SONNENUHREN

Wir behandeln im Nachfolgenden lediglich einige Systeme, die im Zusammenwirken mit einem Kompass funktionieren, und zwischen dem 17. und dem 19. Jh. entwickelt wurden.

Wir erwähnen einige Bücher in französischer Sprache, die die Berechnung und die Fertigung von solchen Sonnenuhren zum Thema haben:
- Traité de la CONSTRUCTION et des principaux usages des INSTRUMENTS de MATHEMATIQUE,  Nicolas BION (1709, siehe weiter unten)
- TRAITÉ de GNOMONIQUE PRATIQUE, Dom François Bedos de Celles (1709, s. Bild rechts),
- Traité d'HORLOGIOGRAPHIE, Dom Pierre de Sainte Marie-Madeleine (1701).

Andere, im 20. Jh. verfassten Werke beschreiben mehr die alten Instrumente aus der Sicht des Sammlers von Antiquitäten:
- LES MONTRES SOLAIRES (Cdt Vivielle, 1932),
- LES INSTRUMENTS DES SCIENCES (Sté fr. du Livre, 1966),
- MESURE DU TEMPS ET DE L'ESPACE (Off. du Livre, Fribourg, 1970).

Die hier gezeigten Zeichnungen sind den älteren Werken entnommen. Die technischen Beschreibungen wurden aus verschiedenen Nachschlagewerken zusammengestellt. Mehr zu diesem Thema finden sie auf der folgenden Website: Gnonomik

INHALT:
- EUROPÄISCHE SONNENUHREN
- CHINESISCHE SONNENUHREN
- EQUINOCTIAL-KOMPASSE
- KOMPASSE MIT SCHWIMMENDER ROSE
- BION
- BUTTERFIELD
L'ABEE-LUNDS UHR-KOMPASS


FACHLITERATUR

LES MONTRES SOLAIRES (30 S., 1932) - Autor: Commandant VIVIELLE, Leiter der Bibliothek der Französischen Marine und Privatsammler. Dieses Büchlein liefert wertvolle Informationen über die verschiedenen Systeme und ihre Erfinder.
(Fotokopien erhältlich).

Anciennes INDUSTRIES scientifiques et artistiques DIEPPOISES (55 S., 1904) - Autor: Ambroise MILET, Kapitel II: Cadrans à boussole.
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EUROPÄISCHE SONNENUHREN

Diese klappbaren Sonnenuhren aus Elfenbein werden nach der Stadt Dieppe (Normandie) genannt, in der sie zuerst von Charles BLOUD entwickelt und in relativ großen Mengenab 1999  gebaut wurden. Seine Brüder (oder Söhne?) Gabriel und Jacques setzten den Handel fort und wurden dann zuerst von Ephraim Sénécal und dann von Jacques Sénécal imitiert (s. Foto Mitte).

Manche davon liefern mehrere Informationen: so genannte italienische und babylonische Tageszeiten (siehe Definitionen weiter unten), Jahreszeitenkurven und eine Tabelle der geografischen Breiten.
Auf dem Deckel befindet sich ein Universalkalender und eine Polaranzeige. Im Innern befinden sich je ein vertikales und ein horizontales Zifferblatt. An der Unterseite ist schließlich ein analemmatisches Zifferblatt dargestellt. Diese Anzeige wird mittels einer rotierenden Scheibe mit immerwährenden Kalender gesteuert.

Definitionen:
Es hat mehrere Methoden gegeben, die Tageszeit zu messen:
- judäische bzw. antique Stunden: 12 Stunden gleicher Länge, gezählt vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang sowie 12 Stunden anderer Länge, von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Diese waren nur zweimal im Hahr gleicher Länge, nämlich am Tag der Tag- und Nachtgleiche (äquinox) am 22. März und am 22. September.
- italische Stunden: 24 Stunden gleicher Länge, gezählt vom Sonnenaufgang bis zum nächsten Sonnenaufgang
- babylonisch Stunden: 24 Stunden gleicher Länge, gezählt vom Sonnenuntergang bis zum nächsten Sonnenuntergang
- astronomisch Stunden: 24 Stunden gleicher Länge, gezählt von Mittag bis Mittag am folgenden Tag.

