- L -
Steckbrief : früheres französisches Unternehmen
(Anschrift: 69, rue Gambetta, Malakoff / Paris) am Ende des 19. Jh.
Über dieses Unternehmen liegen uns noch keine weiteren Daten
vor.
LADOIS hat Taschenkompasse aber auch das berühmte System des
General
PEIGNÉ
produziert.

Steckbrief : früheres französisches Unternehmen
(Anschrift: 44, rue Etienne DOLET - 94230 CACHAN).
LAT fertigte topographisches Material.
Über dieses Unternehmen liegen noch keine weiteren Daten vor.
Links: Das Logo von L.A.T.
Bild: Werbung
für topografisches Material
HIER.
Steckbrief: Lavauzelle ist ein französisches
Unternehmen
(Druckerzeugnisse, Büromaterial). Es wurde 1835
gegründet und
belieferte viele Jahre das französische Kriegsministerium mt
Landkarten, offiziellen Unterlagen, Fachliteratur usw.).
Speziallineal für Offiziere (ca. 1. Weltkrieg) mit Tabelle
der Neigungswinkel in Grad (vgl. mit der Tabelle auf
dem
Gehäuse des Systems von Général
Peigné).

|
Datenblatt
Abmessungen: x mm
Streckenmesser für Maßstab ...
Entsprechungstabelle für britische und russische
Längenmaße
|
Steckbrief: ehemaliges britisches Vertriebsunternehmen. Die Gebr. Lawes
Brothers
begannen mit ihrem Geschäft 1919. Die Dacres Rabjohns
begannen 1922. 1936 gründeten sie ein
Gemeinschaftsunternehmen (joint
marketing company) mit der Bezeichnung
Associated Drawing Materials and
Equipment
Ltd
(Admel). 1947 fusionierten Lawes Brothers und Dacres Rabjohns
und
bildeten Lawes Rabjohns Ltd. Die Fa. wurde 1964 in
Lawes
Rabjohns Ltd umgenannt und hieß danach Admel
International
Ltd
(Quelle: Gilai
Collectibles).

Kompass vermutlich von F. BARKER
hergestellt (s. Katalog weiter oben) |
Geologenkompass,
SCHMALCALDER-Typ,
d.h. mit Prisma und Diopter.
.
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Datenblatt
- Durchmesser: 86 mm
- Höhe (geschlossen, mit Deckel): 30 mm
- Höhe (Diopter aufgerichtet): 100 mm
- Gewicht: 265 g
 |
Das französische Unternehmen LEMAIRE (s. Armband-,
Taschen-
und Marschkompasse) fertigte auch Artillerieinstrumente vom Typ
Sitometer.
Steckbrief: G. LEZY war ein französischer Erfinder
(Vorname unbekannt), der eine verbesserte Version des
berühmten
PEIGNÉ-
Kompasssystems entwickelt hat (zZ. liegen keine weiteren Daten vor).
Dieses Instrument unterscheidet sich durch
einige Details wie eine runde Libelle und ein im Deckel integrierter
Neigungsmesser. Das Anvisieren zur Messung von Höhenwinkeln
erfolgt mithilfe einer Nut in der Gehäuseseite
gegenüber der
150 mm-Anlegekante.
Die zwei kleinen Bohrungen in einem Metallteil bilden den
Gehäuseverschluss.
Die typische,
an
der Außenseite aufgeklebte Peigné-eigene
Bedienungsanweisung entfällt.
- Frühes 20. Jh. / 1. WK.
- Markierung unter der Magnetnadel: G. LEZY / PARIS - Modèle
déposé
Steckbrief: A. LIETZ war ein nordamerikanisches Unternehmen in San
Francisco (mehr Details
HIER).
Produkte: Geologeninstrumente, darunter dieser offizielle
Kompass der U.S.
Forstbehörde (vgl. mit Keuffel & Esser).
Bei diesem Kompass sind die Himmelsrichtungen Ost und West scheinbar
vertauscht (links/rechts). Diese Darstellungsweise ist typisch
für
manche amerikanische Geologenkompasse mit Quadranten-Teilung: wenn man
sich mit dem
Kompass in der Hand umdreht, zeigt die Magnetnadel in die Richtung in
die man schaut
(s. "Quadrant" in VERSCHIEDENES / Terminologie).
Noch mehr Details (in
englischer Sprache) in diesem
Tutorial.
Weitere Produkte: siehe
CHARVOZ
 |

