- S -
Steckbrief: Fernando SCHLACHT (wohnhaft via Farneli, 10 in Mailand,
Italien) ließ sich 1938 und 1940 zwei Erfindungen
patentieren, auf deren Basis dieser Kompass gebaut wurde. Ihm zugrunde
liegt auch ein von
WINTERER
patentierter und in Italien
geläufiger Kompasstyp (s. Geologen- und Artillerie-Kompasse).


Zum
Vergrößern, Bilder anklicken
Fotos Lisa Chappa
|
Zahlen
1-0: Im
Patent werden diese Symbole wie folgt beschrieben: segni per le segnalasioni
agli
aerei, d.h. für
Zeichen an die Piloten von
Flugzeugen, beispielsweise mit Steinen am Boden.
Einige Symbole sind mit römischen Ziffern identisch (4 = IV, 5
= V).
Markierungen: Brevettato
(patentiert auf Italienisch) und die Nummern 365749 & 383624.
(Kopien
der
Patente auf Wunsch erhältlich)
|

Unterseite: Morse-Alphabet (spezielle Version mit Zeichen für
akzentuierte Vokale sowie für ´N und CH).
Datenblatt
- Abmessungen: 106 x 50 mm
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend, Himmelsrichtungen auf Englisch
- Kimme: doppelt, kippt in Längsrichtung
- Nadel-Feststellung: durch hebel beim Schließen
- Roter Punkt an der Seite: Querschieber mit unbekannter Funktion
|
Steckbrief: ehemaliges französisches Unternehmen
(für mehr Information
HIER
klicken).
Es fertigte mit anderen Firmen den
Modèle
1922 genannten Kompasstyp.
Siehe auch Geologen- und Artillerie-Kompasse.
 |

Kennzeichnung von Magnetisch Nord mit radiumhaltiger Farbe (s. a. das
Modèle 1922 von CRC). |

Datenblatt
- Abmessungen und Gewicht: s. Modèle 1922
- Teilung: 400 gon, rechtsdrehend
- Serien-Nr.: 1644 |
Steckbrief: früheres britisches Unternehmen (mehr
Informationen
HIER).
S & M vertrieb zusammen mit der US-Firma Taylor (Name des
Jointventures TYCOS) Verner-Typ-Kompasse

(Foto
G. Perry) |
Marschkompass
Typ Verner's
Mk VII mit manuellem Feststellen der Rose. Vgl. mit dem French Ltd
Kompass Typ Verner Mk
VIII,
dessen Deckel mit einem Hebel ausgerüstet ist, der das
Feststellmechanismus beim Schließen automatisch aktiviert.
(Ein
Faksimile der
Original-Gebrauchsanweisung kann bestellt werden - Bild: HIER klicken). |
Datenblatt
- Durchmesser: 54 mm
- Höhe: 21 mm
- Gewicht: 150 g
- Material (Kompassrose): Aluminium
- Datum: 1915
|
Das bekannteste Modell war vermutlich THE
MAGNAPOLE,
wovon es
anscheinend mehrere Versionen gegeben hat: mit feststehendem und mit
drehbarem Glas, mit großem Ring für den Daumen sowie
mit
Prisma (als Marschkompass). Das Patent
(Nr. 22.598) wurde 1914 von Francis
Edward Collinson,
Manufacturer und Short & Mason Ltd, beide von Aneroid
Works, Mac-
Donald Road, Walthamstow, London N.E. angemeldet. Vgl. mit dem
REFLECTOR-Modell.
Der Modellname MAGNAPOLE wurde ebenfalls für einen
Taschenkompass im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem
nordamerikanischen Hersteller
TAYLOR
verwendet.
Steckbrief: Schwedisches Unternehmen (mehr
Informationen
HIER).
SILVA hat 1990 SISTECO übernommen (s. weiter u.) und baut
weiterhin das Modell IV. Siehe auch Armband- und
Ansteckkompasse.
SILVA
hat außerdem
zwei
Filme produziert, der eine
über den Umgang mit Karte und kompass, der andere
über
die neue Sportart
Orientierungslauf.
Typ
6
- 400
Datenblatt
Einfacher Kompass
für den Orientierungslauf.
Hersteller: A.B. BRÖDERNA
KJELLSTRÖM
(Gebrüder Kjellström A.G.)
- Abmessungen
. Anlegekanten: 90 mm und 35 mm
. Kompassdurchm.: 50 mm
- Reste schwarzer Farbe
- Teilung (Rücks.): 400 gon

Das Nachfolgemodell mit durchsichtiger Grundplatte hieß Typ 3 - 400:

|
Modell
II-S (1933)
(vgl. mit den LYTH
und NIFE-Vorläufern)

Die einzige bekannte Gebrauchsanweisung ist eine vierseitige maschinen-geschriebene
französische Fassung
mit eingeklebten Bildern.
|
Datenblatt
- Abm.: 70 x 68 x 20 mm
- Gewicht: 215 g
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend
- Serien-Nr.: 2094
- Himmelsrichtungen auf Dänisch bzw. Norwegisch (V-O)
Dieses Modell wurde bis in die 1960er J. angeboten (s. nachst.
Katalog):
 |
"Armékompass"
Modell
1939*
(Nach dem 2. WK Typ 15 Ranger genannt)

Datenblatt
- Abm.: 100 x 64 x 20 mm
- Gewicht: 130 g
- Teilung: 6300 Strich, rechtsdrehend plus 400 gon-Skala an der
Unterseite
- Serien-Nr.: 20089
|
Unterseite
und
Detailansicht der 6300er Teilung:

- Gravur an der Unterseite der Kompassdose: 8/53 (Fertigungsmonat und
-jahr?)
- Himmelsrichtungen in schwedischer Sprache
(N-Ö-S-V): s. "VERSCHIEDENES / Himmelsrichtungen"
- Parallele Linien in 5 mm-Abstand auf der N-S-Achse: 0-10 (nur die
Ziffern 3, 5, 7 und 9): 50mm Gesamtbreite
|
* Anm.: Der
Begriff Armékompass
ist die Bezeichnung in schwedischer Sprache
Schweden verwendete für die militärkompasse bis vor
Kurzem eine Teilung mit 6300 Strich (streck
auf
Schwedisch).
Die Vermessungseinheiten der schwedischen Artillerie verwenden
Theodoliten mit gon-Teilung, während die vorgeschobenen
Artilleriebeobachter und die Gefechtsbatterien die schwedische
streck-Teilung
(6300 Strich) verwenden.
(Quelle:
Herr Håkan
Sahlin, Major a.D.) |

Modell EXPEDITION
Type 4-54
in der Version der britischen
Streitkräfte
Datenblatt
- Selbstleuchtende Markierungen (Marschrichtung und Nadelnordspitze)
aus Tritiumhaltiger Farbe (³H)
- Abmessungen: 124 x 60 x 10 mm
- Teilung: 6400 Strich, rechtsdrehend
- NATO-Versorgungs-Nr. (NSN): W 10/6605-99-529-3731)
- Drei Planzeiger, davon einer für die britischen
Militärkarten (1:63360),
1 Zoll = 1 Meile. |

Bild oben rechts:
das Logo der US Girl Scouts
Modell Type
5 SILVA Jr. der
US Pfadfinderinnen (Girl
Scouts, GS9)
S.a. Pfadfinder
sowie
(unter Taschenkomp./ Kompass Unterricht.) ein Lernspiel
für Anfänger
Datenblatt
- Abm.: 76 x 50 x 14 mm
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend,
|
Das
Buch von
SILVA-Gründer Björn
Kjellström Be
an Expert with Map and Compass
(1955) enthielt auch einen
Übungskompass* und eine Karte des Nationalparks von Adirondack
(N.Y.) mit dem Pfadfinder-Camp am Ufer von Lake George.
* s.a. LENSATIC
sowie Karte und
Kompass