Sonnenuhr mit Pendel und Kompass - Elfenbein - vermutl. Frankreich, 17. Jh.



(Foto Jaypee - Privatsamml.)


Eine typische DIEPPE'sche Sonnenuhr, gebaut im späten 17. Jh. von Sénécal


LIENHART & MIELLER (Nürnberg, 1626)

S/w-Bilder: Cdt Vivielles Privatsammlung.

(Detailansicht des Kompasses, Bild anklicken)
 

Auf der Deckel -Oberseite sind eine schöne Landkarte Nord- und (teilw.) Südamerikas sowie zwei Dreimaster eingraviert .
Teilung im Deckel: (Ihre Hilfe ist gefragt...).

Fotos Milagritos25
(Zum vergrößern, Bilder anklicken)
 

Datenblatt
- Abmessungen (geschl.): 87 x 62 x 8 mm
- Material: Knochen?

Anm.: Sehr schöne Reproduktion einer antiken DIEPPE'schen Sonnenuhr. Die Form der Magnetnadel is quasi identisch mit alten Originalteilen. Leider ist das Gehäuse zu schmal für die Kompassdose (kein Platz für die Zahl VIII auf der linken Seite) und die gedruckten Windrose, Teilstriche und Ziffern sind viel zu modern. Außerdem wurden die nördlich von Kanada dargestellten Inseln erst viel später entdeckt bzw. beschrieben (19./20. Jh.).
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PORTUGIESISCHE SONNENUHR

Holz, Tinte, Farbe (XIX. Jh.), signiert I.S., Iohannes (lateinisch für Joao) da Silva.
Die Uhrzeit gilt nur für die mittlere Breite Portugals (38-39 Grad)



Auf der Rückseite ist ein Stempel aufgedrückt: 'VERDADEIRO AUTOR JOAO DA SILVA'. Es könnte sich hierbei daher um eine Reproduktion handeln.

Anm.: Das Museum besitzt dieses Instrument nicht. Diese Fotos wurden uns freundlicherweise von einem Besucher übermittelt (Priv. Samml.).
Es ist anzumerken, dass zusätzlich zum Norden (Königslilie) auch der Osten auf der Kompassrose gesondert vermerkt ist (siehe hierzu den Artikel zu diesem Thema unter VERSCHIEDENES / Die Himmelsrichtungen in verschiedenen Sprachen)


(Detailansicht des Kompasses: Bild anklicken).

Datenblatt
- Abmessungen: 68 x 48 x 14 mm
- Gewicht: 33 g
- Pendel : Blei
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BRITISCHE SONNENUHR

Papier auf Holz, England, frühes 19. Jh.
Auf der Rückseite ist eine Liste europäischer und nordamerikanischer Städte mit der jeweiligen geografischen breite.
Beispiele: Neapel 41, Glasgow 56.



Anm.: Das Internet Kompassmuseum verfügt
nicht über dieses Objekt.
Ein Besucher hat uns freundlicherweise
diese Fotos zur verfügung gestellt.

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DEUTSCHE SONNENUHR

Papier auf Holz, Deutschland, frühes 19. Jh.
Auf der Rückseite ist eine Liste europäischer Städte mit der jeweiligen geografischen breite.



Anm.: Das Internet Kompassmuseum verfügt
nicht über dieses Objekt.
Ein Besucher hat uns freundlicherweise
diese Fotos zur verfügung gestellt.

