
der Mitte ausgesägt. Beiderseits des Schlitzes ist ein
Streifen Leuchtfarbe aufgetragen.
- Kompassrose: Himmelsrichtungen und Teilkreiszalhen Abziehbild auf
Aluminiumscheibe
- Manuelles Verriegeln und Abbremsen der Kompassrose über
einen seitlichen Hebel rechts bzw. einen Druckknopf links (siehe Verner-Modell
Mark VII).
- Lünette: ring mit kreuzförmigem Querbalken und
Visiereinrichtung (mit Korn und Kimme).
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- Z -
Steckbrief: (Es liegen keine Informationen vor - Diese Marke
wurde nur in Italien gesehen)
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Datenblatt
(Keine info - vermutl. billige asiatische Produktion) |
Steckbrief: früheres deutsches Unternehmen? Es
liegen keine Daten vor.
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Datenblatt
- Material: Kunststoff
- Abmessungen: 65 x 55 mm
Geschwindigkeiten von Infanterie-, Kavallerie- und Artillerie- Einheiten
- Skalen: 1:100.000, 1:80.000, 1:125.000, 1:75.000. |

Datenblatt
- Material: Kunststoff
- Abmessungen: 65 x 55 mm
- Geschwindigkeiten von Infanterie-, Kavallerie- und
Artillerie-Einheiten
- Umrechnungstabelle für diverse Längen- und
Flächeneinheiten (deutsche, geographische und russische
Meilen, Wersten, Hektar etc.) |

Datenblatt
- Material: Aluminium
- Abmessungen: 95 x 65 mm
Keine Geschwindigkeitsangaben jedoch eine Kompassrose mit verstellbarem
(rotem) Zeiger. Teilung: 360 Grad rechtsdrehend und 6400 Strich
linksdrehend. Vermerk: "Visierlinie". Ein eingebauter Kompass
(Durchmesser 25 mm) mit eingeklebter Rose aus reflektierendem
Alupapier. Im Kompass: ein Punkt aus Leuchtfarbe bei ca. 340 Grad
(Magn. Nord). Die Nordspitze der Magnetnadel ist ebenfalls mit
Leuchtfarbe versehen. |