ANMERKUNG:
Diese Abteilung umfasst sowohl für zivile Zwecke
eingesetzte Kompasse (beispielsweise für geologische Arbeiten
wie die Landvermessung oder den Bergbau) als auch militärische
Versionen davon, die für die grobe Ausrichtung einer
Feuerwaffe in der Artillerie verwendet werden. Die nachstehende
Übersicht enthält Links zu den hier ausgestellten
Produkten folgender Hersteller sowie zu einigen übergeordneten
Erläuterungen. Informationen über
ältere U.S.-amerikanische
Hersteller (wie z.B. die Hanks-Familie und viele
andere) empfehlen wir die Website
www.surveyhistory.org.
- A -
Dieses System wird
Abney
level genannt. Es wurde von Sir William de
Wiveleslie Abney (24. Juli 1843 - 3. Dez. 1920) entwickelt und ist in
der
angelsächsischen Welt sehr beliebt.
Sir Abney war ein englischer Astronom und Chemiker, der vor allem
für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der
Farbfotographie bekannt ist.
Sir Abney erfand dieses Instrument, als er bei der School
of Military Engineering in Chatham, (England) in der 1870er J.
beschäftigt war. Es wird von W. & L. E. Gurley (*) als
eine englische Weiterentwicklung des Locke hand levels beschrieben,
wobei anzumerken ist, dass es die Höhenwinkelwerte angibt und
für Neigungen geteilt ist, nämlich 1:2, 2:1 usw. Da
das Hauptstück quadratisch ist, kann es gegen jede ebene
Fläche angedrückt gehalten werden. Der Neigungsmesser
ist in Grad geteilt und die Werte können mithilfe eines Nonius
mit einer Genauigkeit von fünf Bogenminuten abgelesen werden.
(Quelle: WIKIPEDIA)
Das ursprüngliche Gerät besaß keinen
Kompass. Es war
lediglich eine Art Sextant zur Messung der vertikalen Winkel an Land
ohne Zuhilfenahmen der Sonne. Vor dieser Erfindung verwendete man
große und unhandliche oder ungenaue Winkelmesser (Sextanten).
Abney entwickelte sein Tascheninstrument um eine Lücke auf dem
Markt zu schließen. Es wurde von den Spezialisten sofort
angenommen, aber vornehmlich in der Artillerie und dem Hoch- und
Tiefbau verwendet. Das Hinzufügen eines Kompasses kam viel
später. Es ist zwar nicht nachgewiesen, aber vieles spricht
dafür, dass dies
F.
Barker zu verdanken ist.
* W. & L. E. Gurley, A Manual of the
Principal Instruments Used in American Engineering and Surveying,
Troy, N. Y., 1893, p. 228.
Abney level der Marke F. BARKER & Son
Die Messung eines Höhenwinkels erfolgt durch Multiplikation
der TAN (tangent)-Zahl des Winkels (ablesbar in einer Tabelle)
mit
der Entfernung zum Ziel (in Metern).

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
Alle Fotos www.TRADEMARKLONDON.com |
Prismenkompass mit Singer-Muster.
Kompassrose auf Pappe mit
grüner
(Leucht?)-Farbe. Feststehendes Prisma und Visierfaden im Klappdiopter.
Die Kompassrose wird beim Falten des Diopters festgestellt. Eine
zusätzliche Bremse ermöglicht ein schnelleres Ablesen.
|
Datenblatt
- Abmessungen (L x H): 125 x 55 mm
- Kompassdurchmesser: 38 mm
- Teilung: 360 Grad.
BARKER-Katalog 1909
|
Steckbrief: William (Wm) A. & S. war ein
US-Instrumenten-Hersteller, der als erster den BRUNTON-Kompass
(s.u.) sowie den Linsenkompass
M-1938
produzierte (komplettes Porträt in engl. Spr.
HIER).
PROFILE - ASKANIA is a German manufacturer (more information
HERE).
See also BAMBERG in the section AERONAUTICAL Compasses and also ASKANIA
in
MARCHING and WRIST compasses.