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CHINESISCHE SONNENUHREN

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EQUINOXIAL-KOMPASSE

FUNKTIONSWEISE: Der Stift muss parallel zur Drehachse der Erde liegen. Er ist daher auf den Polarstern zu richten. Der Ring, auf den sein Schatten fällt, muss parallel zur Äquatorebene liegen, und kann daher in Abhängigkeit vom geographischen Standort des Benutzers angepasst werden: Um genau zu sein, muss das System auf den geographischen Norden ausgerichtet sein, und infolge dessen die Missweisung berücksichtigen. Des Weiteren muss das Instrument horizontal stehen.

BEDIENUNGSANWEISUNG: 
1. Den eigenen Standort auf der Erdoberfläche zwischen dem Äquator (0°) und dem Nord- bzw. Südpol (90°) ermitteln. Beispiel: Frankfurt-am-Main liegt ca. auf dem 50. nörlichen Breitengrad. 
2. Sicherstellen, dass das Instrument einwandfrei waagerecht steht (nötigenfalls mithilfe der Stellschrauben und Libellen nachjustieren).
3. Den Kompass unter Berücksichtigung der magnetischen Missweisung auf geographisch Nord ausrichten.  Der magnetische Nordpol liegt zurzeit ca. 2 Grad östlich des geographischen Nordpols.
4. Die seitliche Skala der Breitengrade aufrichten. Sie reicht auf dem Barker-System (s. Bild weiter unten) von 0-90 Grad. was Messungen vom Äquator bis zum Nord- bzw. Südpol ermöglicht. Meistens wird aber nur ein Bruchteil dieses Bereichs abgedeckt, wie zB. 30-60 d.h. von Portugal bis Schottland. Danach den Stundenring entsprechend dem ermittelten Breitengrad aufrichten. Er ist in Tages-Sonnenstunden unterteilt.  Diese sind meistens in römischen Ziffern entsprechend 6-21 Uhr angegeben). Somit liegt er parallel zum Äquator.
5. Den mittleren Stift rechtwinklig zum Stundenring aufstellen.  Er zeigt somit auf den Polarstern, obwohl dieser am Tage nicht sichtbar ist!
6. Der Schatten des Stiftes fällt dann auf den Stundenring und zeigt die Winterzeit an, wenn Sie sich in einem Land mit Zeitumstellung im Sommer befinden.

 Siehe auch weiter unten den Houlliot-Taschenkompass

Anmerkung: Die hier gezeigten Instrumente sind nicht Bestandteil der Museumssammlung, Dise Fotos wurden uns von Sammlern übermittelt (Privatsammlungen.).

Zeichnung aus: "La GNOMONIQUE pratique", Abb. 28



(Zum Vergrößern, Bild anklicken)
Instrument mit Signatur :
And. VOGLER
(Echtheit nicht garantiert)




(Zum Vergrößern, Bild anklicken)


Dieses System wure angeblich in Frankreich im späten 17. Jh. durch einen Uhrmacher namens RUGEND aus der Stadt  Auch (Pyrenäen, Südfrankreich). Wie viele damals musste er seine Heimat in Folge der Religionskriege verlassen und nach Deutschland emigrieren, wo er seinen Namen in Rugendas änderte. Es sind mehrere Kompasse von diesem Hersteller aus dem Raum Augsburg bekannt (zitiert nach Mesures du temps et de l'Espace, OLF 1970)

Einige Beispiele:



Instrument mit zwei Libeller von F. BARKER (1919)


Instrument mit einer Libbelle von der Fa. 
SECRETAN (ca. 1930)


Dieses Instrument wurde von der Fa.
TOPOCHAIX nachgebaut
(2. Hälfte des 20. Jh.)
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BION

Steckbrief: Nicolas BION war ein französischer Mathematiker. Seine Werkstatt befand sich in Paris, Quai de l'Horloge du Palais.
Er schrieb ein berühmtes Werk über mathematische Instrumente (Traité de la construction et des principaux usages des instruments de mathématique) und er baute Kompasse nach dem Butterfield-Prinzip.

