A. &
F. vertrieb vermutlich nach dem 1. Weltkrieg einen ähnlichen
Spiegelkompass wie PLAN
Ltdund
Cruchon
& Emons (sowie Taschenuhrförmige Kompasse). Es
handelte sich
um eine stark vereinfachte zivile Version für Jäger
und
Wanderer. Der sichtbarste
Unterschied lag in der runden Aussparung (Visier) im
Deckel:
sie ist in den anderen Versionen pfeilspitzenförmig
ausgestanzt. Im Gegensatz zu den militärischen Instrumenten
waren
die Markierungen nicht mit Radiumfarbe ausgeführt. Es gab
keine
zusätzliche seitliche Bremse der Kompassscheibe. Der Tragring
war
nicht mit Schrauben befestigt, sondern nur in die Halterung
reingesteckt. Die Arretierung bestand aus einem
Drückhebel,
der sich auf der Tragringhalterung befand.
![]() Papierzeiger, Rahmen unter dem Glas und Pfeil im Deckel waren mit Leuchtfarbe gestrichen. |
![]() Übersetzung der französischen bezeichnung: Leuchtender Feld-Marschkompass |
![]() Der damalige Wert der Missweisung (ca. 9 Grad West) war dadurch berücksichtigt, dass der Papierzeiger um diesen Winkel verdreht auf dem Magnet geklebt war. |
Datenblatt - Durchmesser: 46 mm - Gewicht: 35 g Material: - Gehäuse: Holz - Deckel: Aluminium - Lünette: Nickel (?) |
Werbung aus dem Jahr 1915 (wurde in
der VONIN
-Akte gefunden)![]() (Zum Vergrößern, Bild anklicken) |
Schachtel mit den Flaggen der gegen Deutschland
damals kämpfenden Nationen: Frankreich,
Großbritannien,
Holland, Luxemburg, Russland und Belgien (die USA kamen erst
später dazu).![]() |
Die Bedienungsanleitung (Kopien erhältlich) ![]() (Teil 1 - Bild anklicken für Teil 2) |
(...) |
Steckbrief: Die Fa. LEMAIRE
war Bestandteil der Gruppe BAILLE LEMAIRE Fils & Cie,
die Automobile um die Jahrhundertwende (1898-1905) gefertigt
hatte. Das Unternehmen meldete unter diesem Namen ein Patent
an (Nr. 1.041.917, erteilt am
3. Juni 1953), in dem eine Modèle 49 genannte, modernisierte
Version des
bekannten Kompasstyps Modèle
1922
beschrieben wurde. Außerdem wurde unter diesem Namen eine
Version
des 1922er Modells mit Prismenoptik und
Flüssigkeitsdämpfung
angeboten (s. Lemaire-Kompasse).| Dreiseitenansicht gemäß dem Hauptpatent ![]() |
Höhenwinkelmesser-Funktion gemäß der Patentergänzung ![]() (Zum Vergrößern, Zeichnungen anklicken) |
Diesem
Patent lag das Konzept des Modèle 1922 mit
durchsichtiger Kapsel zugrunde, aber es verfügte
zusätzlich über einen nach unten
ausklappbaren Spiegel ähnlich den Konzepten
der chweizer Hersteller RECTA
und BÜCHI.
Das System wurde noch um eine Höhewinkelmesserfunktion
ergänzt (Nr. 62.195 vom 29. Dezember
1954). Die Idee wurde von der französischen Armee im 1.