(Click for
detail view of dial) |
The AskAniA
logo and the manufacturer's name

|
Technical Data
- Diameter: 4-3/4in / 120 mm
- Weight: gr
- Divisions: 360 degrees clockwise
Period: 1921-1938
|
- B -
Steckbrief: Russischer Kompass (Es liegen keine Infos
vor - Ihre Hilfe ist gefragt).
Die drei Buchstaben "
3Mu" sind
höchstwahrscheinlich die kursive Version der
Großbuchstaben ЗMИ (d.h.
ZMI,
vielleicht für Завод механических инструментов /
zawod mechanitscheskikh
instrumentow - Werk für mechanische
Geräte).

|
(Foto
Jaypee - Privatsammlg.) |
Datenblatt
- Abmessungen : ... x ... x ... mm
- Gewicht: ... g
- Teilung: 360 Grad, linksdrehend, nur die Himmelsrichtungen Nord h (C,
sewer) und Süd (Ю, jug) sind angegeben
-
|
Steckbrief: Bedeutender britischer Hersteller von Mikroskopen und
anderen Instrumenten im 19. Jh. Die Anschrift
war 244, High
Holborn, London (1851-1909). Einige Instrumente wurden bei Fr. Barker
& Son bezogen (s.u.). Foto rechts.:
Schmalkalder-Typ
Instrument, vermutl. von Barker hergestellt.
Anm.: Man bemerke die feine Zeichnung der
asymetrischen Lilie bei Nord
(Foto TML - zum
Vergrößern, Bild anklicken)
Steckbrief: ehemaliges britisches Unternehmen (für
mehr Informationen
HIER
klicken und in unseren LINKS).
Baker hat zunächst Kompasse nach
Schmalcalders
Patent gebaut (grüne Scheibe aus Pappe). Die nächste
Entwicklung bestand aus einer ausgestanzten Aluminiumscheibe.
Weitere Beispiele von Kompassen, die F. BARKER im eigenen Namen oder
für andere Verkäufer hergestellt hat:
- BAKER (oben)
- BROWN (weiter unten),
-
Lawes Rabjohns Ltd,
-
ABNEY level
(weiter oben).
(s. a. MARSCH-, ARMBAND-, TASCHEN-, FLUCHTHILFE- und
MARINEKOMPASSE).
Schmalcalder-Typ
mit Prisma, Diopter, Spiegel und Filtern. Spätes 19
Jh.
(Zum
Vergrößern,
Bilder anklicken) |

Links: Barker-Katalog 1909
Rechts: Einfaches Modell ohne Filter
(Foto
S. Majatowski) |
Artillerie-Kompass
FB2104 (frühe 1980er Jahre)

|
Moderne Version
der Firma Pyser-SGI,
Nachfolger von F. Barker & Son
|
Steckbrief: Französischer Erfinder (keine Information
verfügbar) eines Prismenkompasstyps mit Haltegriff.
Beschreibung und Beispiele: s.
MORIN
und
HOULLIOT.
Steckbrief: Russischer Kompass
(Es
liegen keine Infos
vor - Ihre Hilfe ist gefragt).

|

Zum
Vergrößern, Bilder anklicken
Fotos D. Matiasch
|
Datenblatt
- Abmessungen (Transportkasten): ... x ... x ... mm
- Kompassdurchm.: mm
- Teilung: 4 x 90°
- Zum Transportkasten gehört ein weißer Tragriemen
(nicht abgebildet)
 |
Steckbrief : S. Bloch war ein straßburger
"Optisches Institut".
Die Geschäftsanschrift im Telefonbuch für das
Jahr 1905 war Meisengasse 11 Weitere Eintragungen:
Inh.: Henri Schuhl. Prok. :
Ehefrau Eugénie geb. Bloch
(Tochter von S.?)
und Emile Schuhl
(ihr Sohn?).
Wohn.: Meisengasse 24.
Obwohl an der Rückseite signiert, dürfte
dieser Kompass
von FENNEL oder VOIGTLÄNDER hergestellt worden sein, da es die
für diese Hersteller typische Form
des Neigungsmesserzeigers aufweist. Straßburg war von 1871
bis 1918 Teil des deutschen Reichs und unter deutscher Verwaltung.
Steckbrief: F. W. Breithaupt & Sohn (Kassel) ist ein deutsches
Unternehmen (für mehr Informationen
HIER
klicken).
Alle Breithaupt-Modellbezeichnungen beginnen mit den Buchstaben
"CO"
(Abkürzung von COmpass), aber der Sinn ist nicht bei
allen
eindeutig.
S. a. Marschkompasse.