(Zum
Vergrößern, Bild anklicken) |
STANDARD
POCKET COMPASS - U.S. FOREST SERVICE
Datenblatt
- Abmessungen: 83 x 75 x 18 mm
- Gewicht: 190 g
- Teilung: 4 Quadrante
- Material: Aluminium, schwarze Farbe
- Libelle im Deckel (fehlt und ist im LIETZ-Katalog für das
Jahr 1959 nicht eingebaut und wird auch nicht erwähnt)
- Inklinationskorrektur mittels Gegengewicht an der Südseite
der Nadel.
- Einstellbereich für Missweisung: plus-minus 32,5 Grad
(Einsatzbereich von der Ost- bis zur Westküste) |
Steckbrief: Der Name C. LÜTTIG (Berlin) erscheint auf einem
Theodolit , der vermutlich um die Jahrhundertwende hergestellt wurde.
Zur Zeit liegen keine weitere Daten vor.
|

(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
|
Datenblatt
Abmessungen:
- Verstellbereich der Drehfüsse: von 220- 270 mm
- Kompassdurchmesser: 161mm
- Nadellänge: 130 mm
- Visierfernrohr: Länge 250 mm x
Durchm. 25 mm
- Durchmesser Libelle: 35 mm
- Teilung: 360° in
0,5°-Schritten
Neigungsmesser: Eine Seite der Skala ist am Fernrohr, die andere an
der Kompassdose befestigt
- Serien-Nr.: 1684
- Beschriftung auf dem Fernrohr: F. V. St. 139
|
Steckbrief: Dieser aus Japan stammende Kompass ist identisch
mit dem unter
CHARVOZ
vorgestellten Instrument, welches ebenfalls eine Kopie
eines LIETZ -Erzeugnisses war. Der Name LUTZ wurde vermutlich
wegen der Ähnlichkeit mit LIETZ gewählt.
Es liegen keine weiteren Daten vor.

Foto alantoda
(Click
on images for enlarged views) |

|
Datenblatt
- Abmessungen: 118 mm Seitenlänge
- Teilung: jeweils 4 x 90° am inneren Teilkreis und an
der Lünette
- Neigungsmesser: +/- 90°
- Teilung der Anlegekanten
. einfach, in Zoll: 4 1/2
. doppelt, in Zoll mit Dezimalteilung: 0 - 4,50 und 4,50 -
90
- Anpassung der Missweisung
mittels einer seitl. Schraube.
|
- M -
In der offiziellen Dokumentation der U.S. Army (Field Manual 21-26 App.
G) wird ein
M1
genannter Kompass erwähnt, der ein Vorläufer des
M2
(s.
Brunton) war.
Die Beschreibung lautet:
"One of the most important
features of the M2 compass is that it is graduated in mils and
does not require a conversion from degrees to mils as does the
M1 compass."
Wir konnten bis dato kein Bild eines Kompasses finden, der dieser
Definition entspricht. Auf vielen Websites wird der Standard
Lensatic compass
(s.
Cammenga) M1
genannt, aber dieses Instrument entspricht auch nicht der obigen
Definition, da alle bekannten Modellle beide Teilungen (Grad und
Strich/MILS) aufweisen.
Im Dokument FM 21-26, Ch. 9 wird der "lensatic marching compass"
ausführlich beschrieben, aber an keiner Stelle M1
genannt.
Steckbrief:
Prismenkompass
- Prismenkompass, spätes 19. Jh. Ursprünglich aus
Großbritannien, eine Weiterentwicklung des Hutchinson Modells
(s. unter diesem Namen). Er konnte zusammen mit verschiedenen
Geschützen verwendet werden, u.a. mit der
französischen 155 mm Haubitze Typ M1918.
Das Bild links ist einem Barker-Katalog (1909) entnommen.
Die Dreiansichten-Zeichnung ist dem
Wartungshandbuch TM 9-1595 aus dem 1. Weltkrieg entnommen, das vom
US-amerikanischen Kriegsministerium im 2. Weltkrieg wieder aufgelegt
wurde (französische Version liegt vor: Washington, 2. Juli
1943).
Abb.
aus dem Barker-Katalog (1909)

