A.
&
F. vertrieb vermutlich nach dem 1. Weltkrieg einen ähnlichen
Spiegelkompass wie PLAN
Ltd und Cruchon
& Emons (sowie
Taschenuhrförmige Kompasse). Es
handelte sich
um eine stark vereinfachte zivile Version für Jäger
und
Wanderer. Der sichtbarste
Unterschied lag in der runden Aussparung (Visier) im
Deckel:
sie ist in den anderen Versionen pfeilspitzenförmig
ausgestanzt. Im Gegensatz zu den militärischen Instrumenten
waren
die Markierungen nicht mit Radiumfarbe ausgeführt. Es gab
keine
zusätzliche seitliche Bremse der Kompassscheibe. Der Tragring
war
nicht mit Schrauben befestigt, sondern nur in die Halterung
reingesteckt. Die Arretierung bestand aus einem
Drückhebel,
der sich auf der Tragringhalterung befand. Prägung an der
Rückseite: Abercrombie & Fitch
Co. New York - Made in Switzerland.
|
Die
beiden Deckel
(Foto links zonamilitar.com.ar) |
Datenblatt Siehe Detailbeschreibung unter PLAN Ltd. - Durchm.: 54 mm ; Dicke: 18 mm - Teilung: 360° - Himmelsrichtungen: Spanisch, O = Oeste = Westen - Beschriftung: B. N° 10816 (Brújula Número = Kompass-Nr.) - Leuchtmarken: kein Radium entgegen den C. & E. und PLAN Ltd Modellen |
![]() Papierzeiger, Rahmen unter dem Glas und Pfeil im Deckel waren mit Leuchtfarbe gestrichen. |
![]() Übersetzung der französischen bezeichnung: Leuchtender Feld-Marschkompass |
![]() Der damalige Wert der Missweisung (ca. 9 Grad West) war dadurch berücksichtigt, dass der Papierzeiger um diesen Winkel verdreht auf dem Magnet geklebt war. |
Datenblatt - Durchmesser: 46 mm - Gewicht: 35 g Material: - Gehäuse: Holz - Deckel: Aluminium - Lünette: Nickel (?) |
Werbung
aus dem Jahr 1915 (wurde in
der VONIN
-Akte gefunden)![]() (Zum Vergrößern, Bild anklicken) |
Schachtel mit den
Flaggen der gegen Deutschland
damals kämpfenden Nationen: Frankreich,
Großbritannien,
Holland, Luxemburg, Russland und Belgien (die USA kamen erst
später dazu).![]() |
Die
Bedienungsanleitung (Kopien erhältlich) ![]() (Teil 1 - Bild anklicken für Teil 2) |
(...) |
Steckbrief: Die Fa. LEMAIRE
war Bestandteil der Gruppe BAILLE LEMAIRE Fils & Cie,
die Automobile um die Jahrhundertwende (1898-1905) gefertigt
hatte. Das Unternehmen meldete unter diesem Namen ein Patent
an (Nr. 1.041.917, erteilt am
3. Juni 1953), in dem eine Modèle 49 genannte, modernisierte
Version des
bekannten Kompasstyps Modèle
1922
beschrieben wurde. Außerdem wurde unter diesem Namen eine
Version
des 1922er Modells mit Prismenoptik und
Flüssigkeitsdämpfung
angeboten (s. Lemaire-Kompasse).| Dreiseitenansicht
gemäß dem Hauptpatent ![]() |
Höhenwinkelmesser-Funktion
gemäß der Patentergänzung ![]() (Zum Vergrößern, Zeichnungen anklicken) |
Diesem
Patent lag das Konzept des Modèle 1922 mit
durchsichtiger Kapsel zugrunde, aber es verfügte
zusätzlich über einen nach unten
ausklappbaren Spiegel ähnlich den Konzepten
der chweizer Hersteller RECTA
und BÜCHI.
Das System wurde noch um eine Höhenwinkel-Messfunktion
ergänzt (Nr. 62.195 vom 29. Dezember
1954). Die Idee wurde von der französischen Armee im 1.