  

N. BION's Instrument war auf der Seite 362 seines Werkes abgebildet.


Anm.: Das Internet-Kompassmuseum verfügt nicht über dieses Objekt.
Es wurde 1984 bei einer Auktion fotographiert (Katalog).


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BUTTERFIELD

Steckbrief:  Michael Butterfield (1635-1724) war ein britischer Uhrmacher, der sich um das Jahr 1685 herum in Paris niedergelassen hatte. Er arbeitete für den königlichen Hof und wurde zum Ingenieur des Königs ernannt. Er betrieb eine Werkstatt für Präzisionsinstrumente mit Verkaufsräumen im Stadtviertel Faubourg Saint-Germain in der Strasse rue Neuve-des-Fossés. Sein Geschäft nannte sich 'AUX ARMES D'ANGLETERRE' (zum Englischen Wappen). Der russische Tsar Peter der Große besuchte die Werkstatt und bestellte eine große Menge an Uhren aus vergoldetem Kupfer. Nach Bion's Tod im Jahre 1724 wurde das von ihm erfundene Sonnenuhrsystem von vielen europäischen Herstellern nachgebaut.



Bild aus LES MONTRES SOLAIRES (1932).

(Zum Vergrößern, Bild Anklicken)

Funktionsweise eines typischen vogelförmigen Gnomons mit Breitengradskala.

Beschreibung und Funktionsweise: Diese Sonnenuhr kann für verschiedene Breitengrade eingestellt werden. Hierzu wird der Einstellwinkel des Gnomons gegenüber dem Schnabel des Vogels entsprechend verstellt. Der Schnabel des Vogels dient als Zeiger für die Einstellung des jeweiligen Breitengrads. Der zu wählende Wert ergibt sich aus dem an der Rückseite des Instruments angegebenen Breitengrad der am nächsten gelegenen Stadt. Die Uhrzeit wird auf der entsprechenden Skala der Grundplatte abgelesen.  Letztere besteht aus einer länglichen achteckigen Grundplate, auf die der Schatten des verstellbaren Gnomons fällt.  Der Gnomon ist an seiner Basis schwenkbar gelagert und gleitet entlang einer vogelförmigen Halterung. Auf der Grundplatte sind die Stunden abwechselnd in arabischen und römischen Ziffern eingraviert.
Der Kompass ist in einer zylindrischen Mulde eingelassen und berücksichtigt die jeweilige Position des magnetischen Nordens.  

Horizontale Taschensonnenuhr aus massivem Silber. Signiert "Butterfield à Paris" mit Königslilien auf jeder Seite.



Die Unterschrift BUTTERFIELD
 steht auf der Oberseite.

(Fotos Ottavio Veglio)


Auf der Rückseite steht (im Kreis) 
"Cadran Premier". Der Breitengrad der meisten europäischen Großstädte ist auf der Rückseite angegeben.

(Zum Vergrößern, Bilder Anklicken)
Datenblatt
- Abmessungen (Länge): 54 mm
- Gewicht:  ... g ?
- Material: Silber
 

Die Gnomon-Skala ist nur auf einer Seite sichtbar. Auf der anderen Seite sind meistens Akanthusblätter dargestellt.

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Taschenkompass mit Klapp-Gnomon

Im S-L-Katalog von 1932 abgebildet, wurde aber von Houlliot hergestellt.
Siehe auch in der Kategorie Taschenkompasse.



(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Bild eines ähnlichen Kompasses mit automatischem Nadelfeststellungs-
mechanismus mittels eines (hier fehlenden) Kolbens am Rande des Gehäuses, der beim Schließen des Deckels eingedrückt wird.
(s. kleines Loch unten im Bild).