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
|
Modell
COVIS
(..Visier ?)
(Unten: Katalog 1954, Nr. 331)
Das Zifferblatt (s. Bild links vergrößert)
weist ein altes Firmenlogo auf
(1930er Jahre?): die Buchstaben
"F.W.B.S." in einer Kartusche. |
Datenblatt
- Abmessungen: 100 x 85 x 18 mm
- Gewicht: ca. 400 g
- Teilung: 360 Grad linksdrehend.
- Pendel-Neigungsmesser: Arretierung mittels Schieber
- Serien-Nr. 38926
- Lackierung: Bronze-metallisch (xy-Armee?)
Anm. Dieses ältere Modell hat eine
andere Nadelarretierung als auf dem späteren Katalog-Bild.
|
Modell
COHEN
(Konzept von Dr. HENKE - zitiert nach dem Katalog von
1954, Nr. 350)

(Zum
Vergrößern, Bild anklicken)
|

Die beiden Hälften des voll aufgeklappten Gehäuses
rasten ein. Die beiden Haken ermöglichen
das Anpeilen eines Ziels wie über Korn und Kimme einer
Schusswaffe.
|
Datenblatt
- Abmessungen: 80 x 70 x 25 mm
- Gewicht: 300 g
- Teilung: 360 Grad, linksdrehend
- Farbe: dunkel Feldgrau, Wehrmacht ?
- Serien-Nr.: 62231
- Pendel-Neigungsmesser: ohne Arretierung.
- Libelle im Deckel
Die pfeilförmige Magnetnadel war im 1954 Katalog bereits durch
eine schlichte Nadel ersetzt worden.
Dem U.S. Forestry compass sehr ähliches System (s. LIETZ) |
Ähnliches
Modell
(Name?) mit Gefällmesser

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
|
Seitenansicht:
der Gefällmesser ist seitlich an aufgesetzten Platten
angebracht.

|
Datenblatt
- Abmessungen (aufgeklappt): 190 x 70 mm
- Höhe (geschlossen): 33 mm
Gefällmesser: 2 x 90 Grad
- Gewicht: 330 g
- Teilung: 360°, linksdrehend
- Farbe: hellgrau
- Serien-Nr.: 94917
- Pendel-Neigungsmesser: ohne Arretierung.
- Lebellen: je eine auf jeder Hälfte
|
Steckbrief: Geometerkompass, signiert von J. BROWN, 76 St. Vincent
Street
- GLASGOW.
(Es liegen keine weiteren Informationen vor).
 |

Die Skala des Neigungsmessers ist in Zoll pro Yard.
 |
In Wirklichkeit
von F. BARKER & Son hergestellt und nur von BROWN verkauft.
Siehe Modell Nr.
3104 im BARKER-Katalog (1919)
 |
Datenblatt
- Durchmesser: 67 mm
- Höhe (Dioptergriff aufgerichtet): 45 mm
- Gewicht: 155 g
Es gab verschiedene Versionen:
- Skalen in metrischen oder englischen (Zoll/Yard)
Maßeinheiten |
D. W. BRUNTON war der Erfinder des nach ihm benannten POCKET
TRANSIT COMPASS. Es wurde ursprünglich von der Fa. Ainsworth
und später auch von anderen Herstellern wie
Dietzgen und Keuffel
& Esser produziert. S.a.
DQL-8
/ DQY-1.
(siehe unter LINKS die Internet-Adresse einer umfangreichen Studie in
englischer Sprache)

|


(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |
BRUNTON
POCKET TRANSIT
Datenblatt
- Gehäuse: Aluminium
- Teilung: vier Quadrante
- Abmessungen: 75 x 70 x 30 mm
- Gewicht: 235 g
IMITATIONEN
Es gibt Imitationen aus Kupfer (s. Bild unten und
VERSCHIEDENES / Imitationen).
Sie werden unter dem Namen BRINTON oder BRONTON vertrieben und
können auf keinen Fall als Messintrumente eingesetzt werden
und
dienen nur Dekorationszwecken.
 |
Detailansichten:
Bild anklicken |
BRUNTON - US ARMY
Einfaches Modell ohne Neigungsmesser und Libellen
Datenblatt
SN: 588 (ca. 1920-1930)
- Teilung: 6400 Strich rechtsdrehend
- Abmessungen: 75 x 70 x 25 mm
- Gewicht: 240 g |
 |
BRUNTON M2 - US ARMY
Datenblatt
- Gehäuse: Aluminium
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend
- Abmessungen: 75 x 70 x 30 mm
- Gewicht: 230 g
HINWEIS:
beschädigte Spiegel können ausgetauscht werden.
Fragen Sie uns! |
Steckbrief: Russischer Kompass (Es liegen leider keine Daten vor - Ihre
Hilfe ist gefragt).