Vietnam-Krieg getestet. Etwa um diese Zeit wurde auch der
deutschen Kompasstyp Bézard
eingeführt, dessen UBK-Modells
(Universal-Bézard-Kompass)
diese Funktionalitäten bereits seit der Mitte der 1930er Jahre
bot. Mit dieser Entscheidung hat die französische Regierung
möglicherweise den Rückgang der Kompassindustrie in
Frankreich beschleunigt. Es ist nicht auszuschließen, dass
diese Entscheidung durch besonders günstige Preise der
deutschen Produkte (quasi als Reparaturzahlung) motiviert wurde. |
| 1 - Modell-Bezeichnung
(?) Zylindrisches Gehäuse in Taschenuhrform. Vorläufer des späteren Verner-Systems. Möglicherweise die erste Ausführung eines Kompasses in dieser Form. Datenblatt - Durchmesser: 50 mm - Visierfenster-Durchm.: mm Die Visiereinrichtung besteht aus einem feinen Strich im Fenster des angelenkten Deckels. |
Der
Verkäufername auf der Kompassscheibe
gemäß Singers
Muster: E. Lennie - 46 Princes St., Edinburgh Unten: Version mit schlichtem Singer- Muster |
![]() Der kleine Druckknopf zur Abbremsung der Pendelbewegungen der Kompassrose befindet sich hier unter der Anlenkung. ![]() Das Logo von F. Barker & Son mit dem Buchstaben S richtig herum. Dies bedeutet, dass das Instrument noch vor Barkers Tod im J. 1875 gefertigt worden ist. |
| 2 - Verner's Pattern
Mark V Fotos Mark Thompson |
![]() F. Barker & Sons Markierung, 1907. Dieses besondere Kompassrosen-Muster hieß Service Pattern |
Datenblatt - Durchmesser: 50 mm - Großes Visierfenster-Durchm.: mm ![]() |
| 3 - Linsen-Kompass Barker entwickelte und patentierte 1916 (Nr. 103.019) das Prinzip des Linsenkompasses. Diese technische Lösung wurde später in zahlreiche Instrumente implementiert (USA), aber Barker zog das viel präzisere prismatische system vor. Der Rand der Windrose ist nach oben angewinkelt in der Patent- Beschreibung (Fig. 1, letter "g" - Beispiel: HIER klicken) |
![]() Foto Nick Godridge Bild anklicken: Ansicht der Windrose Das Fenster im Deckel war größer und zentriert bei diesem Modell aber kleiner und dezentriert in Richtung Anlenkung in der endgültigen Version (Bild rechts). |
![]() (Foto Jaypee - Beschreibung HIER) |
| 4.1 - Modell Mk 1 (ohne
Bild) Es handelte sich um eine modernisierte Version des Mk III- Kompasses mit Strichteilung und ohne Himmelsrichtungen an der Außenseite. ACHTUNG: Das in der französischen Armee von ca. 1972 bis Ende der 80er J. MK1 genannte und verwendete Instrument war in Wirklichkeit ein M-72! Foto Jaypee - MK 1 franz. Armee - Auszug aus dem Wartungshandbuch |
![]() ![]() Modell DICI (6000 MILS) Das Logo besteht aus dem arabischen Buchstaben "djayisch" in einem Dreieck, dem Symbol der irakischen Streitkräfte in den 1970er Jahren. |
![]() Die Modelle 42 Pattern (l.) und Mark III (r.) mit Teilungen und Himmelsrichtungen in weißer Farbe um das Gehäuse herum (Mk III: s. T.G. Co-Ltd) |
| 4.2
- Modell Mk III (OMI) mit
arabischer Beschriftung (S.a. ISRAELs Version) Fotos Ion Argyriadis Zum Vergrößern, Bilder anklicken |
Die
Beschriftung der
Kompassrose, des Teilungsrings und der umlaufenden
Außengravur war komplett in arabischer Sprache (s.