Vietnam-Krieg getestet. Etwa um diese Zeit wurde auch der
deutschen Kompasstyp Bézard
eingeführt, dessen UBK-Modells
(Universal-Bézard-Kompass)
diese Funktionalitäten bereits seit der Mitte der 1930er Jahre
bot. Mit dieser Entscheidung hat die französische Regierung
möglicherweise den Rückgang der Kompassindustrie in
Frankreich beschleunigt. Es ist nicht auszuschließen, dass
diese Entscheidung durch besonders günstige Preise der
deutschen Produkte (quasi als Reparaturzahlung) motiviert wurde. |
Steckbrief:
ehemaliges britisches Unternehmen (mehr
Informationen HIER
und in unseren LINKS).
1939 - Mk IX Dry Card Prismatic compass (ein normaler Verner-Typ)| 0 -
Das
Urmodell? |
Datenblatt - Gehäusedurchm.: ... mm - Durchm. Kompasskarte: mm - Dicke: mm - Teilung: 360° - Gravur rückseitig: D /|\ D (Dept. of Defence + Dreizack der British Army) A.860 (Serien-Nr.?) - Verriegelung: seitl. Schieberiegel - Brems-Druckknopf unter der Anlenkung des Deckels (s. nächster Artikel) - Kein Abdeckungsblech der Prismenoptik Obwohl nicht signiert wird dieses Instr. BARKER zugeordnet weil es mit dem nächsten baugleich ist. Es wurde in den 1840er J. gefertigt. Vgl. mit den großen Marschkompass-Modellen von Stanley Steward SEITENANFANG |
|
| 0 -
...? |
Datenblatt Abm.: (Standard Verner's pattern): - Gehäuse-Durchm.: 52 mm - Kompass-Scheibe-Durchm.: 44 mm, Aluminium - Dicke (geschl.): 20 mm - Teilung: 360° - Keine Gravur an der Rückseite - Verriegelung: Typ Verner VII - Brems-Druckknopf auf der rechten Seite, das einzige Exemplar bekannt. - Spätes 19. Jh. SEITENANFANG |
|
| 1 -
Modell-Bezeichnung
(?) Zylindrisches Gehäuse in Taschenuhrform. Vorläufer des späteren Verner-Systems. Möglicherweise die erste Ausführung eines Kompasses in dieser Form und Größe. Datenblatt - Gehäuse-Durchmesser: 50 mm - Visierfenster-Durchm.: 19 mm - Verriegelung der Kompassscheibe: mittels Druck-Zugschieber im Tragring Die Visiereinrichtung besteht aus einem feinen Strich im Fenster des angelenkten Deckels. |
Der
Verkäufername auf der Kompassscheibe
gemäß Singers
Muster: E. Lennie - 46 Princes St., Edinburgh Unten: Version mit schlichtem Singer- Muster |
![]() Der kleine Druckknopf zur Abbremsung der Pendelbewegungen der Kompassrose befindet sich hier unter der Deckelanlenkung. ![]() Das Logo von F. Barker & Son mit dem Buchstaben S richtig herum. Dies bedeutet, dass das Instrument noch vor Barkers Tod im J. 1875 gefertigt worden ist. |
| 2 -
Verner's
Pattern
Mark V Fotos Mark Thompson |
![]() F. Barker & Sons Markierung, 1907. Dieses besondere Kompassrosen-Muster hieß Service Pattern |
Datenblatt - Durchmesser: 50 mm - Großes Visierfenster-Durchm.: mm ![]() SEITENANFANG |
| 3 -
Linsen-Kompass Barker entwickelte und patentierte 1916 (Nr. 103.019) das Prinzip des Linsenkompasses. Diese technische Lösung wurde später in zahlreiche Instrumente implementiert (USA), aber Barker zog das viel präzisere prismatische system vor. Der Rand der Windrose ist nach oben angewinkelt in der Patent- Beschreibung (Fig. 1, letter "g" - Beispiel: HIER klicken) |
![]() Foto Nick Godridge Bild anklicken: Ansicht der Windrose Das Fenster im Deckel war größer und zentriert bei diesem Modell aber kleiner und dezentriert in Richtung Anlenkung in der endgültigen Version (Bild rechts). |
![]() (Foto Jaypee - Beschreibung HIER) |
4.1 - Modelle
'42 Pattern'
und Mark
III![]() 42 Pattern-Beschreibung: Es weist ein anderes Prismenschutzblech auf, der Durchm. beträgt nur 50 mm, die Verriegelung der Lünette steht bei 2 Uhr und der Ring is manchmal flach. Es hat ihn auch mit der Kompass- scheibe vom Mk III gegeben (Bild: hier anklicken). Mk III-Beschreibung: s. T.G. Co. Ltd. London Die Modelle 42 Pattern (l.) und Mark III (r.) mit Teilungen und Himmelsrichtungen in weißer Farbe um das Gehäuse herum (Link zum Bild Seitenansicht- vergleich). |
4.2 - Modell
Mk 1 Modernisierte Version des Mk III-Kompasses mit Strichteilung und ohne Himmelsrichtungen an der Außenseite. Tritium- anstatt Radium-Beleuchtung. Wurde von der französischen Armee von ca. 1970 bis Ende der 90er J. verwendet. ![]() Datenblatt - Durchm.: 58,5 mm - Teilung: Strich (in Schritten von 20 Strich) - Genauigkeit: ca. 5 Strich. - Gewicht: +300 g - Beleuchtung: Tritium-Kapseln Bild oben: Auszug aus dem Manuel Technique MAT 1935 (Beispielseite durch Anklicken aufrufbar) |
Technische
Dokumentation
der Armée Française (in franz. Spr.) - Notice MAT 1884, Version 1970 (éd. 1983, s. Bilder u. A5, 12 S.) - Manuel Technique MAT 1935 (1970, Beschr., Gebrauchsanweisung, Bebilderter Teilekatalog und Instandsetzungshandbuch, A4, 96 S.)