|
(Foto
Jaypee - Privatsammlg.) |
Datenblatt
- Ambessungen : ... x ... x ... mm
- Gewicht: g
- Teilung: ...
-
|
Steckbrief: Schweizerisches Unternehmen mit Sitz in Bern. (Siehe auch
in der Kategorie Marschkompasse). Die Firma Büchi Optik wurde
1871 durch Friedrich Büchi gegründet.
Es sind leider keine präzisen historischen Daten über
dieses Unternehmen verfügbar - Das Internet-Kompassmuseum
würde eine Zusammenarbeit mit der Fa. BÜCHI
begrüßen. Insbesondere sind wir an
Bedienungsanweisungen und an Informationen über den
Kundenkreis interessiert.
Auf diesem Kompass steht: "Pat. NIEDERMANN". Gemeint ist Albert
Niedermann, der sich dieses System am 20. Januar 1929 in der Schweiz
patentieren ließ. Das Museum besitzt eine Ausfertigung der
französischen Version davon (Nr. 728.940 vom 20 Dezember
1931). Büchis Name war damals: "E. F. BÜCHI, Sons,
Optische Werkstätte, Spitalgasse 18 - Berne".
Dieses Patent ist insofern interessant, weil es einen nach unten um 45
Grad geneigten Spiegel zeigt. Dieses System wurde zehn Jahre
später von RECTA und nach dem 2. Weltkrieg von WILKIE
wiederverwendet.

Modell BÜCHI II
(vgl. mit dem BÜCHI I, Kat. Marschkompasse)
Eine kleine Vorrichtung (zwei Stifte) ermöglichte die Messung
von Neigungswinkeln (Skala oben - siehe auch Datenblatt) |

 |
 |
Datenblatt:
- Abmessungen: 94 x 65 x 20
- Gewicht: 190 g
- Doppelte Neigungsskala an der Seitenkante des braunen Bakelit-Teils:
0-110% (positiv und negativ)
- 1:50.000 Maßstab = 8 km
GEBRAUCHSANWEISUNG
erhältlich

Abb. 1 auf Bl. 3 des NIEDERMANN Patents 199512 |
SITOMETER
(Siehe auch
SITOMETER)
SITOMETER
(E. F. Büchi Bern)
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)

FUNKTION: Beim Drücken auf den
Schieber (neben der Lederschlaufe) wird der Metallstreifen (quer
über der Kompassrose, Bild Mitte) zur Seite geschoben. |

(Funktion - Forts.)
Dadurch wird ein Teil der Kompassskala sichtbar (Skizze rechts) sowie
eine doppelte Skala, die von rechts nach links zwei Abschnitte eines
Lineals zeigt: 0-8 oben und 24-32 Strich unten. |
Die
Subtraktionsscheibe: sie dient zum mechanischen Ausrechnen der
Differenzen zwischen zwei Azimuten

 |
Datenblatt
- Abmessungen: 60 x 49 x 29 mm
- Gewicht: 140 g
- Teilung: 2x 3200 Strich
- Schutzgitter: abklappbar
Handbuch liegt vor
(siehe nächste Bilderrreihe).
Ledertasche
 |
SITOMETER
(BÜCHI BERN)
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)

Lineal: 0-8 oben und 56-64 Strich unten. |
 |
 |
Datenblatt
- Abmessungen: 60 x 49 x 29 mm
- Gewicht: 110 g
- Teilung: 6400 Strich
Handbuch in deutscher Sprache verfügbar
Original patent (1930) mit externen
Libelle und Visier
 |
(Provisorische Klassifizierung)
Hersteller: Fa. Steinheil aus Ismaning (lesen Sie die
komplette Geschichte in Wikipedia).
Verwendung: Aufsatzbussole für Richtkreise und
Theodolite
Siehe auch Marschkompasstypen, die in der Bundeswehr seit
Ihrer
Gründung
(1956) bis heute Verwendung fanden:
-
ASKANIA,
BÉZARD,
BREITHAUPT,
BUSCH
usw.
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
|