Bild
links anklicken: Foto von Übungskompass und Karte -
Rechts:
Werbeblatt für das Buch
|
Das
1. von SILVA U.S.A. (gegr. 1948) gebaute Modell war Type
2 Voyager* (1950er Katalog).
Es war 'Reg. Pat. Off.' (Registered
U.S. Patent Office) markiert. 1975 wurde das U.S.
Patent
Office in U.S.
Patent and Trademark Office umbenannt.
* Der gleiche Kompass
wird Typ
7 in der schwedischen Version
bezeichnet. |
1958er Katalog von
SILVA Inc. Laporte, IND (USA)
|

In diesem Katalog erscheint auch das berühmte Modell
von RECTA
hier Type
25 Prospector genannt.
Anm.: Im Buch von 1955
hieß das Modell Type 15
noch Ranger
und das Explorer genannte
Modell
war quasi identisch mit Type 2. |
| Ein
sechseckiger Kompass mit der Bezeichnung Type
21 Pioneer wurde in
(?)
kreiert, aber er bot keinen technischen Vorteil. Im Gegenteil, seine
undurchsichtige Aluminium- Grundplatte ist ein Nachteil. |
Werbung und Anleitung
(Für
Einzeilheiten, Bilder anklicken)
|
|
Steckbrief:
James
A. SINCLAIR (& Co. Ltd)
(Foto
Graces
Guide)
war ein britischer Hersteller von Fotoausrüstung (u. a. die
Kamera
Tropical Una). Er ist außerdem für sein Handbuch der
Fotographie und viele Landschaftsbilder bekannt geworden. Kompasse mit
der Herstellerbezeichnung SINCLAIR HAYMARKET LONDON wurden jedoch von
Kompassfabrikanten hergestellt. Er starb 1940.
Das nachstehend beschriebene Instrument wurde vermutlich speziell
für SINCLAIR durch F.
Barker & Son gefertigt, da es in keinem Barker-Katalog
erscheint. Es handelt sich um ein Übergangsmodell zwischen dem
Verner-Muster und dem kleineren erfolgreichen
Mark III-Modell. Es zeichnet sich aus durch eine zweifache Verglasung
des Deckels aus, wovon die obere Scheibe eine Marschrichtungslinie aus
Radiumhaltiger Farbe aufweist und um +/- 90° verdreht werden
kann
einerseits, sowie durch eine Kompassrose mit durchsichtigem Rand
gemäß Barker-Patent Nr. 29677 aus
dem J. 1910 (s.
a. Steward). Seine ungewöhnliche Größe und
das
resultierende hohe Gewicht waren vermutlich der Grund für den
wirschaftlichen Misserfolg.
S. a. Taschenkompasse.

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
|

(Foto
N. Godridge)
|
Datenblatt
- Abm. (Durchm.): 75 mm
- Gewicht: 450 g
- Kompassrose: durchsichtiger Rand (Barker-Patent)
- Teilung: 360°
- Markierungen an der Rückseite: s. Bild links.
Vgl. mit den anderen Produkten von BARKER. |
SINGER
Erfinder eines berühmten Windrosentyps (mehr
über ihn
HIER).
Steckbrief: Britischer Kompasshersteller (www.sirs.co.uk).
Das von SIRS gefertigte
Modell G150 (s. Stanley weiter unten)
trägt ein Typenschild wie das rechts abgebildete Muster.
Steckbrief: SISTECO Ltd war ein finnisches Unternehmen, das
ein früheren Leiter von SUUNTO gegründet hatte. Es
wurde 1990 von SILVA
übernommen. SISTECO baute u.a. diesen militärischen
Marschkompass
(ähnlich dem Typ
M-71 von
Barker,
vgl. mit
Glauser)
und den SILVA weiterhin unter der Bezeichhnung Mark IV produziert. S.a.
den Marine-Peilkompass
SIGHT
MASTER.

|

Die
M-71 ähnliche Scheibe
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
|
Datenblatt
- Abmessungen (Durchm. x Höhe): 60 x 34 mm
- Gewicht: 200 g
- Scheibe: Perlmutt
- Teilung: 60oo Strich (sowj. System)
- Beleuchtung: Tritium (unter dem Prisma und in Visierrichtung unter
dem Teilungsring)
- Gehäuse: Kunststoff (Polykarbonat)
- Unterschrift des Hersteller unter dem Prisma (Foto rechts)
- Tragetasche:
Kunstleder,
militärisch grün-grau
(Foto:
Link anklicken)
|
ŠP
Steckbrief: (Abkürzung
/ Firmenname noch ungeklärt)
Ehem.
tschechoslowakisches Unternehmen, das in den 30er-40er
Jahren Kompasse vom Typ
Bézard
produzierte. Vergl. mit
dem baugleichen
Kompass mit dem Firmenlogo der Fa.
MEOPTA,
die
möglicherweise ŠP übernahm.
Anscheinend besteht der einzige Unterschied (außer dem Logo
am
Boden) in der Ausführung
des
Marschrichtungspfeils, der beim MEOPTA-Modell außen
erhaben
ist
(tiefgezogen).
Bézard-typische
Magnetnadel mit
leuchtendem Punkt bei
Süd und Kreis
am Glas.
 |

Detailansichten:
Bilder anklicken |
Das
Armee-Modell weist auf beiden
Seiten des Deckels
zusätzlich zum eingravierten Marschrichtungs-Pfeil das Wort SMĚR
(Direktion/Richtung) auf. Außerdem außen
eingraviert: eine
Serien-Nr (?) 286 und die
Armee-Einheit 10 / 32 jeweils zur Hälfte seitl. des
Wappens
(springender Löwe in einer Raute) der
tschechoslowakischen
Streitkräfte geschrieben.
Datenblatt
-Teilung: 64oo Strich
rechtsdrehend.
- Anschlag für richtige Deckelposition wenn
geöffnet: Zylinderkopfschraube.
- Anlegekante: 50 mm
- Gewicht: 70 g
- Der Spiegel kann mittels eines ausgestanzten Federblatts in einem
Winkel
von 45 Grad arretiert werden.
|
 |

Detailansicht des
Zifferblatts:
Bild r. anklicken |
Datenblatt
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend
- Anlegekante: 50 mm
- Gewicht: 70 g
- Der
Pfeil besteht aus einem Abziehbild, jedoch
außen diskreter als innen (wegen Sichtschutz?)
- Der Spiegel kann mittels eines ausgestanzten Federblatts in einem
Winkel
von 45 Grad arretiert werden.
- Herstellerlogo:
die Buchstaben Šp übereinander
gelegt.
|
Steckbrief: Elmer Ambrose Sperry (12. Okt. 1860
– 16. Juni 1930, s.
Wikipedia)
war ein U.S. Erfinder und Unternehmer. Er wird als Miterfinder des
Kreiselkompasses betrachtet. Er
fertigte Marschkompass-Versionen von
Creagh-Osborne.
Der Spiegelkompass wurde von ... in ... (?) erfunden. Spiegelkompasse
weisen gewöhnlich wie die
Prismenkompasse
eine doppelte Teilung auf der Kompassrose auf: die eine kann mit
bloßem Auge von oben gelesen werden, während die
andere in Spiegelschrift gedruckt ist und in dem im Deckel
eingebrachten Spiegel gelesen wird.
Beispiele von Spiegelkompassen in unserem Museum:
- Geologen- und Artilleriekompasse:
Breithaupt,
Brunton,
FPM,
Rossignol,
Winterer...
- Marschkompasse:
Bézard,
Busch,
Cruchon
& Emons,
Doignon,
Plan,
RECTA,
SILVA,
"S"
(C. Stockert) ...