![]() (Fotokopien auf Anfrage erhältlich) SEITENANFANG |
| 4.2
- Modell Mk III (OMI) mit
arabischer Beschriftung (S.a. ISRAELs Version) Fotos Ion Argyriadis Zum Vergrößern, Bilder anklicken |
Die
Beschriftung der
Kompassrose, des Teilungsrings und der umlaufenden
Außengravur war komplett in arabischer Sprache (s.
Verschiedenes / Himmelsrichtungen). |
Datenblatt Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend, Nordmarke auf der Kompassscheibe aus radiumhaltiger Farbe, Tritiumröhrchen am Teilungskreis Rückseite: Der Text unter den gekreuzten Schwertern bedeutet: Saudi Army Serien-Nr. 1472
|
| 5 - M-71
(links) /
M-72 (r.) Foto r.: Mischversion d.h. MILS-Teilung auf einer M-71-Kompassrose (die Nordmarke ist ein Dreieck) |
Schutzgitter S. u. das verbesserte System des M-73 Detailansicht der Zifferblätter von M-72 und M-73: Bilder links anklicken |
M-71/M-72
- Datenblatt Material: Messing-Gehäuse und -Deckel Gewicht: 315 g Die Nordmarke des M-71 war ein Dreieck mit Tritium-Röhrchen auf der Scheibe sowie auf der Außenskala. Dieses System folgte auf die Raute und die großen Radiummarken des Mk III Modell (s. T.G. Co. Ltd). SEITENANFANG |
| 6.1 - M-73
(360°) |
(Fotos Jaypee) Vergleich der Anlenkungsmechanik Links: Mk III (verschweißt) Rechts: M-73 (verschraubt) |
M-73
- Datenblatt (s.a. PYSERs Website) Material: Aluminum-Gehäuse und -deckel Gewicht: 215 g Bedienungsanweisung (in engl. Sprache): Download von der Website www.trademarklondon.com Es gab ihn in 3 verschiedenen Versionen: mit einer Skala à 360 Grad, à 6400 Strich (NATO) sowie mit 6000 Strich (Bezeichnung: DICI) wie bei den Armeen der Ostblockstaaten und einiger arabischer Länder (s. o.). Letzteres war eine Sonderanfertigung für arabische Länder, u.a. für Saddam Husseins irakische Truppen (s. nächste Reihe) |
| 6.2 - M-73 TYP
KOMPASSE DICI Teilung: 6000 Strich. Diese Instrumente weisen den arabischen Buchstaben dschim in einem Dreieck auf, dem Emblem der irakischen Streitkräfte in den 1970er Jahren. ![]() Mehrere Hersteller bzw. Händler wie ENBEECO oder DOMINION haben solche Kompasse vertrieben (s. rechts) |
Hersteller : ENBEECO Anagramm von Newbold & Bulford Co. Ltd. Dieses Unternehmen hat eine zeitlang derselben Gruppe angehört wie Francis Barker & Son Ltd. Sie besaßen die Technologie und die Werkzeuge, so dass es ENBEECO- Kompasse gibt, die dem M-73 stark ähneln. |
Hersteller :
DOMINION Dominion war ein Waffenhändler mit Basen in Kanada und anderen Commonwealth-Ländern. Der Name wurde später in Imperial geändert. Die Fa. wurde später wieder verkauft. Dominion stellte keine Kompasse her, sondern brachte nur seinen Namen auf die Produkte von Großhändlern auf. Dieser Kompass könnte wohl ein STANLEY G150 sein. (Quelle: Trademarklondon.com) Foto M. Jamison |
| 6.3 -
AEROLIGHT Dieses Instrument wurde in den 1980er J. produziert, aber wegen Dichtigkeitsprobleme bald durch das Modell M-88 ersetzt. Es diente Israel als Basis für die nachgebaute Version IDF (Israel Defense Forces). |