Verschiedenes / Himmelsrichtungen). |
Datenblatt Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend, Nordmarke auf der Kompassscheibe aus radiumhaltiger Farbe, Tritiumröhrchen am Teilungskreis Rückseite: Der Text unter den gekreuzten Schwertern bedeutet: Saudi Army Serien-Nr. 1472 |
| 5 - M-71 (links) /
M-72 (r.) Foto r.: Mischversion -MILS-Teilung auf einer M-71-Kompassrose (die Nordmarke ist ein Dreieck) |
Schutzgitter S. u. das verbesserte System des M-73 Detailansicht der Zifferblätter von M-72 und M-73: Bilder links anklicken |
M-71/M-72
- Datenblatt Material: Messing-Gehäuse und -Deckel Gewicht: 315 g Die Nordmarke des M-71 war ein Dreieck mit Tritium-Röhrchen auf der Scheibe sowie auf der Außenskala. Dieses System folgte auf die Raute und die großen Radiummarken des Mk III's (s. T.G. Co. Ltd). |
| 6 - M-73
(360°) |
(Fotos Jaypee) Vergleich der Anlenkungsmechanik Links: Mk III (verschweißt) Rechts: M-73 (verschraubt) |
M-73
- Datenblatt (s.a. PYSERs Website) Material: Aluminum-Gehäuse und -deckel Gewicht: 215 g Bedienungsanweisung (in engl. Sprache): Download von der Website www.trademarklondon.com Es gab ihn in 3 verschiedenen Versionen: mit einer Skala à 360 Grad, à 6400 Strich (NATO) sowie mit 6000 Strich (Bezeichnung: DICI) wie bei den Armeen der Ostblockstaaten und einiger arabischer Länder (s. o.). Es war eine Sonderanfertigung für arabische Länder, u.a. für Saddam Husseins irakische Truppen. |
| Der
(originale) Bézard-Kompass wurde von der Firma LUFFT
hergestellt. Dem BÉZARD-Kompass wird hier aufgrund des sehr
umfangreichen Stoffes ein eigenes Kapitel (siehe DER BÉZARD-KOMPASS)
gewidmet. Darin werden auch die zahlreichen nachgemachten Modelle behandelt. Bild rechts: ein typischer
Bézard-Kompass mit seiner
Ledertasche
|
![]() |
Steckbrief:
Deutsches Unternehmen (mehr Informationen HIER).| Marschkompass
(M.Ko) Kompass-Grundmodell der Reichswehr und der späteren Wehrmacht. ![]() Deckelbeschriftung: F. W. BREITHAUPT & SOHN 43570 KASSEL ![]() |
Heeres-Dienstvorschrift
(H.Dv.362) vom 18 Dezember 1928 (unverändert wieder gedruckt
1940)![]() Es existierten mehrere Ausführungen: aller Wahrscheinlichkeit nach wurden sie zunächst komplett aus Messing hergestellt. Die umklappbare Anlegekante war anfänglich nur 50 mm lang. Mit zunehmender Werkstoffknappheit während des 2. Welktkriegs wurde die Fertigung umgestellt. Die Deckelform änderte sich und das Lineal wurde auf 60 mm verlängert. Allen gemeinsam war die Teilung: 6400 Strich, linksdrehend. Weitere Unterschiede: siehe Datenblätter. |
Deckelformen-Vergleich![]() Datenblatt - Durchmesser: 54 mm - Höhe: 17 mm - Gewicht: 130 g - Gehäuse: Messing - Deckel: Messing mit "schmaler Nase" und 3 Nieten am Scharnier - Ring: Nickel - Lineal: 50 mm, klappbar |
![]() |
![]() ![]() |
Datenblatt - Durchmesser: 54 mm - Höhe: 17 mm - Gewicht: 60 g - Gehäuse: Nickel - Deckel: Aluminium mit "breiter Nase" und vier Nieten am Scharnier - Ring: Messing - Lineal: 60 mm, umklappbar |
![]() Dieses Modell übernimmt die Gehäuseform des von der Firma BUSCH für den Jungendienst entwickelten Kompasses. Es wurde zur Grundform fast aller späteren deutschen Wanderkompasse (s. WILKIE, PASTO, FPM). |
![]() Prägung an der Unterseite: Stempel vom Materialprüfungsamt (stilisierte Buchstaben: MP). Das liegende S steht für den Bakelit-Typ und OW ist der Code für den Bakelithersteller (Für mehr Information, bitte HIER klicken - englische Website). |
Datenblatt - Teilung: 6400 Strich linksdrehend - Abmessungen: 75 x 55 x 20 mm - Gewicht: 110 g - Bakelitgehäuse - Messingdeckel, schwarz lackiert, rau - Kordel - Anlegekante: 50 mm - Firmenname BREITHAUPT neben der Anlenkung des Deckels Repaturanweisung erhältlich |