Steckbrief: Früheres
britisches Unternehmen (mehr darüber
HIER).
Abb.
rechts: Werbeprospekt (Auszug)
Modell G150
Die Produktion dieses in den frühen 1970er J. entwickelten
Kompasstyps wurde nach 15 J. Pause ab 1999 von SIRS
NAVIGATION Ltd. (s. o.) übernommen. Die Produktion ist
inzwischen wieder eingestellt.
Dieser Kompasstyp ist sehr berühmt: er wurde von den
britischen Truppen während des Falklandkrieges (1982) und des
ersten
Golfkriegs (
Desert
Storm, 1990-91)
eingesetzt.
Steckbrief: Ehemaliges deutsches Unternehmen mit Sitz in der
ehemaligen Böcklinstr. 2 (heute Lommelstr.) in
München-Solln. Der Firmenname "Carl von Stein,
Moment-Apparate"
erscheint auf der Gebrauchsanweisung. Die Firma war 1937/38 (?)
durch
Carls Ehefrau Erika von Stein-Liebenstein zu Barchfeld
gegründet worden. In den Adresslisten
(Telefonbüchern)
Münchens für das Jahr 1942
steht "Stein, Carl von, (HR), Meßgeräte u.
elektr.techn.
Apparate". Die Abkürzung HR (
Handelsregister)
weist darauf hin,
dass das Unternehmen eingetragen war. Während des ersten
Luftangriffs auf München am 19.9.1942 fiel eine Lufttmine
punktgenau auf das Haus Nr. 1, die dem
Industrieunternehmer Rodenstock (Optik) gehörte. Die
Fa. von
STEIN verschwindet aus den Telefonbüchern ab dem folgenden
Jahr,
was vermuten lässt, dass das gegenüberstehende
Haus Nr.
2 (und seine Bewohner?) ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen
wurde.
Das einzige bekannte Modell ist dieser TYP 39 genannte Kompass
(vermutl. weil
1939 entwickelt), der erstaunlicherweise
aus einem kleinen Aluminium-Taschenkompass und einem
größeren Bakelit-Gehäuse besteht.sa
 |
 |

|
Datenblatt
- Kompass-Durchmesser: 35 mm
- Gehäuseabmessungen: 80 x 80 x 21 mm
- Gewicht: 95 g
- Anlegekante mit Lineal: 70 mm
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend im Kompass und am
Marschrichtungsring
- Der Kompass ist mittels zweier Laschen an der durchsichtigen
Grundplatte befestigt.
- Gebrauchsanweisung (Fotokopien können bestellt werden). |
Steckbrief: J. H. Steward war ein englischer Hersteller (mehr
Informationen
HIER).
Einige der hier abgebildeten Kompasse wurden vielleicht von
Fr. Barker
& Son konzipiert und/oder gefertigt (s. a. Armband-, Geologen-,
Marsch-
und Taschenkompasse).
Abbildungen:
- 1. Reihe: Früher Verner Mark III - Vorgänger
des prismatischen Modells
(Mk IV: s.
Newton).
- 2. Reihe:
Für
den Nachteinsatz modernisierte Version
des
Verner Mk VII systems mit
einer speziellen Kompassrose. Das zentrale Bild ist ein
Muster, das Barker unter dem Namen
Royal Geographical
Society eintragen lassen
wollte. Dies wurde jedoch zweimal
abgelehnt
und Barker verwendete in seinen Katalogen von 1906 bis 1926
die Abkürzung R.G.S. für die Reg. Nr. 416645 ohne
weitere Erläuterung* (andere Beispiele unter
BARKER).
Der Rand der Kompassrose ist aus
transparentem Material (Glimmer) gemacht (s. a.
MORDAN).
Unter der Linse
des Prismas
befindet sich im Gehäuse eine runde Fassung
für radiumhaltige Farbe. Dadurch konnte der
Winkelwert auch
in der Dunkelheit gelesen
werden. Am Gehäusedeckel ist zusätzlich zum
üblichen Glas mit der vertikalen eingeritzten Visierlinie eine
zweite, um
90° drehbare Glasscheibe eingebaut mit einem
Marschrichtungsstrich
aus radiumhaltiger Farbe (Barker-Patent Nr. 29.677 v. 21. Dez.
1910).
*
Quelle
www.trademarklondon.com (alles über Barker auf CD-Rom
erhältlich - 500 S.)
- 3. Reihe: (Div. Muster) Singer und Service Pattern, Standard Mark III
Kompass (2. Weltkrieg)
Muster: vgl. mit YEATES
|
Verner
Compass Mk
III

Fotos Bob Thacker
(Zum Vergrößern Bilder anklicken)
|
Datenblatt
- Abmessungen: ....mm
- Herstellungsdatum: 1897

|

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
|

|
Datenblatt
- Abmessungen
. Durchmesser: 53 mm
. Höhe: 23 mm
- Gewicht: 150 g
- Serien-Nr. 11
- Markierung an der Rückseite: A.H.S.
- Kompassscheibe: Aluminum und Glimmer
- Ledertasche mit Gürtelschlaufe:

|
Modell Cbynite
mit SINGER-Typ Kompassrose und
Radium-Marken (1910)

(Foto.
N.
Godridge)
S. a. Taylors Modell Ceebynite
Datenblatt
- Mark III: s. T.G. Co.Ltd
- Service Pattern: s. YEATES
- Singer's pattern |

Modell
Service
Pattern
(Fotos
oben und rechts N.
Godridge)
Zum
Vergrößern, Bild anklicken
|

Modell MARK III mit
Tasche
Schenkung von Arbert ZUUR
(www.heaterso.com) |
Steckbrief: U.S. Unternehmen, Hersteller u.v.a. des Linsenkompass-Typs
M-1950.
Steckbrief: Deutsches Unternehmen (mehr Informationen
HIER
und auf der firmeneigenen Website).
S. a. Taschenkompasse.
Die Kompassrose war wie damals üblich (1930er-40er J., siehe
BUSCH
JUNGENDIENST-KOMPASS) ursprünglich weiß wit
schwarzen Teilstrichen und Himmelsrichtungen. Später kehrte
die Firma die Darstellung um: weiße Marken auf schwarzem
Grund.
Es gab vor dem 2. Weltkrieg 4 verschiedene Modelle : Marsch- bzw.
Touristen-, Jugendkompass, Pfadfinder und Kommit.
In den 1960er J. bestand eine enge Zusammenarbeit mit den beiden
anderen
Kompassherstellern aus der unmittelbaren Nachbarschaft (Fürth
und Nürnberg) und die Kataloge von
C. Stockert, PASTO und Wilkie
waren vergleichbar in bezug auf
Aufmachung und Inhalt.
Der TOURISTEN-KOMPASS
unterscheidet sich vom
MARSCH-KOMPASS dadurch,
dass der Deckel genauso geformt ist wie das Kompassgehäuse
(mit schräger Kante) und an der linken Seite eine
Verlängerung der Anlegekante besitzt (Gesamtlänge 10
cm).
An der rechten Seite des Kompassgehäuses befindet sich bei
beiden Modellen ein farblich nicht hervorgehobenes aber erhabenes 60 mm
langes Lineal.

Modell "Pfadfinder"
 |

Rückseite des Pfadfinder-Kompasses. Er unterschied sich vom
"Jungendienst-Kompass" der Firma BUSCH dadurch, dass er einen
(DBGM-geschützten) Daumenhaltering besaß, der beim
hochklappen, den Deckel entriegelte (Patent-Nr. 476998 / 1954).