Das Aerolight-Modell wurde nie für die NATO zugelassen: es trägt kein NATO Stock Number sondern nur einen Aufkleber mit dem Herstellernamen |
Datenblatt Teilung: nur Strich ![]() Die Information, dass der Winkelwert mal 100 zu multizieren ist, wird auf der Kompassscheibe FÜNF mal wiederholt! |
| Der
(originale) Bézard-Kompass wurde von der Firma LUFFT
hergestellt. Dem BÉZARD-Kompass wird hier aufgrund des sehr
umfangreichen Stoffes ein eigenes Kapitel gewidmet : DER BÉZARD-KOMPASS.
Darin werden auch die zahlreichen nachgemachten Modelle behandelt. Bild
rechts: ein
typischer
Bézard-Kompass mit seiner
Ledertasche
|
![]() |
Steckbrief:
Deutsches Unternehmen (mehr Informationen HIER).| Marschkompass
(M.Ko) Kompass-Grundmodell der Reichswehr und der späteren Wehrmacht. ![]() Deckelbeschriftung: F. W. BREITHAUPT & SOHN 43570 KASSEL |
Heeres-Dienstvorschrift
(H.Dv.362) vom 18 Dezember 1928 (unverändert wieder gedruckt
1940)![]() Es existierten mehrere Ausführungen: aller Wahrscheinlichkeit nach wurden sie zunächst komplett aus Messing hergestellt. Die umklappbare Anlegekante war anfänglich nur 50 mm lang. Mit zunehmender Werkstoffknappheit während des 2. Welktkriegs wurde die Fertigung umgestellt. Die Deckelform änderte sich und das Lineal wurde auf 60 mm verlängert. Allen gemeinsam war die Teilung: 6400 Strich, linksdrehend. Weitere Unterschiede: siehe Datenblätter. |
Deckelformen-Vergleich (s.a. Zeiss Ikon) ![]() Datenblatt - Durchmesser: 54 mm - Höhe: 17 mm - Gewicht: 130 g - Gehäuse: Messing - Deckel: Messing mit "schmaler Nase" und 3 Nieten am Scharnier - Ring: Nickel - Lineal: 50 mm, klappbar |
![]() |
![]() ![]() |
Datenblatt - Durchmesser: 54 mm - Höhe: 17 mm - Gewicht: 60 g - Gehäuse: Nickel - Deckel: Aluminium mit "breiter Nase" und vier Nieten am Scharnier - Ring: Messing - Lineal: 60 mm, umklappbar |
| Dieses Modell übernimmt die Gehäuseform des von der Firma BUSCH für den Jungendienst entwickelten Kompasses. Es wurde zur Grundform fast aller späteren deutschen Wanderkompasse (s. WILKIE, PASTO) sowie von Militärkompassen im Ostblock (DDR: FPM, Polen und Russland) |
![]() |
Datenblatt - Teilung: 6400 Strich linksdrehend - Abmessungen: 75 x 55 x 20 mm - Gewicht: 110 g - Bakelitgehäuse - Messingdeckel, schwarz lackiert, rau - Kordel - Anlegekante: 50 mm - Firmenname BREITHAUPT neben der Anlenkung des Deckels Repaturanweisung erhältlich |
![]() Glatter schwarz lackierter Deckel mit einem großen A in weißer Farbe (ab 1944) Den Heeresmitteilungen von 1944 ist Folgendes zu entnehmen (Mitteilung vom 25.5.44): "Gleichzeitiger Gebrauch von "Marschkompass vereinfacht" und "Marschkompass A". Bei gleichzeitigem Gebrauch des linksläufigen Marschkompass vereinfacht und des neu eingeführten rechtssläufigen Marschkompass A ist zu beachten: - Marschzahl MKo vereinfacht gleich 64 weniger Marschzahl Kompass A (lesen Sie weiter rechts) |
Bedienungsanleitung