(Foto Juri Petrunin)
Datenblatt
- Durchmesser: 45 mm
- Höhe: 15 mm
- Gewicht: 49 g
- Nadelfeststellung: mittels seitl. Schieber




(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Exportmodell (Deutschland)
Zylindrische Dose mit Bedienungsanleitung im Deckel
 
(Fotos Michel Collignon)


(Bum Vergrößern, Bild anklicken)
Äquinoxial-Taschenkompass

Datenblatt

- Durchmesser: 50 mm
- Dicke (geschl.): 20 mm
- Höhe aufgerichtet: 50 mm
- Gewicht: 90 g
- Bauzeit: ca. 1920-30


Aufklapp-Halsanhänger


Replika eines alten Instruments

Datenblatt
- Abmessungen: 50 x 38 x 13 mm
- Gewicht: 35 g

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
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Pantochronometer (Sonnenuhren mit schwimmendem Zifferblatt)

Steckbrief: ........ (C. R.) war ein französischer Sonnenuhren-Hersteller (des 19. Jh.?)



Datenblatt
- Durchmesser: 55 mm
- Höhe (mit Deckel): 20 mm
- Gewicht: 34 g
- Material: Leichtmetall, vergoldet, Pappe

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Gnomon-Kompasse

Steckbrief: ........ (C. R.) war ein französischer Sonnenuhren-Hersteller (des 19. Jh.?)


Datenblatt
- Durchmesser: 55 mm
- Höhe (ohne Deckel, Gnomon aufgerichtet): 22 mm
- Gewicht: 35 g
- Material: Messing, Pappe-Zifferblatt

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
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L'ABÉE-LUNDS UHR-KOMPASS

Steckbrief: Johan Henrik L'Abée-Lund war ein norwegischer Ingenieur. Er erfand und fertigte diesen Kompass von ca. 1922 bis zum Ende der 30er Jahre. Der Begriff Uhr-Kompass ist wörtlich zu nehmen: mithilfe der Tabelle an der Rückseite konnte die Uhrzeit ermittelt werden. Die rote Ameise war eine Anspielung auf die Grundregel, nach der man sich im Wald leicht orientieren kann, da die Ameisenhaufen meistens an der Südseite der Bäume stehen. Der Verkaufsslogan lautete dementsprechend Mauren i syd, d.h. die "Ameise nach Süden".
(Zitiert und übersetzt mit freundlicher Genehmigung der Betreiberin der Website http://www.purgatory.net/kornelia/compass/compass.htm)



Zum Vergrößern, Bilder anklicken

Datenblatt
- Durchmesser: 50 mm
- Höhe: 12 mm
- Gewicht: 65 g

Rechts: Das Logo. eine rote Ameise
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KOMBINIERTES INSTRUMENT : SONNENUHR - KOMPASS - FERNGLAS

Herkunft: Deutschland (ca. 1930-1940), Modell FAVORIT.
Faltbares Fernglas mit Kompass und Flaschenöffner. Letzterer dient auch dazu, die kleinen federbelasten Linsen im gefalteten Zustand festzuhalten.
Funktionsweise des Kompasses: Auf dem Zifferblatt sind sie Tagesstunden (von 3 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends, entsprechend dem längstmöglichen Sommertag in Norddeutschland) und die Himmelsrichtungen angegeben. Um den Kompass auszurichten wird zuerst der Zeiger so gedreht, dass die (von einer Uhr abgelesene) Tageszeit im gabelförmigen Ende des Zeigers erscheint. Man dreht sich dann so, dass die Zeigerspitze in Richtung Sonne zeigt. Beispiel: Mittags (um 12) steht die Sonne im Süden.
Wie bei allen anderen (in der Kategorie ANDERE Kompasse) gezeigten Theater-Ferngläsern befindet sich an der Rückseite des Kompasses ein Spiegel.



Bild anklicken, um die
Zifferblattdetails zu betrachten
Datenblatt
- Länge (gefaltet): 105 mm
- Kompassdurchmesser: 40 mm
Beschriftung des Zifferblattes:
- Sonnen-Uhr & Kompass
- Abends
- Morg.
- Tourist / D.R.P.a.
Zum Begriff Tourist und den Abkürzungen, siehe das Glossar im Menüpunkt VERSCHIEDENES.



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