(siehe Bedienungsanweisung). |

Das Logo der Fa. C. Stockert und Sohn ist der in einem
länglichen Sechseck eingeschriebene Buchstabe S
Datenblatt
- Gehäuse: Bakelit
- Deckel: Messing
- Ring: Nickel
- Abmessungen: 60 x 55 x 18 mm
- Gewicht: 72 g |
Vom
Marschkompass (MKo)
sind zwei Versionen bekannt: die
ältere mit nur 50 mm Anlegekante und weißem
Teilkreis (s.
nächste Reihe) und die
spätere mit schwarzem Teilkreis und 100 mm Anlegekante:
Der Marschkompass war der offizielle Kompass der
Jugendorganisationen wie die Hitler-
Jugend. Bild eines Pimpfes
beim Anpeilen mit einem Marschkompass: HIER
klicken.
Unten: das Modell "Touristen*-Kompass"
(spätere Version mit schwarzem Zifferblatt und verzinktem
Deckblech)

* Siehe damalige Definition des Wortes in
VERSCHIEDENES
/ Terminologie
|
Peilen
mit dem Marschkompass
Abb. der 1. Version (s.u.) im Prospekt

|

Der Ausklapphebel zum Festhalten.
Bild unten: Patent aus dem Jahr 1938
(Bild anklicken zum Aufruf der
pdf-Datei)

Datenblatt
- Patent 659518 (1938)
- Abmessungen: 60 x 55 x 20 mm
- Gehäuse: Bakelit
- Deckblech: Aluminium bzw. Zink
- Gewicht: 60 g (Marschkompass)
bzw. 78 g (Touristenkompass) |
Die
erste
Version
des
"Marsch- Kompasses" mit rotbemaltem Südteil der Magnetnadel
und Lünette aus Messing
(s. Abb. oben Mitte : Metallanfaßring).
Der Spiegel hatte noch keinen vertikalen Durchbruch (vgl.
BUSCH) und das Gehäuse keinen Ausklapphebel.

|
Detailansicht
des Teilungsrings und der Nadel
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
|
Die
Magn.-Nord-Marke
(Missweisung) bestand aus einem separaten, seitlich befestigten Stift
bei der Urversion aber aus einer scharfen Spitze, die Teil des
Teilungsrings war, bei der späteren. Version.
|
Deckeloberseite
des "Marsch-Kompass"

|
Deckeloberseite
des "Touristen-Kompass"
 |
Bedienungsanweisung
der Kompasse Pfadfinder-, Marsch- und Touristen-Kompass

|
Modell
"Marsch-Kompass Jugend"
Frühe Ausführung mit links drehender Teilung
 
Den Jugend-Kompass gab es in vier Varianten: mit oder ohne
Spiegel, mit/ohne Marken aus
radiumhaltiger Leuchtfarbe (unten r.).
 |

Späte Ausführung mit rechtsdrehender Teilung.
Einfaches Modell ohne Spiegel. Die Magnetnadel wurde mit einem kleinen
Hebel per Hand festgestellt, während dies bei der
Spiegelversion durch das Schließen des Spiegels erfolgte.

|

Der Text der Schachtel vom Jugend- Kompass lautete bis zum Ende des 2.
Weltkrieges zunächst "Das
Marschieren..." (Bild
anklicken: die
frühere Schachtel)
Datenblatt
- Abmessungen: 50 x 50 x 13 mm
- Gehäuse: Bakelit
- Deckblech: Aluminium
- Gewicht: 24 g
|
Der
erste
KOMMIT-Kompass 
Diese Deckelform ist auch an einem PASTO-Kompass zu sehen |

|
Datenblatt
Trockenkompass mit Haltehebel
- Abmessungen: 80 x 58 x 18 mm
- Gehäuse: Bakelit
- Deckel: Metall, außen und um den Spiegel herum schwarz
lackiert
- Gewicht: 65 g
- Anlegekanten: 60 mm und 2 Zoll
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend, schwarze Ziffern und 6400 Strich
linksdrehend, rote Ziffern, Himmelsrichtungen in rot. |

Modell KOMMIT
in moderner Ausführung
Dieser Kompass trägt zwar keinen Herstellernamen und kein
Logo,
aber die Bezeichnung Kommit
deutet auf C. Stockert & Sohn. |

Die Fluid-Kapsel und die Form der Magnetnadel
deuten auf eine Zusammenarbeit mit WILKIE (s. a.
übernächste
Reihe). |
Datenblatt
Flüssigkeitsgedämpfte Ausführung des KOMMIT
und des Pfadfinder-Modells mit automatischer Spiegelentriegelung
mittels Tragring. Ausklappbarer Haltehebel
- Abmessungen: 80 x 58 x 18 mm
- Gehäuse: Bakelit
- Spiegel: Metall
- Gewicht: 65 g
- Anlegekanten: 60 mm und 2 Zoll
- Teilung: 6400 Strich rechtsdrehend
Vermutl. späte 60er J. |
Versionen mit trockener und mit Fluidkapsel
|
Dieser
Kompass
trägt gleichzeitig an der Rückseite
die Angaben D.R.P. und D.B.G.M. (siehe VERSCHIEDENES/ Terminologie/
Abk.), was auf
ein Fertigungsdatum in den
späten 50er oder frühen 60er Jahren hinweist. Das
S-Logo ist
auf der flüssigkeitsgedämpften Version nicht
vorhanden.
|
Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 60 x 22 mm
- Gehäuse: Kunststoff
- Spiegel: Metall, Rückseite Zink gehämmert
- Gewicht: 77 g
- Anlegekanten: 50 mm und 2 Zoll
- Teilung: 6400 Strich rechtsdrehend
|
| Es
gab ferner eine größere
Version (Breite: 65 mm; Anlegekante aufgeklappt: 130
mm). Die vermutlich ältere Version besaß eine
trockene
Magnetnadelkapsel in einem Bakelitgehäuse (Teilung: 6400
Strich, linksdrehend). Die
Außenflächen waren diamantförmig geriffelt
und die einzigen externen Markierungen waren ein
kleines Logo (S in einer gestreckten Raute über der
Anlenkung des
Halterings) und die Abk. DRP auf der gegenüberliegenden Seite.
Die
modernere Version hatte eine vermutl. von WILKIE gelieferte, rote
flüssigkeitsgedämpfte
Magnetnadel (Teilung: 6400 Strich, rechtsdr.) in einem
Leichtmetall-Gehäuse mit grauer "gehämmerter"
Lackierung. |
(Fotos
oben Jaypee - Privatsammlung)
|

Größenvergleich
|
TTTYPИCT-2
(TOURIST-2 )
Eine russische zivile Version (360°) wurde ebenfalls in der
UdSSR
vermutlich als Lizenzbau in den 1950er J. unter der
Bezeichnung TOURIST-2 produziert. Der Herstelle ist
unbekannt. Sein Logo stellt eine Raute dar, in der der Buchstabe
П
(P) innerhalb des Buchstaben
Э
(Ä)
eingeschrieben ist. Der Preis (3 Rubel) war in der
Bakelitmasse des Gehäuses an der Rückseite angegeben.
Eine
Version davon wurde anlässlich der
Olympischen
Spiele in Moskau 1980
mit dem Logo der
Spiele gefertigt. Er wurde in einer
Plasteschachtel
(
Link
anklicken: Foto)
mit der Abbildung
einer Windrose
und dem Name der Stadt Moskau auf Russisch (
MOCKBA).
|
|
|

Die Rückseite mit Logo (vergrößert. r.)
und Preis 3 Rubel (links, unten) |
Steckbrief - Ehemaliges US-Unternehmen, Long Island (L.I.) City, New
York - (Mehr Informationen
HIER
- in Vorbereitung)
Linsenkompass
Modell M-1938
(siehe auch Armbandkompasse).
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken) |
|
|
Datenblatt
- Abmessungen: 72 x 55 x 20 mm
- Gewicht: 80 g
- Teilung: 360°
- Vgl. mit der Version von GURLEY
|
SÜSS NÁNDOR
Siehe
MOM
- T -
Steckbrief: Ehemaliges jugoslawisches Unternehmen
(für mehr Information
HIER
klicken).
Die Volksarmee Jugoslawiens verwendete zuerst Kompasse, die den
deutschen Gefangenen abgenommen worden waren. Teleoptik entwickelte
später eigene Modelle. Die Bezeichnung dieser beiden Kompasse
bezieht sich auf das Jahr ihrer Indienststellung, jeweils 1949
für das Modell M.49 bzw. 1953 für das Modell M-53.
Uns liegen die Handbücher (in serbokroatischer Sprache) vor:
- M.49: militärische Fassung
- M-53: militärische und zivile Fassung.
Kopien können bestellt werden (siehe BOUTIQUE).
Modell
M.49