|
Abb.
aus der Gebrauchsanweisung
(Kopien in Franz.
oder Englisch erhältlich)

|
Datenblatt
- Durchmesser: 100 mm (4")
- Höhe: .. mm
- Gewicht: ... g |
Steckbrief: Name eines Unternehmens der
ehemaligen Sowjet-Union in Moskau (s.
GK-2).
Steckbrief: ehemaliges schweizerisches Unternehmen
(für mehr Informationen
HIER
klicken).
Nicht zu verwechseln mit dem MERIDIAN-Kompass-Modell der
früheren deutschen Firma WILKIE (heute K&R).
S.a. Marschkompasse.
(Zum
Vergrößern, Bilder anklicken)
Diese Vorrichtung besteht aus einer kleinen Unterlage für
Messmittel und Papiere, die auf einem Dreifuß angelenkt
befestigt ist.
Das Bild rechts stellt einen Messtisch aus einem MORIN Katalog (1930er
Jahre) dar. Auf ihm sind ein Peigné-Kompass und ein
Visiersystem aufgestellt.
Wir präsentieren hier einen quadratischen Messtisch mit
eingebauten Kompass und Libellen.
Ein Visiersystem konnte angeschraubt werden.
 |
|
Datenblatt
- Abmessungen: 300 x 300 mm
- Kompassdurchm.: 80 mm
|
Kleine, tragbare Vorrichtungen
Es hat auch kleine Systeme gegeben, die jedoch alle Hilfsmittel
für die topografische Arbeit besaßen. Unser erstes
Beispiel ist das vom französischen Hauptmann
Henri
HUEL entwickelte Holzmäppchen.


Der Holzkasten war vermutlich mit Leder oder Tuch überzogen,
um die Bleistifte in den Rillen festzuhalten. Der Deckel ist hohl und
enthält einen Winkelmesser. |
 |
Datenblatt
- Abmessungen (aufgeklappt) : 260 x 250 mm
- Kompassdurchm.:60 mm
- Teilung: vier Quadrante à 100 Gon
Bedienungsanweisung: Dieses Gerät ermöglichte es, die
Arbeit beim Reiten auszuführen (s. a. das DELCROIX-System).

(Bild anklicken zw.
Darstellung des kompletten Handbuchs) |
Dieser Kompass steckt in einem Brett dessen Seiten abgesägt
wurden. Lediglich die Reste zweier Begriffe bleiben
sichtbar links:
(LI)NE
OF bzw. rechts:
DIR(ECTION).
Der einzige Hinweis auf seine britische Herkunft ist die
Mk.IV.
(Mark IV) Angabe an der Rückseite, der das Symbol der British
Army vorausgeht, nämlich der Dreizack mit der Spitze
nach
oben, der offiziell
arrow
(Pfeil) aber auch seiner Form wegen
crow foot
(Krähenfuss) genannt wird.
Die nachstehende Infomation wurde uns durch einen aufmerksamen Besucher
übermittelt:
Dieser Kompass war in
einem tragbaren Messtisch eingebaut. Der Messtischtyp
war am Unterarm mit einem Lederriemen befestigt. Es wurde vom
späten 19. Jh. bis zum 1. Wk. verwendet.
Bild einer kompletten Einrichtung

Foto Nick Godridge |

Zum
Vergrößern, Bild anklicken |

Fotos Mary Jones |
Datenblatt
- Abmessungen: 50 x 50 mm
- Tiefe: 15 mm
|
Endlos-Messtisch der Firma CHAIX
Die französische Firma
CHAIX
(TOPOCHAIX) hatte diese technische Lösung ebenfalls zugrunde
gelegt.
 |