/ Heeresdienstvorschrift vom 10.01.1945 (Kopie erhältlich) ![]() (Fortsetzung der linken Spalte) - Marschzahl "Kompass A" gleich 64 weniger "Marschzahl MK vereinf." Der Marschkompass A war nur deshalb mit einem großen A gekennzeichnet, damit man ihn von den bisher linksläufigen Kompassen sofort unterscheiden konnte, da die Marschzahlen bei ihm im Uhrzeigersinn und nicht wie bisher gegen den Uhrzeigersinn liefen. (Zitiert nach Militaria-Fundforum) |
Datenblatt - Teilung 6400 Strich rechtsdrehend - Abmessungen: 75 x 55 x 20 mm - Gewicht: 110 g - Bakelitgehäuse, - Messingdeckel, schwarz lackiert - Kordel - Anlegekante: 50 mm Bei diesem sogenannten Marschkompass "A" ist die Drehachse der Magnetnadel durch eine schwarze Scheibe mit einem weißen, die OST-WEST-Achse darstellenden Balken verdeckt. Dieses Design findet sich bei den späteren Nachkriegsmodellen der Fa. FPM wieder, wobei der Balken in den Armeen des Warschauer Paktes auf der N-S-Achse lag. Repaturanweisung erhältlich. |
COKIL![]() ![]() |
![]() Dieser Kompasstyp heißt COKIL (KILometerzähler), wenn mit Kurvenmesser, bzw. COMAR (MARching) wenn ohne. Er wurde bereits in den 1930er J. und wird noch in China nachgebaut (siehe weiter unten "CHINA", Typ 5-1 und 6-2). Breithaupt produzierte ihn bis in die 60er J. |
![]() Datenblatt Serien-Nr. (vom Teilkreis verdeckt): 65142 - Durchmesser: 60 mm - Höhe: 20 mm - Gewicht: 170 g - Aluminiumgehäuse und -ring, - Lineal: 100 mm (aufgeklappt) - Neigungsmesser in Grad (0-60°) (Modell mit 0-45°: HIER klicken) - Wehrmacht-Feldgrau lackiert |
![]() Auf dem Zifferblatt ist die Abkürzung DRGM (Gebrauchsmuster für das III. Reich), aber auf dem Teilkreis wird die Himmelsrichtung OST mit zwei Buchstaben (OE) angegeben: O für OST und E für EAST, was vor 1945 undenkbar gewesen wäre. |
Auf
der
Außenseite ist zusätzlich zum Kurvenmesser eine
Tabelle, die derjenigen des PEIGNÉ-Systems nachempfunden ist
(siehe Geologen- und Artilleriekompasse).![]() (Fotos Peter Spielberg). |
Marschkompasse
CODOP
(mit doppelter Teilkreis) und COLIM
(mit durchsichtigem Boden). 40er Jahre. Seriennummer: 103201. Datenblatt Zusätzlich zum Pendelklinometer besaß dieses Modell eine Libelle und einen durchsichtigen Glasboden. Am Anfang und am Ende des 10 cm Lineals befinden sich je eine rote und eine schwarze Marke als Visierhilfe zum Bestimmen eines Höhenwinkels. Die Arretierung der Magnetnadel erfolgt mit einem manuell betätigten Hebel (neben dem Teilkreis). GEBRAUCHSANWEISUNG (s. Boutique) |
Nach
dem 2. Weltkrieg baute Breithaupt ab den späten 1950er J.
einen
flüssigkeitsgedämpften,
CONAT
(COmpass
NATO)
genannten Marschkompass für die 1956 neu gegründete
Bundeswehr. Wie man auf der Abb. im Patent (siehe Tabelle unten)
und auf dem Bild
rechts sehen kann, war der Teilkreis zunächst direkt unter dem
oberen Teil der Kapsel
aufgedruckt.
Die Nummer des Instrumentes (hier 900 auf dem Foto r.) befand sich noch
im hinteren
Teil des Gehäuseunterteils links neben dem Daumenring und die
helle Fläche auf dem Gehäuse
(Notizblock für Marschzahl?) war zuerst auf der linken Seite.