Die Skalen beiderseits des Visierschlitzes im Deckel (Mesni ugao)
dienen der Entfernungsmessung: Bei der rechten Skala mußte
der
Beobachter einen Abstand von 50 cm zwischen Auge und Kompass einhalten.
Bei der linken Skala beträgt der Abstand zwischen Auge und
Kompass
25 cm.
(Zum
Vergrößern, Bild anklicken) |

 |
Datenblatt
- Durchmesser: 60 mm
- Höhe: 20 mm
- Gewicht: 100 g
- Teilung: 6400 Strich
Kompassrose (s. Verschiedenes/ Himmelsrichtungen, Serbokroatisch)
 |
Modell
PO-52

|

Rechenformeln an der Rückseite |
Datenblatt
- Durchm.: wie oben
- Teilung: 6400 Mils
- Zifferblatt: wie oben, mit zusätzl. einem Pfeil aus
Leuchtfarbe auf dem Deckglas der Lünette
- Kein Spiegel
|
Modell
M-53

 |

(Skizze aus dem Handbuch der
jugoslawischen Armee)
Ermittlung der höhenlage eines Ziels über der
Horizontalen
Dem
Bézard-Modell nicht
unähnlicher Kompass jedoch mit einer ganz besonderen Funktion:
mit ihm können Entfernungen bzw. Abstände gemessen
werden. Dazu dienen die am Deckel neben den Visierschlitzen
angebrachten Strich-Skalierungen (S+ 0-150 bzw. S- 0-150, d.h. 0 bis
1500 Strich. Hierzu muss ein Abstand von 25 cm zwischen Auge und
Kompass eingehalten werden. Zu diesem Zweck ist in der Tragkordel ein
Knoten angebracht. Der abgelesene Skalenwert ergibt die Entfernung nach
der Artillerie-Formel „ein Strich = 1 m in 1 km
Entfernung“. Beispiel: geschätzte oder bekannte
Breite bzw. Höhe eines Objekts in Metern geteilt durch die
Strichzahl = Entfernung in Kilometern. |
Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 63 x 16 mm
- Gewicht: 130 g
Das
Kompassgehäuse besitzt
an zwei Seiten je ein 70 mm Millimeter langes Lineal jedoch ohne
Ziffern. An der Unterseite befindet sich ein weiteres Lineal (60 mm).
Die Lünette weist eine 6400 Strich Teilung auf, aber der
gemessene Winkel kann auch an der Unterseite auf der 360 Grad-Skala
abgelesen werden.

Bild anklicken : Militärhandbuch
Fotokopien
können bestellt werden |
Steckbrief: T.G. Co. Ltd. war der abgekürzte Name der
Firma
The
Gramophone
Company, die 1931 mit ihrer
Tochter His Master's Voice
(2/3) und mit Columbia Graphophone Co. (1/3) fusionierte um
EMI (Electric & Musical Industries) zu bilden.
Der
Name “The Gramophone Co.” wurde
für verschiedene
Produkte verwendet und während des Krieges nur in
abgekürzter
Form angegeben.
F.
Barker
& Son fertigte
anscheinend diese Kompasse, da die
laufenden
Nr. immer mit dem Buchstaben 'B' beginnt.
Der Firmenname T.G. Co. Ltd. verschwand unmittelbar nach dem Krieg.
Möglicherweise wurde der Firmenname nur zur Tarnung des wahren
Herstellers (F. Barker & Son) verwendet.
Zur Chronologie der verschiedenen
Mark-Bezeichnungen
siehe
Mark
1, 2 usw.
Marschkompass
Typ Mk
III
Datenblatt
- Abmessungen: 97 x 58 x 30 mm
- Gewicht: 285 g
- Kompassrose: Perlmutt
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend
|
Man merke die orangefarbenen (damals) selbstleuchtenden
Markierungen aus dem Radium/Zinksulfit-Gemisch.
|
ACHTUNG
- WERTLOSE IMITATIONEN
!

Gegenwärtig
produzierte, funktionell
unbrauchbare Kopie des Typs Mk III
(mehr
dazu unter Verschiedenes
/ Fälschungen)
|
Modell
MARK 1
(1944)
(Nicht zu verwechseln mit dem Barker-Typ Mark 1-Modell der auch in
französischen Armee verwendet wurde)
|
Es
hat zwei
verschiedene Modelle gegeben: die erste Serie trug den vollen
Namen "The
Gramophone Company" (Nr. B6844), während die
Späteren nur die Abkürzung trugen nur die Abk.

(Foto links: Dennis Sweet, der wesentlich zur Klärung dieser
Frage beigetragen hat) |
COMPASS
MAGNETIC
MARCHING
Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 65 x 25 mm
- Gewicht: 150 g
- Teilung: 360 Grad rechtsdrehend
- Serien-Nr.: B17689
- Eine Bedienungsanweisung der Größe des
Spiegels war beigelegt (Kopie
auf Wunsch erhältlich).
Detailansicht der Windrose:
Anm.: Da diese Nummer mit einem 'B' beginnt, bedeutet es, dass dieser
Kompass in Wirklichkeit von F. BARKER & Son hergestellt wurde. |

Steckbrief : Dieses Instrument wurde von
Meiser
& Mertig
für den
Motorräder-Hersteller TRIUMPH
anlässlich eines besonderen Ereignisses
gefertigt. Fertigungsjahr: 1924 (rückseitig
über
der Städteliste).
Das Zifferblatt-Design ist demjenigen des berühmten
Bézard-Systems
nachempfunden: West-Ost-"Querband" und scheibenförmiges
Südende der Magnetnadel. Lediglich das Kreuz am Nordende und
die ungewöhnliche Teilung sind einzigartig: Zahl
alle 15 Grad ausgenommen bei Null und 45, wo die
Abkürzung
der Himmelsrichtung steht, wobei Null bei jeder Himmelsrichtung steht!
Das Wort
Marsch-Richtung
auf
dem Lineal in der Mitte eines Pfeil ist ebenfalls an
Bézard angelehnt. Die Lünette ist im
Gehäuse mittels Einschiebedraht
gesichert. Der Draht wird in eine
Öffnung (rechts von der Lineal-Anlenkung in der Ansicht oben
rechts auf dem
Bild
des zerlegten Kompasses) und
rastet in einem Schlitz (links von der Lineal-Anlenkung) ein.
Dieses System kennen wir ansonsten nur vom
OPTOS-Kompass.
Der Boden ist mit einer stark reflektierenden, gewaffelten Alufolie
ausgelegt. Die Leuchtmarkierungen unter der Magnetnadel (Kreuz und
Scheibe) sowie unter der Glasscheibe (Scheibe bei SÜDEN!)
bestehen aus Balmain-Leuchtpapier.
Verriegelung: Die Magnetnadel wird über einen versteckten
Hebel angehoben, der beim Zurückschwenken des
Zirkelhalter-Massstabslineals betätigt wird
(Foto
des Mechanismus HIER).
.