(zum
Vergrößern, Bilder anklicken) |
Auszug
aus der
Beschreibung:
Das Gestell (A) setzt sich zusammen aus:
1. einer gleitenden Unterlage (B) mit einem drehbar gelagerten
Winkelmesser (C);
2. zwei Rollen (D) für einen Streifen transparentes
Papier (F) auf dem gezeichnet wird.
(Kopie kann
bestellt werden) |
Tavoletta di Monticolo
Ein anderes System wurde in Italien von
A. Monticolo,
einem Ingenieur bei der Firma 'Officine Galileo', vermutlich gegen Ende
des 19. Jh. entwickelt. Das Gerät wurde 'Tavoletta di
Campagna' (di Monticolo) genannt und von ca. 1908 bis nach dem 2.
Weltkrieg produziert.
Eine ausführliche Beschreibung der Funktionen kann man auf den
folgenden Websites (in italienischer Sprache) lesen:
-
Nottolini
-
Arxiv-Papers (page 72)

|

|
Datenblatt
- Abmessungen: 130 x 180 mm
- Kompass-/Neigungsmesser-Durchm.: 70 mm
- Kompass und Neigungsmesser: zwei Fenster im runden
Anzeigegerät
- Entfernungsmesser (mit Prisma)
- Verkleinerungstabellen (an der Rückseite befestigt)

|
Steckbrief : früheres französisches Unternehmen
(für mehr Informationen
HIER
klicken).
Siehe auch die Kategorien Marsch-, Marine- und Taschenkompasse.
Morin hatte seit dem 19. Jh. Vermessungeräte für die
staatlichen Dienststellen und die Industrie geliefert. Dem Katalog aus
den frühen 30er Jahren kannn man einen Überblick
über das Angebot an Kompassen entnehmen. Spezialisiert war das
Unternehmen auf hochpräzise Geodäsie-Instrumente.
Die verschiedenen Kompasstypen werden hier neben der jeweiligen
Abbildung aus dem Katalog präsentiert.
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Datenblatt
- Durchmesser: 80 mm
- Dicke (geschlossen): 27 mm
- Höhe: (Diopter aufgerichtet): 60 mm
- Gewicht: 300 g |
 |

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Datenblatt
- Durchmesser: 80 mm
- Höhe: 12 mm
- Gewicht: 110 g |
 |
Dieser Kompass besitzt einen Neigungsmesser,
dessen Nullpunkt sich auf
einer Tangente befindet, die durch das Ende eines ausziehbaren Hebels
definiert wird.
Die Magnetnadel wird mittels eines durch den Ringbeschlag
geführten Schieber festgestellt (frei beweglich wenn gezogen).
Beispiel:
s. Collignon-Houlliot |
Datenblatt:
- Durchmesser: 62 mm
- Höhe: 17 mm
- Gewicht: 115 g
Ein ähnliches Modell existiert mit dem Namen des italienischen
Optikinstrumenten-Hersteller SALMOIRAGHI.
|
 |
Luxuriöse
Ausgabe in einem Kasten
aus Holz, Leder und Samt
 |

Datenblatt:
- Durchm. (Kompass): 90 mm
- Dicke (geschl.): 30 mm
- Höhe: (Diopter aufgerichtet): 75 mm
- Gewicht: 200 g
- Himmelsrichtungen in Englisch |
 |
|
Datenblatt:
- Abm.: 70 x 70 x 15 mm
- Gewicht: 50 g |
 |
Kastenbussole
 |
Datenblatt:
(...)
Anm.: Das Kompassmuseum besitzt diesen Kompass nicht. (das
Bild
wurde uns freundlicherweise von einem Besucher zur Verfügung
gestellt), dafür aber andere: siehe RICHER, SECRETAN, STEWARD
und
zwei unidentifizierte, (siehe KASTENBUSSOLE), davon einer der zu einem
militärischen Theodoliten gehörte. |
Planzeiger
 |
... |
Siehe
Sondereintrag PLANZEIGER
(weiter unten)
|
 |
Grubenkompass
Spezialkompass zur Vermessung von Bergwerkstollen. Siehe Beschreibung und Exponate
von SECRÉTAN
sowie FPM. |
Datenblatt
- ... |
Prismatischer
Kompass des Herrn Berget
Morin-Katalog-Nr. 9925
 |
Der Kompasss, leider ohne die Optik (Prisma) - Vgl mit dem
unter Houlliot
beschriebenen Instrument
(Zum
Vergrößern, Bild anklicken) |