![]() Glatter schwarz lackierter Deckel mit einem großen A in weißer Farbe (ab 1944) Aus den Heeresmitteilungen von 1944 ist Folgendes zu entnehmen (Mitteilung vom 25.5.44): "Gleichzeitiger Gebrauch von "Marschkompass vereinfacht" und "Marschkompass A". Bei gleichzeitigem Gebrauch des linksläufigen Marschkompass vereinfacht und des neu eingeführten rechtssläufigen Marschkompass A ist zu beachten: - Marschzahl MKo vereinfacht gleich 64 weniger Marschzahl Kompass A |
Bedienungsanleitung
(Heeresdienstvorschrift vom 10.01.1945 - Kopie erhältlich) ![]() - Marschzahl "Kompass A" gleich 64 weniger "Marschzahl MK vereinf." Der Marschkompass A war nur deshalb mit einem großen A gekennzeichnet, damit man ihn von den bisher linksläufigen Kompassen sofort unterscheiden konnte, da die Marschzahlen bei ihm im Uhrzeigersinn und nicht wie bisher gegen den Uhrzeigersinn liefen. (Zitiert nach Militaria-Fundforum) |
Datenblatt - Teilung 6400 Strich rechtsdrehend - Abmessungen: 75 x 55 x 20 mm - Gewicht: 110 g - Bakelitgehäuse, - Messingdeckel, schwarz lackiert - Kordel - Anlegekante: 50 mm Bei diesem sogenannten Marschkompass "A" ist die Drehachse der Magnetnadel durch eine schwarze Scheibe mit einem weißen, die OST-WEST-Achse darstellenden Balken verdeckt. Dieses Design findet sich bei den späteren Nachkriegsmodellen der Fa. FPM wieder. Repaturanweisung erhältlich. |
COKIL![]() ![]() |
![]() Dieser Kompasstyp heißt COKIL (KILometerzähler), wenn mit Kurvenmesser, bzw. COMAR (MARching) ohne. Er wurde bereits in den 1930er J. und wird noch in China nachgebaut (siehe weiter unten "CHINA", Typ 5-1 und 6-2). |
![]() Datenblatt Serien-Nr. (vom Teilkreis verdeckt): 65142 - Durchmesser: 60 mm - Höhe: 20 mm - Gewicht: 170 g - Aluminiumgehäuse und -ring, - Lineal: 100 mm (aufgeklappt) - Neigungsmesser in Grad (0-60°) (Modell mit 0-45°: HIER klicken) - Wehrmacht-Feldgrau lackiert |
![]() Auf dem Zifferblatt ist die Abkürzung DRGM (Gebrauchsmuster für das III. Reich), aber auf dem Teilkreis wird die Himmelsrichtung OST mit zwei Buchstaben (OE) angegeben: O für OST und E für EAST, was vor 1945 undenkbar gewesen wäre. |
Auf der
Außenseite ist zusätzlich zum Kurvenmesser eine
Tabelle, die derjenigen des PEIGNÉ-Systems nachempfunden ist
(siehe Geologen- und Artilleriekompasse).![]() (Fotos Peter Spielberg). |
Marschkompasse
CODOP (mit doppelter Teilkreis) und COLIM (mit durchsichtigem Boden) 40er Jahre. Seriennummer: 103201. Datenblatt Zusätzlich zum Pendelklinometer besaß dieses Modell eine Libelle und einen durchsichtigen Glasboden. Am Anfang und am Ende des 10 cm Lineals befinden sich je eine rote und eine schwarze Marke als Visierhilfe zum Bestimmen eines Höhenwinkels. Die Arretierung der Magnetnadel erfolgt mit einem manuell betätigten Hebel (neben dem Teilkreis). GEBRAUCHSANWEISUNG (s. Boutique) |
Modell CONAT (COmpass NATO) Marschkompass
der deutschen Bundeswehr
seit den frühen 70er
Jahren.Im Patent (Nr. 1730856 - 1956) wurde ein Spiegel mit automatischer Arretierung bei 45° beschrieben. Patent, Abb. 1-4 ![]() |
![]() ![]() |
Beschriftung der
Deckel-Innenseite: Firmenlogo, NATO-Versorgungsnummer und BUNDESWEHR ![]() Datenblatt (siehe BREITHAUPTs eigene Website) GEBRAUCHSANWEISUNG erhältlich |
![]() (Zum Vergrößern, Bild anklicken) |
Standard
Linsenkompass
der US-ARMY. Quasi identisch mit dem Produkten von Cammenga, Stocker & Yale (SandY) usw. Diese Kompasse enthalten Tritium (H3) und sind schwach radioaktiv. Mehr Bilder bei CAMMENGA. |
Datenblatt - Abmessungen: ... x ... x ... mm - Gewicht: ... g - Datum: 12/62 |
Steckbrief:
früherer
französischer Hersteller von
Instrumenten für Wanderer. Der Firmen-Name war am Anfang
Baudet-Burnat,
mehr
darüber HIER). Henri
BURNAT ließ sich mehrere Erfindungen patentieren,
darunter ein System zur Befestigung der Kompasskapseln in den
Gehäusen. Er produzierte Kompasse,
Höhenmesser und Schrittzähler. Das Firmenlogo (auf
der Kompassrose über dem Himmelspunkt SÜD angebracht)
stellte einen Kartenleser dar zusammen mit den Anfangsbuchstaben
H(enri), B(urnat) und PARIS.