Fotos
Mark
Robinson
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
Der Marinezirkel wird im Klapplineal verstaut. |
Rücks.: Massstabs-Klapplineal mit Marinezirkel.
Detailansicht
der Städtenamen mit magn. Deklination HIER.
|
Datenblatt
- Maße ü.a.: 74 x 13 x 5
mm; Kompassdurchm.: 56 mm; Marinezirkel: 47 x 10 x
2 mm; Klapplineal-Länge: 74 mm mit Zirkel bzw. 70
mm ohne
- Gewicht: 120 gr
- Verriegelung der Magnetnadel beim Zurückklappen der Lineals
- Angelenktes Maßstabs-Klapplineal (Teilung: 50 mm)
mit den Maßstäben 1:50.000 bis 1:400.000 auf der
Rückseite
(linke Spalte, Bild links) und einem repräsentativen
Strich
für eine bestimmte Länge in Km (r. Spalte) sowie
1:25.000 und
1:40:000 an den schmalen Seiten (Bilder unten).

|
- U -
-
V -
Steckbrief: Der VEB* Plastverarbeitung war ein (ost)deutsches
Unternehmen aus Tannenberg (Sachsen).
Dieser
Schülerkompass
war
in einer Grundplatte aufgesteckt und konnte
abgetrennt und wie ein
Taschenkompass getragen werden. Der Preis war lediglich in
"Mark"
(2,85 M) ausgedrückt. Der VEB Plastverarbeitung war
möglicherweise nach dem Bau der "Mauer" der Nachfolger der
Fa.
PLATIN,
von der wir einen baugleichen Kompass ohne Grundplatte zeigen.
* Volkseigener Betrieb, s.a.
Verschiedenes/Terminologie/Abkürzungen

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |


Schachtel (Vorder- und Seitenansicht)
|
Datenblatt
- Abmessungen: 60 x 48 x 19 mm
- Durchmesser: 40 mm
- Anlegekante: 60 mm

Rückseite der Gebrauchsanweisung |
Steckbrief und allgemeine Infos.
HIER.

Foto
Dave Moss
(Zur Detailansicht, Bild anklicken)
|
Datenblatt
Abmessungen (standard Verner-Typ):
- Durchm.: 52 mm
- Länge ü.a., geschl.: 77 mm
- Dicke: 21 mm
- Gravur (rücks.): PROV PAT (Provisional
Patent / Patent beantragt), Herstellername nicht angegeben.

|
Dieses
Modell ist die
allerletzte
Erscheinungsform der Verner-Famille. Es stellt einen Versuch dar, das
erfolgreiche
MkIII-Modell kostengünstig zu imitieren. Wie er
weist einen
Teilkreis auf, der allerdings fest eingebaut ist und eine
runde
Aussparung unter dem Prisma besitzt, wo sich der Wert Null-Grad
befindet. Der Rand der Kompassscheibe besteht aus durchsichtigem
Material (Glimmer, siehe MORDAN). Eine am Boden des Gehäuses
befindliche Radium-Leuchtdose
ermöglicht
das Ablesen der Werte.
Er war zwar leichter, aber die Scheibe kam nicht so schnell zur Ruhe
wie beim Flüssigkeitsgedämpften Modell.
|
Steckbrief: Kompass gemäß
Verners-Muster
mit einer ungewöhnlichen
Gravur an der
Rückseite. Wir sind dankbar für jede Hilfe
zur Entzifferung (Land / Hersteller).
Die üblichen Verner-Typ-Kompasse besitzen eine
Scheibe
aus Perlmutt. Diese ist jedoch schwarz und aus einem unbekannten
Material
(anodisiertes Alumium?) mit weißen Ziffern und Markierungen.

(Fotos
A. Saukants)
|

Gravur (Rücks.)
(Zum
Vergrößern,
Bilder anklicken)
|
Verner-Typ Kompass Mark VIII
Datenblatt
- Abm. (Durchm. x H.): 54 x 21 mm
- Gravur (Rücks.): Vern.bus
(+ Serien-Nr.)
Anm.: Die Website compasscollector.com
erwähnt auch Verner-Kompass mit einer schwarzer Scheibe und
der gravierten Angabe 'MIO'.
Gebrauchsanweisung: siehe in der Boutique Short & Mason |
- W -
Steckbrief: John WARDALE & Co. London -
früheres britisches Unternehmen
(zur Zeit liegen uns keine weiteren Daten vor)

(Zum
Vergrößern, Bild anklicken) |

|
Datenblatt
- Abmessungen: 78 x 78 x 26 mm
- Gehäuse: Holz
- Gewicht: 120 g
- Teilung
. Teilkreis: 360 Grad, linksdrehend
. Kompassrose: 360 Grad rechtsdrehend
- Datum: 1918
- Serien-Nr.: 5474 |
Steckbrief: E. R. WATTS & Son Ltd. 123 Camberwell Road London
SE5 war ein Hersteller und Händler von mathematischen und
Messinstrumenten.
Das Unternehmen war von Edwin Watts 1856 gegründet und 1919
in eine GmbH (limited company) umfirmiert worden. 1946 erwarb
WATTS 78% von
Adam Hilger sowie den Mikroskopenhersteller James Swift and Son.
1948 erfolgte der Zusammenschluss mit Adam Hilger, das die "public
company" Hilger and Watts Ltd wurde
(Quelle:
www.gracesguide.co.uk )
Das nachstehende Instrument ist ein
Verner's
pattern Mk IX Kompass.
|
Mark
IX
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |
|
Datenblatt
(Abm. dto. Mk. VIII - s. F-L)
Der Mk IX war mit dem Mk VIII identisch aber ohne Angabe des Namens des
Erfinders, da die Patentrechte erloschen waren.
- Datum: 1935s
Foto rechts: Kompass mit dem Firmennamen WATTS & HILGER
|
 |

Exponate
von Marschkompassen der deutschen Soldaten zwischen 1933 und
1945 werden in folgenden Kapiteln gezeigt:
Breithaupt,
BUSCH,
MK, Zeiss Ikon, etc. S.a. in der Abteilung Geologen- und Artillerie-
Kompasse (Breithaupt, Goerz, Zeiss,
"X"
(unbekannter Hersteller).
Das Foto rechts zeigt drei deutsche Offiziere irgendwo in der Ukraine
oder in Russland während des 2. WK. Einer hat um sein Fernglas
einen russischen
Adrianov-Armbandkompass
befestigt. Diese wurden in der
Roten
Armee
verwendet. (
Zum
Vergrößern, Bild anklicken)
Wehrsport ist ein Oberbegriff für diverse
paramilitärische
Übungen. Er umfasst Gelände- und
Orientierungsmärsche,
Hindernisläufe, Schießübungen,
Nahkampftraining,
Angriffs- und Verteidigungstaktiken.
In den 1930er und 40er Jahren gab es eine Reihe von 13
WEHRSPORTTAFELN genannten
Broschüren mit Anleitungen
für den
Umgang mit verschiedenen Hilfsmitteln wie Karte, Kompass (Nr. 8
Orientierung, s. BUSCH) sowie Nr. 12
Planzeiger
(Kopien in der Boutique erhältlich). Die staatl.
Wehrsportorganisation
der DDR hieß GST (Gesellschaft für Sport
und Technik).
Für mehr Infos, siehe Wikipedia.
Foto
rechts: Ein
Schiedsrichter (Dienstgrad vermutl.
Oberscharführer) bei einer Übung mit einem
BUSCH-Kompass
am Hals
(Zum
Vergrößern, Bild anklicken)
Steckbrief: Abkürzung des Namens vom
Firmengründer Wilhelm Kienzler. Früheres deutsches
Unternehmen (mehr Informationen
HIER).
Siehe auch MARINE-, TASCHEN-, ARMBAND- und GEOLOGENKOMPASSE
Foto
rechts: eine Schachtel mit dem Firmenlogo in der Form einer
NATO-Windrose, der auch auf den Gebrauchsanweisungen erscheint.
 