Datenblatt
- Abmessungen (über alles) : 110 x 85 mm
- Kompassdurchm.: 40 mm
- Teilung: 400 Gon
- Gewicht: 85 g |
|
|
MORIN
baute auch zusammen mit SRPI eine
moderne Version des
Peigné-Systems (s. weiter unten).
Gehäusematerial: Aluminium
(Fotos
Jaypee - Privatsammlung) |
- P -

Steckbrief: James
Parkes war ein britischer Hersteller von wissenschaftlichen
Instrumenten (Firmengründung 1839). Sein Sohn leitete
nach
ihm die in James Parkes & Son umgenannte Firma (1843
– 1862). Der Firmensitz war 5, St.
Mary’s Row,
Birmingham). Wir vermuten, aber dies bedarf des Nachweises, dass sie
Nachkommen eines gewissen
Robert Parkes waren, der bereits um 1590 herum Teleskope
fertigte
und in Simon Formans Buch
Longitude
erwähnt wird.
Beschreibung der Produktpalette im Katalog für das
Jahr 1848:
"Measuring tapes, land
chains, mathematical instruments, miners' & mariners'
compasses,
watchkeys, seals etc." (Maßbänder,
Landvermesserketten, Mathematische Instrumente, Kompasse für
Bergwerk und Nautik, Uhrenaufziehschlüssel, Siegel, etc.)
Parkes' Schutzmarke war ein offenes, linkes menschliches Auge mit
Augenbraue. Diese Schutzmarke erscheint auf beiden Seiten des
britischen Wappens auf einem Katalog für das Jahr 1867.
(
siehe Foto rechts - zum
Vergrößern, Bild anklicken).

Kompass offen mit aufgerichtetem Diopter (vgl. mit den Instrumenten von
FENNEL BROWN
und MORIN, oben). |
 |
Datenblatt
- Durchmesser (Diopter gefaltet): 60 mm
- Durchmesser (Diopter aufgerichtet): 70 mm
- Höhe (geschl. mit Deckel): 21 mm
- Gewicht: 120 g
(Fotos: TRADEMARKLONDON)
|

Steckbrief: Paul
PEIGNÉ (Paris 1841 – 1919) war
ein französischer Offizier (mehr Informationen
HIER).
Er gab einem Kompasstyp seinen Namen. Allerdings hat er
möglicherweise nur ein
Vorläufermodell weiterentwickelt, das in den
Grundzügen von
einem gewissen Fräulein (Mademoiselle / Mlle)
DUPUY
erfunden worden war, indem er den Höhenwinkelmesser
in die
Kompasskapsel integrierte und ein Kurzhandbuch auf die Seiten
klebte. S. a.
LEZY.
Dieser Kompass wurde von mehreren Firmen hergestellt (s. MORIN, LADOIS
usw.). Die erste Version des Kurzhandbuchs wurde von Delagrave
et Cie
gedruckt.
Bild rechts: Beschreibung im Handbuch für
französische Offiziere und Unteroffiziere der Infanterie
(1914/15) in dem das Instrument noch als Kompass des "Capitaine
Peigné" bezeichnet wird!
Tragbarer militärischer Kompass mit einem Diopter, das sowohl
für die Messung von Azimut- als auch von Höhenwinkeln
verwendet werden konnte. Die Beschriftung der Skala des Neigungsmessers
ist spiegelverkehrt gedruckt, um im Spiegel direkt abgelesen werden zu
können. Ein kurzes Bedienungshandbuch ist auf den
Außenseiten geklebt. Die Einschwingdauer der Kompassnadel
kann mittels eines Stiftes abgebremst werden, welcher durch die
Feststellschraube der Kompassnadel gleitet.

Der PEIGNE-Kompass im MORIN-Katalog (Bild anklicken für
kompletten Katalog-Eintrag) |
Zivile
Version (360 Grad) vom damals noch Colonel
(Oberst) Peigné,
1897.
Die älteste bekannte Version trägt die
Angabe des Dienstgrades Lieutenant-
Colonel
(Oberstleutnant, ab 1883).