![]() Beschreibung gemäß BUSCH-Katalog ca. 1920. Anm.: Wurde möglicherweise von BUSCH nicht gefertigt, sondern nur vertrieben. |
Norwegische Version
(V = Vest für Westen) Zwei Ösen am Gehäuse ermöglichen das Tragen am Handgelenk. ![]() Foto Totto EIDE (Zum Vergrößern, Bilder anklicken) |
Datenblatt - Durchmesser Basis: 54 mm - Durchmesser Kompass: 50 mm - Höhe (Gehäuse): 14,4 mm; Visierdiopter aufgerichtet: 33,5 mm - Gewicht: 83 g - Himmelsrichtungen und Marschrichtungslinie: radiumfarbe. - Kompassrose: 360° - Teilung des ob. Teilkreises: 0-60, numeriert alle 5, wobei,jeder Abschnitt jeweils in 15 Einheiten (3x5) unterteilt ist, d.h. insges. 180 Einheiten für den Umfang, die je 2 Grad entsprechen. Bild von Messingdeckel und Originalschachtel |
![]() Jungendienst-Kompass Modell X (ohne Spiegel) (s. Katalog nächste Zeile) ![]() Originalkatalog mit Bedienungsanweisung (ca. 1935) (Zum Begriff 'JUNGENDIENST': siehe Erläuterung im Glossar unter VERSCHIEDENES/Terminologie) |
![]() Jungendienst-Kompass Modell XI (mit Spiegel) Diese Gehäuseform war lange nach dem 2. WK das grundsätzliche Design vieler deutscher Wanderkompasse (siehe PASTO, WILKIE und FPM). ![]() Die Tragetasche war lediglich ein Stoffsäckchen. |
![]() Datenblatt - Abmessungen: 70 x 55 x 18 mm - Gewicht: 67 g - Gehäuse: Bakelit - Tasche: Stoff ![]() Das Unternehmen hatte sich für die zwar von der Hitler-Jugend politisch getrennten aber paramilitärischen Zielen verfolgenden Jugendorganisationen "JUNGENDIENST" (s. Glossar unter VERSCHIEDENES) stark engagiert. Es heißt u.a. im Handbuch "DEUTSCHER JUNGENDIENST" (1933), dass der gleichnamige Kompass speziell für diese Organisation entwickelt worden sei. Die Bedienungsanweisung im Handbuch DEUTSCHER JUNGENDIENST ist in gotischer Schrift gedruckt. |
Katalog 1933 - Die beiden
Grundmodelle vom Marsch- und
Jungendienstkompass (mit und ohne Spiegel, Bakelitgehäuse)![]() Die mitgelieferte Gebrauchsanweisung ![]() (Bild anklicken : Seite 2) |
![]() Marschkompass II Diese Gehäuseform findet sich auch beim BREITHAUPT mit Neigungsmesser und Kartenleser sowie den entsprechenden chinesichen nachgebauten Versionen wieder. FPM fertigte auch einen ähnlich geformten Kompass für die KVP. Bild oben anklicken: Logo und Ledertasche Bild re.: Ein Oberscharführer trägt einen Buschkompass mit Ledertasche am Hals |
Der gleiche Gehäusetyp
aber mit Fluid-Kapsel und schwarzer Kompassrose Rechts: Pappschachtel:
![]() Datenblatt - Abmessungen: 65 x 57 x 16 mm - Gewicht: 70 g - Gehäuse: Bakelit - Leuchtlinie auf Glas: Ost-West - Tasche: Leder
|
|
Marschkompaß I
Von diesem Kompass sind zwei
Varianten bekannt: die weitverbreitete Standardlösung und die
spätere Version mit Fluidkapsel.Siehe auch das Messmittel PLANZEIGER |
![]() Datenblatt - Abmessungen: 68 x 55 x 18 mm - Gewicht: 130 g - Gehäuse: Messing - Ring: Nickel - Klapplineal: 5 cm (Bild anklicken: Ansicht vom Kompass offen) |
![]() (Bild anklicken: Ansicht vom Kompass offen und zerlegt) Datenblatt - Abmessungen: 68 x 55 x 18 mm - Gewicht: 75 g - Gehäuse: Aluminium - Fluidkapsel - Leuchtlinie auf Glas: Nord-Süd - Klapplineal: 6 cm Bedienungsanweisung erhältlich |
| Dieser Kompass
gehörte einem
US-Soldaten der im 2. WK in Italien kämpfte. Er
gehörte der
sogenannten First Special Service Force, die auch unter dem
Namen “The
Devil's Brigade” bekannt wurde.