(Fotos
D. Matiasch)
|
 |
Datenblatt
- Abmessungen: 90 x 80 x 18 mm
- Teilkreisdurchmesser: 49 mm
- Gewicht: 187 g.
- Nadellagerung: freischwingend
- Kreisteilung: 6400, linksläufig
- Deklinationskorrektur: nur rechnerisch möglich
- Herstelljahr: 01/1986
- Versorgungsnummer:1290-12-127-1145
- Werkstoff:Aluminium
|
Steckbrief: Burnier war ein französischer Artillerie-Hauptmann
(Capitaine). Er erfand 1832 zwei Instrumente: einen Kompass und ein
Sitometer, der u.a.
in der französischen Armee verwendung fand. Eine genaue
Beschreibung befindet sich im
Bulletin de la
Société d'encouragement pour l'industrie nationale
(Ausg. 1833, Kopie auf Wunsch erhältlich).

Der Kompass wurde gepriesen als praktischer (weil kleiner) und
günstiger (halb so teuer) als Henry
Katers System (in den
französischen Unterlagen oft flasch "Katter"
geschrieben) in
Schmalcalders verbesserten
Version. Er bestand aus einem durch eine Magnetnadel angetriebenen
Zylinder mit seitlichem Teilkreis, welcher durch ein
Vergrößerungsglas (3fach) betrachtet wurde. Das
Anpeilen
erfolgte mittels eines Klappbügels, mit dem ein
Pferdehaar
gespannt wurde. Das Sitometer funktionierte nach dem selben
Prinzip bezüglich des Kompasses, wies aber einen Zeiger-Hebel
auf,
der horizontal blieb, wenn das Instrument geneigt wurde.
Der Wert
der Höhenwinkel wurde durch die Lage des Zeigers in Bezug auf
eine
senkrecht angebrachte, abgerundete Skala angezeigt (s.
Detailzeichnung).
Das weiterentwickelte Instrument erscheint im Katalog der Fa.
Secrétan-Lerebours aus dem Jahr 1853 (
Abb.: HIER
klicken).
Es wurde bis in die 1930er Jahre gebaut.
Das nachstehend ausgestellte Modell scheint die modernste Version zu
sein.
Steckbrief: ehemaliges deutsches Unternehmen (mehr Informationen
HIER).
(siehe auch Marschkompasse)
 |
Bild links: KOMPASS, ca. 1920-1930
Die einfachere Version des Grubenkompasses, der zusätzlich
eine geodätische Teilung (d.h. 400 gon) und einen Pendel
für Bergwerke (Neigungsmesser) besaß.
Beschreibung gem. BUSCH-Katalog: Kompass
in Holzkästchen mit
versilberter Kompassrose (70 mm Durchm.), erhöhter Teilkreis
mit Gradteilung, Nadel mit Achathütchen. 
Datenblatt
- Abmessungen: 85 x 85 x 26 mm
- Gewicht: 160 g
- Anlegekante aus Metall
- Teilung: 360 Grad |
System für einen Kompass
mit Visier (Patent Nr. 908918 - angemeldet 1953)
Grundlage war das bereits im Jahre 1941 durch die Erfinder Karl Martin
und Dr. Helmut Naumann entwickelte System.
(zum
Vergrößern, Bild anklicken) |
 |

Fotos Treodelmarions
(Bild oben: anklicken zum vergrößern)
|
 |

|
Artillerie-Richtkreis
(Zieleinrichtung)
Datenblatt
Abmesungen:
. Höhe: 100 mm
. Durchmesser (Kompass): 90 mm
- Gewicht: 1170 g
- Rohrlibellen: zwei
Vgl. mit GOERZ und ZEISS
|
- C -
Steckbrief: Cary London,
Schmalcalder-Typ-Kompass,
Durchm. 62 mm.
Foto Nick Godridge
Steckbrief: Britischer Hersteller (mehr Informationen
HIER).
S. a. Kategorie Marinekompasse.
ACHTUNG -
CASELLA hat niemals den
BRUNTON
TRANSIT COMPASS gefertigt. Eventuell
solchermaßen gekennzeichnete Instrumente sinf
Fälschungen.