Der vermerk Général
Peigné erscheint erst nachdem er zum
General befördert wurde (1898). Quelle Militärarchiv. |
Militärische
Version (6400 Strich) mit der Unterschrift "Gal
Peigné",
1916

 |


(s.a Bakelit-Ausführung: S-L) |
Die am
Gehäuse aufgeklebte Kurzfassung des Handbuchs

 |
Datenblatt
- Abmessungen: 92 x 90 x 35 mm
- Durchm. (Kompassrose): 70 mm
- Teilung: 6400 Strich, rechtsdrehend
- Steigungen: 0-1000 (?) nach oben und unten.
- Gewicht: 200 g
- Seitl. Lineal (aufgeklappt): 160 mm
Das komplette Handbuch: (auch einzeln als Kopie erhältlich -
siehe in der BOUTIQUE)
 |
 |

Kartenleser mit Rändelmutter für fünf
Maßstäbe (1:50.000, 1:80.000, 1:100.000, 1:200.000
und 1:320.000) und stilisierte Unterschrift |
So genannte
Saint-Maixent* Ausführung
(s. a. LADOIS oben)
*
Berühmte Militärakademie
Datenblatt
- Durchmesser: 83 mm
- Höhe: 26 mm
- Teilung: 6400 Strich, rechtsdrehend
- Steigungen: keine getrennte Skala
- Gewicht: 320 g
- Gehäuse: Messing, geschwärzt
- Lineal aufklappbar: 70 mm
|
Steckbrief: Ehem. deutsches Unternehmen aus Freiberg
(Sachsen).
Gegründet am Anfang des 20. Jh. Astronomische und
Geodätische Instrumente. Die Fa. wurde 1951
verstaatlicht und ging in dem Kombinat VEB Freiberger
Präzisionsmechanik auf (heute
FPM).
Mit dem ähnlichen Voigtländer-Kompass vergleichen.

Steckbrief:
Ehem. finnisches Unternehmen mit Sitz in Helsinki. Die Fa. gab es
möglicherweise nur kurze Zeit. Die einzigen uns bekannten
Instrumente sind der vorliegende Kompass, der anscheinend
beim finischen Forstamt (
Metsähallitus)
verwendet wurde sowie ein Armbandkompass, den wir im Artikel
über die Fa. SUUNTO zeigen. Beide
Instrumente wurden in den 1930er Jahren produziert.
Foto r.: Hersteller-Schild am
nachstehend abgebildeten Kompass
Bei diesem Kompass dienen die Bohrungen am Visiersystem der
groben Schätzung eines Neigungswinkels.

Der
Planzeiger dient dazu, die Lage eines Punktes auf einer Karte
für einen anderen Benutzer der gleichen Karte exakt zu
beschreiben. Ein Planzeiger gilt immer für den
Maßstab,
für den er gedacht ist. Die Bundeswehr verwendet ein
eigenes Modell (
s. Bild
links). Ältere Modelle bestanden aus
einem rechteckigen, oft quadratischen und in der Mitte
ausgeschnittenen
Rahmen. Auf den Schenkeln sind Maßstäbe
eingezeichnet. Mit dem horizontalen Schenkel wird der Abstand von dem
zu
messenden Punkt zur nächsten auf der Karte in
Nord-Süd-Richtung
verlaufenden Meridian-Gitterlinie gemessen (
Rechtswert). Mit
dem vertikalen Schenkel
wird analog dazu der Abstand zur nächsten auf der Karte in
Ost-West-Richtung verlaufenden Breitengrad-Gitterlinie gemessen (
Hochwert). Die
genaue Verwendung des Instruments bei der Artillerie der Wehrmacht
wurde im Handbuch
Dienstunterricht
im Heere -
Ausgabe für den Kanonier (Ausg. 1940)
erläutert. Eine gute zeitgenössische Beschreibung des
Verfahrens in deutscher
Sprache kann man
HIER
lesen (pdf-Datei, S. 4-5, UTM-Projektion).
Die Fa.
BUSCH
hatte bis ca. 1942 eine Anleitung auf leichter Pappe
für verschiedene Geräte (den Planzeiger und ihren
berühmten Marschkompass sowie Fernglas und Messwinkel)
anfertigen lassen, die sogenannte
Wehrsporttafel.
Der eigentliche Planzeiger war auszuschneiden
(Faksimile-Druck
auf Anfrage erhältlich).
Moderne
Marschkompasse (z.B. das Modell ALPIN von
K&R und
das von der British Army verwendete Modell Expedition 54 von SILVA)
sind
mit eingravierten Planzeigern ausgestattet.
Beispiel-Exponate:
- Antiques System: siehe MORIN oben
- Pöferlein (Marschkompasse)
- Moderne Instrumente: siehe
Google-Suchergebnis.
Die US-Army wendet ein unpräzises System an: grobe
Schätzung von Rechts- und Hochwert in 1/10 (s. Faltheft
in
Lensatic
/ Training):
Read UP-RIGHT,
"4/10 the distance
between 11 and 12 is read 114".
BUSCH Wehrsporttafel 12
Bedienungsanweisung
für Planzeiger und Messwinkel
|
BUSCH (S. 5): der Planzeiger und der
Messwinkel zum Ausschneiden.
(
Zum Vergrößern, Bild anklicken)
|
Verwendung des Planzeigers gemäß dem
Handbuch
für Kanoniere (1940)
|
WINTERER-Version
(Ende 1930er J.)