Bei
späteren Modellen war die Instrumentennummer immer im
Kompassdeckel auf der rechten Seite in der Nähe der Drehachse
eingeschlagen. Die Schraube für die automatische Verriegelung
in 45°-Winkel befand sich anfangs in der Mitte der Achse. Beim
frühen Modell ist das Korn der
Visiereinrichtung flächig mit Leuchtfarbe beschichtet
(Dreiecksform). Bei späteren Modellen wurde in das Korn eine
Nute eingefräst und mit Leuchtfarbe
gefüllt. Das Bild rechts ist einer
maschinengeschriebenen Beschreibung
in französischer Sprache aus dem
J. 1958 entnommen. Der
Übersetzer kannte jedoch das für
den deutschen
Begriff Strich
verwendete
Symbol (ein langer Bindestrich '—') offensichtlich nicht und
ließ
es
stehen, anstatt das französische Wort millièmes
zu verwenden. Auf der Website dieses Herstellers war der Fehler im Mai
2013
immer nicht korrigiert - und in der spanischen Version
übrigens
auch nicht!| Modell
CONAT
Im Patent (Nr. 1730856 - 1956) wurde ein System beschrieben, bei dem der Spiegel beim Aufklappen über eine Doppelanlenkung erhöht und bei 45° automatisch arretiert wird. Bild: Patent, Abb. 1-4 (kompl. Fotokopie erhältlich) ![]() Der Spiegel darf nicht mit Gewalt aus der aufgerichteten Stellung auf die Kapsel flach gelegt werden, da sonst das Mechanismus beschädigt wird (Foto vom Warnhinweis). |
![]() ![]() Foto unten: Anwerbe-Aktion der Bundeswehr aus dem Jahr 1967 (Bild anklicken zur Darstellung des kompletten Blatts - Fotokopie verfügbar). |
Beschriftung
der
Deckel-Innenseite: - Hersteller-logo - NATO-Versorgungsnummer (NSN) - Bezeichnung des Kunden: BUND bzw. BUNDESWEHR, manchmal mit einem weißen Punkt darunter (Bild l.). Die ältesten trugen einen Stempel mit einem symbolisierten Adler. Die Abk. BWB steht für Bundesamt für Wehrbereich und Beschaffung. Vom CONAT gab es eine Ausführung mit Tritium-Leuchtmittel*, erkennbar am ³H-Symbol* im Deckel (Link zum Foto). Es sind zwei verschiedene Versorgungs-/ NATO-Nr. bekannt: - 6605-12-135-2210 und - 6605-12-341-8467. Bei den ältesten Modelle war ein Anschlagstift seitl. unter der Anlenkung angebracht. Das Fertigungsdatum der Kapseln ist im Boden eingeprägt (hier: 4/90). Eine andere (ältere?) Version wies eine grüne Kapsel auf mit einem unter der Kapseloberseite gedruckten Teilkreis und nicht am Boden. * Anfang der 90er J. ausgemustert. OFFIZIELLE Bw-GEBRAUCHSANWEISUNG einschl. technische Dokumentation (TDv 6605/011-15) leider nicht komplett vorliegend (vielen Dank für Ihre Hilfe). Wir können die Herstellerdokumentation liefern. |
![]() (Zum Vergrößern, Bild anklicken) |
Standard Linsenkompass
der US-ARMY. Quasi identisch mit dem Produkten von Cammenga, Stocker & Yale (SandY) usw. Diese Kompasse enthalten Tritium (³H) und sind schwach radioaktiv. Mehr Bilder bei CAMMENGA. |
Datenblatt - Abmessungen: ... x ... x ... mm - Gewicht: ... g - Datum: 12/62 |
Steckbrief:
früherer
französischer Hersteller von
Instrumenten für Wanderer. Der Firmen-Name war am Anfang
Baudet-Burnat,
mehr
darüber HIER). Henri
BURNAT ließ sich mehrere Erfindungen patentieren,
darunter ein System zur Befestigung der Kompasskapseln in den
Gehäusen. Er produzierte Kompasse,
Höhenmesser und Schrittzähler. Das Firmenlogo (auf
der Kompassrose über dem Himmelspunkt SÜD angebracht)
stellte einen Kartenleser dar zusammen mit den Anfangsbuchstaben
H(enri), B(urnat) und PARIS.
|
Modell
Nr. 3350 gem.