Diese
Einheit setzte sich zusammen aus amerikanischen und
kanadischen Commandos und erlebte sehr heftige Kämpfe
insbesondere bei Anzio. |
Spezialversion des
weiterentickelten Jungendienst-Kompasses für die
italienischen Truppen Mussolinis. ![]() Fotos T. Schifani (Bild rechts anklicken zw. Detailansicht) |
Datenblatt - Abmessungen: 75 x 55 x 20 mm - Gewicht: 110 g - Gehäuse: Bakelit - Teilung: 360 Grad rechtsdrehend, Himmelsrichtungen gemäß den Abkürzungen für lateinische Sprachen (NESO - siehe Verschiedenes/Himmelsrichtungen - Frankreich) - Radiummarken: 2 Punkte bei Nord, je einer bei den anderen Himmelsrichtungen. - Strich für Magnetisch Nord bei ca. 6 Grad West |
![]() Ost-West-Balken beschriftet wie beim Bézard-K. (Detailansicht: Bild rechts anklicken) |
Bundeswehr-Modell
![]() Die Tragetasche war rechteckig wie beim Bézard-Kompass |
Busch-Göttingen
(in der Ecke oben links geprägt) entwickelte für die
Bundeswehr
(Bund, Bw) einen Kompass aus
Plexiglas. Er hatte eine durchsichtige Dose und war mit
Höhensymbolen zur Entfernungsmessung an der rechten Seite
(Gebäude, Lkw, stehende Person) versehen. Außerdem
war die Deklinationsmarke einstellbar und sein Spiegel hatte einen
Schlitz. Schließlich war er mittels Gummifüsschen
gegen Verrutschen auf der Karte gesichert. Er wurde vermutlich jedoch
nur in geringer Stückzahl zum Zeitpunkt der
Bw-Gründung (1956) gefertigt. Seine NATO-Versorgungs-Nr. war
6605-12-120-1507.(Fotos Dr. Spielberg und Militaria-Fundforum/Knochensack44) KOMMENTAR: es ist anzunehmen, dass sich das Gehäuse leicht statisch auflud (siehe BARIGO weiter oben), was die Verwendung unmöglich machte. |
![]() |
Fotos D. Engstfeld (Zum Vergrößern, Bilder anklicken) |
Die Polizei Nordrhein-Westfalens
war bis Ende
der 1980er J.
auch mit der Nachkriegsversion in schwarzer Ausführung
ausgestattet. Bis auf dieses eine Exemplar wurden in der
Herkunftsbehörde alle weiteren „entsorgt“!
Die Tragetasche war unten spitz zulaufend. Auf der schwarzen Mittelscheibe war ein aus zwei Strichen bestehender O-W-Balken angebracht. Die Kompasse dienten früher als Orientierungshilfen bei Durchsuchungen von unübersichtlichen Geländen oder Gebäuden durch die Reiterstaffel oder Diensthundführer als es noch keine technischen Führungs- und Einsatzmittel wie Funk für jeden oder Hubschrauber gab. Sichergestellt ist, dass der Kompass im sog. „Einzeldienst“ in der Behörde Verwendung fand und nicht nur innerhalb von Hundertschaftsverbänden von Polizeieinrichtungen. (Quelle: Polizei-Präsidium NRW) |