(Zum
vergrößern,
Bilder anklicken) |

Fotos Michael Curtis |
Datenblatt
- Abmessungen (Durchm.): 50 mm
- Zwei getrennte Feststellvorrichtungen,
jeweils für den Kompass und den Neigungsmesser
- Neigungsmesser-Funktion: Das Gehäuse ist an einer Seite
abgeflacht.
- Markierungen: CASELLA LONDON auf dem Deckel. Patent
no. 1926 auf dem Neigungsmesser aber no. 1909 auf dem Deckel. |

Klinometer-Seite
(Zum
vergrößern,
Bilder anklicken)
|

Kompass-Seite
Fotos Michael Curtis
|
Richtkreis (altazimuth)
aus dem späten 19. Jh.
Datenblatt
- Durchm.: ca. 6 cm
- Dicke: ca. 37 mm
- Gewicht: 142 g
- Markierungen: L CASELLA LONDON, Pfeil des War Department
über dem Buchstaben ‘I’ (Indien)
Mit Teleskop, Feststellvorrichtungen für Kompass und
Neigungsmesser, Kompassbremse und Blaufilter sowie Anpassgewinde
für Stativ.
Vgl. mit dem Abney Level |
Steckbrief: CHAIX ist der Name des Firmengründers der
französischen
Fa.
TOPOCHAIX.
Nur die älteren Instrumente tragen noch diese Bezeichnung.
Kompasstypen für den professionellen Einsatz in
der Geologie und der Waldwirtschaft (s. a.
Messtisch).
Eine Faksimile-Fotocopie der antiken
Gebrauchsanweisung für
die Modelle
Universelle
und
Broussarde
sowie für das
Clisimètre
kann bestellt werden (18 S., Französisch
und Englisch).

|

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
|
PROTOTYP
Datenblatt
- Material: Aluminium
- Abmessungen: x x mm
- Gewicht: g
- Neigungsmesser: Pendel
- Diopter: Plexiglas
|

Modell
BROUSSARDE
Rechts: Tragetasche mit Fenster. |

 |
Datenblatt:
- Abmessungen: 120 x 85 x 25 mm
- Gewicht: 310 g
- Serien-Nr.: 6639
- Libelle: während der Peilung in einem flexiblem
Metallspiegel sichtbar.
- Peilsystem: Schlitz (Kimme) über dem mit
Rändelschraube feststellbaren Prisma und metallische Spitze
(Korn) am anderen Ende des Deckels oder mittels der roten Visierlinie
im durchsichtigen Deckel.
Anm.:
Das Ur-Modell war quadratisch wie das Universelle-Modell (Foto HIER).
Die neueren Modelle werden mit einem roten Gehäuse gefertigt
(s. u.)
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |
 |
Modell
BROUSSARDE mit LASER-POINTER
Technische Daten
Mit dem Broussarde-Modell identisch, zusätzlich mit
Laserpointer für hochpräzise Peilungen. |
 |
Der
Prototyp des UNIVERSELLE-Modells: es war ein kleinerer BROUSSARDE mit
Dendrometer
Technische daten
- Abmessungen: .. x .. x .. mm
- Gewicht: ... g.
(Privat-Sammlung CHAIX) |

Bedienungsanweisung des
Entfernungsmessdiopters
Es sind zwei Skalen eingraviert: links stadimetrisch (topografische
Vermessung ?) und rechts in Strich. Das Diopter muss hierfür
in 50 cm Abstand vom Auge gehalten werden (hierfür
die Schnur um den Hals legen). Benötigt wir eine Messlatte mit
zwei Marken mit 2 m Abstand.