Die in der Höhe verstellbare Visierhilfe
(umschlagbare Kimme) ist mit dem Prismenhalter des Pasto 206
S identisch. In
der runden Aussparung des Deckels befindet sich unten eine kleine
Spitze als Visierkorn (Foto HIER)
,
aber es ist keine Glas- bzw. Plexiglasscheibe
mit Visierlinie vorgesehen. |
Dieses
Modell ist in einem Stockert-Katalog der frühen 60er J.
beschrieben. Es wurde auf der Basis eines früheren PASTO
-Prismenmodells (206 S) entwickelt,
von dem es zumindest zwei Versionen gab. Es handelte sich
möglicherweise um
einen (erfolglosen) Entwurf für einen Bundeswehr-Kompass. Der
kleine Marschrichtungspfeil vorn links befindet sich auch
auf den Bw-Modellen von Askania und Breithaupt (CONAT).
Es handelt sich jedoch weder einen Linsen- noch um einen Prismenkompass
wie die
gängigen Modelle der US-Army (s. Stocker and Yale, Cammenga
etc.) bzw. der British Army
(s. Barker, Stanley).
Katalog von C.
Stockert
:
(Bild anklicken
für eine zweispr. Beschr. (D/E)
|
Datenblatt
- Teilung: 360° rechtsdrehend an der Lünette und 6400
Strich
rechtsdr. am Boden der Kapsel
- Gehäusematerial: Alumimium; Farbe:
Militärgrün;
Anlegekanten: 50 mm und 2 Zoll; Deckel: Mattschwarz
- Abmessungen (nur Gehäuse): 60 x 55 x 20 mm
- Gewicht: 160 g
- Spiegel: unten hängend, in 45°-Winkel
selbstarretierend (vgl. mit dem RECTA-System). Rücks.
Aufkleber: Tabelle, in der für einen bestimmten Winkelwert
(Grad), die Breite bzw. die Entfernung eines Gegenstands als Bruch
angegeben wird, sowie
Maßstäbe
(Bild: HIER klicken)
- Magnetnadel flüssigkeitsgedämpft in einer
durchsichtigen Kapsel mit den für Wilkie typischen
Stabilisatorflügeln
Gebrauchsanweisung von WILKIE mit dem typischen Logo (NATO-Windrose) :
(Bild anklicken
für eine Beschr. auf Deutsch) |

Modell mit grauem Gehäuse und nur 6400 Strich Teilung.
Bezeichnung M
104 V im 1968er Katalog aber mit rechteckigem
Deckel und dem typischen WILKIE-Logo
(NATO-Windrose) und die Abk. DBGM an der Rückseite. Dreisprachige
Gebrauchsanweisung (D / E / F) .
Anfang der 1960er J..
|

Modell M 105 F schwarz
Datenblatt
- Gehäuse: Kunststoff
- Abmessungen: 78 x 58 x 20 mm
- Gewicht: 50 g
- Teilung: 360° und 6400 Strich |

Die scheinbar nur aus der Nordhälfte bestehende Magnetnadel
ist in Wirklichkeit der blanke Teil einer Scheibe. Dieses Design ist
ebenfalls an einem
anderen (älteren) Leicht-Artilleriekompass
eines unbekannten Herstellers sowie an den Ansteck-Kompassen
von Wilkie zu sehen. |
Marschkompass
Model M 106 FC
(Katalog 1972)
 |

Frühes Modell mit militärischer Strichteilung (Ende
Fünfziger/Anfang Sechziger Jahre) |

Datenblatt
- Gehäuse: Aluminium
- Abmessungen: 78 x 55 x 20 mm
- Gewicht: 150 g
Am Gehäuseboden der Bundeswehr-Exemplare ist das Wort BUND
geprägt
(Link zum Bild). |

Die späteren Modelle hatten einen rechteckigen Deckel mit
einem NATO-Stern förmigen Logo
Datenblatt
- Gehäuse: Schwarzmetall
- Gewicht: 190 g |

Hier sieht man die für WILKIE-Kompasse typischen
Stabilisierungsflügel sowie den Marschrichtungszeiger |

Einige Modelle hatten ein gefärbtes Glas und eine doppelte
Skala
|

Foto
Robert
Nicoud (Zum Vergrößern, Bild anklicken)
Datenblatt
- Modell TOURING 11 (existierte mit und ohne Spiegel)
- Abmessungen: 105 x 60 mm ; Kompassdurchm.: 55 mm
- Datum: frühe 70er
- Zifferblatt: identisch mit den Instrumenten in der Kategorie
Geologenkompasse
- 2-sprachige Exportversion (Engl./Spanisch): "direction of travel /
sentido de marcha" |
Datenblatt
- Modell TOURING 16
- Abmessungen: 105 x 60 mm
- Datum: frühe 70er
- Instrument mit einer Magnetnadel im BILAND-Design
mit den Buchstaben N und S.

(Detailansicht
der Nadel: Bild anklicken)
|
Steckbrief: Franz WINTERER war ein österreichischer
Offizier, der vier Kompassmodelle entwickelte (für mehr
Informationen,
HIER
klicken).
Die Modelle I und II waren für einen militärischen
Einsatz bestimmt und werden in der Kategorie Geologen- und
Artilleriekompasse beschrieben.
Dieser kleine Wanderkompass (Modell "SONNBLICK") wurde 1929 patentiert
(Nr. 117354). Davon gibt es eine einfache Holzversion ohne externen
Angaben.
Holzmodell
(vor Erteilung des
Patents)

Der
Kreis ist in Schritten von je 5° unterteilt. Die Missweisung
war berücksichtigt: Ausschnitt
für die Nadel-Nordspitze um 9° West versetzt.
______________________________
Serienmodell mit Patentangabe
 |


(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)

Patent-Nr. an der Unterseite |
Abb.
aus dem Patent

Datenblatt
- Gehäuse: Aluminium
- Abmessungen: 84 x 43 x 15 mm
- Gewicht: 70 g
- Teilung: 360° linksdrehend mit OST-WEST-Balken
gemäß dem Bézard-System
Es gab auch eine Version für Wanderer (360°,
rechtsdrehend, mit 24-Stunden-Teilung), die
ansonsten mit der militärischen Version identisch war (s.
Kategorie Geol. und Artillerie).
|
Nachkriegs-Modelle
In einem Buch aus dem Jahr 1953 wird ein weiterer sehr einfacher
Kompass beschrieben. Er war mit und ohne Plexiglasgrundplatte
erhältlich. Das Buch gibt auch einen
Größenvergleich mit dem Modell II und dem kleinen
Bézard Modell I.

Die Zeichnungen sind dem Buch KARTEN
und BUSSOLEN-FIBEL im
Gelände entnommen. |
Größenvergleich:
Modell II (s.
Geologenkompasse) / Bézard (kleines Modell I) / Winterer's
"Plexi-Bussole"

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |

Datenblatt
- Grundplatte: Plexiglas
- Abmessungen (ca.):
90 x 70 x 15 mm
Anm.:
Die Bilder auf dem Bucheinband
zeigen einen Kompass mit den Worten Pat.
ang.
(angemeldet) auf dem durchsichtigen Kapselboden, aber es ist keine
Nummer angegeben. |