Katalog (ca. 1930?). Dieses Modell wurde
möglicherweise von BUSCH nicht gefertigt, sondern nur
importiert. Es sind nur Versionen mit norwegischer Beschriftung
bekannt.
![]() Beschreibung gemäß BUSCH-Katalog (ca. 1930?) |
Norwegische
Version: V
für Vest = Westen
Wir besitzen eine andere Version mit folgender Gravur auf dem Deckel: HAKON LUNDE (der wahre Hersteller?) und mit der Anschrift: STORGAT. 24 und einem Datum (Gründungsjahr?) : 1874. ![]() Foto Totto EIDE (Zum Vergrößern, Bilder anklicken) |
Datenblatt - Durchmesser Basis: 54 mm - Durchmesser Kompass: 50 mm - Höhe (Gehäuse): 14,4 mm; Visierdiopter aufgerichtet: 33,5 mm - Gewicht: 83 g - Himmelsrichtungen: nur schwarz oder in Radiumfarbe - Marschrichtungslinie und -Punkt: Leuchtfarbe - Kompassrose am Gehäuseboden: 360°, kaum sichtbar, weil durch den erhöhten Teilkreis verdeckt - Teilung des ob. Teilkreises: 0-60, numeriert alle 5, wobei,jeder Abschnitt jeweils in 15 Einheiten (3x5) unterteilt ist, d.h. insges. 180 Einheiten für den Umfang, die je 2 Grad entsprechen. - Zwei Ösen am Gehäuse scheinen das Tragen am Handgelenk zu ermöglichen, sind aber eher zur Befestigung an einem Kleingeschütz gedacht. - Bild von Messingdeckel und Originalschachtel. |
![]() Jungendienst*-Kompass Modell X ohne Spiegel (s. Übersicht der Modelle in der nächsten Tabellenzeile). Gebrauchssanweisungen (193oer J.). Die Version rechts ist vermutl die Ältere. Der Inhalt ist identisch. Ledigich das Deckblatt variiert. * Zum Begriff 'JUNGENDIENST': siehe Erläuterung im Glossar unter VERSCHIEDENES / Terminologie |
![]() Jungendienst-Kompass Modell XI (mit Spiegel) Diese Gehäuseform war lange nach dem 2. WK das grundsätzliche Design vieler deutscher Wanderkompasse (siehe PASTO, WILKIE und FPM). ![]() Die Tragetasche war lediglich ein Stoffsäckchen. |
![]() Datenblatt - Abmessungen: 70 x 55 x 18 mm - Gewicht: 67 g - Gehäuse: Bakelit - Tasche: Stoff - Bedienungsanw. in versch. Dok. wie die Wehrsporttafel 8 (rot, s. BOUTIQUE)
![]() Das Unternehmen hatte sich für die zwar von der Hitler-Jugend politisch getrennten aber paramilitärischen Zielen verfolgenden Jugendorganisationen JUNGENDIENST stark engagiert. Es heißt u.a. im Handbuch "DEUTSCHER JUNGENDIENST" (1933), dass der gleichnamige Kompass speziell für diese Organisation entwickelt worden sei. Die Bedienungsanweisung im Handbuch DEUTSCHER JUNGENDIENST ist in gotischer Schrift gedruckt. |
Katalog
1933 - Die beiden
Grundmodelle vom Marsch- und
Jungendienstkompass (mit und ohne Spiegel, Bakelitgehäuse)![]() Die mitgelieferte 6-seitige Gebrauchsanweisung ![]() (Bild anklicken : Prospekt auseinander gefaltet) |
![]() Marschkompass II Diese Gehäuseform findet sich auch beim BREITHAUPT mit Neigungsmesser und Kartenleser sowie den entsprechenden chinesichen nachgebauten Versionen wieder. FPM fertigte auch einen ähnlich geformten Kompass für die KVP. Bild oben anklicken: Logo und Ledertasche Fotos r.: Ein Oberscharführer (mit dem Kompass am Hals) und ein Waffen-SS Sturmmann beim Peilen mit einem Buschkompass Typ II |
Der
gleiche Gehäusetyp
aber mit Fluid-Kapsel und schwarzer Kompassrose. Rechts: die
Pappschachtel
![]() Datenblatt - Abmessungen: 65 x 57 x 16 mm - Gewicht: 70 g - Gehäuse: Bakelit - Leuchtlinie auf Glas: Ost-West - Tasche: Leder
![]() |
|
Marschkompaß I
Von
diesem Kompass sind zwei
Varianten bekannt: die weitverbreitete Standardlösung und die
spätere Version mit Fluidkapsel.Siehe auch das Messmittel PLANZEIGER Exportversion für ![]() |
![]() Datenblatt - Abmessungen: 68 x 55 x 18 mm - Gewicht: 130 g - Gehäuse: Messing - Ring: Nickel - Klapplineal: 5 cm (Bild anklicken: Ansicht vom Kompass offen) |
![]() (Bild anklicken: Ansicht vom Kompass offen und zerlegt) Datenblatt - Abmessungen: 68 x 55 x 18 mm - Gewicht: 75 g - Gehäuse: Aluminium - Fluidkapsel - Leuchtlinie auf Glas: Nord-Süd - Klapplineal: 6 cm Bedienungsanweisung erhältlich |
| Diesen
Kompass hatte ein
US-Soldat im 2. WK aus Italien mitgebracht. Er
gehörte der
sogenannten First Special Service Force, die auch unter dem
Namen “The
Devil's Brigade”
bekannt wurde.