(Zum
Vergrößern, Bild anklicken)
Die kl.
Löcherreihen bilden Winkel von jeweils
45°,
30/60° und 40/50°.
Bild der italienischen Version (WWII) mit taktischen Symbolen HIER.
|
BÉZARD-Version
(s. Bézard / Tech. Dok.)
|
Planzeiger für 3
Maßstäbe
(Wehrmacht, 2. WK)
- Abmessungen: 86 x 86 mm
- Material: Aluminium
- Gewicht: 2 g
|
- R -
Steckbrief: L'HERMITE & LEJARD, 13, rue de la Cerisaie
(nahe La
Bastille), Schüler und Nachf. von RICHER,
GUYARD & CANARY - ehem. ICHER, GUYARD, CANARY
& Cie, gegründet 1780 war ein französischer
Hersteller von
geodätischen Messinstrumenten.
Auszug aus dem Katalog-Vorwort:
"Das Unternehmen wurde 1780 von
RICHER gegründet, dem dessen Sohn Emile
Richer nahfolgte. 1870 beteiligte er zwei Schüler
seines
Vaters als Compagnons, die Herren Guyard und Canary, welche
seine
Nachfolger wurden. 1890 folgten diese Herren dem Beispiel ihres
ehemaligen Chefs und beteiligten zwei ihrer Schüler, die
Herren L'Hermite und Lejard, die gegenwärtig die
Eigentümer des Unternehmens sind."
(Quelle: Katalog -
übermittelt von der Urenkelin Antonin L'Hermites)
 |
Kastenbussole
Datenblatt
- Abmessungen: 120 x 44 x 15 mm
- Material: Holz, Elfenbein
- Gewicht: 40 g |
Im älteren Sprachgebrauch wurde in Österreich das
Wort
Bussole
anstelle von
Kompass
verwendet. Beispiele: s. Bézard und Winterer.
Militärisch einsetzbare Kompasse zum Ausrichten eines
Geschützes hießen folgerichtig Richtbussolen.
Beispiele: GANSER und GOERZ.
Steckbrief: O. Richter, Petrograd (Sankt-Petersburg, Russland)
(Es liegen keine Daten vor -
Das Foto
rechts wurde freundlicherweise von einem
Sammler übermittelt.)
BESCHREIBUNG: Französisches Handbuch (gedruckt 1956) der
militärischen Akademie in Saint-Maixent.
Darin werden zwei ähnliche Instrumente beschrieben: ein
französisches und ein US-System.
Anm.: Dieses Instrument wird im Englischen
Aiming Circle
bzw. im Französischen
goniomètre-boussole
genannt (s. Abk. G.B.!).