50 c/m de l'oeil = 50 cm Abstand vom Auge

Rechts: Messung des Durchmessers
eines Baumstammes mit Hilfe
der Strich-Skala |


Ansicht der Kompassrose durch das Prisma:

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |
Modell
UNIVERSELLE (ca. 1970-80)
Hersteller: Lecomte et Déglise Constructeurs
Datenblatt
- Gehäuse: Aluminium
- Abmessungen: 100 x 90 x 36 mm
- Durchmesser der Kompassrose: 64 mm
- Serien-Nr.: 1892
- Gewicht: 550 gr
- Die Peilung erfolgt entweder von oben durch das
Vergrößerungsglas auf dem Abdeckglas oder durch das
umklappbare Prisma.
- Clinometer/Dendrometer-Entriegelung: kleiner Druckknopf an der
Ruckseite unter der vertikalen Strich-Skala.
- Clinometer-Teilung: obere Hälfte in Gon, untere
Hälfte in Grad.
- Das Dendrometer (Gerät zum Messen der Höhe und
Stärke stehender Bäume) hat zwei Skalen:
20 m (0-40) et 30 m (0-60)
- Kompassteilung: 360 °
 |

(Zum
Vergrößern,
Bilder anklicken) |

Neigungsmesser mit frei umlaufender Kugel (doppelte Skala: Gon und Grad) |
Modell
RECONNAISSANCE
Datenblatt
- Abmessungen: 85 x 85 x 30 mm
- Gewicht: 170 g
- Stoßfestes Gummigehäuse
- Der umklappbare Tragegriff ist auch ein Lineal (50 mm)
Dieses Exponat wurde dem
Internet-Kompassmuseum von der firma TOPOCHAIX freundlicherweise
überlassen. |
|
(Zum
Vergrößern,
Bilder anklicken)
|
Theodolit
Datenblatt
- Abmessungen:
. Basis: 950 x 100 mm
. Höhe, Fernrohr: 130 mm
- Fernrohrlänge: 130 mm
- Fertigngsperiode: ca. 1960er J.
- Fadenkreuz, sphärische Libelle (in einem
Spiegel sichtbar), Ablesen des Kompasses durch ein Prisma,
zyl. Kreuzkopf
- Neigungsmesser: in eine Halterung neben dem Fernrohr |
Steckbrief: Dieser Kompass ist identisch mit einem Instrument, das in
einem
LIETZ-Katalog
escheint.
Über dem
"S" von Süd kann man das Wort "JAPAN"
lesen.
Wir vermuten, dass LIETZ nach dessen Übernahme durch Sokkia im
Japan fertigen ließ.
Charvoz bzw. Charvoz-Carsen Corp war ein bedeutendes Unternehmen auf
dem Gebiet des Zeichenmaterialbedarfs in den USA. Es hatte sogar einen
eigenen Bereich für Topographie (genannt THS) deren
Instrumente
sämtlich in Japan hergestellt wurden.
 |
Datenblatt
- Abmessungen: 125 mm Seitenlänge
- Teilung: jeweils 4 x 90° am inneren Teilkreis und an
der Lünette
- Neigungsmesser: +/- 90°
- Teilung der Anlegekanten
. einfach, in Zoll: 4 1/2
. doppelt, in Zoll mit Dezimalteilung: 0 - 4,50 und 4,50 -
90.
(Foto
Matt Reed - zum Vergrößern, Bild anklicken)
|

Sokkia-Lietz-Katalog |
Steckbrief - Chinesisches Unternehmen (Union Instrument Factory).
(Dem Internet-Kompassmuseum liegen leider keine präzisen Daten
über dieses Unternehmen. Ihre Hilfe ist gefragt.
Die Fa. Union Instrument möchte sich bitte mit dem
Kompassmuseum in Verbindung setzen.)
Der Text im quadratischen Fenster lautet wir folgt:
- Präzisionsklinometer aus Aluminium
- Peking
- Gemeinschaftsunternehmen von Staat und Privatperson
- Union Instrument Fabrik
(Übersetzung: Jen-Wen
Chang)