Winterer
meldete noch 1956 ein
Patent (Nr. 195662) für einen
flüssigkeitsgedämpften Kompass mit
Auftriebsdrucklagerung des Richtmagneten
an, eine
Weiterentwicklung des Plexikompasses. |
- X -
Steckbrief: Hersteller oder Nutzer unbekannt - Ihre Hilfe ist
gefragt.
NR. 1 - BESCHREIBUNG
(jetzt BUSCH)
NR. 2 - BESCHREIBUNG
Dieser Kompass ist eines der interessantesten Exponate in dieser
Kategorie. Obwohl vom Design her besonders
low
tech
vereint es die wesentlichen Merkmale eines militärischen
Marschkompasses. Dank einfacher aber ausgeklügelter
technischer Lösungen konnte offensichtlich ein Mangel an
industriellen Ressourcen wettgemacht werden. Es wurde ein
Mindestmaß an Metall für die Herstellung verwendet
und die Skalen sind entweder auf der (oberen) Glasplatte aufgemalt oder
als Abziehbilder auf der (unteren) Glasscheibe aufgebracht. Norden wird
mittels eines großen
N
und eines Pfeils
angegeben. Die Teilstriche und die weiteren Himmelsrichtungen sind auf
einem Papierstreifen gedruckt, wobei letztere unter der entsprechenden
Zahl stehen (48/O, 32/S, 16/W).
Das Deckglas sitzt sehr locker: Es wird lediglich mittels zweier, von
außen eingesteckter Klammern aus Federdraht gesichert.
Es kann mit zwei Fingern durch Reibung verdreht werden, um einen Winkel
einzustellen.
Eine winzige Bohrung im Glas über der Nordmarke (bei der Zahl
64) ist mit Leuchtfarbe gefüllt.
Die Magnetnadel wird durch das Schließen des Deckels
angehoben und verriegelt.
Das Anpeilen eines Zieles erfolgt mithilfe einer Visiervorrichtung
über Korn und Kimme, wobei der Korn mit Leuchtfarbe versehen
ist. Das Ziel wird durch eine runde Aussparung im Deckel beobachtet. Im
Deckel ist ein Spiegel aus poliertem Metall angenietet.
Die Missweisung kann mittels einer Vorrichtung korrigiert werden. Diese
besteht aus einer Skala an der Unterseite und einer
gerändelten Feststellschraube, die in einem Schlitz an der
Gehäuseseite gleitet.
Die zweiseitige
Gebrauchsanweisung
(Kopie auf
Wunsch erhältlich) erwähnt keinen Hersteller. Nur die
Angabe "N/1114 8. 42" könnte eine Jahreszahl enthalten (Aug.
1942)".
Die angegebenen Werte der Mißweisung bestätigen
diese Vermutung: für Berlin gilt der Wert 4,5°.
Die Angabe D.R.P. (Deutsches Reichspatent) ohne Patent-Nr. nach dem
Titel "Marschkompass mit verstellbarem Korrektionslineal" hat auch zu
keinem Hersteller geführt: nach Durchsicht aller im deutschen
Sprachraum (A, CH, D) angemeldeten Kompasspatente konnte dieser Typ
nicht ermittelt werden.
 |

 |
Datenblatt
- Gehäusematerial: Aluminium
- Durchmesser: 69 mm
- Höhe: 18 mm
- Gewicht: 100 g
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend
- Lackierung: dunkel blaugrau
- Lineal: 50 mm (Abziehbild)
- Korrektur der Missweisung: +/-15 Grad (Abziehbild)
- Gitternetz-Quadrate: 11 x 11 mm
 |
- Y -
Steckbrief: Ehemaliger irischer Kompasshersteller (weitere
Informationen:
HIER
klicken).
In bezug auf seine technischen Merkmale ähnelt dieser
Kompasstyp dem VERNER Modell VI (vgl. Website vom Compass collector -
s. LINKS), aber er ist vermutlich älter, da es kein
Prismenkompass ist, und die Kompassrose aus Aluminium und nicht aus
Perlmutt besteht. Die Anlenkung des Tragerings besteht aus einer langen
Schraube wie beim älteren Taschenkompass von F. Barker, der
zwischen den Katalogbildern der Modelle
Search
und
Scouting
gezeigt wird.
Sein Design hieß Service Pattern: die Nord-Richtung (schwarze
Raute) konnte in der Dunkelheit
von dem schmalen Strich (Süden) vor dem selbstleuchtenden
Hintergrund aus radiumhaltiger Farbe leicht unterschieden werden.
Dieses Exponat wurde als ehemaliger Besitz eines britischen Offiziers
verkauft, der im 6th
Inniskilling
Dragoons Regiment
gedient haben soll (siehe WIKIPEDIA, Englisch). Es wurde
möglicherweise in Süd-Afrika während des
Burenkrieges (1899-1902) eingesetzt.

 |

Der Teilkreis am Rande der Magnetscheibe ist nach oben verkantet, was
die Lesbarkeit der Zahlen erleichtert. Die restliche Fläche
war mit selbstleuchtender radiumhaltiger Farbe getränkt.
 |
Datenblatt
- Durchmesser: 50 mm
- Höhe: 19 mm
- Gewicht: 135 g
- Material: Stahlgehäuse, Messingring
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend
- Im Deckel ist ein langer Visierschlitz mit einem kreisrunden Loch in
der Mitte ausgesägt. Beiderseits des Schlitzes ist ein
Streifen Leuchtfarbe aufgetragen.
- Kompassrose: Himmelsrichtungen und Teilkreiszahlen Abziehbild auf
Aluminiumscheibe
- Manuelles Verriegeln und Abbremsen der Kompassrose über
einen seitlichen Hebel rechts bzw. einen Druckknopf links (siehe Verner-Modell
Mark VII).
- Lünette: ring mit kreuzförmigem Querbalken und
Visiereinrichtung (mit Korn und Kimme).
 |
- Z -
Steckbrief: Berühmter hersteller von Optik-Material. Dieser
Kompass ähnelt dem typischen
Wehrmacht-Landserkompass
(s. Breithaupt, Busch, MK, etc.), aber es handelt sich offensichtlich
um eine frühe unausgereifte Version, die
höchstwahrscheinlich
nicht an die Truppe augsgegeben wurde (Unterschiede: s. Datenblatt
unten).
 |
 |
Fotos A. Brenner
Zum Vergrößern, Bilder anklicken
|
Datenblatt
- Durchm.: mm
- Länge: mm
Unterschiede zum WH-Standardmodell: kein Faltlineal, Deckel bestehend
aus zwei miteinander vernieteten Teilen, Nase
für Kimme nicht ausgestanzt (mehr Material- und Lohnkosten,
höheres Gewicht), der lange schmale
Marschrichtungspfeil ist komplett mit Radiumfarbe bedeckt (mehr Farbe
benötigt, höhere Kosten). |
Steckbrief: (Es liegen keine Informationen vor - Diese Marke
wurde nur in Italien gesehen)
 |
Datenblatt
(Keine info - vermutl. billige asiatische Produktion) |
Steckbrief: früheres deutsches Unternehmen.
Angabe auf dem 6-seitigen Prospekt mit Bedienungsanleitung (Bild r.) :
"Alleinhersteller M. TIDICK,
Stuttgart, Postfach 66".
Es
liegen keine weiteren Daten vor.
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Datenblatt
- Material: Kunststoff
- Abmessungen: 65 x 55 mm
Geschwindigkeiten von Infanterie-, Kavallerie- und Artillerie- Einheiten
- Skalen: 1:100.000, 1:80.000, 1:125.000, 1:75.000
Die ältesten bekannten Versionen (s.u. Schardt-Katalog von
1914) waren versilbert oder sogar vergoldet:

|

Datenblatt
- Material: Kunststoff
- Abmessungen: 65 x 55 mm
- Geschwindigkeiten von Infanterie-, Kavallerie- und
Artillerie-Einheiten
- Umrechnungstabelle für diverse Längen- und
Flächeneinheiten (deutsche, geographische und russische
Meilen, Wersten, Hektar etc.)
Kompasstypen im Vergleich (1950er J.)
|

Datenblatt
- Material: Aluminium
- Abmessungen: 95 x 65 mm
Keine Geschwindigkeitsangaben jedoch eine Kompassrose mit verstellbarem
(rotem) Zeiger. Teilung: 360 Grad rechtsdrehend und 6400 Strich
linksdrehend. Vermerk: "Visierlinie".
- Kompasse (s. Bild links): Es gab zwei Modelle. Ein
größerer
(Durchmesser 25
mm) mit eingeklebter Rose aus reflektierendem
Alupapier. Im Kompass: ein Punkt aus Leuchtfarbe bei ca. 340 Grad
(Magn. Nord). Die Nordspitze der Magnetnadel ist ebenfalls mit
Leuchtfarbe versehen. Das kleinere Modell (Durchm. 18 mm)
besaß
nur eine Windrose aus weißem Papier mit nur den
Himmelsrichtungen
und keine Leuchtfarbe. |