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Detailansichten des
Zeichnungen: Abb. anklicken (Achtung: lange Ladezeit wg.
Übergröße)
|
Steckbrief: Rospini war der Name zweier Brüder, die
Messinstrumente in
Graz,
Österreich, fertigten (bis zum Anfang des 20. Jh.
Gratz
geschrieben). Es sind Instrumente bekannt, die von einem der beiden
ROSPINI Brüder (Andreas bzw. "C.
Jos." - Carl Joseph?) signiert und in der Mitte des 19. Jh. angefertigt
wurden.
Dieser Kompass ist insofern außergewöhnlich, weil er
zusätzlich zum Neigungsmesser (vgl.
FENNEL und MORIN)
einen Teilkreis mit 24 Stunden aufweist. Solche Instrumente
wurde eingesetzt, um die stellenweise sehr starke Abweichung zwischen
dem magnetischen und dem geografischen Norden korrigieren zu
können, beispielsweise in der Nähe von
Eisenerzvorkommen. Hierzu wurden die Position der Sonne zu einem
gegebenen Zeitpunkt und entsprechende Sonnenstand-Tabellen verwendet.
An Bord der meisten Schiffe wurde ein ähnliches System
verwendet: in der Form von Kompassen mit Dioptern (
pelorus im
Englischen) und einem vertikalen Gnomon
in ihrer Mitte, so dass der Norden anhand des Schattens und
entsprechender Sonnenstand-Tabellen ermittelt werden konnte.
 |
Datenblatt
- Neigungsmesser mit ausfahrbarem Stützhebel
- Teilung: 360 Grad und 24 Std. linksdrehend (s. Bild unten)
- Durchmesser: 67 mm / Höhe: 10 mm
|
Steckbrief: Camille Rossignol war ein französischer Offizier
(mehr Informationen
HIER).
Er erfand einen Kompass und ließ das System patentieren (Nr.
167.980 vom 14.10.1885,
Boussole militaire devant servir
à
diriger les troupes et au levé des plans -
Militärkompass zur Führung der Truppen und zur
topographischen Geländeaufnahme).
Dieses eigenartige Kompasssystem besaß ein
verlängertes Visier (Kornträger). Dieser Teil ist auf
seiner rechten Seite mit einer Skala versehen (1:80.000). Die linke
Seite weist eine Millimeterteilung auf. Da der Nullpunkt beider Lineale
mit dem Zentrum der Kompassdose zusammenfällt, sind auf dem
Lineal nur die Zahlen von 40 bis 100 mm (links) bzw. von 3 bis 8 km
(rechts) zu lesen. Die Kompassdose ist drehbar gelagert und mittels
Rändelschraube feststellbar. Der Kompass wurde mit einer
Weichledertasche und in einem Holzkästchen geliefert.
Bild rechts, Herstellerangaben:
C. ROSSIGNOL
Chef-Armurier (Büchsenmacher-Meister)
Bté SGDG (Patent angemeldet)

Oben: Ledertasche, Millimeterlineal
Unten: Holzkästchen

Manche Exemplare weisen eine aufgeraute Oberfläche auf: dies
wurde für den operationellen Einsatz absichtlich gemacht, um
zu verhindern, dass der verchromte Oberflächenschutz den
Benutzer durch starke Lichtreflexe verrät. |
(Zum Vergrößern,
Bilder anklicken)
Die Magnetnadel-Drehachse ist in der Mitte eines Kreuzes verschraubt.
Einer der vier Arme des Kreuzes ist schwarz lackiert. An den Enden
dieser Mittellinie ist am Boden der Kapsel beiderseits eine Gradteilung
für die Missweisung angebracht. Beim Peilen soll mithilfe des
Spiegels der schwarze Arm des Kreuzes unter die Nordspitze der
Magnetnadel gedreht werden.

Serien-Nr.(auf der Kimme eingraviert)
 |
Die
Gradteilung:

Ebenfalls sichtbar: die Feder und der Nocken zum automatischen
Arretieren des Spiegels in einem Winkel von 45 Grad.
Das Maßstablineal (der Nullpunkt befindet sich im Zentrum der
Kompassdose): 1:80.000

 |
Datenblatt
- Abmessungen:
140 x 55 x 18 mm
- Gewicht: 115 g
Materialien
- Kompassgehäuse: Edelstahl
- Kapselboden: Horn, durchsichtig
- Kompassskala: 360 Grad, rechtsdrehend
- Serien-Nr.: 168
- als Kopien erhältlich (s. BOUTIQUE) : Patent, 4-seitige
Bedienungsanweisungen, 6-seitiges Handbuch sowie das folgende
Büchlein:

(Bild anklicken: Detailansicht eines Kompassbildes) |
Steckbrief: R. & A. war ein österreichisches
Unternehmen aus Wien

Foto
cashinthetaesch2009
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Teilung: 360 Grad und 24 Stunden (s. ROSPINI)
(Click
on the pictures for enlarged views)
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