(Bild der Ledertasche:
bitte HIER klicken) |
 |

Miniokular und Verriegelungshebel für Magnetnadel und
Klinometer |
Bild oben: Fadenkreuz
Bild unten: Das Fadenkreuz durch das Miniokular gesehen
 |
Datenblatt
- Abmessungen: 150 x 58 x 17 mm
- Gewicht: 220 g
- Kompassdurchmesser: 40 mm
- Rohrlibelle: rote Flüssigkeit
- Entriegelung des Klinometers im quadratichen Fenster mittels
Drucknopf (über der Libelle)
- Verriegelung der Magnetnadel und des Klinometers im runden Fenster
mittels Hebel auf der Seite des Miniokulars
- Kompass/rundes Klinometer mit doppelter Skala in Grad und Strich
- Das Miniokular kann herausgezogen werden
(Detail ansicht: Bild anklicken):
Moderner japanischer Nachbau (?) von Ginza TZS Tokyo
(Foto Alex.
Rogutskyi) |
DQL-8
/ DQY-1
Nachbau des Brunton
pocket
transit compasses
Hersteller: Harbin Optical Instrument Factory (V.R. China)
Weitere aktuelle Produkte:
- DQL-4 / DQL-5 / DQL-7 (Weiterentwicklungen von Breithaupts
Marschkompass Typ COKIL)
- DQL-2A (dem 1970er Modell von FPM
ähnlich)
|

DQL-8
Dises Instr. wurde vermutlich in den frühen 1990er J.
gefertigt. Auf neueren Versionen ist die Nadelspitze weiß.
Teilung: vier Quadranten
Foto Mason
Walters -
Zum Vergrößern Bilder anklicken
|

DQY-1
Aktuelle Version -
Anm.: Die Libellen befinden sich beiderseits der Nadeldrehachse.
Teilung: 360 Grad, linksdrehend
Foto
HOIF/Jaypee
|
Dieses Instrument wurde im MORIN-Katalog (ca. 1930)
clisimètre
à collimateur (bzw.) niveau-lyre du
Colonel Goulier bezeichnet. Es wurde vorzugsweise zusammen
mit einem Kompass wie das
HUET-System
verwendet. Wenn am Ring festgehalten, bewirkt das Gewicht des Pendels,
dass die Nullmarke der Anzeige mit der Horizontalen
übereinstimmt.
Es existierten mehrere Versionen davon: für
allgemeine
Landvermessungsarbeiten, militärisches Modell,
Alpenvereinsmodell (auch Vallot-Modell genannt) usw.
Bedienungsanweisung: Durch das Okular schauen Winkelwert auf der
Höhenwinkelskala ablesen, die optisch neben der Landschaft
sichtbar ist,
(Vgl. mit
Sitometer)


(Zm
Vergrößern ,Bilder anklicken)
|
 |

Das Okular und eine Fotomontage
mit dem mittleren Bereich der Anzeige. Man kann auf einer horizontalen
Linie folgendes sehen:
0°/oo, ∞ (unendlich), 0
Gon |
Militärische
Version - Datenblatt
- Abmessungen (gefaltet) :
95 x 50 x 10 mm
- Länge (offen): 190 mm
- Gewicht: 235 g
- Skalen:
. links: Winkelwerte 0-400 Strich (nach oben und unten haut)
. rechts: Winkelwerte 2x 0-50 Gon (vertikal
oder horizontal)
. Mitte - zwei Skalen zur Entfernungsmessung: die eine unter
Zugrundelegung einer mittleren Mannshöhe von 1,70 m
und die
andere auf der Basis einer Messlatte von 2 m Länge. |
Steckbrief: Ehem. französisches Unternehmen mit Sitz
im Marais-Viertel in Paris (mehr Informationen
HIER).
Dieser Hersteller hat viele Instrumente für
Verkaufshändler gefertigt aber nicht unter seinem eigenen
Namen vertrieben, teilweise die gleichen Modelle wie die
Vorgängerfima HOULLIOT. Hier einige Beispiele:
S. a. Armaband- und Taschenkompasse, Marschkompass Modèle
1922,
Sonnenuhren.
Vgl.
mit HOULLIOTS Vorgängerversion
|
Unbekannte
Verwendung

|
Steckbrief: Französisches Unternehmen, das auch den
Marschkompasstyp
Modèle
1922 fertigte.
Das nachstehend gezeigte Instrument ist das sogenannte
Modèle
26. Es trägt die Bezeichnung
Boussole
topographique mit dem Zusatz M.G. (Abk.
für
Ministère
de
la Guerre,
d.h. französisches Kriegsministerium bis 1948).
S. a. das Modell der Fa.
HUET.
 |
(Siehe weitere Fotos unter
HUET) |
Datenblatt
- Abmessungen: 110 x 97 x 30/80 mm
(Prisma gefaltet/aufgerichtet)
- Gewicht:300 g
- Teilung: 400 Gon, rechtsdrehend |