Diese
Einheit setzte sich zusammen aus amerikanischen und
kanadischen Commandos und erlebte sehr heftige Kämpfe
insbesondere bei Anzio. |
Spezialversion
des
weiterentickelten Jungendienst-Kompasses für die
italienischen Truppen Mussolinis. ![]() Fotos T. Schifani (Bild rechts anklicken zw. Detailansicht) |
Datenblatt - Abmessungen: 75 x 55 x 20 mm - Gewicht: 110 g - Gehäuse: Bakelit - Teilung: 360 Grad rechtsdrehend, Himmelsrichtungen gemäß den Abkürzungen für lateinische Sprachen (NESO - siehe Verschiedenes / Himmelsrichtungen - Frankreich) - Radiummarken: 2 Punkte bei Nord, je einer bei den anderen Himmelsrichtungen. - Strich für Magnetisch Nord bei ca. 6 Grad West |
![]() Ost-West-Balken beschriftet wie beim Bézard-K. (Detailansicht: Bild rechts anklicken) |
Bundeswehr-Modell
![]() Die Tragetasche war rechteckig wie beim Bézard-Kompass |
Busch-Göttingen
(in der Ecke oben links geprägt) entwickelte für die
Bundeswehr
(Bund, Bw) einen Kompass aus
Plexiglas. Er hatte eine durchsichtige Dose und war mit
Höhensymbolen zur Entfernungsmessung an der rechten Seite
(Gebäude, Lkw, stehende Person) versehen. Außerdem
war die Deklinationsmarke einstellbar und sein Spiegel hatte einen
Schlitz. Schließlich war er mittels Gummifüsschen
gegen Verrutschen auf der Karte gesichert. Er wurde vermutlich jedoch
nur in geringer Stückzahl zum Zeitpunkt der
Bw-Gründung (1956) gefertigt. Seine NATO-Versorgungs-Nr. war
6605-12-120-1507.(Fotos Dr. Spielberg und Militaria-Fundforum/Knochensack44) KOMMENTAR: es ist anzunehmen, dass sich das Gehäuse leicht statisch auflud (siehe BARIGO weiter oben), was die Verwendung unmöglich machte. |
![]() |
Fotos D. Engstfeld (Zum Vergrößern, Bilder anklicken) |
Die Polizei Nordrhein-Westfalens
war bis Ende
der 1980er J.
auch mit der Nachkriegsversion in schwarzer Ausführung
ausgestattet. Bis auf dieses eine Exemplar wurden in der
Herkunftsbehörde alle weiteren „entsorgt“!
Die Tragetasche war unten spitz zulaufend. Auf der schwarzen Mittelscheibe war ein aus zwei Strichen bestehender O-W-Balken angebracht. Die Kompasse dienten früher als Orientierungshilfen bei Durchsuchungen von unübersichtlichen Geländen oder Gebäuden durch die Reiterstaffel oder Diensthundführer als es noch keine technischen Führungs- und Einsatzmittel wie Funk für jeden oder Hubschrauber gab. Sichergestellt ist, dass der Kompass im sog. „Einzeldienst“ in der Behörde Verwendung fand und nicht nur innerhalb von Hundertschaftsverbänden von Polizeieinrichtungen. (Quelle: Polizei-Präsidium NRW) |